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Hühnerfloh Ceratophyllus gallinae

Hühnerfloh

Taxonomy

Kingdom Tiere (Animalia)
Phylum Gliederfüßer (Arthropoda)
Class Insekten (Insecta)
Order Flöhe (Siphonaptera)
Family Ceratophyllidae
Genus Ceratophyllus
Species Ceratophyllus gallinae
Scientific Name Ceratophyllus gallinae (Schrank, 1803)
Accepted Name

Einleitung

Der **Hühnerfloh** (*Ceratophyllus gallinae*) ist ein ektoparasitäres Insekt aus der Ordnung der Flöhe (Siphonaptera), das zur Familie der Ceratophyllidae zählt.[1][2] Ursprünglich in Europa beschrieben, ist die Art heute kosmopolitisch verbreitet und befällt neben Hausgeflügel auch zahlreiche Wildvogelarten sowie gelegentlich Säugetiere und den Menschen. *Ceratophyllus gallinae* kann bei seinen Wirten Blutarmut (Anämie) und allergische Dermatitis verursachen.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Im Gegensatz zu vielen anderen Floharten benötigt *Ceratophyllus gallinae* keine Blutmahlzeit vor der Kopulation. Der Lebenszyklus umfasst die Stadien Ei, Larve, Puppe und Imago, wobei die Larven kauende Mundwerkzeuge besitzen, während nur die adulten Flöhe den Wirt beißen. Unter optimalen Bedingungen hinsichtlich Temperatur und Feuchtigkeit können die adulten Tiere innerhalb von 23 Tagen aus dem Kokon schlüpfen. Die Anzahl der Generationen pro Jahr ist variabel und hängt davon ab, wie viele Bruten der Wirtsvogel aufzieht.[16] Die Art überwintert gewöhnlich als vollständig entwickelter, aber noch nicht geschlüpfter Adultus im Kokon.[16][6] Das Schlüpfen wird durch spezifische Reize wie Vibrationen, Wärme oder einen erhöhten Kohlendioxidgehalt ausgelöst, was oft mit der Rückkehr des Wirts im Frühjahr zusammenfällt.[16] *Ceratophyllus gallinae* weist ein extrem breites Wirtsspektrum auf und parasitiert über 72 Wildvogelarten sowie etwa 15 Säugetierarten, bevorzugt jedoch trockene Höhlennester von Meisen.[6] Während die adulten Tiere hämatophage Ektoparasiten sind, die bei Geflügel Anämie und allergische Dermatitis verursachen können, entwickeln sich die Larven im Nistmaterial.[16][6] Adulte Flöhe zeigen eine hohe Widerstandsfähigkeit und können abseits des Wirts unter Rindenstücken oder in Spalten für unbestimmte Zeit fasten. Der Befall des Wirts erfolgt häufig im Frühjahr während der Nahrungssuche am Boden, wobei das Sprungverhalten durch reduzierte Lichtintensität ausgelöst wird.[16] Innerhalb von Populationen wurden zwei morphologisch unterschiedliche Formen („typisch“ und „klein“) identifiziert, was auf eine mögliche kryptische Diversität oder adaptive Plastizität hindeutet. In Nestern tritt *Ceratophyllus gallinae* oft gemeinsam mit anderen Parasiten wie *Dasypsyllus gallinulae* oder Schmeißfliegen der Gattung *Protocalliphora* auf. Die Populationsdichte kann sehr hoch sein; so wurden in einem einzigen Nest einer Tannenmeise bis zu 5.754 Flöhe nachgewiesen.[16]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Bayern, Deutschland

    30.12.2023

  • Deutschland

    11.03.2023

  • Niedersachsen, Deutschland

    09.03.2011

Daten: iNaturalist