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Kartoffelkäfer Leptinotarsa decemlineata

Kartoffelkäfer
High Risk Invasive Species Toxic Nuisance Can bite Physical Hazard

Taxonomy

Kingdom Tiere (Animalia)
Phylum Gliederfüßer (Arthropoda)
Class Insekten (Insecta)
Order Käfer (Coleoptera)
Family Chrysomelidae
Genus Leptinotarsa
Species Leptinotarsa decemlineata
Scientific Name Leptinotarsa decemlineata (Say, 1824)
Accepted Name

Einleitung

Der **Kartoffelkäfer** (*Leptinotarsa decemlineata*) ist eine Art aus der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae), die ursprünglich in der Rocky-Mountain-Region der Vereinigten Staaten beheimatet war.[1][2] Das etwa einen Zentimeter große Insekt zeichnet sich durch einen gelb-orangen Körper mit zehn charakteristischen schwarzen Längsstreifen auf den Flügeldecken aus.[1] Als bedeutender Agrarschädling befällt er vorwiegend Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, [Tomaten](/pages/lexikon/tomaten) und [Auberginen](/pages/lexikon/aubergine), wobei sowohl die Larven als auch die adulten Tiere durch massiven Blattfraß erhebliche Ernteverluste verursachen können.[1][2]

Biologie & Lebenszyklus

Der Entwicklungszyklus von *Leptinotarsa decemlineata* umfasst die Stadien Ei, vier Larvenstadien, Puppe und Imago, wobei die gesamte Entwicklung der unreifen Stadien in gemäßigten Breiten drei bis fünf Wochen dauert.[1] Weibchen legen hellgelbe bis orangefarbene Eier in Gelegen von 20 bis 60 Stück an den Blattunterseiten ab und produzieren im Laufe ihres Lebens bis zu 800 Eier.[2][1] Nach dem Schlüpfen fressen die rötlich-orangen, buckeligen Larven 10 bis 21 Tage lang gierig am Blattwerk und durchlaufen dabei vier Häutungen.[1] Die ausgewachsenen Larven des vierten Stadiums graben sich zur Verpuppung 2 bis 5 Zentimeter tief in den Boden ein, wo sie etwa 5 bis 10 Tage verbleiben.[3] Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist stark temperaturabhängig; während optimale Raten zwischen 25 und 32 °C liegen, findet unter 18 °C keine Verpuppung statt.[5] Abhängig von der kumulierten Wärmesumme bildet der Kartoffelkäfer jährlich ein bis drei Generationen aus.[1] Zur Überwinterung begeben sich die adulten [Käfer](/pages/lexikon/kafer) in eine Diapause und graben sich, ausgelöst durch verkürzte Photoperioden, bis zu 50 Zentimeter tief in das Erdreich ein.[2] Die Art ernährt sich primär von [Pflanzen](/pages/lexikon/verpiss-dich-pflanze) aus der Familie der Solanaceae, wobei die kultivierte Kartoffel (*Solanum tuberosum*) bevorzugt wird, aber auch Tomate (*[Solanum lycopersicum](/pages/lexikon/tomaten)*) und Aubergine (*[Solanum melongena](/pages/lexikon/aubergine)*) angenommen werden.[2][1] Ursprünglich war der Käfer in seinem nativen Verbreitungsgebiet auf wilde Nachtschattengewächse wie den Stachel-Nachtschatten (*Solanum rostratum*) spezialisiert.[2]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    14.01.2026

  • Ovelgönne, Lower Saxony, Deutschland

    04.12.2025

  • Regensburg, DE-BY, Deutschland

    19.10.2025

  • Ulm, Baden-Württemberg, Deutschland

    18.10.2025

  • Marten, 44 Dortmund-Lütgendortmund, Deutschland

    16.10.2025

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

US-2020245628-A1 Biological Unbekannt

Neue Bio-Pestizide zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen

Kmetijski Institute of Slovenije, University of Ljubljani (2017)

Relevanz: 9/10

Zusammenfassung

Die Erfindung betrifft cytolytische Zwei-Komponenten-Proteinkomplexe aus der Aegerolysin-Familie und der MACPF-Superfamilie. Diese Komplexe (z.B. Ostreolysin A6 mit Pleurotolysin B) wirken spezifisch toxisch gegen den Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata). Die Proteine bilden Poren in den Membranen des Verdauungstrakts der Schädlinge. Dies stellt eine biologische und hochspezifische Bekämpfungsmethode dar.

DE-10348433-A1 Mechanical Unbekannt

Zusammensetzung zur Bekämpfung von Schädlingen und Pilzen, insbesondere nützlich gegen Kartoffelkäfer und Kartoffelfäule, umfassend eine Mischung aus Algenkalk und Gesteinsmehl

Franz Marcel, Kodron Coralie (2003)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Beschrieben wird eine Mischung aus Algenkalk und Gesteinsmehl zur Bekämpfung von Kartoffelkäfer-Larven. Das Mittel wirkt zweifach: Es mineralisiert die Blätter, was sie für Käfer unattraktiv macht (Repellent-Effekt), und führt bei Verzehr zu inneren Verletzungen und Ablösung der Larven. Zudem wird die Metamorphose der Larven gehemmt. Es handelt sich um eine physikalisch-mechanische Bekämpfungsmethode ohne synthetische Gifte.

DE-4000335-A1 Chemical Unbekannt

Neues optisch aktives Insektizid - ist (plus)-N-2,6-Difluorbenzoyl-N'-4-(1,1,2,3,3,3-hexafluorpropoxy)-2,5-dichlorphenylharnstoff

Ciba Geigy AG (1990)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent schützt ein spezifisches (+)-Enantiomer eines Benzoylharnstoff-Derivats. Dieser Wirkstoff zeigt eine ausgeprägte Aktivität gegen Eier und Larven von Insekten. Er wird spezifisch für den Einsatz gegen Leptinotarsa decemlineata in Obst- und Gemüsekulturen empfohlen. Der Stoff zeichnet sich durch eine bessere Pflanzenverträglichkeit und geringere Warmblütertoxizität aus als bekannte Mittel.

DE-3046736-A1 Chemical Unbekannt

Cyclopropancarbonsäurealkinylester - Akarizide, Insektizide und Ovizide, insbesondere gegen z.B. Spodoptera litoralis in Baumwolle und Leptinotarsa decemlineata in Gemüsekulturen

Ciba Geigy AG (1980)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt neue Cyclopropancarbonsäurealkinylester als Pestizide. Diese chemischen Verbindungen zeigen verbesserte insektizide und ovizide Eigenschaften. Sie sind besonders wirksam gegen blattfressende Insekten in Gemüsekulturen, wobei der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) spezifisch als Zielorganismus genannt wird. Bei Aufnahme durch adulte Käfer wird zudem die Eiproduktion reduziert.

DE-3047151-A1 Chemical Unbekannt

Phenyl-3-methyl-buttersäurebenzyl-benzylester - verwendet als Insektizide, besonders wirksam gegen Insekten, die Pflanzen und keratinhaltige Materialien fressen

Ciba Geigy AG (1980)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Es werden neue Phenylacetat-Derivate als Insektizide beschrieben. Diese sind hochwirksam gegen Insekten, die durch Fressen Schaden anrichten, insbesondere in Gemüsekulturen gegen den Kartoffelkäfer. Die Verbindungen können auch zum Schutz von keratinhaltigen Materialien eingesetzt werden. Die Kernidee ist die Bereitstellung neuer chemischer Wirkstoffe zur Schädlingskontrolle.