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Wespen Vespidae

Wespen
Medium Risk Allergenic Invasive Species Physical Hazard Beneficial

Taxonomy

Kingdom Tiere (Animalia)
Phylum Gliederfüßer (Arthropoda)
Class Insekten (Insecta)
Order Hautflügler (Hymenoptera)
Family Vespidae
Species Vespidae
Scientific Name Vespidae
Accepted Name

Einleitung

Die *Vespidae* (im Deutschen als **Faltenwespen** bezeichnet) sind eine weltweit verbreitete Familie der Hautflügler (*Hymenoptera*), die rund 5.000 Arten in etwa 270 Gattungen umfasst.[1] Ihren Trivialnamen verdanken sie der charakteristischen Eigenschaft, die Vorderflügel in Ruhelage meist längs zu falten.[2] Während sie als Räuber von [Insekten](/pages/lexikon/insekten) eine bedeutende ökologische Funktion in der natürlichen Schädlingskontrolle erfüllen, können einige soziale Arten im Obstbau oder der Imkerei selbst wirtschaftliche Schäden verursachen.[3][1]

Biologie & Lebenszyklus

Soziale Arten innerhalb der Unterfamilien *Polistinae* und *Vespinae* weisen eine eusoziale Organisation auf, die durch kooperative Brutpflege und eine Arbeitsteilung in reproduktive Königinnen und sterile Arbeiterinnen gekennzeichnet ist. Im Gegensatz dazu lebt die Mehrheit der *Vespidae*, wie etwa die *Eumeninae*, solitär ohne Kastenbildung. In gemäßigten Zonen folgt der Lebenszyklus meist einem einjährigen Rhythmus, bei dem befruchtete Königinnen solitär überwintern und im Frühjahr neue Kolonien gründen.[1] Die Koloniegründung erfolgt entweder durch eine einzelne Königin (Haplometrose) oder, wie bei einigen *Polistes*-Arten, durch mehrere kooperierende Weibchen (Pleometrose).[4] Die Entwicklungsdauer vom Ei bis zum adulten Insekt variiert temperaturabhängig und beträgt etwa 20 bis 40 Tage. Nach dem Schlüpfen werden die Larven über 10 bis 20 Tage progressiv gefüttert, bevor sie einen Seidenkokon [spinnen](/pages/lexikon/spinnen) und sich verpuppen. Das Puppenstadium dauert anschließend zwischen 8 und 18 Tagen. Gegen Ende des Zyklus schlüpfen die Geschlechtstiere, wobei die Männchen kurz nach der Paarung sterben und begattete Weibchen in die Diapause eintreten.[1] Die Ernährung der Larven ist überwiegend karnivor und besteht aus erbeuteten [Insekten](/pages/lexikon/insekten) wie [Raupen](/pages/lexikon/raupen) oder [Fliegen](/pages/lexikon/fliegen). Adulte Wespen ernähren sich hingegen primär von Kohlenhydraten wie Nektar, Pflanzensäften und Honigtau.[4] Eine Ausnahme bildet die Unterfamilie *Masarinae*, die ihre Brut mit Nektar und Pollen statt mit tierischer Beute versorgt.[2] Während soziale Arten ihre Nester aus einer papierartigen Mischung aus Holzfasern und Speichel fertigen, nutzen solitäre Arten häufig Schlamm als Baumaterial.[5]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Ost, Frankfurt am Main, Hessen, Deutschland

    18.01.2026

  • Kiel, Schleswig-Holstein, Deutschland

    18.01.2026

  • Karlsbad, Baden-Württemberg, Deutschland

    17.01.2026

  • Saale-Horizontale, Jena, Thüringen, Deutschland

    17.01.2026

  • Jena, Thüringen, Deutschland

    17.01.2026

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

TW-202112227-A Mechanical Unbekannt

Vorrichtung zur Verhinderung des Eindringens von Wespen

Kinp Company Ltd. (2019)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Eine Schutzvorrichtung für Bienenstöcke, die das Eindringen von räuberischen Wespen (Vespidae) verhindert. Die Vorrichtung kombiniert eine mechanische Barriere mit einem Verdampfer für ein chemisches Repellent. Durch die spezielle Konstruktion wird der Eingangsbereich mit dem Abwehrstoff angereichert, während die Wespen daran gehindert werden, den Verdampfer zu zerstören. Dies schützt Honigbienen effektiv vor Angriffen durch Hornissen und Wespen.

EP-1997378-A3 Chemical Unbekannt

Wespenabwehrmittel

Beiersdorf AG (2008)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt eine Zubereitung zur Abwehr von Wespen, die auf speziellen Wirkstoffen wie 3-(N-n-Butyl-N-acetyl-amino)propionsäureethylester, Dihydronepetalacton oder Katzenminze-Extrakt basiert. Diese Stoffe wirken als Repellents, um Wespen fernzuhalten, ohne sie zu töten. Die Formulierung kann auch in Parfums oder kosmetischen Produkten verwendet werden. Es bietet eine chemische, aber nicht-tödliche Methode zum Schutz vor Wespenstichen.

US-4851218-A Behavioral Erteilt

Verfahren zur Bekämpfung von Insekten der Familie Vespidae mittels interspezifischer insektizider Köder

Johnson & Son Inc. S C (1986)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Dieses Patent nutzt das Jagdverhalten von Wespen aus, indem es Kairomone (Botenstoffe) wie (Z)-9-Tricosen verwendet, die den Geruch von Beutetieren (Stubenfliegen) imitieren. Diese Lockstoffe werden in eine proteinhaltige Matrix mit einem verzögert wirkenden Gift eingearbeitet. Die Wespen tragen den vergifteten Köder in ihr Nest, was zur effektiven Zerstörung der gesamten Kolonie führt. Dies ist eine hochspezifische Methode zur Bestandskontrolle.

US-3912810-A Chemical Erteilt

Lockstoffe für Kurzkopfwespen (Vespula spp.)

US Agriculture (1973)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt den Einsatz von organischen Estern mit 9 bis 12 Kohlenstoffatomen, insbesondere ungesättigte Verbindungen wie 2,4-Hexadienylbutyrat, als Attraktanzien. Diese Stoffe zeigten in Feldversuchen eine herausragende Anziehungskraft auf Wespen. Sie dienen als Basis für effektive Fallen oder Giftköder zur Bekämpfung von Gelbjacken (Yellow Jackets), wobei eine hohe Spezifität für den Schädling gewährleistet ist.

US-3717706-A Chemical Erteilt

Lockstoffe für die Kurzkopfwespe (Vespula spp.)

US Agriculture (1970)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Beschrieben wird die Synthese und Anwendung einer Reihe gesättigter Ester mit 9 bis 14 Kohlenstoffatomen als Lockmittel. Diese Stoffe wurden als potente und hochspezifische Attraktanzien für Wespen identifiziert. In Kombination mit Insektiziden oder Chemosterilantien bieten sie eine verbesserte Möglichkeit, Wespenpopulationen zu kontrollieren oder zu eliminieren.