Kopfläuse bekämpfen - Die wichtigsten Tipps zur Erkennung, Bekämpfung und Vorbeugung gegen die Kopflaus 

Es gibt wohl kaum unangenehmere Insekten als die sogenannte Kopflaus. Diese setzt sich liebend gerne in menschlichen Haaren ab und tritt als Infektionskrankheit besonders oft bei Kindern auf.

Der Grund hierfür liegt auf der Hand, denn Kinder verbringen viel Zeit in Gesellschaft – zum Beispiel in der Schule, dem Kindergarten oder der Kindertagesstätte. Und das sind die optimalen Rahmenbedingungen für die Laus, um hier zahlreiche Wirte finden zu können.

Aber auch Erwachsene sind keinesfalls vor dem Besuch der Kopfläuse geschützt. Wie sich die Kopfläuse bekämpfen lassen, mit was für einem Tier Du es überhaupt zu tun hast und wie Du einen Befall erkennen kannst, zeigen wir Dir nachfolgend.

Kopflausbefall: Was sind eigentlich Kopfläuse? 

Um Kopfläuse richtig erkennen zu können, musst Du natürlich erst einmal wissen, wie diese genau aussehen.

Es handelt sich hierbei um enorm kleine Insekten, die in der Regel zwischen 2 bis 3,5 Millimeter groß sind. Die Tiere sind mit einem abgeflachten Oberkörper ausgestattet, verfügen über sechs Beine und gehören zur Gruppe der Insekten.

Die Farbe der Kopfläuse ist in der Regel grau bis transparent, teilweise können sich diese aber auch rötlich färben.

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Dies rührt aus der Ernährung der Läuse, die sich durch menschliches Blut ernähren und unmittelbar nach der Mahlzeit so möglicherweise eine Verfärbung sichtbar ist.

Darüber hinaus verändern zum Beispiel auch die Eier der Läuse ihre Farben, nachdem die Larven geschlüpft sind. Entgegen dem Volksglauben, können Kopfläuse übrigens nicht springen oder fliegen.

Idealerweise lebt die Kopflaus gern bei Temperaturen um die 30 Grad, welche zum Beispiel am Haaransatz der Menschen zu finden ist. Hier umklammert sich die Laus am Haar und legt anschließend ihre Eier in den Haaren ab.

Die Insekten ernähren sich dann rund alle fünf Stunden vom Blut der Kopfhaut und können nur für einen Zeitraum von rund 24 Stunden ohne menschliches Blut überleben.

Generell ist es sicherlich zudem gut zu wissen, dass zwar eine gewisse Ansteckung von Erkrankten ausgeht, die Läuse selber aber nicht als gefährlich oder krankheitserregend bezeichnet werden können.

Kopfläuse erkennen: Wie erkenne ich einen Befall? 

Die große Kunst ist es, einen Läusebefall rechtzeitig zu erkennen. Das ist nämlich gar nicht so einfach.

Die meisten Menschen denken, dass ein starkes Jucken der Kopfhaut ein Zeichen für einen Läusebefall ist.

Das stimmt aber nicht immer, denn jeder Körper reagiert anders. Tatsächlich kratzen sich nur die wenigsten Betroffenen wirklich am Kopf.

 Ebenfalls noch einmal gesteigert wird der Schwierigkeitsgrad bei der Suche nach den Kopfläusen dadurch, dass diese in verschiedenen Stadien auf dem Kopf zu finden sein können und es so neben den erwachsenen Kopfläusen auch die Lauseier und die Larven in verschiedenen Entwicklungsstadien gibt – und die solltest du alle intensiv und richtig bekämpfen.

Auf die Suche machen kannst Du Dich nach Läusen am einfachsten, indem Du zuerst die Kopfhaut grob nach Läusen untersuchst.

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Hierfür scheitelst Du das Haar einfach an mehreren Stellen. Gleichzeitig kannst Du so auch am Haaransatz prüfen, ob hier möglicherweise die bräunlichen, dunklen Eier der Laus zu finden sind.

Der dritte wichtige Anhaltspunkt sind die erwachsenen Läuse. Hierfür empfiehlt sich ein Läusekamm oder auch Nissekamm, der durch die angefeuchteten Haare gezogen wird.

Solltest Du in keinem der drei Fälle Spuren für einen Lausbefall entdecken können, bist Du mit ziemlich großer Sicherheit nicht von einem Lausbefall betroffen.

Andernfalls ist durchaus eine schnelle Reaktion gefragt, denn die Weibchen der Läuse legen in ihrer Lebenszeit von nur einem Monat rund 300 Eier und somit vermehren sich die Kopfläuse in einem rasanten Tempo. Von den jungen Kopfläusen und den Eiern geht aber selbst noch keine Übertragung aus. 

Kopfläuse bekämpfen: Wie sollte ich vorgehen? 

Es gibt wohl keinen Menschen, der die Kopfläuse nicht zügig wieder von seinem Kopf verbannen möchte.

Die gute Nachricht: Der Besuch bei einem Arzt ist in der Regel nicht notwendig, denn es kann mit einfachen Mitteln eine effektive Anwendung gewährleistet werden.

Wichtig ist hierfür der angesprochene Nissenkamm, mit dem die Haare sorgsam gekämmt werden sollten.

Darüber hinaus empfiehlt sich der Einsatz von einem Kopfläusespray. Zu achten ist darauf, dass das Mittel ganz ohne Chemie auskommt und Du den Befall so umweltschonend und vor allem gesundheitsschonend behandeln kannst.

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In unserem Fall ist das Kopfläuse Spray ausschließlich auf natürlicher Basis und enthält keinerlei Zusätze, Gifte oder chemische Bestandteile.

Somit kannst Du bedenkenlos Deinen Kopf einsprühen und schadest weder Dir, noch der Umwelt oder möglichen Mitbewohnern. 

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In Kombination mit dem Läusekamm kannst Du das leicht angefeuchtete Haar jetzt einfach stark ausbürsten und zwar so lange, bis keinerlei Larven, Eier oder Läuse mehr auf dem Läusekamm zu finden sind.

Damit allein ist es aber noch nicht getan, denn sowohl pflanzliche Mittel im Spray als auch der Nissenkamm sollten mehrfach zum Einsatz kommen. Nach einer einmaligen Behandlung wirst Du noch nicht den gewünschten Erfolg verzeichnen können.

Darüber hinaus ist eine regelmäßige Anwendung auch deshalb zu empfehlen, weil ansonsten möglicherweise Eier im Haar verbleiben, die dann im weiteren Verlauf neue Larven hervorbringen – und auch die vermehren sich irgendwann wieder.

Zusätzlich dazu gilt, dass nach der Behandlung möglichst alle Ansteckungsquellen beseitigt werden sollten. Hast Du Mitbewohner, sollten also auch die auf Läuse geprüft werden. Wer das nicht tut, riskiert eine Neuansteckung.

Das ist bei der Behandlung zu beachten : Hausmittel gegen Kopfläuse 

Abgesehen vom Kopfläusespray und dem Nissenkamm gibt es keine effektiven Hausmittel, die im Kampf gegen die Läuse eingesetzt werden können.

Ganz im Gegenteil: Die Wirksamkeit verschiedener „Hausmittelchen“ wurde in den letzten Jahren mehrfach widerlegt. So nützt es nichts, die nächste Sauna aufzusuchen und zu versuchen, die Läuse so durch Hitze abzutöten.

Ebenso wird auch das Einfrieren der Kopfhaut nicht den gewünschten Erfolg bringen. Hartnäckig halten sich darüber hinaus Gerüchte, dass Öl, Kokosöl oder Essig als Kopflausmittel eingesetzt werden können – auch das ist allerdings ein Irrglaube und zudem nicht sonderlich appetitlich.

Nicht locken lassen solltest Du Dich zudem vom Fachhandel, der oftmals mit Shampoos oder Cremes gegen Läuse vorgehen möchte. Davon lassen sich die Schädlinge allerdings überhaupt nicht beeindrucken.

Wann ist der Besuch beim Arzt ratsam? 

Da von den Läusen in der Wohnung bzw. auf dem Kopf keine Gefahr für die Gesundheit der Menschen ausgeht, ist der Besuch beim Arzt in der Regel auch nicht notwendig.

Sollte allerdings der erste Behandlungsversuch fehlgeschlagen sein und sich trotz des Auskämmens mit dem Läusespray noch Larven, Eier oder Läuse auf dem Kopf befinden, sind etwas härtere Geschütze durch den Arzt aufzufahren.

Gleichzeitig sollte ein Mediziner auch dann in Anspruch genommen werden, wenn es sich bei der betroffenen Person um eine Schwangere, ein Säugling oder ein Kleinkind handelt.

Liegen Vorerkrankungen der Haut vor oder ist die Haut auf dem Kopf aufgrund eines Juckreizes bereits stark aufgekratzt, sollte ebenfalls medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Vorbeugen: Ist das möglich? 

Wirkliche Vorbeugungsmaßnahmen, mit denen sich ein Lausbefall verhindern lässt, gibt es nicht. Allerdings ist es ratsam, im Falle eines Befalls im näheren Umfeld zügig zu reagieren.

Das bedeutet aber wiederum nicht, dass sofort sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt werden müssen. Werden Kleidung, Handtücher und Bettwäsche zum Beispiel erst einmal heiß gewaschen (mindestens 60 Grad), trägt dies bereits zu einem Schutz vor den Läusen bei.

Eine mangelnde Körperhygiene oder fehlende Reinheit auf dem Kopf können nicht als Ursache für einen Lausbefall genannt werden, so dass es auch nichts bringt, sich noch intensiver die Haare zu waschen als ohnehin schon.

Fazit: Kopfläuse? Kein Grund zur Panik 

Kopfläuse zu haben ist für viele Menschen eine der schlimmsten Vorstellungen überhaupt. Schon der Gedanke daran sorgt für ein ungutes Gefühl am ganzen Körper, dabei ist ein Lausbefall auf dem Kopf eigentlich gar nicht so dramatisch.

Immerhin geht keine gesundheitliche Gefahr von den Tieren aus, zusätzlich übertragen diese auch keine Krankheiten oder andere Infektionen. Möchtest Du die Kopfläuse bekämpfen, kannst Du zudem einen einfachen und biologischen Weg gehen – mit dem Nissenkamm und dem Kopfläusespray.

Jegliche Chemie kann also getrost im Schrank bleiben und Du gehst das Problem auf deinem Kopf aus biologischer Sicht optimal an – und mit ein wenig Geduld wird sich dieses dann auch lösen lassen.

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