Marder vertreiben
in Auto, Garten & Haus 

Zerstörte Kabel, unzählige Hinterlassenschaften, laute Geräusche und nicht selten auch zahlreiche Schädlinge: Hat sich ein Marder erst einmal in den eigenen vier Wänden eingenistet, ist der Ärger vorprogrammiert.

Nur wenige andere Tiere machen es sich im direkten Umfeld der Menschen so bequem und richten sich ihren neuen Platz zum Beispiel liebend gerne im Auto oder auf dem Dachboden ein.

Das Problem: Einen Marder loszuwerden, kann im Falle von professioneller Hilfe durch einen Kammerjäger enorm hohe Kosten versuchen. Glücklicherweise gibt es aber auch verschiedene preiswertere Methoden und Hausmittel, mit denen sich Marder bekämpfen lassen.

Welche das sind und welche davon als Marderschutz wirklich geeignet sind, prüfen wir im Folgenden.

Abwehr: Darum solltest Du den Marder schnell loswerden 

Es gibt mehrere gute Gründe dafür, seinen ungebetenen Gast in Form eines Marders schnell wieder zu vertreiben.

Von sich aus wird das Tier erst einmal keinen Bogen mehr um Dein Zuhause oder Auto machen, immerhin hat es sich hier gerade sein Revier eingerichtet.

Genau das sorgt im weiteren Verlauf aber für horrende Probleme.

Der Marder kehrt zum Beispiel jeden Tag in sein Revier zurück, hinterlässt hier somit auch seine Exkremente bzw. den Marderkot.  

Darüber hinaus schleppt der Marder seine Beute ins Haus, die im Zweifelsfall dann über mehrere Monate dort liegen bleiben würde.

Die Folge wäre ein Insekten- oder Schädlingsbefall, der im Vergleich zu einem Marderbesuch auch nicht wirklich als attraktiver bezeichnet werden kann.

Richtig problematisch wird es zudem dann, wenn ein weiterer Hausmarder bzw. Steinmarder in das Revier des ersten Marders eindringen möchte.

Das endet in der Regel in Revierkämpfen, bei denen die Tiere Schäden verursachen und zum Beispiel Kabel zerstören – im schlimmsten Fall endet das Duell im weiteren Verlauf dann mit einem Kabelbrand.

Kurz gesagt: Wer einen Marder im Haus oder im Auto hat, sollte diesen möglichst schnell los werden.

Marderbefall: Welcher Spezialist kann weiterhelfen? 

In Deutschland dürfen Haus- oder Autobesitzer einen Marder nicht einfach vergiften oder jagen. Stattdessen ist es so, dass die Tiere in der Bundesrepublik dem Jagdschutz unterliegen.

Gefangen oder geschossen werden dürfen die Tiere also nur innerhalb der offiziellen Jagdzeiten, gleichzeitig darf dies auch nur von einem ausgebildeten Jäger erledigt werden.

An diesen können sich Betroffene wenden, weitere Schritte werden mit dem Jäger ebenfalls besprochen. Darüber hinaus kann es bei einem besonders schweren Befall, zum Beispiel einer ganzen Marderfamilie, notwendig sein, einen Kammerjäger zu Hilfe zu rufen.

Dies ist allerdings mit hohen Kosten verbunden und sollte daher nicht unbedingt die erste Lösung sein. Gerade bei einem Marderbiss im Auto ist zudem natürlich die Werkstatt des Vertrauens aufzusuchen.

Diese wird dann alle Kabel oder defekten Leitungen austauschen, gleichzeitig werden hier auch die Duftmarken der Marder entfernt.

Wer sich die teuren Kosten für einen Kammerjäger oder einen anderen Spezialisten sparen möchte, der kann den Marder aber auch erst einmal auf andere Art und Weise versuchen, zu verscheuchen.

Marder bekämpfen: So geht es ohne Chemie und Gifte 

Der Besuch von einem Marder kann aufgrund der verschiedenen Folgeerscheinungen auch für einen Menschen gefährlich werden.

Glücklicherweise gibt es aber verschiedene Hausmittelchen und Tricks, die als Marderscheuche fungieren können – und das ganz ohne Chemie oder den Einsatz von Rattengift und Co.

Marder vom Dachboden vertreiben 

Marder lieben es auf dem Dachboden, wo es dunkel, ruhig und in der Regel ausreichend warm für die Tiere ist.

Hier lässt sich zum Beispiel der Winterschlaf vollziehen, darüber hinaus stecken die Tiere aber auch einfach so gerne ihr Revier auf den Dachböden der Menschen ab.

Die gute Nachricht: Es gibt ganz unterschiedliche Methoden, mit denen sich die Marder bekämpfen lassen.

Ein enorm simpler Trick kann es bei einem sehr schreckhaften Tier sein, einfach Tier- oder Menschenhaare vor dem Einstiegsloch in den Dachboden oder in die Nähe des Schlafplatzes des Tieres zu platzieren. Im Idealfall reicht das schon aus, damit das Tier das Feld räumt.

Alternativ kann vor allem auf verschiedene Duftstoffe gesetzt werden. Enorm empfindlich reagieren die Marder auf Pfeffer oder Diesel. Der Diesel sollte natürlich nicht einfach auf dem Dachboden verschüttet werden, vielmehr sollten Lappen in dem Diesel getränkt werden.

Selbstverständlich ist dabei darauf zu achten, dass der Dieselgeruch nicht unbedingt eingeatmet werden sollte. Darüber hinaus ist der Diesel natürlich hochentzündlich.

Wem das alles etwas zu riskant ist, ist der Einsatz von Pfeffer zu empfehlen. Dieses löst beim Tier, genau wie auch bei uns Menschen, einen ständigen Niesreiz aus.

Und der schlägt den Marder oftmals in die Flucht. Abgesehen von den verschiedenen Duftstoffen kann auch die Lautstärke bzw. Beschallung als Marderschreck dienen.

Die Tiere haben es am liebsten ruhig und sind zudem noch enorm schreckhaft. Laute Musik, lautes Klopfen oder auch das Verrücken von Möbeln können hier also nach einer Weile dafür sorgen, dass sich der ungeliebte Gast wieder ganz von allein aus dem Staub macht.

Marder aus dem Auto vertreiben 

Ein Marderbesuch im eigenen Auto ist mindestens genauso schlimm wie ein Marderbesuch in den eigenen vier Wänden.

Immerhin richten die Tiere hier enorme Schäden an, die nicht nur Kosten verursachen, sondern auch eine Gefahr für das Leben der Insassen darstellen können. Bremskabel, Elektronikkabel und Co. sind immerhin gern gesehen und werden nicht selten bis zur Funktionslosigkeit zerstört.

marder bekämpfen

Und mit kaputten Bremskabeln möchte niemand auf der Straße unterwegs sein. Auch im eigenen Auto kann das Auslegen von Tier- oder Menschenhaaren empfehlenswert sein.

Speziell im Motorraum sollte aber darauf geachtet werden, dass diese nicht direkt an den heißen Teilen platziert werden. Ansonsten verbrennen die Haare binnen weniger Augenblicke.

Zusätzlich dazu können Mardergitter eingesetzt werden, welche unter das Auto gelegt werden und im besten Fall dafür sorgen, dass die Tiere den Motorraum nicht mehr betreten können.

Einen „Bauerntrick“ gibt es bei einem Marderbefall im Auto ebenfalls. Es wird immer wieder davon berichtet, dass vier große Wasserflaschen neben den Reifen einen Marder in die Flucht schlagen können.

Die Tiere übersehen die Flaschen in der Dunkelheit, laufen diese um und erschrecken sich anschließend so sehr, dass sie in die Flucht geschlagen werden. Genau wie im Inneren des Hauses ist es auch im Auto ratsam, auf verschiedene Duftstoffe zu setzen – wie zum Beispiel Teebaumöl.

Pfeffer wiederum ist im Auto zu meiden, da dieser im schlechtesten Fall über die Klimaanlage oder Belüftung in den Innenbereich gelangt und dann auch die Insassen beeinträchtigt.

Wer vorsorgen möchte, kann zudem einen Bewegungssensor mit Licht am Carport oder der Garage installieren. Sobald das Licht bei einer Bewegung angeschaltet wird, wird das lichtscheue Tier sofort das Weite suchen.

Wichtig: Auf jeden Fall gehört zur Vertreibung aus dem eigenen Auto, dass die Duftmarken neutralisiert werden. Ansonsten bleibt das Revier für andere Artgenossen interessant und der Motorraum ist lediglich für eine kurze Zeit marderfrei.

  • Geeignete Bekämpfungsmethoden
  • Mardergitter
  • Verschiedene Duftstoffe wie Teebaumöl
  • Bewegungssensoren mit Licht
  • Ungeeignete Bekämpfungsmethoden
  • Elektroschocker

Marderspray für Auto und Dachboden  

Durchgesetzt hat sich in den letzten Jahren bei der Bekämpfung der Marder das sogenannte Marderspray.

Dieses wird nicht nur im privaten Rahmen eingesetzt, sondern auch von den Profis wie zum Beispiel Kammerjägern verwendet.

Der Vorteil des Mittels liegt darin, dass es sich hierbei um ein vollkommen natürliches Mittel zur Marderabwehr handelt.

Das Silberkraft Marderspray basiert einzig und allein auf biologischen Inhaltsstoffen, es wird also auf sämtliche Chemie oder künstlichen Zusätze verzichtet.

marderspray

Sie sprühen sich somit kein Gift in die eigenen vier Wände oder das Auto, sondern lediglich eine biologische Zusammensetzung. Dadurch besteht natürlich auch keine Gefahr für die eigene Gesundheit, die Gesundheit der Familie oder die Gesundheit möglicher Haustiere.

Nicht einmal die Gesundheit des Marders wird angegriffen, da das Spray als Repellent einzig und allein dafür sorgt, dass sich der unbeliebte Besuch aus dem Staub macht.

Angewendet werden sollte das Spray idealerweise in regelmäßigen Abständen. Auf dem Dachboden kann dieses zum Beispiel einfach versprüht werden, besonders die Marderstraßen und natürlich das Einstiegsloch sind hie zu bearbeiten.

Im Auto gilt genau das Gleiche, wobei das Einstiegsloch hier meist nicht so einfach auszumachen ist. So oder so wird das Spray aber dafür sorgen, dass sich der Marder bekämpfen lässt und zum Verweilen lieber einen anderen Platz sucht.

Vorbeugen: Vor einem Marderbefall schützen

Marder sind zwar äußerst schreckhafte Tiere, gleichzeitig aber auch durchaus intelligent. Haben die lästigen Besucher also erst einmal ein Ziel ausgespäht, finden sie in der Regel auch ihren Weg hinein.

Die Gefahr für einen derartigen Besuch lässt sich aber verringern, indem verschiedene Vorbeugemaßnahmen getroffen werden.

Gleichzeitig können diese aber auch als direkte Ergänzung zu den genannten Abwehrmethoden genutzt werden.

Der wohl wichtigste Punkt beim Marder bekämpfen ist, das Einstiegsloch bzw. den Zugang zum Dachboden oder Auto ausfindig zu machen.

Hierbei kann es hilfreich sein, zum Beispiel Sägespäne rund um das Fahrzeug zu verteilen oder diese rund um das Haus auszulegen.

Der Marder hinterlässt hier seine Spuren und zeigt dementsprechend genau auf, welchen Weg er bei seinem Einstieg genommen hat.

Wurde dieser Einstieg gefunden, sollte er natürlich verschlossen werden. Selbstverständlich aber nur dann, wenn der Marder gerade zum Beispiel auf Nahrungssuche ist.

Hierfür eignet sich die Dämmerung, denn zu dieser Zeit sind die Tiere meistens sehr aktiv. Ist das Tier also draußen unterwegs, sollte der Einstieg verschlossen werden.

Schon jetzt können wir als Tipp mit auf den Weg geben, dass es in der Regel nicht nur einen Zugang für die Tiere gibt. Gründlichkeit zahlt sich hier also aus, denn wer alle Einstiegsmöglichkeiten abdichtet, wird erst einmal keinen Besuch mehr von einem Tier bekommen können.

Darüber hinaus sollten zum Beispiel alle Klettermöglichkeiten in der Nähe des Hauses beseitigt werden. Marder klettern gerne und können zudem auch recht weit springen. Lange Äste, die direkt ans Gebäude heranreichen, sind für die Tiere also in Prinzip eine optimale Vorlage.

Was spricht gegen Elektroschocks und Co? 

In den letzten Jahren kommen als Marderschutz vermehrt auch elektronische Geräte zum Einsatz, mit denen die Marder dann zum Beispiel einen Stromschlag erhalten, wenn sich diese ihrem Einstiegsloch für den Dachboden nähern.

Daran gewöhnen werden sich die Tiere tatsächlich nie, so dass der Marder jedes Mal wieder einen neuen Schreck bekommt und die Flucht ergreifen wird.

Der Einsatz dieser Methoden ist jedoch höchst fragwürdig, immerhin muss das Tier durch den Elektroschock unnötiges Leid erfahren.

Darüber hinaus ist der Einsatz aus ökologischer Sicht nur bedingt sinnvoll. Die elektronischen Geräte müssen für eine optimale Abwehr rund um die Uhr im Einsatz sein, was wiederum hohe Stromkosten versuchen kann.

Ist das Gerät mit einer eigenen Batterie oder einem Akku ausgestattet, ist vor allem die Herstellung des Ganzen als wenig umweltschonend zu bezeichnen.

Aus diesem Grund sollten Betroffene lieber einen Bogen um die Elektroschock-Geräte und Co. machen, die zudem auch mit enormen Anschaffungskosten verbunden sein können.

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