Lexikon-Eintrag

Kornweihe Circus cyaneus

Kornweihe (Circus cyaneus), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Chordatiere (Chordata)
Klasse
Vögel (Aves)
Ordnung
Accipitriformes
Familie
Accipitridae
Gattung
Circus

Überblick

Einleitung

Die Kornweihe (Circus cyaneus) ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen (Accipitridae) mit einem Verbreitungsgebiet, das sich über weite Teile der nördlichen Paläarktis erstreckt. Die Art bewohnt großflächig offene, mäßig feuchte bis trockene Habitate wie Moore, Heiden und Steppen. Im mitteleuropäischen Binnenland ist die Art durch Lebensraumzerstörung weitgehend ausgestorben und wird in Deutschland in der Roten Liste als vom Aussterben bedroht eingestuft, während der Weltbestand als ungefährdet gilt.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die Flügelspitze der Kornweihe wird von vier Handschwingenspitzen gebildet und wirkt dadurch recht rund.
  • Adulte Männchen aus Europa wiegen zwischen 300–400 g, während die schwereren Weibchen ein Gewicht von 370–708 g erreichen.
  • Die Flügellänge adulter Männchen liegt im Mittel bei 340,5 mm, die der Weibchen im Mittel bei 373 mm.
  • Neben typischen Offenlandhabitaten nutzt die Art regional auch junge Nadelholzaufforstungen und landwirtschaftlich genutzte Flächen als Lebensraum.
  • Der Flug der Kornweihe weist neben Seeschwalben auch Ähnlichkeiten mit dem Flug von Kiebitz, Mäusebussard oder Turmfalken auf.
  • Adulte Weibchen besitzen einen ausgeprägten Gesichtsschleier, der zum Hals hin deutlich schmal weißlich begrenzt ist.3

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Kornweihe (Circus cyaneus) ist ein mittelgroßer, aber relativ schlanker und leichter Greifvogel mit einer Körperlänge von 42–55 cm und einer Flügelspannweite von 97–118 cm. Im Flug kennzeichnet sich die Art vor allem durch einen seeschwalbenartigen Gaukelflug dicht über dem Feld sowie einen auffälligen weißen Bürzel, den sowohl adulte als auch juvenile Vögel aufweisen. Wie viele Arten der Gattung Circus zeigt die Kornweihe einen starken Sexualdimorphismus bezüglich Größe und Färbung. Adulte Männchen aus Europa wiegen 300–400 g, haben eine Flügellänge von 330–362 mm (im Mittel 340,5 mm) und sind an Kopf, Hals, Rumpfoberseite sowie den Oberflügeldecken einfarbig blaugrau gefärbt. Die gesamte übrige Unterseite der Männchen ist bis auf die dunkelgraue Endbinde der Arm- und inneren Handschwingen einfarbig weiß, während die mittleren und äußeren Handschwingen ober- wie unterseits scharf abgesetzt schwarz sind. Die deutlich größeren und schwereren Weibchen erreichen ein Gewicht von 370–708 g und eine Flügellänge von 338–402 mm (im Mittel 373 mm). Adulte Weibchen zeigen auf Oberkopf, Hinterhals, Rücken und Oberflügeldecken eine einfarbig mittelbraune Färbung sowie einen deutlich kontrastierenden weißen Bürzel. Die Unterseite der Weibchen ist auf gelblich weißem Grund kräftig braun gestreelt, und der Kopf besitzt einen schmalen dunklen Augenstreif sowie einen ausgeprägten Gesichtsschleier. Vögel im Jugendkleid ähneln adulten Weibchen, sind oberseits jedoch dunkler braun und besitzen beigebraune Unterflügeldecken sowie eine auf Brust und Oberbauch beschränkte Rumpfstrichelung.1 Die Iris ist bei adulten Vögeln beider Geschlechter gelb, während junge Nestlinge eine dunkle Iris aufweisen, die sich bei Männchen bis zum Herbst und bei Weibchen erst im Laufe des 2. bis 7. Kalenderjahres aufhellt. Wachshaut und Beine sind in allen Kleidern gelb, der Schnabel und die Krallen schwarz. Das Gelege besteht meist aus 4–6 (insgesamt 2–7) reinweißen, gelegentlich rotbraun gefleckten Eiern. Eier aus Deutschland maßen im Mittel 45,3 × 35,5 mm.1

Porträt

Beschreibung

Die Kornweihe (Circus cyaneus) ist ein mittelgroßer und relativ schlanker Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen, der sich durch eine Körperlänge von 42–55 cm sowie eine Flügelspannweite von 97–118 cm auszeichnet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst großflächig offene, mäßig feuchte bis trockene Habitate wie die offene Taiga, Moore, Heiden und Steppen. Im Flug fällt die Art durch einen charakteristischen, seeschwalbenartigen Gaukelflug dicht über dem Boden auf, der oft ein schnelles Flattern mit bussardartigem Segeln abwechselt. Ein herausragendes Kennzeichen im Feld ist der bei allen Altersstufen und Geschlechtern auffallend weiße Bürzel, weshalb die Art auch als „Weißbürzelweihe“ bezeichnet wird. Wie viele Vertreter der Gattung Circus zeigt die Kornweihe einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus in Größe und Gefiederfärbung. Adulte Männchen besitzen eine einfarbig blaugraue Oberseite und einen weißen Bürzel, während die Unterseite bis auf eine dunkelgraue Endbinde weiß ist. Im Gegensatz dazu sind adulte Weibchen auf der Oberseite mittelbraun gefärbt und zeigen eine kräftig braun gestrichelte Unterseite sowie einen ausgeprägten Gesichtsschleier. Vögel im Jugendkleid ähneln den Weibchen, weisen jedoch eine dunklere Braunfärbung und beigebraune Unterschwanzdecken auf. Die Iris ist bei adulten Toren gelb, durchläuft jedoch während der Entwicklung vom Dunenkleid bis zum adulten Stadium markante Farbveränderungen von dunkel zu braun und bernsteinfarben. Der wissenschaftliche Artname „cyaneus“ leitet sich aus dem Altgriechischen ab und verweist auf die stahlblaue Farbe des Männchens. Als spezialisierter Bodenbrüter errichtet die Art ihr Nest direkt auf dem Boden in dichter Vegetation, wobei Gelege und Jungvögel von den Elterntieren ausgesprochen vehement verteidigt werden. Nach molekulargenetischen Untersuchungen wird die nordamerikanische Hudsonweihe (Circus hudsonicus) heute als eigenständige Art von Circus cyaneus abgetrennt.1 Belastbare historische Daten belegen für das späte 19. und 20. Jahrhundert drastische Bestandseinbrüche in Mitteleuropa infolge von Lebensraumzerstörung und Trockenlegung. Die Rote Liste der Brutvögel Deutschlands stuft die Art aufgrund der extrem dezimierten Bestände in Kategorie 1 als vom Aussterben bedroht ein.1

Systematik

Name & Einordnung

Die Kornweihe ist ein Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen (Accipitridae) und wird wissenschaftlich als Circus cyaneus bezeichnet. Das Artepitheton „cyaneus“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet stahlblau, womit es sich auf die charakteristische Färbung des adulten Männchens bezieht. Für die paläarktischen Populationen werden keine Unterarten anerkannt. Die ehemals als Unterart betrachteten nordamerikanischen Weihen werden heute aufgrund molekulargenetischer Untersuchungen als eigenständige Art Circus hudsonicus (Hudsonweihe) abgetrennt. Als deutscher Trivialname ist die Kornweihe etabliert, während im spanischsprachigen Raum die Bezeichnung aguilucho pálido verwendet wird. Zudem ist der Asteroid (8757) Cyaneus nach der Kornweihe benannt.1

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Die Kornweihe (Circus cyaneus) führt während der Brutsaison meist eine monogame Saisonehe, wobei ältere und erfahrene Männchen bei höherer Siedlungsdichte häufig polygyn mit bis zu sieben Weibchen verpaart sind. Die Balz umfasst spektakuläre Schauflüge des Männchens mit Wellenflügen, Sturzflügen und Beuteübergaben an das Weibchen. Als Bodenbrüterin errichtet die Art ein Nest aus Zweigen und Pflanzenmaterial direkt auf trockenem bis sumpfigem Untergrund. Der Legebeginn erfolgt in Europa frühestens Mitte April bis Anfang Juli. Ein Gelege besteht aus 2–7, meist 4–6 reinweißen oder gelegentlich rotbraun gefleckten Eiern. Deutsche Eier maßen im Mittel 45,3 × 35,5 mm, Eier von den Orkney-Inseln im Mittel 46,3 × 34,6 mm. Die Brutdauer beträgt 29–30 Tage und die Nestlingszeit 31–42 Tage. Die Bebrütung sowie die Fütterung der Jungvögel bis drei Wochen nach dem Schlupf erfolgen fast ausschließlich durch das Weibchen, welches in dieser Zeit vom Männchen mit Nahrung versorgt wird. Nestlinge können mit 20 Tagen bereits selbständig unzerteilte Beute fressen. Nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel noch zwei bis drei Wochen lang von den Eltern versorgt. Die Hauptnahrung der Adulten im Sommer wie im Winterquartier besteht aus Wühlmäusen sowie kleinen Singvögeln. Ergänzend umfasst das Beutespektrum Säugetiere bis zur Größe junger Hasen und Kaninchen sowie Vögel bis zur Größe eines Alpenschneehuhns. Eidechsen, Schlangen, Fische und Insekten werden nur selten als Beute nachgewiesen. Das durch Beringung nachgewiesene Maximalalter der Art beträgt 16 Jahre und 5 Monate, wobei eine Reihe weiterer Vögel ein Alter von 12 bis 14 Jahren erreichte.1

Lebensweise

Verhalten

Die Kornweihe (Circus cyaneus) zeigt ein charakteristisches Jagdverhalten, bei dem sie in einem niedrigen, hin und her schwenkenden und gaukelnden Suchflug mit leicht nach oben gehaltenen Flügeln über offenem Gelände jagt. Die Beute wird dabei am Boden aus kurzer Distanz überrascht und gegriffen, während Angriffe vom Ansitz oder direkte Anflüge seltener vorkommen. Bei hoher Dichte und gutem Nahrungsangebot kommt es zur Bildung lockerer Kolonien, ansonsten brütet die Art meist einzeln. Die Balz besteht in erster Linie aus spektakulären Schauflügen des Männchens wie Wellenflügen in großer Höhe, Loopings, Sturzflügen mit schraubigen Drehungen und plötzlichen Wendungen, die oft von Rufen begleitet werden. Zudem gehören Scheinangriffe des Männchens auf das Weibchen, zu deren Abwehr sich dieses auf den Rücken wirft, sowie gemeinsame Gleit- und Kreisflüge zum Fortpflanzungsverhalten. Häufig übergibt das Männchen während dieser Flüge Beute an das Weibchen, worauf die Paarung folgt. Als Bodenbrüter errichtet die Art ein Nest meist direkt auf dem Boden in dichter Vegetation auf trockenem bis sumpfigem Untergrund. Gelege und Jungvögel werden ausgesprochen vehement verteidigt, wobei insbesondere Weibchen Menschen in Nestnähe heftig attackieren und mit den Krallen blutende Wunden schlagen. Im Winterquartier verhalten sich Kornweihen gegenüber anderen Vogelarten sehr aggressiv und greifen mitunter Turmfalken, Mäusebussarde oder Rabenkrähen an.1

Lebensweise

Ökologie

Die Kornweihe (Circus cyaneus) nimmt als carnivorer Greifvogel eine Position als Apexräuber in offenen Ökosystemen ein. Ihre ökologische Nische umfasst den tiefen Suchflug über offenem Gelände, bei dem sie Beutetiere aus kurzer Distanz am Boden überrascht. Die Hauptnahrung besteht im Sommer wie im Winterquartier vor allem aus Wühlmäusen sowie kleinen Singvögeln. Bei geringer Verfügbarkeit von Säugetieren erstreckt sich das Beutespektrum auf Vögel bis zur Größe eines Alpenschneehuhns sowie gelegentlich auf andere kleine Wirbeltiere wie Eidechsen, Schlangen oder Insekten. Als Bruthabitate bevorzugt die Art großflächig offene, mäßig feuchte bis trockene Regionen wie Moore, Heiden, Steppen, die offene Taiga und Verlandungszonen. Im Winterquartier zeigt die Art ein ausgeprägtes Revierverhalten und verhält sich gegenüber anderen Greifvögeln wie Turmfalken und Mäusebussarden aggressiv. Belastbare Daten zu spezifischen Parasitoiden oder natürlichen Feinden im Detail fehlen in den vorliegenden Quellen.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Circus cyaneus erstreckt sich über weite Teile der nördlichen Paläarktis von Irland und Nordwestspanien bis nach Kamtschatka.1 Die Art besiedelt in west-östlicher Richtung ganz Eurasia und umfasst als Brutgebiete Regionen in Europa sowie im zentralen und nördlichen Asien. Im Winter migrieren die Populationen unter anderem in den Nahen und Mittleren Osten, nach Nordafrika sowie in das südliche und südöstliche Asien.12 In Mitteleuropa war das Vorkommen historisch vor allem auf das Tiefland zwischen Belgien und Polen beschränkt. Ausserhalb dieser Tieflandregionen gab und gibt es im deutschen Binnenland Brutnachweise nur vereinzelt, während die Art in der Schweiz als Brutvogel gänzlich fehlt. Typische Habitate umfassen grossflächig offene, mäßig feuchte bis trockene Landschaften wie die offene Taiga, Moore, Heiden, Verlandungszonen und Steppen. Regional nutzt die Art zudem junge Nadelholzaufforstungen, Getreideäcker sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen als Lebensraum. Durch Habitatverlust und intensive landwirtschaftliche Nutzung in den Niederungen ging der Bestand im mitteleuropäischen Binnenland stark zurück, weshalb die Art in Deutschland in der Roten Liste als vom Aussterben bedroht eingestuft wird.1 Stabile Kleinpopulationen konnten sich ab der Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem auf Nordseeinseln und in Küstenbereichen etablieren.1 Die vertikale Verbreitung der Art reicht von Meereshöhe bis in Höhenlagen von etwa 2600 m.2

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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die Kornweihe (Circus cyaneus) zeigt als jahreszeitlich gebundener Zugvogel einen deutlichen Wechsel zwischen Brut- und Wintergebieten im Jahresverlauf. Der Abzug aus den Brutgebieten erfolgt ab August, wobei der Wegzug in Mitteleuropa meist im Oktober seinen Höhepunkt erreicht und im November ausläuft. In den Wintermonaten Januar und Februar kann es in Mitteleuropa noch zu wetterbedingten Winterfluchten kommen. Der Heimzug setzt im mitteleuropäischen Raum Ende Februar ein und endet im April oder Mai, woraufhin die Brutreviere ab Ende März besetzt werden. Der Legebeginn variiert je nach geografischer Verbreitung, erfolgt in Europa jedoch recht einheitlich frühestens Mitte April, im Mittel meist von Anfang Mai bis Anfang Juni und spätestens Ende Juni bis Juli. Die Brutdauer beträgt 29–30 Tage, während die anschließende Nestlingszeit 31–42 Tage in Anspruch nimmt. Nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel noch zwei bis drei Wochen lang von den Eltern versorgt. Das öffentliche Interesse an der Art zeigt in den Monaten April und Mai deutliche Höhepunkte, was mit der Heimkehr und der Revierbesetzung korreliert. Belastbare Daten zu tageszeitlichen Aktivitätsmustern außerhalb der Brutpflege fehlen.1

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Kornweihe (Circus cyaneus) ist als Greifvogel weder Schädling noch Lästling, sondern ein streng geschützter Wildvogel mit ökologischer Bedeutung als Prädatorenart in offenen Kulturlandschaften und Feuchtgebieten. Ein Schadpotenzial im Sinne wirtschaftlicher Schäden existiert nicht, da sich die Art überwiegend von Kleinsäugern wie Wühlmäusen sowie kleinen Vögeln ernährt. Menschliche Aktivitäten oder Nutzungen verursachen im Gegensatz dazu erhebliche Bestandsrückgänge, weshalb die Art in Mitteleuropa vielerorts vom Aussterben bedroht ist. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen sind nicht gegeben, allerdings verteidigen brütende Weibchen ihre Gelege vehement und attackieren Menschen in Nestnähe mit den Krallen, wodurch blutende Wunden entstehen können. Befallsanzeichen im klassischen Sinne entfallen, jedoch lassen sich Revierpaare während der Brutzeit durch charakteristische Schauflüge und den gaukelnden Suchflug identifizieren. Präventions- und Schutzmaßnahmen konzentrieren sich primär auf den Erhalt und die Wiederherstellung offener, ungestörter Habitate wie Moore, Heiden und Feuchtwiesen sowie den Schutz von Bodenpässen vor landwirtschaftlicher Zerstörung. Monitoring-Methoden basieren auf ornithologischen Bestandserfassungen, Kartierungen von Brutplätzen und der Beobachtung des Wanderungsverhaltens. Biologische oder chemische Bekämpfungsmaßnahmen sind weder zulässig noch erforderlich, da es sich um eine geschützte Art handelt. Integrierte Schutzkonzepte verknüpfen den Habitat-schutz mit agrarumweltlichen Maßnahmen in den verbliebenen Brut- und Überwinterungsgebieten.1 Rechtlich unterliegt die Art strengen nationalen und internationalen Schutzbestimmungen, die ein Tötungs- oder Störungsverbot definieren.12 Belastbare Daten zu spezifischen Schadbildern in der modernen Landwirtschaft fehlen, da Verluste durch Greifvögel ökonomisch vernachlässigbar sind.1

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Belastbare Daten zu wirtschaftlichen Schäden durch Circus cyaneus fehlen. Die Art ist ein Greifvogel, der sich überwiegend von kleinen Säugetieren und Vögeln ernährt, und hat keine direkte Relevanz als Schädling in der Forstwirtschaft, Lagerhaltung oder im Bauwesen. Positive wirtschaftliche Aspekte wie eine bedeutende Funktion als Bestäuber sind nicht vorhanden. Die Art übt jedoch als Karnivor eine natürliche Funktion in Ökosystemen aus, wird wirtschaftlich ansonsten aber nicht weiter als Schad- oder Nützlingsorganismus geführt. Wirtschaftliche Zweige sind von der Art somit nicht direkt negativ oder positiv betroffen. Historische Schadensberichte oder bezifferte Bekämpfungskosten existieren für Circus cyaneus nicht. Qualitätsminderungen an Produkten oder Materialschäden sind durch die Art ebenfalls nicht bekannt. Totalverluste in landwirtschaftlichen Kulturen durch Circus cyaneus sind in der Literatur nicht belegt. Die wirtschaftliche Bedeutung der Art ist demnach als nicht relevant einzustufen.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Kornweihe
  2. gbif.org/species/2480487
  3. Literaturzusammenfassung: Circus cyaneus