Lexikon-Eintrag

Schlitzblättriger Storchschnabel Geranium dissectum

Schlitzblättriger Storchschnabel (Geranium dissectum), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Pflanzen (Plantae)
Stamm
Tracheophyta
Klasse
Magnoliopsida
Ordnung
Geraniales
Familie
Geraniaceae
Gattung
Geranium

Überblick

Einleitung

Der Schlitzblättrige Storchschnabel (Geranium dissectum) ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae).12 Auffällig sind die bis fast zum Grund tief eingeschnittenen Blätter und die kleinen rotvioletten Blüten.12 In Mitteleuropa wächst die Art auf Äckern, an Wegrändern und in Gärten; sie gilt dort als alteingebürgerte Pflanze.1 Sie ist weder als Giftpflanze noch als Nutzpflanze bekannt, sondern vor allem ein typischer Begleiter offener, nährstoffreicher Böden.

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Wissenschaftlicher Name: Geranium dissectum L., Familie Geraniaceae3
  • Lebensform: einjährig, Pfahlwurzel, 10 bis 40 (selten bis 60) cm hoch1
  • Blätter: gegenständig, bis fast zum Grund tief eingeschnitten12
  • Blüten: bis 1,5 cm, rotviolett, Kronblätter 5 bis 6 mm1
  • Frucht: drüsig behaart, Austrocknungsstreuer12
  • Chromosomenzahl: 2n = 221
  • Heimat: Europa bis Westasien, in Mitteleuropa Archäophyt1
  • Standort: Äcker, Wegränder, Gärten; nährstoffreiche Lehmböden1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Pflanze wird nach der deutschen Wikipedia etwa 10 bis 40 Zentimeter hoch, gelegentlich bis etwa 60 Zentimeter.1 Sie besitzt eine Pfahlwurzel und verzweigte, behaarte Stängel.1 Die gegenständigen Blätter sind bis fast zum Grund tief eingeschnitten.12

Die Blüten sind klein, höchstens etwa 1,5 Zentimeter im Durchmesser. Die rotvioletten Kronblätter sind etwa 5 bis 6 Millimeter lang, selten bis 8 Millimeter, und an der Spitze ausgerandet oder eingeschnitten.1 Die Kelchblätter messen etwa 5 bis 8 Millimeter, sind dicht mit Drüsenhaaren besetzt und tragen eine 0,5 bis 1,5 Millimeter lange Granne, die sich zur Fruchtzeit verlängert.1 Die Frucht ist drüsig behaart und läuft in einen langen Schnabel aus; die Samen sind glatt und fein grubig.1 Für die Bestimmung sind Blattschnitt, Drüsenhaare und die Blütengröße gemeinsam zu betrachten, da mehrere kleinblütige Storchschnabelarten einander ähneln.

Systematik

Namen & Einordnung (kurz)

Der wissenschaftliche Name lautet Geranium dissectum L. (Linné); er ist in der GBIF-Taxonomie als akzeptierter Name geführt.3 Die Art gehört zur Gattung Geranium in der Familie Geraniaceae (Ordnung Geraniales).23 Als Synonym nennt die englische Wikipedia Geranium laxum.2 Der englische Name lautet „cut-leaved crane's-bill“, in Nordamerika „cutleaf geranium“.2 Der deutsche Name bezieht sich auf die tief zerteilten Blattspreiten. Innerhalb der Gattung bestehen Ähnlichkeiten zu anderen heimischen Arten wie dem Weichen Storchschnabel, dem Ruprechtskraut (Storchschnabel) und dem Pyrenäen-Storchschnabel.

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Der Storchschnabel ist einjährig: Er keimt aus dem Samen, wächst, blüht, fruchtet und stirbt danach ab.1 Nach der deutschen Wikipedia ist die Frucht ein Austrocknungsstreuer: Beim Abtrocknen öffnet sie sich und verstreut die Samen.1 Die englische Wikipedia beschreibt dies genauer: Die Grannen trocknen, schrumpfen und lösen sich ab, wobei sie den Samen aus der Frucht schleudern.2 Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.1

Zu Bestäubern, Samenbank oder Keimverhalten machen die ausgewerteten Quellen keine Angaben; entsprechende Aussagen werden hier daher nicht getroffen.

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Geranium dissectum ist in Europa heimisch und reicht bis nach Westasien.1 In Mitteleuropa gilt sie als Archäophyt, also als schon in früher Zeit eingebürgerte Art.1 Außerhalb Europas, etwa in Nordamerika, tritt sie teils als eingeführte Pflanze auf.2 In Deutschland ist sie verbreitet, im Norden jedoch selten.1

Als Standorte nennt die deutsche Wikipedia Äcker, Wegränder und Gärten; bevorzugt werden frische bis mäßig trockene, nährstoffreiche Lehmböden.1 In Mitteleuropa gilt die Art als Charakterart des Verbands Fumario-Euphorbion, einer Ackerunkraut-Gesellschaft.1 Sie steigt vom Tiefland bis in die montane Stufe: Als Höhengrenzen werden etwa 1.000 Meter in Oberösterreich, 1.200 Meter in den Bayerischen Alpen und 1.400 Meter im Schweizer Kanton Wallis genannt.1

In der OpenInsect-Community wurden bisher 7 Scans erfasst, der letzte am 11.06.2026 im Hochwesterwald.

Sichtungen

Community-Analyse

OpenInsect
7
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 11.06.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit wird in den ausgewerteten Quellen nicht mit Monaten angegeben und hier daher nicht genannt. Als einjährige Art durchläuft die Pflanze ihren Lebenszyklus innerhalb einer Vegetationsperiode, und die Früchte verstreuen ihre Samen, sobald sie trocknen.12 Die Community-Scans spiegeln dies wider: Der bisher letzte Scan stammt vom Juni 2026. In den letzten zwölf Monaten liegen auf iNaturalist für Deutschland, Österreich und die Schweiz keine verifizierten Beobachtungen im Profil vor.

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Schlitzblättrige Storchschnabel ist ein verbreiteter Begleiter von Äckern, Wegrändern und Gärten. Er wird in Gärten und auf Äckern häufig als Wildkraut wahrgenommen, wirtschaftliche Schäden sind in den ausgewerteten Quellen nicht beschrieben.1 Angaben zur Giftigkeit liegen dort ebenfalls nicht vor, weshalb die Pflanze nicht zum Verzehr gesammelt werden sollte.

Wer die Pflanze in Beeten nicht haben möchte, kann sie durch Jäten entfernen, bevor die Früchte reifen; da die Früchte ihre Samen aktiv verstreuen, verbreitet sie sich sonst leicht weiter.2 Als einheimisches Wildkraut kann sie dort, wo sie nicht stört, ohne Weiteres stehen bleiben. Maßnahmen zur Bekämpfung im engeren Sinn sind nicht erforderlich.

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. Wikipedia: Schlitzblättriger Storchschnabel. de.wikipedia.org/wiki/Schlitzbl%C3%A4ttriger_Storchschnabel (abgerufen 30.10.2026)
  2. Wikipedia: Geranium dissectum. en.wikipedia.org/wiki/Geranium_dissectum (abgerufen 30.10.2026)
  3. GBIF Backbone Taxonomy: Geranium dissectum L. gbif.org/species/2890040