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Natürliche Feinde der Biene: Die größten Gefahren im Überblick
März 10, 2026 Patricia Titz

Natürliche Feinde der Biene: Die größten Gefahren im Überblick

Bienen sind für unser Ökosystem und die globale Nahrungsmittelproduktion von unschätzbarem Wert. Ob als wildlebende Solitärbiene oder als staatenbildende Honigbiene – sie bestäuben unzählige Wild- und Kulturpflanzen und sichern so die biologische Vielfalt. Doch das Leben einer Biene ist voller Gefahren. Neben den weithin bekannten menschengemachten Bedrohungen wie Pestizideinsatz, Lebensraumverlust und Monokulturen, sieht sich die Biene in der Natur einer Vielzahl von natürlichen Feinden gegenüber. Von mikroskopisch kleinen Milben über parasitische Insekten bis hin zu Vögeln und Säugetieren – die Liste der Prädatoren und Parasiten ist lang. Um Bienen effektiv schützen zu können, ist es unerlässlich, diese natürlichen Gegenspieler zu kennen, ihre Lebensweisen zu verstehen und zu wissen, wie man Bienenvölker und Wildbienenpopulationen gezielt unterstützen kann.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Varroamilbe: Der mit Abstand gefährlichste Parasit der westlichen Honigbiene, der Völker schwächt und tödliche Viren überträgt.
  • Invasive Arten: Eingeschleppte Feinde wie der Kleine Beutenkäfer oder die Asiatische Hornisse stellen neue, massive Bedrohungen dar.
  • Brutparasiten: Etwa 30 Prozent der heimischen Wildbienenarten sind Kuckucksbienen, die ihre Eier in fremde Nester legen.
  • Krankheitserreger: Einzeller (Nosema), Bakterien (Faulbrut) und Viren können ganze Bienenvölker innerhalb kürzester Zeit vernichten.
  • Natürliche Fressfeinde: Vögel (Bienenfresser, Meisen), Spinnen und Säugetiere (Mäuse, Bären) jagen Bienen oder plündern deren Nester.
  • Schutzmaßnahmen: Eine wesensgemäße Bienenhaltung, das Schaffen von Strukturvielfalt im Garten und der Schutz von Nistplätzen sind essenziell für das Überleben der Bienen.

1. Milben: Die unsichtbare und tödliche Gefahr

Wenn man von den natürlichen Feinden der Biene spricht, muss eine Art an erster Stelle genannt werden, da sie die weltweite Imkerei in eine existenzielle Krise gestürzt hat: die Milbe. Diese Spinnentiere haben sich im Laufe der Evolution perfekt an Bienen als Wirte angepasst.

1.1 Die Varroamilbe (Varroa destructor)

Das derzeit größte Gesundheitsproblem für Bienenvölker weltweit stellt der Befall durch die Varroa-Milbe dar[1]. Ursprünglich parasitierte diese Milbe die Östliche Honigbiene (Apis cerana) in Asien. Diese Bienenart hat im Laufe der Jahrtausende Abwehrmechanismen entwickelt, um mit dem Parasiten in einem Gleichgewicht zu leben. Durch den globalen Handel und den Transport von Bienenvölkern wurde die Milbe jedoch 1977 nach Deutschland und in der Folge weltweit eingeschleppt[2].

Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera) besitzt diese natürlichen Abwehrmechanismen nicht. Die Varroamilbe dringt in die Brutzellen der Bienen ein, kurz bevor diese verdeckelt werden. Dort vermehrt sie sich und ernährt sich von der Hämolymphe (der Körperflüssigkeit) sowie dem Fettkörper der Bienenmaden[2]. Dies führt nicht nur zu einer direkten Schwächung der schlüpfenden Biene, sondern öffnet auch Tür und Tor für Sekundärinfektionen. Die Milbe fungiert als Vektor für gefährliche Viren, wie das Flügeldeformationsvirus (Deformed Wing Virus), welches dazu führt, dass Bienen mit verkrüppelten Flügeln geboren werden und nicht lebensfähig sind[2].

Tipp für Imker: Die Bekämpfung der Varroamilbe ist überlebenswichtig. Ab September/Oktober, wenn die Völker brutfrei sind, wird häufig eine Behandlung mit Oxalsäure durchgeführt. Die Säure wird zwischen die Waben geträufelt oder gesprüht, um die auf den Bienen sitzenden Milben abzutöten, ohne die Bienen zu schädigen[8].

1.2 Tropilaelaps-Milben und Tracheenmilben

Neben der Varroa gibt es weitere gefährliche Milbenarten. Die Tropilaelaps-Milbe, die ebenfalls aus Asien stammt, breitet sich zunehmend aus und gilt als hochansteckend. Sie vermehrt sich noch schneller als die Varroamilbe und richtet verheerende Schäden in der Brut an[2]. Die Tracheenmilbe (Acarapis woodi) hingegen befällt nicht die Brut, sondern nistet sich in den Atemwegen (Tracheen) der erwachsenen Bienen ein. Sie sticht die Tracheenwand an, saugt Hämolymphe und führt zu Atemnot, Flugunfähigkeit und schließlich zum Tod der Biene.

2. Insekten als Räuber und Parasiten

Die Insektenwelt ist hart umkämpft. Bienen, die reichlich Nektar und Pollen sammeln und nahrhafte Larven aufziehen, sind ein attraktives Ziel für andere Insekten.

2.1 Wespen und Hornissen

Heimische Wespenarten, insbesondere die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, werden oft mit Bienen verwechselt, unterscheiden sich aber deutlich in ihrem Verhalten. Während Bienen friedliche Vegetarier sind, die Nektar und Pollen sammeln, sind Wespen omnivor und jagen aktiv andere Insekten zur Proteinversorgung ihrer Brut[7]. Im Spätsommer, wenn das Nahrungsangebot knapper wird, versuchen Wespen oft, in Bienenstöcke einzudringen, um Honig zu stehlen oder schwache Bienen zu erbeuten. Ein gesundes, starkes Bienenvolk kann sich durch Fluglochwachen meist gut gegen einzelne Wespen verteidigen.

Eine weitaus größere Gefahr stellt die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) dar. Diese invasive Art breitet sich derzeit in Europa aus. Sie hat sich darauf spezialisiert, im Schwebeflug vor den Fluglöchern von Bienenstöcken zu lauern und heimkehrende, mit Nektar beladene Flugbienen aus der Luft zu fangen. Ein starker Befall durch die Asiatische Hornisse kann dazu führen, dass das Bienenvolk den Flugbetrieb komplett einstellt und in der Folge verhungert.

Achtung: Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist meldepflichtig! Wenn Sie ein Nest oder ein Exemplar sichten, melden Sie dies umgehend den zuständigen Umweltbehörden. Sie ist etwas kleiner und dunkler als unsere heimische, streng geschützte Europäische Hornisse (Vespa crabro).

2.2 Der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida)

Ein weiterer gefürchteter Feind, der durch die Globalisierung verschleppt wurde, ist der Kleine Bienenstock- oder Beutenkäfer. Ursprünglich in Südafrika beheimatet, tauchte er 1996 in den USA auf und wurde 2004 erstmals in Portugal (wo er sofort vernichtet wurde) und später in Süditalien festgestellt[2]. Die Käfer dringen in den Stock ein und legen ihre Eier in Ritzen ab. Die schlüpfenden Larven fressen sich rücksichtslos durch Waben, Honig und Bienenbrut. Sie zerstören das Wabenwerk komplett und hinterlassen einen schleimigen, nach fauligen Orangen riechenden Kot, der den Honig gären lässt und für Mensch und Biene ungenießbar macht[2]. Ein geschwächtes Volk kann innerhalb weniger Wochen vollständig vernichtet werden.

2.3 Kuckucksbienen und parasitische Wespen (Gefahr für Wildbienen)

Während Honigbienen in großen Staaten leben und sich gemeinsam verteidigen, leben die meisten der rund 600 in Deutschland heimischen Wildbienenarten solitär (einzeln)[5]. Dies macht sie anfällig für eine ganz bestimmte Art von Feinden: die Brutparasiten.

Etwa 30 Prozent aller Wildbienenarten leben brutparasitisch und werden als Kuckucksbienen bezeichnet[4]. Zu ihnen gehören beispielsweise die Wespenbienen (Nomada) oder die Blutbienen (Sphecodes). Das Weibchen der Kuckucksbiene baut kein eigenes Nest. Stattdessen schleicht es sich in ein fremdes Wildbienennest ein und legt sein Ei auf den mühsam gesammelten Pollenvorrat der Wirtsbiene. Die Kuckuckslarve schlüpft meist früher, tötet das Ei oder die Larve des Wirtes und frisst den Nahrungsvorrat auf[5].

Auch parasitische Wespen wie Schlupfwespen und Erzwespen nutzen diese Strategie. Sie besitzen oft extrem lange Legebohrer, mit denen sie durch die Wände von Pflanzenstängeln oder Lehmverschlüssen hindurch ihre Eier direkt in die Wildbienenlarven stechen können. Die Wespenlarve frisst die Bienenlarve dann von innen heraus bei lebendigem Leib auf.

3. Vögel, Säugetiere und Spinnen

Auch in der Welt der Wirbeltiere und größeren Spinnentiere stehen Bienen auf dem Speiseplan.

3.1 Vögel als Bienenjäger

Der bekannteste gefiederte Bienenjäger ist der Bienenfresser (Merops apiaster). Dieser farbenprächtige Vogel fängt Bienen geschickt im Flug. Bevor er sie verschluckt, schlägt er sie gegen einen Ast, um den Stachel zu entfernen und das Gift auszupressen. Auch Neuntöter, Schwalben und Grauschnäpper verschmähen Bienen nicht.

Eine besondere Gefahr für Wildbienen in Gärten stellen Meisen und Spechte dar. Im Winter, wenn die Nahrung knapp ist, haben Vögel gelernt, dass Insektenhotels wahre "Vorratskammern" sind. Meisen picken die Lehm- oder Harzverschlüsse von Wildbienen-Nisthilfen auf und ziehen die proteinreichen Larven aus den Röhrchen[5]. Spechte können mit ihrem kräftigen Schnabel sogar ganze Holzblöcke aufspalten, um an die Brut zu gelangen.

Tipp für den Garten: Um Ihr Wildbienenhotel vor Vogelfraß zu schützen, sollten Sie im Herbst ein feinmaschiges Drahtgeflecht (z.B. Hasendraht) in einem Abstand von etwa 5 bis 10 Zentimetern vor den Niströhren anbringen. So können die Bienen im Frühjahr ungehindert schlüpfen, aber Vogelschnäbel erreichen die Brut nicht[5].

3.2 Säugetiere: Von Mäusen bis zum Bären

In Nordamerika und Teilen Europas sind Bären dafür bekannt, Bienenstöcke aufzubrechen. Entgegen der landläufigen Meinung sind sie dabei weniger auf den Honig aus, sondern vielmehr auf die eiweißreiche Bienenbrut. Auch Dachse und Waschbären können Bienenstände verwüsten.

Eine viel alltäglichere Gefahr für den Imker stellen jedoch Spitzmäuse und Feldmäuse dar. Im Winter ziehen sich Honigbienen zu einer engen Wintertraube zusammen, um sich durch Muskelzittern warm zu halten[8]. In dieser Starre sind sie wehrlos. Mäuse dringen durch das Flugloch in den warmen Stock ein, fressen Honig, zerstören Waben und fressen sogar die erstarrten Bienen. Der Gestank von Mäusekot und Urin kann zudem dazu führen, dass das Bienenvolk im Frühjahr den Stock fluchtartig verlässt. Imker bringen daher im Herbst spezielle Mäusegitter an den Fluglöchern an.

3.3 Spinnen und Amphibien

Krabbenspinnen lauern oft perfekt getarnt auf Blüten. Sie passen ihre Körperfarbe der Blüte an und schlagen blitzschnell zu, wenn eine Biene Nektar sammeln möchte. Auch Radnetzspinnen, die ihre Netze in der Nähe von Bienenstöcken oder blütenreichen Wiesen weben, fangen regelmäßig Bienen. Kröten und Frösche schnappen sich Bienen, die an Gartenteichen oder Pfützen Wasser aufnehmen wollen.

4. Mikroskopische Feinde: Krankheiten und Seuchen

Neben den sichtbaren Räubern sind es oft die unsichtbaren Feinde, die den größten Schaden anrichten. Bakterien, Pilze und Viren können sich in einem Bienenstock, in dem zehntausende Individuen auf engstem Raum bei 35 Grad Celsius zusammenleben, rasend schnell ausbreiten.

4.1 Die Nosemose (Darmparasit)

Die Nosemose wird durch einzellige Mikrosporidien (Nosema apis und die neuere, aggressivere Variante Nosema ceranae) verursacht[2]. Die Bienen nehmen die Sporen oral auf. Im Mitteldarm der Biene keimen die Sporen und dringen in die Darmepithelzellen ein, wo sie sich massenhaft vermehren und die Darmwand zerstören[6]. Dies führt zu schwerem Durchfall. Da Bienen im Winter ihren Kot in der Kotblase sammeln und nur an warmen Tagen zum Reinigungsflug ausfliegen[8], koten kranke Bienen im Stock ab. Dadurch infizieren sich Putzbienen, die den Kot entfernen wollen, und die Krankheit breitet sich epidemisch aus[6].

4.2 Die Amerikanische Faulbrut (Bienenpest)

Die Amerikanische Faulbrut ist eine hochansteckende, anzeigepflichtige Tierseuche. Sie wird durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae verursacht. Ammenbienen verfüttern die Sporen unbewusst an die Bienenlarven. Im Darm der Larve keimen die Sporen, zersetzen die Larve zu einer zähen, braunen, fadenziehenden Masse und bilden Milliarden neuer Sporen. Wenn diese Krankheit ausbricht, müssen oft ganze Bienenstände behördlich angeordnet vernichtet (abgeschwefelt) werden, um eine Ausbreitung in der Region zu verhindern.

4.3 Vireninfektionen

Wie bereits erwähnt, hat die Varroamilbe die Virenproblematik drastisch verschärft. Viren wie das Sackbrut-Virus, das Kaschmir-Virus oder das Akute Bienenparalyse-Virus waren früher oft latent im Volk vorhanden, brachen aber selten aus[2]. Durch den Einstich der Milbe gelangen die Viren nun direkt in die Blutbahn der Bienen, was zu massiven, oft tödlichen Krankheitsverläufen führt.

5. Der Mensch als größter "Feind"

Obwohl dieser Artikel sich auf natürliche Feinde konzentriert, darf der Einfluss des Menschen nicht unerwähnt bleiben, da er die Bienen schwächt und sie somit anfälliger für natürliche Feinde macht.

Der Verlust von Lebensräumen durch Flächenversiegelung und intensive Landwirtschaft entzieht den Bienen die Nahrungsgrundlage. Monokulturen bieten nur für kurze Zeit Nahrung; danach herrscht in der Agrarlandschaft oft eine "grüne Wüste"[2]. Der Einsatz von Pestiziden (Insektizide, Herbizide, Fungizide) kann Bienen direkt töten oder ihre Orientierung und ihr Immunsystem stören[3]. Selbst Lichtverschmutzung ist ein Problem: Nachtaktive Insekten, die als Bestäuber fungieren, werden von künstlichen Lichtquellen angelockt und verenden dort (der sogenannte Staubsaugereffekt)[3].

Auch die moderne, stark auf Ertrag ausgerichtete Imkerei wird kritisch gesehen. Zucht auf Schwarmträgheit, künstliche Königinnenzucht und die Überwinterung auf reinem Zuckerwasser anstelle von Honig können die natürliche Vitalität und Kompensationsfähigkeit des Bienenvolkes (des "Biens") langfristig schwächen[2].

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Greifen Wespen Bienen an?

Ja, besonders im Spätsommer, wenn Wespen Proteine für ihre Brut und Zucker für sich selbst benötigen, versuchen sie in Bienenstöcke einzudringen. Ein gesundes Bienenvolk kann sich jedoch meist gut verteidigen. Eine echte Bedrohung ist hingegen die invasive Asiatische Hornisse.

Was ist der gefährlichste Feind der Honigbiene?

Der gefährlichste Feind der westlichen Honigbiene ist die Varroamilbe (Varroa destructor). Sie saugt die Körperflüssigkeit der Bienen, schwächt sie massiv und überträgt tödliche Viren. Ohne imkerliche Behandlung stirbt ein befallenes Volk in der Regel innerhalb von ein bis zwei Jahren.

Warum picken Vögel an meinem Insektenhotel?

Vögel wie Meisen oder Spechte haben gelernt, dass sich hinter den verschlossenen Röhren von Insektenhotels nahrhafte Wildbienenlarven verbergen. Sie picken die Verschlüsse auf, um an die proteinreiche Nahrung zu gelangen. Ein vorgespanntes Drahtgitter kann hier Abhilfe schaffen.

Was sind Kuckucksbienen?

Kuckucksbienen sind Wildbienen, die keine eigenen Nester bauen. Sie schleichen sich in die Nester anderer Wildbienenarten ein und legen dort ihre Eier ab. Die schlüpfende Kuckuckslarve tötet den Nachwuchs des Wirtes und frisst dessen Pollenvorrat. Etwa 30% der heimischen Wildbienen leben auf diese Weise.

Können Bienen sich gegen Krankheiten wehren?

Ja, Bienen haben ein soziales Immunsystem. Sie betreiben intensive Stockhygiene, überziehen die Wände mit antimikrobiellem Propolis (Kittharz) und kranke Bienen verlassen oft freiwillig den Stock, um das Volk nicht zu infizieren. Gegen neuartige, eingeschleppte Erreger sind diese Mechanismen jedoch oft machtlos.

Was macht der Imker im Winter gegen Feinde?

Im Winter bringt der Imker Mäusegitter an den Fluglöchern an, um zu verhindern, dass Spitzmäuse in den Stock eindringen. Zudem erfolgt in der brutfreien Zeit (meist im Dezember) die wichtige Winterbehandlung gegen die Varroamilbe, oft mit Oxalsäure.

Fazit

Die Biene ist ein Wunderwerk der Natur, doch ihr Überleben ist ein ständiger Kampf gegen eine Vielzahl natürlicher Feinde. Während Bienen im Laufe der Evolution gelernt haben, mit heimischen Räubern wie Vögeln, Spinnen oder Kuckucksbienen in einem ökologischen Gleichgewicht zu leben, stellen eingeschleppte Parasiten wie die Varroamilbe oder die Asiatische Hornisse existenzielle Bedrohungen dar. Hinzu kommen mikroskopische Erreger, die ganze Völker auslöschen können. Da der Mensch durch Lebensraumzerstörung und Umweltgifte das Immunsystem und die Resilienz der Bienen zusätzlich schwächt, liegt es in unserer Verantwortung, sie zu schützen. Ob durch eine verantwortungsvolle, wesensgemäße Imkerei, das Anlegen von blütenreichen, strukturstarken Gärten oder den Schutz von Wildbienen-Nistplätzen – jeder kann einen Beitrag leisten, um den Bienen im Kampf gegen ihre Feinde den Rücken zu stärken.

Quellen und Referenzen

  1. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): "Bienen - Unverzichtbar für Natur und Erzeugung", 2011.
  2. Thomas Radetzki / Schweisfurth Stiftung: "Die Krise der Bienenhaltung - ein Symptom unfruchtbarer Konzepte", 2008.
  3. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU): "Aktionsprogramm Insektenschutz", 2019.
  4. Dr. Martin Schwarz: "Bienen – eine interessante und vielfältige Tiergruppe mit großer Bedeutung", ÖKO.L 38/2, 2016.
  5. Deutsche Wildtier Stiftung: "Wildbienen - Schützen und fördern im Kleingarten", 2021.
  6. Richard Odemer / Universität Hohenheim: "Funktionelle Anatomie der Honigbiene", 2012.
  7. Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL): "Begegnung mit einem Bienenschwarm – was tun?", 2025.
  8. Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL): "Was machen Honigbienen im Winter?", 2025.

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