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Zitronensaeure gegen Schimmel: Natuerliches Hausmittel
Februar 10, 2026 Philipp Silbernagel

Zitronensaeure gegen Schimmel: Natuerliches Hausmittel

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Schimmel in der Wohnung ist ein Albtraum für jeden Mieter und Hauseigentümer. Die hässlichen schwarzen Flecken sehen nicht nur unschön aus, sondern stellen auch ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Wenn der erste Schreck verdaut ist, greifen viele Betroffene reflexartig zu altbewährten Hausmitteln. Zitronensäure wird dabei oft als Wundermittel angepriesen: natürlich, geruchsneutral und angeblich effektiv gegen Bakterien und Pilze. Doch Vorsicht ist geboten! Was beim Entkalken des Wasserkochers hervorragend funktioniert, kann bei der Schimmelbekämpfung auf Wänden fatale Folgen haben. In vielen Fällen verschlimmert der Einsatz von Zitronensäure das Problem langfristig, anstatt es zu lösen. In diesem Artikel erfahren Sie detailliert, warum Experten von der Nutzung auf mineralischen Untergründen abraten, welche chemischen Prozesse dahinterstecken und welche Alternativen das Umweltbundesamt und Gesundheitsbehörden tatsächlich empfehlen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Gefahr der Nährstoffbildung: Zitronensäure reagiert mit kalkhaltigen Materialien (Putz, Beton) zu Calciumcitrat, einem hervorragenden Nährboden für Schimmelpilze.
  • Nicht für Wände geeignet: Auf porösen, mineralischen Untergründen sollte niemals Zitronensäure angewendet werden.
  • Anwendungsbereiche: Zitronensäure ist nur auf glatten, säurebeständigen Oberflächen wie Keramik, Glas oder Metall sinnvoll einsetzbar.
  • Empfohlene Alternativen: Experten raten zu 70-80%igem Ethylalkohol (Ethanol) oder Isopropanol für die Desinfektion.
  • Gesundheitsschutz: Bei jeder Sanierung müssen Schutzmaßnahmen (Maske, Handschuhe, Lüftung) getroffen werden, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Warum Zitronensäure oft das falsche Mittel ist

Der Mythos, dass Zitronensäure das ideale Hausmittel gegen Schimmel sei, hält sich hartnäckig. Die Logik scheint auf den ersten Blick schlüssig: Säuren wirken oft antimikrobiell, und da Zitronensäure im Haushalt zum Reinigen und Entkalken genutzt wird, liegt der Gedanke nahe, sie auch gegen Pilzsporen einzusetzen. Doch die Bauchemie macht hier einen Strich durch die Rechnung. Das Umweltbundesamt warnt in seinen Leitfäden explizit vor dem unbedachten Einsatz bestimmter Hausmittel auf mineralischen Untergründen[1].

Die chemische Falle: Calciumcitrat

Das Hauptproblem liegt in der chemischen Reaktion, die stattfindet, wenn Zitronensäure auf kalkhaltige Materialien trifft. Die meisten Wände in deutschen Wohnungen bestehen aus Putz, Beton oder sind mit kalkhaltigen Farben gestrichen. Kalk ist chemisch gesehen Calciumcarbonat. Wenn Zitronensäure auf diesen Kalk trifft, entsteht eine chemische Verbindung namens Calciumcitrat. Anders als die ursprüngliche Säure, die den Schimmel abtöten sollte, dient Calciumcitrat vielen Schimmelpilzarten als organische Kohlenstoffquelle und somit als Nährstoff[2].

Das bedeutet in der Praxis: Sie tragen die Zitronensäure auf, der Schimmel scheint zunächst zu verschwinden, da die Säure eine gewisse bleichende und reinigende Wirkung hat. Doch in den Poren des Wandputzes bildet sich nun der perfekte Dünger für die nächste Generation des Pilzes. Sobald wieder Feuchtigkeit hinzukommt – und sei es nur durch hohe Luftfeuchtigkeit –, wächst der Schimmel oft schneller und aggressiver nach als zuvor. Experten für Bausanierung und das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg weisen darauf hin, dass die Beseitigung der Ursachen (Feuchtigkeit) und die Entfernung der Biomasse wichtiger sind als das bloße Abtöten, wobei kontraproduktive Mittel wie Zitronensäure zwingend vermieden werden sollten[3].

Achtung: Auch Essig ist problematisch!

Ähnlich wie Zitronensäure wird auch Essig oft empfohlen. Auch hier findet auf kalkhaltigen Untergründen eine Neutralisation statt. Der Essig wird durch den Kalk im Putz neutralisiert und verliert seine pilzabtötende Wirkung. Zurück bleiben organische Rückstände und Wasser, die wiederum das Pilzwachstum fördern können[1]. Verzichten Sie daher bei der Wandbehandlung auf säurehaltige Hausmittel.

Wann und wo Zitronensäure dennoch helfen kann

Es wäre falsch, Zitronensäure jegliche Wirkung abzusprechen. Sie ist ein potentes Reinigungsmittel, aber eben nur am richtigen Ort. Auf Untergründen, die keine alkalischen Bestandteile (wie Kalk) enthalten, kann die Bildung von Calciumcitrat nicht stattfinden. Hier kann die Säure ihre reinigende Wirkung entfalten, ohne den Pilz zu füttern.

Geeignete Oberflächen

Zitronensäure kann zur Reinigung von Schimmelbefall auf folgenden Materialien verwendet werden, sofern diese säurebeständig sind:

  • Glas: Fensterscheiben oder Glasbausteine.
  • Keramik: Fliesen (Vorsicht bei den Fugen! Zementfugen sind kalkhaltig und dürfen nicht mit Zitronensäure behandelt werden).
  • Kunststoff: Duschvorhänge oder Kunststoffrahmen (Materialverträglichkeit vorher prüfen).
  • Metall: Edelstahlflächen in der Küche (Vorsicht bei säureempfindlichen Metallen wie Aluminium oder Kupfer).

Selbst auf diesen Oberflächen ist Zitronensäure jedoch nicht das Mittel der ersten Wahl zur Desinfektion, da Alkohole (Ethanol/Isopropanol) eine schnellere und rückstandsfreie Abtötung gewährleisten und zudem schneller verdunsten, was die Feuchtigkeitsbelastung reduziert[4].

Die richtige Alternative: Alkohol (Ethanol und Isopropanol)

Wenn Zitronensäure und Essig ausscheiden, was hilft dann effektiv und sicher gegen Schimmel im Innenraum? Die einhellige Meinung von Experten, Verbraucherzentralen und dem Umweltbundesamt lautet: Hochprozentiger Alkohol. Insbesondere 70%iges bis 80%iges Ethanol oder Isopropanol (Isopropylalkohol) gelten als Goldstandard für die kleinflächige Sanierung durch Laien.

Warum Alkohol besser wirkt

Alkohol wirkt auf physikalischem Wege: Er entzieht den Zellen des Schimmelpilzes Wasser und denaturiert deren Eiweiße. Dies führt zum schnellen Absterben des Pilzes. Ein entscheidender Vorteil gegenüber wässrigen Lösungen oder Säuren ist die Flüchtigkeit. Alkohol verdunstet rückstandsfrei und hinterlässt keine Feuchtigkeit im Mauerwerk, die neues Wachstum begünstigen könnte. Zudem greift Alkohol mineralische Untergründe wie Putz oder Beton chemisch nicht an, es entstehen also keine Nährsalze wie Calciumcitrat[1].

Es ist wichtig, die richtige Konzentration zu wählen. Reiner Alkohol (100%) verdunstet zu schnell und kann nicht tief genug in die Zellwände des Pilzes eindringen, um diese zu zerstören. Eine Verdünnung auf 70% bis 80% mit Wasser ist ideal, da das Wasser als "Schlepper" fungiert, der den Alkohol in die Zelle transportiert und die Einwirkzeit verlängert[5].

Sicherheitshinweis bei der Nutzung von Alkohol

Alkohol ist leicht entzündlich. Bei der großflächigen Anwendung können sich explosive Gas-Luft-Gemische bilden. Daher gilt:

  • Nur kleine Flächen (max. 0,5 m²) behandeln.
  • Hervorragend lüften (Fenster weit öffnen).
  • Kein offenes Feuer, nicht rauchen, keine elektrischen Schalter während der Anwendung betätigen.
  • Schutzbrille und Handschuhe tragen, da Alkohol Schleimhäute reizt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Schimmel richtig entfernen

Die Beseitigung von Schimmel erfordert systematisches Vorgehen. Einfach nur "drüberwischen" reicht oft nicht aus und kann die Sporen sogar noch weiter in der Wohnung verteilen. Hier ist eine Anleitung, die auf den Empfehlungen des Umweltbundesamtes basiert[1].

1. Vorbereitung und Eigenschutz

Bevor Sie beginnen, müssen Sie sich schützen. Schimmelpilzsporen sind starke Allergene und können Atemwegserkrankungen auslösen. Auch abgestorbene Sporen behalten ihr allergenes Potenzial[2]. Tragen Sie daher immer:

  • Einen Atemschutz (mindestens FFP2-Maske, besser FFP3).
  • Eine Schutzbrille, um die Augen vor Sporen und Reinigungsmitteln zu schützen.
  • Gummihandschuhe.
  • Körperbedeckende Kleidung (die danach gewaschen werden kann).

Schließen Sie die Türen zu anderen Wohnräumen und öffnen Sie das Fenster im betroffenen Raum weit, um für Durchzug nach draußen zu sorgen.

2. Die Entfernung bei glatten Oberflächen

Auf glatten Flächen (Metall, Keramik, Glas) können Sie den Schimmel mit Wasser und einem Haushaltsreiniger abwaschen. Wischen Sie die Fläche feucht (nicht nass) ab, um ein Aufwirbeln der Sporen zu vermeiden. Anschließend desinfizieren Sie die Stelle mit 70-80%igem Alkohol (Ethylalkohol oder Isopropanol), um verbliebene Sporen abzutöten[6].

3. Die Entfernung bei porösen Oberflächen (Wände, Putz)

Hier ist die Situation schwieriger. Sitzt der Schimmel nur oberflächlich auf der Tapete, kann diese vorsichtig befeuchtet und entfernt werden. Ist der Putz darunter betroffen, hilft kein oberflächliches Abwischen mehr, da das Myzel (das Wurzelgeflecht des Pilzes) in das Material eingedrungen ist. Verwenden Sie keine Zitronensäure und keinen Essig! Tränken Sie die Stelle mit 70-80%igem Alkohol. Lassen Sie diesen kurz einwirken und wischen Sie die Stelle mit einem getränkten Tuch oder Schwamm ab. Wiederholen Sie den Vorgang gegebenenfalls.

Wichtig: Wenn der Schimmel tief in den Putz oder in Silikonfugen eingedrungen ist, hilft oft nur das mechanische Entfernen (Abfräsen des Putzes, Erneuern der Fugen). Chemische Mittel erreichen die tiefen Schichten oft nicht ausreichend[3].

4. Nachreinigung

Nach der Entfernung sollten Sie den Raum gründlich reinigen. Glatte Böden sollten feucht gewischt werden. Teppiche und Polstermöbel im Raum sollten mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter gründlich abgesaugt werden, um herabgefallene Sporen zu entfernen. Normale Staubsauger blasen die feinen Sporen oft hinten wieder heraus und verteilen sie im Raum[7].

Gesundheitliche Risiken durch Schimmelpilze

Warum ist der Aufwand eigentlich nötig? Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer Umwelt, doch in Innenräumen wird ihre Konzentration schnell zu hoch. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind vielfältig und hängen von der Art des Pilzes und der Konstitution der Bewohner ab. Besonders gefährdet sind Allergiker, Asthmatiker und Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z.B. durch Medikamente oder Krankheiten).

Die häufigsten Reaktionen sind allergischer Natur: Schnupfen, Niesen, gerötete Augen, Husten oder Hautausschläge. Bei langfristiger Exposition kann sich allergisches Asthma entwickeln[4]. Manche Schimmelpilzarten produzieren zudem Mykotoxine (Pilzgifte), die toxische Wirkungen haben können. Auch unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen werden oft mit Schimmelbefall in Verbindung gebracht, auch wenn der kausale Zusammenhang im Einzelfall schwer nachweisbar ist. Das Minimierungsgebot gilt daher immer: Sichtbarer Schimmelbefall in Innenräumen ist aus hygienischer Sicht nicht zu tolerieren und muss beseitigt werden[2].

Prävention: So kommt der Schimmel nicht zurück

Die beste Schimmelentfernung nützt nichts, wenn die Ursache nicht behoben wird. Schimmel benötigt zum Wachsen vor allem eines: Feuchtigkeit. Nährstoffe findet er in einer normalen Wohnung fast überall (Tapeten, Hausstaub, Holz). Die Temperatur spielt eine untergeordnete Rolle, da Schimmel in einem weiten Temperaturbereich wachsen kann. Der Hebel zur Prävention ist also das Feuchtigkeitsmanagement.

Richtiges Lüften und Heizen

Die relative Luftfeuchtigkeit sollte dauerhaft nicht über 60% liegen, ideal sind 40-55%. Im Winter ist es entscheidend, dass Außenwände nicht zu stark auskühlen, da sonst die warme Raumluft an der kalten Wand kondensiert (Taupunktunterschreitung). Das Wasser, das dabei entsteht, ist der Startschuss für Schimmelwachstum.

  • Stoßlüften: Öffnen Sie mehrmals täglich die Fenster komplett für 5-10 Minuten. Ein Kippen der Fenster ist im Winter Energieverschwendung und kühlt die Fensterlaibungen unnötig aus, was wiederum Schimmel fördert[8].
  • Heizen: Halten Sie auch in wenig genutzten Räumen eine Mindesttemperatur von ca. 16-18°C, um ein Auskühlen der Wände zu verhindern.
  • Möbelabstand: Stellen Sie große Möbelstücke an Außenwänden mit einem Abstand von mindestens 5-10 cm auf, damit die Luft dahinter zirkulieren und die Wand erwärmen kann.

Bauliche Mängel

Wenn trotz korrektem Lüften und Heizen immer wieder Schimmel auftritt, liegen oft bauliche Mängel vor (Wärmebrücken, undichte Dächer, aufsteigende Feuchtigkeit, Leckagen). In diesem Fall hilft kein Hausmittel und kein Alkohol – hier muss ein Bausachverständiger die Ursache ermitteln und eine fachgerechte Sanierung geplant werden. Ein Befall von mehr als 0,5 m² sollte ohnehin nicht mehr von Laien, sondern von Fachfirmen saniert werden[1].

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich Zitronensäure im Bad für die Fugen benutzen?

Bei reinen Silikonfugen kann Zitronensäure funktionieren, aber Vorsicht: Oft sind Fliesenfugen aus zementärem Material (Mörtel). Dieser enthält Kalk. Hier würde Zitronensäure Calciumcitrat bilden und den Schimmelbefall langfristig fördern. Da man beim Reinigen kaum verhindern kann, dass die Säure auch die Zementfugen berührt, ist Alkohol (Isopropanol) die sicherere Wahl.

Ist Wasserstoffperoxid eine gute Alternative?

Ja, Wasserstoffperoxid (H2O2) ist eine sehr gute Alternative. Es wirkt oxidierend, tötet Schimmelsporen und Bakterien ab und bleicht gleichzeitig dunkle Flecken. Es zerfällt nach der Anwendung in Wasser und Sauerstoff und ist daher umweltfreundlich. Für den Hausgebrauch sind 3-5%ige Lösungen üblich. Bei höheren Konzentrationen ist extreme Vorsicht geboten (Verätzungsgefahr!)[5].

Warum riecht es nach der Behandlung mit Essig wieder muffig?

Essig neutralisiert sich auf kalkhaltigen Wänden. Die zurückbleibende Feuchtigkeit und die organischen Bestandteile des Essigs dienen den überlebenden oder neu anfliegenden Sporen als Nahrung. Der muffige Geruch (MVOCs - mikrobielle flüchtige organische Verbindungen) kehrt zurück, sobald der Pilzstoffwechsel wieder aktiv wird.

Reicht es, den Schimmel einfach zu überstreichen?

Nein, auf keinen Fall. Wenn Sie Schimmel einfach überstreichen, lebt er unter der Farbe weiter und wird früher oder später wieder durchschlagen. Zudem kann die Farbe abblättern. Der Schimmel muss vor dem Streichen vollständig entfernt bzw. abgetötet werden. Verwenden Sie danach am besten diffusionsoffene Farben (z.B. Silikatfarben), die alkalisch sind und Schimmelwachstum hemmen.

Wann muss ich einen Fachmann rufen?

Das Umweltbundesamt empfiehlt, Schäden, die größer als 0,5 m² sind, von Fachfirmen sanieren zu lassen. Auch wenn die Ursache unklar ist, der Schimmel immer wiederkehrt oder gesundheitliche Beschwerden auftreten, ist professionelle Hilfe ratsam[1].

Fazit

Zitronensäure ist ein hervorragendes Mittel zum Entkalken von Kaffeemaschinen oder Armaturen, aber im Kampf gegen Schimmel auf Wänden hat sie nichts verloren. Die Gefahr der Bildung von Calciumcitrat, welches dem Schimmel als Nährboden dient, ist zu groß. Wer Schimmel nachhaltig entfernen möchte, sollte auf mineralischen Untergründen zu 70-80%igem Alkohol (Ethanol oder Isopropanol) oder Wasserstoffperoxid greifen. Diese Mittel wirken effektiv, verdunsten rückstandsfrei und bieten keinen Nährboden für Neubefall. Denken Sie jedoch immer daran: Jedes Bekämpfungsmittel beseitigt nur das Symptom. Um dauerhaft schimmelfrei zu wohnen, muss die Ursache – meist zu hohe Feuchtigkeit – gefunden und behoben werden. Lüften Sie richtig, heizen Sie ausreichend und ziehen Sie bei größeren Schäden oder baulichen Mängeln rechtzeitig Experten zu Rate.

Quellen und Referenzen

  1. Umweltbundesamt (UBA): "Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden", 2017.
  2. Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg: "Schimmelpilze in Innenräumen - Nachweis, Bewertung, Qualitätsmanagement", 2004 (aktualisiert).
  3. Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.: "Feuchtigkeit und Schimmelbildung in Wohnräumen", 2022.
  4. Robert Koch-Institut (RKI): "Schimmelpilzbelastung in Innenräumen – Befunderhebung, gesundheitliche Bewertung und Maßnahmen", Bundesgesundheitsblatt, 2007.
  5. Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU): "Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung bei der Sanierung von Schimmelpilzbefall", 2019.
  6. TRBA 460: "Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe - Einstufung von Pilzen in Risikogruppen", 2016.
  7. DIN EN ISO 16000-19: "Innenraumluftverunreinigungen - Probenahmestrategie für Schimmelpilze", 2014.
  8. Verbraucherzentrale NRW: "Richtig lüften und heizen: So vermeiden Sie Schimmel", 2023.

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