Beliebte Suchen
Lexikon-Eintrag
Junikäfer Amphimallon solstitiale
Schnellnavigation
Taxonomie
Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Käfer (Coleoptera)
Familie
Scarabaeidae
Gattung
Amphimallon
Art
Amphimallon solstitiale
Wissenschaftlicher Name
Amphimallon solstitiale (Linnaeus, 1758)
Akzeptierter Name
Community-Analyse
1
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 29.04.2026
Werde Teil der Community
Lade ein Foto hoch und hilf uns, Arten zu erfassen.
Einleitung
Der **Junikäfer** (*Amphimallon solstitiale*) ist eine Käferart aus der Unterfamilie Melolonthinae innerhalb der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae), die in der Paläarktis verbreitet ist.[1] Die adulten Tiere sind nachtaktiv und schwärmen vorwiegend um die Sommersonnenwende im Juni und Juli, während die im Boden lebenden Larven (Engerlinge) sich von Pflanzenwurzeln ernähren und als Schädlinge in Landwirtschaft und Gartenbau auftreten können.[1][2] Morphologisch unterscheidet sich die Art vom ähnlichen, aber größeren Feldmaikäfer (*Melolontha melolontha*) durch eine geringere Körperlänge von etwa 14 bis 20 Millimetern sowie einen rundlicheren Hinterleib.[1]
Junikäfer Bilder und Fotos von echten Sichtungen
8 AufnahmenBiologie & Lebenszyklus
Der Lebenszyklus von *Amphimallon solstitiale* erstreckt sich in der Regel über zwei bis drei Jahre, wobei die Entwicklungsdauer stark von den klimatischen Bedingungen abhängt und in wärmeren Regionen verkürzt ist. Die Fortpflanzungsphase beginnt mit dem Schwärmen der adulten Käfer in der Dämmerung, wobei Weibchen die Männchen mithilfe des Sexualpheromons (R)-Acetoin anlocken.[2][1] Nach der Paarung graben sich die Weibchen in den Boden ein, um etwa 35 bis 40 Eier in kleinen Gelegen abzulegen, wobei sie leichte, sandige und trockene Substrate bevorzugen. Die weißen, ovalen Eier werden in einer Tiefe von 5 bis 10 cm in der Nähe von Pflanzenwurzeln platziert und schlüpfen nach etwa drei bis vier Wochen.[1] Die Larvalentwicklung umfasst drei Stadien (Instare), in denen die als Engerlinge bekannten Larven von etwa 1 cm auf bis zu 3 cm Körperlänge heranwachsen.[3][1] Diese C-förmigen Larven ernähren sich primär von den Wurzeln verschiedener Gräser, Getreidearten und Gemüse, nehmen aber auch organisches Material und Detritus auf. Die Larven überwintern zweimal tief im Erdreich und treten in eine Ruhephase ein, wenn die Bodentemperaturen unter den Gefrierpunkt fallen. Die Verpuppung erfolgt im Frühjahr in einer Erdhöhle und dauert etwa zwei bis vier Wochen, bevor die adulten Käfer im Frühsommer synchron schlüpfen. Die adulten Käfer, die eine Lebensdauer von vier bis acht Wochen haben, fressen Pollen, Nektar und das Laub von Laubbäumen wie Eiche (*Quercus*), Buche (*Fagus*) und Ahorn (*Acer*). Ihre Aktivität ist strikt nacht- und dämmerungsaktiv, wobei sie sich im Flug oft an künstlichen Lichtquellen oder hohen Baumsilhouetten orientieren.[1] Zu den natürlichen Feinden zählen räuberische Laufkäfer wie *Poecilus cupreus* sowie parasitoide Nematoden der Gattung *Heterorhabditis* und Raupenfliegen wie *Dexia rustica*.[4][1] Die Populationsdichte wird zudem durch pathogene Pilze wie *Metarhizium flavoviride*, Bakterien wie *Paenibacillus popilliae* und spezifische Entomopoxviren reguliert. Auch Wirbeltiere wie Maulwürfe und Vögel, darunter der Wiedehopf, nutzen die Larven und Adulten als Nahrungsquelle.[1] Genomische Studien weisen zudem auf komplexe Interaktionen mit der Darmmikrobiota hin, die möglicherweise eine Rolle in der photoperiodisch gesteuerten Biologie der Art spielen.[2]
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen