Der Museums- oder Kabinettkäfer (*Anthrenus verbasci*) ist eine Käferart aus der Familie der [Speckkäfer](/pages/lexikon/gemeiner-speckkaefer) ([Dermestidae](/pages/lexikon/speckkafer)).[1][3] Er gilt als bedeutender Materialschädling, dessen Larven sich vorwiegend von keratinhaltigen Substanzen wie Wolle, Pelzen, Federn und Insektensammlungen ernähren.[1][2] Ursprünglich in der Paläarktis beheimatet, ist die Art heute durch menschlichen Transport weltweit verbreitet.[1]
Kurze Videos
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Museums- oder Kabinettkäfer Bilder und Fotos von echten Sichtungen
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Biologie & Lebenszyklus
Der Museums- oder Kabinettkäfer (*Anthrenus verbasci*) vollzieht eine vollständige Metamorphose über die Stadien Ei, Larve, Puppe und Imago.[4] In der Regel wird eine Generation pro Jahr gebildet.[2] Die Weibchen legen bis zu 100 weiße, etwa 0,6 mm lange Eier direkt an geeignete Substrate wie Wollmaterialien oder in Ritzen ab. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich von keratinhaltigen Stoffen wie Federn, Pelzen, Wolltextilien, Leder oder getrockneten Insektensammlungen. Während ihrer Entwicklung durchlaufen die Larven meist 7 bis 12 Häutungen, wobei die Anzahl unter ungünstigen Bedingungen steigen kann.[2][4] Die gesamte Entwicklungsdauer ist stark temperaturabhängig und beträgt bei 20 °C etwa 8 bis 12 Monate.[2] In kühleren Umgebungen oder bei nährstoffarmer Nahrung kann sich der Zyklus auf zwei bis drei Jahre verlängern.[2][4] Das Temperaturoptimum für die Entwicklung liegt bei 27 °C. Die Überwinterung erfolgt als Larve, was auch im Freien unter harten Bedingungen möglich ist.[2] Die Verpuppung findet geschützt in der letzten Larvenhaut statt. Die adulten [Käfer](/pages/lexikon/kafer) suchen im Frühjahr Blüten auf, um Pollen und Nektar für den Reifefraß aufzunehmen.[2][4] Die Lebensdauer der Geschlechtstiere ist kurz und beträgt etwa ein bis zwei Wochen.[2]
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Koblenz Stadtmitte, 56068 Koblenz, Deutschland
05.01.2026
Cuxhaven, DE-NI, Deutschland
05.01.2026
Deutschland
29.12.2025
Sachsen-Anhalt, Deutschland
05.12.2025
Hamburg, Hamburg, Deutschland
04.12.2025
Daten: iNaturalist
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Zusammensetzung zum Vernichten und Vertreiben von Insekten und ihre Verwendung
Detia Freyberg GmbH (1989)
Relevanz:8/10
Zusammenfassung
Dieses Patent beschreibt eine Zusammensetzung zur Bekämpfung von Textilschädlingen, die spezifisch auf Kleidermotten und Käfer der Gattung Anthrenus (Museumskäfer) abzielt. Die Wirkstoffe basieren auf 3,7-Dimethyl-6-octen-1-ol (Citronellol) und/oder 2-Methoxy-4-allylphenol (Eugenol). Diese Kombination wirkt sowohl abtötend als auch repellierend (vertreibend) auf die Insekten. Die Erfindung ist besonders relevant, da sie spezifische Wirkstoffe gegen den Museumskäfer nennt, die als Alternative zu rein synthetischen Insektiziden dienen können. Die Anwendung erfolgt in Verbindung mit üblichen Trägerstoffen zum Schutz von Materialien.
DE-3047151-A1ChemicalUnbekannt
Phenyl-3-methyl-buttersäure-benzyl-benzylester und ihre Verwendung als Insektizide
Ciba Geigy AG (1980)
Relevanz:8/10
Zusammenfassung
Das Patent stellt neue Phenylacetat-Derivate vor, die als hochwirksame Insektizide fungieren. Neben der Anwendung im Pflanzenschutz wird explizit die hohe Wirksamkeit gegen keratinfressende Insekten hervorgehoben. Insbesondere werden Larven der Gattungen Anthrenus (Museumskäfer) und Attagenus (Pelzkäfer) als Zielorganismen genannt. Die chemische Verbindung dient dazu, keratinhaltige Materialien wie Wolle, Pelze und Textilien vor Fraßschäden zu schützen. Es handelt sich um eine direkte chemische Bekämpfungsmethode zum Materialschutz.