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Museums- oder Kabinettkäfer Anthrenus verbasci

Museums- oder Kabinettkäfer
Ungefährlich Nützling

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Käfer (Coleoptera)
Familie Dermestidae
Gattung Anthrenus
Art Anthrenus verbasci
Wissenschaftlicher Name Anthrenus verbasci (Linnaeus, 1767)
Akzeptierter Name

Community-Analyse

OpenInsect
21
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 22.04.2026
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Einleitung

Der Museums- oder Kabinettkäfer (*Anthrenus verbasci*) ist eine Käferart aus der Familie der [Speckkäfer](/pages/lexikon/gemeiner-speckkaefer) ([Dermestidae](/pages/lexikon/speckkafer)).[1][3] Er gilt als bedeutender Materialschädling, dessen Larven sich vorwiegend von keratinhaltigen Substanzen wie Wolle, Pelzen, Federn und Insektensammlungen ernähren.[1][2] Ursprünglich in der Paläarktis beheimatet, ist die Art heute durch menschlichen Transport weltweit verbreitet.[1]

Kurze Videos

Aus der Silberkraft Community, aufgenommen mit OpenInsect

Biologie & Lebenszyklus

Der Museums- oder Kabinettkäfer (*Anthrenus verbasci*) vollzieht eine vollständige Metamorphose über die Stadien Ei, Larve, Puppe und Imago.[4] In der Regel wird eine Generation pro Jahr gebildet.[2] Die Weibchen legen bis zu 100 weiße, etwa 0,6 mm lange Eier direkt an geeignete Substrate wie Wollmaterialien oder in Ritzen ab. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich von keratinhaltigen Stoffen wie Federn, Pelzen, Wolltextilien, Leder oder getrockneten Insektensammlungen. Während ihrer Entwicklung durchlaufen die Larven meist 7 bis 12 Häutungen, wobei die Anzahl unter ungünstigen Bedingungen steigen kann.[2][4] Die gesamte Entwicklungsdauer ist stark temperaturabhängig und beträgt bei 20 °C etwa 8 bis 12 Monate.[2] In kühleren Umgebungen oder bei nährstoffarmer Nahrung kann sich der Zyklus auf zwei bis drei Jahre verlängern.[2][4] Das Temperaturoptimum für die Entwicklung liegt bei 27 °C. Die Überwinterung erfolgt als Larve, was auch im Freien unter harten Bedingungen möglich ist.[2] Die Verpuppung findet geschützt in der letzten Larvenhaut statt. Die adulten [Käfer](/pages/lexikon/kafer) suchen im Frühjahr Blüten auf, um Pollen und Nektar für den Reifefraß aufzunehmen.[2][4] Die Lebensdauer der Geschlechtstiere ist kurz und beträgt etwa ein bis zwei Wochen.[2]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Koblenz Stadtmitte, 56068 Koblenz, Deutschland

    05.01.2026

  • Cuxhaven, DE-NI, Deutschland

    05.01.2026

  • Deutschland

    29.12.2025

  • Sachsen-Anhalt, Deutschland

    05.12.2025

  • Hamburg, Hamburg, Deutschland

    04.12.2025

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

DE-3901341-A1 Chemical Unbekannt

Zusammensetzung zum Vernichten und Vertreiben von Insekten und ihre Verwendung

Detia Freyberg GmbH (1989)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Dieses Patent beschreibt eine Zusammensetzung zur Bekämpfung von Textilschädlingen, die spezifisch auf Kleidermotten und Käfer der Gattung Anthrenus (Museumskäfer) abzielt. Die Wirkstoffe basieren auf 3,7-Dimethyl-6-octen-1-ol (Citronellol) und/oder 2-Methoxy-4-allylphenol (Eugenol). Diese Kombination wirkt sowohl abtötend als auch repellierend (vertreibend) auf die Insekten. Die Erfindung ist besonders relevant, da sie spezifische Wirkstoffe gegen den Museumskäfer nennt, die als Alternative zu rein synthetischen Insektiziden dienen können. Die Anwendung erfolgt in Verbindung mit üblichen Trägerstoffen zum Schutz von Materialien.

DE-3047151-A1 Chemical Unbekannt

Phenyl-3-methyl-buttersäure-benzyl-benzylester und ihre Verwendung als Insektizide

Ciba Geigy AG (1980)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent stellt neue Phenylacetat-Derivate vor, die als hochwirksame Insektizide fungieren. Neben der Anwendung im Pflanzenschutz wird explizit die hohe Wirksamkeit gegen keratinfressende Insekten hervorgehoben. Insbesondere werden Larven der Gattungen Anthrenus (Museumskäfer) und Attagenus (Pelzkäfer) als Zielorganismen genannt. Die chemische Verbindung dient dazu, keratinhaltige Materialien wie Wolle, Pelze und Textilien vor Fraßschäden zu schützen. Es handelt sich um eine direkte chemische Bekämpfungsmethode zum Materialschutz.