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Große Wühlmaus Arvicola terrestris

Große Wühlmaus
Mittleres Risiko Lästling Kann beißen Physische Gefahr

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Chordatiere (Chordata)
Klasse Säugetiere (Mammalia)
Ordnung Nagetiere (Rodentia)
Familie Cricetidae
Gattung Arvicola
Art Arvicola terrestris
Wissenschaftlicher Name Arvicola terrestris (Linnaeus, 1758)

Einleitung

Die **Große Wühlmaus** (*Arvicola terrestris*, taxonomisch aktuell *Arvicola amphibius*) ist ein zur Familie der Wühler (Cricetidae) zählendes Nagetier, das in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet ist.[1][2] Diese rattenähnliche, halbaquatisch oder terrestrisch lebende Art gilt in der Landwirtschaft, im Forst und in Gartenbetrieben als bedeutender Pflanzenschädling, der durch Fraß an Wurzeln, Knollen und Rinde Schäden verursacht.[3] Charakteristisch zur Abgrenzung von Ratten sind der gedrungene Kopf, die im Fell versteckten Ohren sowie der Schwanz, der weniger als die Hälfte der Körperlänge misst.[3][1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzungszeit der Großen Wühlmaus (*Arvicola terrestris*) erstreckt sich von März/April bis September/Oktober, wobei die Paarungsaktivität durch Tageslänge und Temperatur gesteuert wird. Nach einer Tragzeit von 20 bis 22 Tagen bringen die Weibchen in der Regel 3 bis 5 Würfe pro Jahr zur Welt. Die Wurfgröße variiert zwischen 1 und 11 Jungtieren, wobei durchschnittlich 4 bis 6 Nachkommen geboren werden.[3][2] Die Jungtiere kommen als Nesthocker nackt sowie mit geschlossenen Augen und Ohren zur Welt.[3] Das Geburtsgewicht liegt je nach Quelle zwischen 2 und 7 Gramm; die Augen öffnen sich etwa zwischen dem 5. und 10. Lebenstag.[3][2] Die Säugezeit beträgt rund 14 Tage, wonach die Jungtiere selbstständig werden.[3] Die Geschlechtsreife tritt sehr früh ein, zwischen dem 43. und 67. Tag, sodass im Frühjahr geborene Tiere bereits im Herbst desselben Jahres eigene Nachkommen zeugen können. Die Lebensweise ist fast ausschließlich unterirdisch in Familienverbänden organisiert, die aus den Elterntieren und ein bis zwei Generationen bestehen. Die Ernährung ist rein vegetarisch und umfasst bis zu 50 verschiedene Pflanzenarten.[3] Während im Sommer Gräser, Seggen und Kräuter dominieren, verlagert sich der Fraß im Winter auf unterirdische Pflanzenteile wie Wurzeln, Knollen, Zwiebeln und Rhizome.[3][2] Die Tiere haben einen hohen Energiebedarf und konsumieren täglich bis zu 80 % ihres Körpergewichts an frischer Pflanzenmasse.[2] Die durchschnittliche Lebenserwartung im Freiland beträgt lediglich 4,5 Monate, bedingt durch eine hohe Jungensterblichkeit von 64 bis 86 %. In Gefangenschaft können die Tiere ein Alter von 2 bis maximal 4 Jahren erreichen, während sie in der Natur selten den dritten Winter überleben.[3] Zu den natürlichen Fressfeinden zählen unter anderem Rotfuchs, Hermelin, Eulen sowie der eingeführte Amerikanische Nerz (*Neovison vison*), der in die Baue eindringen kann.[2]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    29.12.2025

  • Friesoythe, Niedersachsen, Deutschland

    15.11.2025

  • Bayern, Deutschland

    23.09.2025

  • Deutschland

    22.09.2025

  • Deutschland

    09.09.2025

Daten: iNaturalist