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Lexikon-Eintrag

Augen Fliege Augenfliegen

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Augen Fliege
Lästling

Einleitung

Die Augenfliege (*Musca autumnalis*) ist auch als Stallfliege bekannt. Die Art kommt ursprünglich aus Europa und dem westlichen Asien, wurde aber auch nach Nordamerika verschleppt.[1] *M. autumnalis* ist ein Lästling und Überträger von veterinärmedizinisch bedeutsamen Erkrankungen des Viehs.[1]

Fakten (kompakt)

- Die Eier von *Musca autumnalis* werden einzeln in frischen Dung abgelegt. - Die Larven von *Musca autumnalis* durchlaufen drei Larvenstadien. - Die Maden ernähren sich von Kot und durchlaufen drei Stadien, bevor sie sich verpuppen. - Die Überwinterung erfolgt als adultes Insekt. - *Musca autumnalis* kann die Augenkrankheit Thelaziose übertragen. - Die Fliegen sind nicht nur Lästlinge, sondern auch potenzielle Krankheitsüberträger für Rinder. - Die *Augenfliege* kann auch Bakterien übertragen, die zu Entzündungen der Augenbindehaut führen können.[1]

Name & Einordnung

Die Augenfliege, wissenschaftlich als *Musca autumnalis* DE GEER, 1776 bekannt, ist eine Fliegenart aus der Familie der Echten Fliegen (Muscidae). Der Artname *autumnalis* bedeutet „herbstlich“ und bezieht sich vermutlich auf die Jahreszeit, in der die Fliegen besonders häufig auftreten. Der deutsche Trivialname „Augenfliege“ beschreibt das Verhalten der Fliegen, sich an den Augen von Säugetieren aufzuhalten. Die Art wurde erstmals 1776 von Carl De Geer beschrieben.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die *Augenfliege* (*Musca autumnalis*) weist einen deutlichen Sexualdimorphismus auf. Männchen haben einen etwas dunkleren, blaugrauen Thorax im Vergleich zu den Weibchen. Der Hinterleib (Abdomen) der Männchen ist bis auf einen schwarzen Dorsalstreifen orange gefärbt. Die Augen der Männchen berühren sich fast, während sie bei den Weibchen durch einen breiten Zwischenraum voneinander getrennt sind. Die bananenförmigen Eier von *Musca autumnalis* sind ungefähr drei Millimeter lang. Sie weisen am oberen Ende einen charakteristischen, dunklen Atemfortsatz auf, der nach der Eiablage aus dem Brutsubstrat hervorragt.[1] Die Larven der Augenfliege sind apode (d. h. beinlose) Maden mit zylindrischem Körperquerschnitt. Sie können eine Länge zwischen zwei und zwölf Millimetern erreichen. Der Körperdurchmesser nimmt vom Kopf bis zum stumpfen Körperende zu, wo sich auch die beiden großen, bräunlich gefärbten Tracheenöffnungen oder Stigmen befinden. Die Verpuppung zum adulten Insekt findet in einer weißen, tönnchenförmigen Puppenhülle statt, die eine Länge von sechs bis zehn Millimetern aufweist.[1]

Beschreibung

Die *Augenfliege* (*Musca autumnalis*) ist eine Fliegenart, die zur Familie der Echten Fliegen (Muscidae) gehört. Sie ist bekannt für ihre lästige Angewohnheit, sich an den Augen von Säugetieren, insbesondere Rindern und Pferden, aufzuhalten, um dort Tränenflüssigkeit aufzunehmen. Die Fliegen sind tagaktiv und verbringen einen Großteil ihrer Zeit in der Nähe ihrer Wirte, wo sie sich von deren Sekreten ernähren. Männliche *Augenfliegen* haben einen blaugrauen Thorax, der etwas dunkler ist als bei den Weibchen. Der Hinterleib (Abdomen) ist orange gefärbt, bis auf einen schwarzen Dorsalstreifen. Die Augen der Männchen berühren sich fast, während sie bei den Weibchen durch einen breiten Zwischenraum getrennt sind. Die bananenförmigen Eier von *Musca autumnalis* sind etwa drei Millimeter lang und haben am oberen Ende einen dunklen Atemfortsatz. Die Larven der *Augenfliege* sind beinlose Maden mit zylindrischem Körperquerschnitt, die zwischen zwei und zwölf Millimeter lang werden können. Ihr Körperdurchmesser nimmt vom Kopf zum stumpfen Körperende hin zu, wo sich auch die beiden großen, bräunlichen Tracheenöffnungen (Stigmen) befinden. Die Verpuppung zum adulten Insekt findet in einer weißen, tönnchenförmigen Puppenhülle statt, die sechs bis zehn Millimeter lang ist. Die Larven entwickeln sich ausschließlich im Kot von Weidegängern wie Rindern, Pferden oder Schafen. Das dritte Larvalstadium verlässt das Brutsubstrat, um sich im Boden zu verpuppen. Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist temperaturabhängig, wobei sowohl die Larvalphase als auch das Puppenstadium in der Regel jeweils fünf bis zehn Tage dauern. Die Weibchen paaren sich in der Regel zwei bis vier Tage nach dem Schlüpfen. Unter mitteleuropäischen Verhältnissen werden von April bis Oktober vier bis fünf Generationen ausgebildet. Bei kühleren Temperaturen suchen die im Herbst schlüpfenden *Augenfliegen* Überwinterungsquartiere in Häusern und treten in Diapause.[1]

Verhalten

Die tagaktiven *Augenfliegen* verbringen die Nacht und den größten Teil des Tages auf Vegetation oder anderen Strukturen in der Nähe ihrer Wirtstiere, wie beispielsweise Zaunpfählen. Hier ernähren sich vor allem die Weibchen von Nasensekret, Speichel und Tränen der Wirte, wobei sie diese Sekrete in erster Linie als Proteinquelle nutzen. Mit Hilfe mikroskopisch kleiner Zähnchen, die sich auf dem Saugrüssel befinden, verletzen *Augenfliegen* ihre Wirtstiere im Augenbereich, um den Tränenfluss anzuregen.[1]

Ökologie

Die Larven der *Augenfliegen* spielen aufgrund ihrer saprophagen Ernährungsweise eine wichtige Rolle im Ökosystem. Ihre Entwicklung verläuft ausschließlich im Kot verschiedener Weidegänger wie Rinder, Pferde oder Schafe. Das dritte Larvalstadium verlässt das Brutsubstrat, um sich im Boden zu verpuppen. Die tagaktiven *Augenfliegen* verbringen die Nacht und den größten Teil des Tages auf Vegetation oder anderen Strukturen in der Nähe ihrer Wirtstiere, wie Rinder und Pferde. Hier ernähren sich vor allem die Weibchen von Nasensekret, Speichel und Tränen der Wirte, wobei sie diese Sekrete in erster Linie als Proteinquelle nutzen.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die *Augenfliege* (*Musca autumnalis*) gilt als Lästling und Überträger von veterinärmedizinisch bedeutsamen Erkrankungen des Viehs. Die Imagines ernähren sich von Sekreten der Wirtstiere und können dabei Krankheitserreger übertragen. So kann die *Augenfliege* beispielsweise das Bakterium *Moraxella bovis* übertragen, welches die infektiöse bovine Keratoconjunctivitis (IBK), auch bekannt als Pinkeye, verursacht. Diese Erkrankung führt bei Kälbern zu Gewichtsverlust. Des Weiteren können *Augenfliegen* Nematoden der Gattung *Thelazia* übertragen, die zu Augenschäden und Entzündungen führen können. Abgestorbene Nematoden im Auge können sekundäre Infektionen verursachen.[1] Die Infektionsrate mit *Thelazia* sp. kann in manchen Rinderherden bis zu 30 % betragen. Um einem Befall vorzubeugen, sollten vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden, um die Fliegenpopulation zu minimieren. Da die Larven der *Augenfliege* sich im Kot von Weidegängern entwickeln, ist eine gute Hygiene im Stall und auf der Weide wichtig. Dazu gehört die regelmäßige Entfernung von Kot, um den Fliegen die Brutstätten zu entziehen. Auch eine Reduktion der Feuchtigkeit kann dazu beitragen, die Entwicklung der Fliegenlarven zu erschweren. Der Einsatz von Insektiziden kann in Betracht gezogen werden, sollte aber stets unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit der Tiere erfolgen. Eine integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM) beinhaltet die Kombination verschiedener Maßnahmen, um die Fliegenpopulation auf ein akzeptables Niveau zu reduzieren, ohne dabei die Umwelt unnötig zu belasten.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Imagines der *Augenfliege* gelten als Lästlinge und Überträger von veterinärmedizinisch bedeutsamen Erkrankungen des Viehs. So kann die *Augenfliege* beispielsweise das Bakterium *Moraxella bovis* übertragen, welches die infektiöse bovine Keratoconjunctivitis (IBK), auch bekannt als „Pinkeye“, verursacht. Diese Erkrankung führt bei Kälbern zu Gewichtsverlust, was wirtschaftliche Einbußen für Viehzüchter bedeuten kann. Des Weiteren können *Augenfliegen* Nematoden der Gattung *Thelazia* übertragen, welche die Augen schädigen und Entzündungen hervorrufen. Sekundäre Infektionen können nach dem Absterben der Nematoden im Auge auftreten.[1] In manchen Rinderherden kann die Infektionsrate mit *Thelazia* sp. bis zu 30 % betragen, was erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben kann.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die bananenförmigen Eier der *Musca autumnalis* sind etwa drei Millimeter lang und haben am oberen Ende einen charakteristischen, dunklen Atemfortsatz, der nach der Eiablage aus dem Brutsubstrat hervorragt. Die Larven der *Augenfliege* sind beinlose Maden mit zylindrischem Körperquerschnitt und erreichen eine Länge von zwei bis zwölf Millimetern. Ihr Körperdurchmesser nimmt vom Kopf zum stumpfen Körperende hin zu, wo sich auch die beiden großen, bräunlich gefärbten Tracheenöffnungen (Stigmen) befinden. Die Verpuppung zum adulten Insekt erfolgt in einer weißen, tönnchenförmigen Puppenhülle, die sechs bis zehn Millimeter lang ist. Die Entwicklung der Larven findet ausschließlich im Kot verschiedener Weidegänger wie Rinder, Pferde oder Schafe statt. Das dritte Larvalstadium verlässt das Brutsubstrat zur Verpuppung im Boden. Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist temperaturabhängig, wobei Larval- und Puppenphase jeweils fünf bis zehn Tage dauern. Die Nahrungsaufnahme beginnt kurz nach dem Schlüpfen aus der Puppenhülle. Weibchen paaren sich in der Regel zwei bis vier Tage nach dem Schlüpfen. Unter mitteleuropäischen Bedingungen entwickeln sich von April bis Oktober vier bis fünf Generationen. Bei kühleren Temperaturen suchen die im Herbst schlüpfenden *Augenfliegen* Überwinterungsquartiere in Häusern auf und treten in Diapause. Die tagaktiven *Augenfliegen* verbringen die Nacht und den Großteil des Tages auf Vegetation oder anderen Strukturen in der Nähe ihrer Wirtstiere, insbesondere Rinder und Pferde. Die Weibchen ernähren sich hauptsächlich von Nasensekret, Speichel und Tränen ihrer Wirte, wobei sie diese Sekrete primär als Proteinquelle nutzen. Mit mikroskopisch kleinen Zähnchen auf ihrem Saugrüssel verletzen die *Augenfliegen* ihre Wirte im Augenbereich, um den Tränenfluss anzuregen.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Die Augenfliege (*Musca autumnalis*) stammt ursprünglich aus Europa und dem westlichen Asien. In den frühen 1950er Jahren wurde sie auch nach Nordamerika eingeschleppt.[1] Mittlerweile hat sich die Art fast über ganz Nordamerika zwischen dem 34. und 53. Breitengrad ausgebreitet. Augenfliegen beider Geschlechter überwintern in Gebäuden oder hohlen Bäumen. Nach der Überwinterung sind sie in den Monaten Mai und Juni aktiv. Die tagaktiven Augenfliegen verbringen die Nacht und den größten Teil des Tages auf Vegetation oder anderen Strukturen in der Nähe ihrer Wirtstiere, wie beispielsweise Rinder und Pferde.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die tagaktiven *Augenfliegen* verbringen die Nacht und den größten Teil des Tages auf Vegetation oder anderen Strukturen in der Nähe ihrer Wirtstiere, wie Rinder und Pferde. Die Paarung erfolgt im Frühjahr direkt nach dem Verlassen der Überwinterungsquartiere. Unter mitteleuropäischen Verhältnissen werden von April bis Oktober vier bis fünf Generationen ausgebildet. Kühleren Temperaturen beeinflussen die *Augenfliegen*, die im Herbst schlüpfen, sich Überwinterungsquartiere in Häusern suchen und in Diapause treten. Beide Geschlechter überwintern in Gebäuden oder hohlen Bäumen. Nach der Überwinterung sind sie in den Monaten Mai und Juni aktiv.[1] Das öffentliche Interesse an der *Augenfliege* ist in Deutschland im Juli am höchsten, gefolgt vom August, während es im Dezember am geringsten ist.[2]

Quellen & Referenzen

  1. PDF: augenfliegen
  2. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)