Augen Fliege –Augenfliegen
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Einleitung
Die Augenfliege (*Musca autumnalis*) ist auch als Stallfliege bekannt. Die Art kommt ursprünglich aus Europa und dem westlichen Asien, wurde aber auch nach Nordamerika verschleppt.[1] *M. autumnalis* ist ein Lästling und Überträger von veterinärmedizinisch bedeutsamen Erkrankungen des Viehs.[1]
Biologie & Lebenszyklus
Die bananenförmigen Eier der *Musca autumnalis* sind etwa drei Millimeter lang und haben am oberen Ende einen charakteristischen, dunklen Atemfortsatz, der nach der Eiablage aus dem Brutsubstrat hervorragt. Die Larven der *Augenfliege* sind beinlose Maden mit zylindrischem Körperquerschnitt und erreichen eine Länge von zwei bis zwölf Millimetern. Ihr Körperdurchmesser nimmt vom Kopf zum stumpfen Körperende hin zu, wo sich auch die beiden großen, bräunlich gefärbten Tracheenöffnungen (Stigmen) befinden. Die Verpuppung zum adulten Insekt erfolgt in einer weißen, tönnchenförmigen Puppenhülle, die sechs bis zehn Millimeter lang ist. Die Entwicklung der Larven findet ausschließlich im Kot verschiedener Weidegänger wie Rinder, Pferde oder Schafe statt. Das dritte Larvalstadium verlässt das Brutsubstrat zur Verpuppung im Boden. Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist temperaturabhängig, wobei Larval- und Puppenphase jeweils fünf bis zehn Tage dauern. Die Nahrungsaufnahme beginnt kurz nach dem Schlüpfen aus der Puppenhülle. Weibchen paaren sich in der Regel zwei bis vier Tage nach dem Schlüpfen. Unter mitteleuropäischen Bedingungen entwickeln sich von April bis Oktober vier bis fünf Generationen. Bei kühleren Temperaturen suchen die im Herbst schlüpfenden *Augenfliegen* Überwinterungsquartiere in Häusern auf und treten in Diapause. Die tagaktiven *Augenfliegen* verbringen die Nacht und den Großteil des Tages auf Vegetation oder anderen Strukturen in der Nähe ihrer Wirtstiere, insbesondere Rinder und Pferde. Die Weibchen ernähren sich hauptsächlich von Nasensekret, Speichel und Tränen ihrer Wirte, wobei sie diese Sekrete primär als Proteinquelle nutzen. Mit mikroskopisch kleinen Zähnchen auf ihrem Saugrüssel verletzen die *Augenfliegen* ihre Wirte im Augenbereich, um den Tränenfluss anzuregen.[1]
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen