Zu Inhalt springen
Kostenloser Versand ab 29€
Versand 1-2 Tage
4.44 · 245.512+ Kunden
Lexikon-Eintrag

Goldmarie Bidens ferulifolia

Goldmarie

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Asterales (Asterales)
Familie Asteraceae
Gattung Bidens
Art Bidens ferulifolia
Wissenschaftlicher Name Bidens ferulifolia Hemsl., 1881
Akzeptierter Name

Einleitung

Die Goldmarie (*Bidens ferulifolia*) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), deren natürliches Verbreitungsgebiet vom Südwesten der Vereinigten Staaten über Mexiko bis nach Guatemala reicht.[1][2] Charakteristisch sind ihre farnartig geschlitzten Blätter und die zahlreichen, leuchtend gelben Blütenkörbe, weshalb die Art weltweit als Zierpflanze für Hängeampeln und Balkonkästen kultiviert wird.[1] In ihrem natürlichen Habitat besiedelt sie feuchte Standorte wie Uferzonen, während sie in kühleren Klimazonen meist als einjährige Sommerblume gehalten wird, die als Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge dient.[1][3]

Community-Analyse

OpenInsect
3
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 17.06.2026
Werde Teil der Community
Lade ein Foto hoch und hilf uns, Arten zu erfassen.

Fakten (kompakt)

- Die Blütenkörbe verströmen einen Duft und weisen einen Durchmesser von etwa 5 cm auf. - Der Blütenstand setzt sich spezifisch aus 5 bis 6 Zungenblüten (Strahlenblüten) und 12 bis 20 Röhrenblüten (Scheibenblüten) zusammen. - Im englischen Sprachraum sind die Trivialnamen "Apache beggarticks" oder "fern-leaved beggarticks" gebräuchlich. - Die vertikale Verbreitungsgrenze liegt in den natürlichen Habitaten unterhalb von 6.500 Fuß (ca. 1.980 Meter).[8] - Taxonomisch existieren unterschiedliche Auffassungen: Während nordamerikanische Quellen wie USDA PLANTS *Bidens ferulifolia* als akzeptierte Art führen, ordnen andere Autoritäten (z. B. POWO, *Flora Mesoamericana*) sie als Synonym zu *Bidens aurea* ein. - Die Gattung *Bidens* umfasst weltweit etwa 230 Arten. - Historische Synonyme beinhalten *Bidens foeniculifolia* (1836) und die Schreibweise *Bidens ferulaefolia* (1857). - Die vollständige systematische Klassifizierung verläuft über das Reich Plantae, den Stamm Tracheophyta, die Klasse Magnoliopsida bis zur Ordnung Asterales.[8]

Name & Einordnung

Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Bidens ferulifolia* (Jacq.) DC..[2] Die Erstbeschreibung erfolgte ursprünglich im Jahr 1798 durch Nikolaus Joseph von Jacquin unter dem Basionym *Coreopsis ferulifolia* im dritten Band der *Plantarum rariorum Horti Caesarei Schoenbrunnensis*. Augustin Pyramus de Candolle überführte die Art 1836 in seinem Werk *Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis* in die Gattung *Bidens*. Der Gattungsname *Bidens* leitet sich aus dem Lateinischen *bi-* (zwei) und *dens* (Zahn) ab, was auf die zwei charakteristischen Grannen der Früchte anspielt, die der Verbreitung dienen. Das Art-Epitheton *ferulifolia* kombiniert die Begriffe *ferula* (Rutenkraut oder Riesenfenchel) und *folia* (Blätter) und beschreibt das fein zerteilte, fenchelartige Laub der Pflanze. Zu den relevanten Synonymen zählen neben dem Basionym auch *Bidens ferulaefolia* (DC.) Sch. Bip. sowie *Bidens foeniculifolia* DC., welches die Blattform erneut betont.[2] Die taxonomische Einordnung wird unterschiedlich gehandhabt; während einige Quellen wie die *Flora Mesoamericana* die Art als Synonym zu *Bidens aurea* stellen, führen nordamerikanische Datenbanken sie als eigenständige Spezies.[2][1] Im englischen Sprachraum sind die Trivialnamen "Apache beggarticks" oder "fern-leaved beggarticks" gebräuchlich.[1] Im Deutschen wird die Gattung als Zweizahn bezeichnet[3], während im Zierpflanzenbau der Name "Goldmarie" oft für entsprechende Sorten oder die Art im gärtnerischen Kontext verwendet wird.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Bidens ferulifolia* wächst als krautige, aufrechte bis polsterbildende Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 cm und eine Breite von 30 bis 90 cm erreicht.[3][1] Die drahtigen, schlanken Stängel sind stark verzweigt, grün gefärbt und weisen durch ihren vierkantigen Aufbau Längsrippen auf.[1] Das Wurzelsystem besteht aus faserigen, flachen Wurzeln, die sich horizontal ausbreiten und typischerweise 15 bis 30 cm tief in den Boden reichen.[6] Die gegenständig angeordneten Blätter sind 2,5 bis 7,5 cm lang und ungestielt oder kurz gestielt.[1] Sie sind dreifach gefiedert oder doppelt dreizählig zusammengesetzt und in zahlreiche lineare, fadenförmige Segmente unterteilt, was ihnen ein farn- oder fenchelartiges Aussehen verleiht.[3][1] Dieses dunkelgrüne, fein zerteilte Laub verströmt einen aromatischen Duft.[1] Die Blütenstände bestehen aus vielverzweigten, flachgipfeligen Clustern mit gänseblümchenartigen Köpfchen, die einen Durchmesser von etwa 5 cm aufweisen.[3][1] Jedes Köpfchen wird von einem Ring aus 4 bis 6 laubblattartigen Hochblättern umgeben und besitzt 5 bis 6 leuchtend gelbe, strahlenförmige Zungenblüten. Im Zentrum befinden sich 12 bis 20 röhrenförmige, gelbe Röhrenblüten mit einer Länge von 0,3 bis 0,6 cm.[1] Die Früchte sind trockene, nicht aufspringende Achänen, die dunkelbraun bis schwärzlich gefärbt sind.[3][1] Diese Samen sind flach, im Querschnitt etwas vierkantig mit leicht gefurchten Seiten und besitzen oft zwei mit Widerhaken besetzte Grannen an der Spitze.[1] Diese Borsten dienen der Verbreitung, indem sie sich im Fell von Tieren verhaken.[3] Moderne Zuchtformen weichen teilweise vom Wildtyp ab und zeigen kompaktere Wuchsformen oder Farbvariationen von Orange bis Rot.[1][3]

Beschreibung

Bidens ferulifolia ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die sich durch einen aufrechten bis buschigen Wuchs mit drahtigen, stark verzweigten Stängeln auszeichnet.[1] Im natürlichen Habitat fungiert sie als Hemikryptophyt, der ungünstige Jahreszeiten durch Erneuerungsknospen an oder knapp unter der Erdoberfläche überdauert.[3] Das Wurzelsystem ist faserig und flachgründig, breitet sich jedoch horizontal stark aus, was der Pflanze ermöglicht, Oberflächenfeuchtigkeit effizient zu nutzen und Böden in Uferzonen zu stabilisieren.[6][3] Ein markantes anatomisches Merkmal sind die gegenständig angeordneten, doppelt bis dreifach gefiederten Blätter, deren fadenförmige Segmente ein farn- oder fenchelartiges Erscheinungsbild erzeugen.[4] Diese feine Textur sowie der aromatische Duft des Laubes unterscheiden die Art von vielen anderen Korbblütlern und begründen das Artepitheton ferulifolia, welches sich auf die Ähnlichkeit zum Rutenkraut (Ferula) bezieht.[3] Die Blütenstände sind als strahlende Köpfchen organisiert, bei denen 5 bis 6 sterile Zungenblüten einen Ring um 12 bis 20 fertile, zwittrige Röhrenblüten bilden.[6] Diese Röhrenblüten sind für die sexuelle Reproduktion zuständig und entwickeln nach der Bestäubung trockene Schließfrüchte (Achänen). Eine spezifische Anpassung an die Zoochorie zeigt sich in den Früchten, die häufig mit zwei widerhakigen Grannen besetzt sind, um im Fell von Tieren haften zu bleiben.[3] Unter dem Mikroskop lässt sich die vierkantige Struktur der dunkelbraunen bis schwärzlichen Achänen sowie die Feinstruktur der Widerhaken detailliert erkennen, während im Feld vor allem die klettende Eigenschaft auffällt.[6] Historisch wurde die Art 1798 von Nikolaus Joseph von Jacquin zunächst als Coreopsis ferulifolia beschrieben, basierend auf mexikanischem Sammlungsmaterial. Die taxonomische Einordnung variiert bis heute, wobei einige moderne Floren Bidens ferulifolia aufgrund morphologischer Überlappungen als Synonym zu Bidens aurea betrachten.[2] Im Gegensatz zu den rein annuellen Vertretern der Gattung Bidens ist diese Art in frostfreien Gebieten ausdauernd, wird jedoch in gemäßigten Breiten oft als Einjährige kultiviert, da sie frostempfindlich ist.[1] Die Keimung der Samen erfolgt im Frühjahr bei ausreichender Feuchtigkeit, wobei sich die Pflanze an warm-gemäßigte bis subtropische Klimazonen angepasst hat.[3]

Verhalten

Das Verhalten von *Bidens ferulifolia* im ökologischen Kontext ist stark durch Interaktionen mit der Fauna geprägt. Die Pflanze zeigt ein tagesperiodisches Blühverhalten, das zeitlich eng mit den Aktivitätsphasen ihrer Bestäuber synchronisiert ist. Zu den häufigsten Besuchern zählen Honigbienen (*Apis mellifera*) und solitäre Wildbienen, die durch das Angebot an Nektar und Pollen angelockt werden. Ergänzend spielen Schmetterlinge und Schwebfliegen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung, wobei letztere besonders in kultivierten Beständen häufig auftreten.[3] Obwohl die Art selbstkompatibel ist, fördert der Insektenbesuch aktiv die Fremdbestäubung.[1] Für die räumliche Ausbreitung nutzt *Bidens ferulifolia* Zoochorie als passives Bewegungsverhalten. Die Achänen sind mit zwei widerhakenbesetzten Grannen ausgestattet, die sich mechanisch im Fell von Säugetieren oder im Gefieder von Vögeln verankern.[1] Dieser Mechanismus ermöglicht den Samen einen Transport über weite Distanzen und begünstigt die Etablierung in neuen Habitaten.[6] Gegenüber Fressfeinden zeigt die Art spezifische Abwehrmechanismen. Trotz gelegentlichem Fraß durch Hirsche ist die Pflanze aufgrund ihrer drahtigen Stängel und der feingliedrigen Blattstruktur weitgehend resistent gegen starke Herbivorie.[3] In gestörten Mikrohabitaten kann *Bidens ferulifolia* jedoch als Wirtspflanze für saugende Insekten wie Blattläuse und Weiße Fliegen fungieren, die den Pflanzensaft nutzen.[6]

Ökologie

Die Bestäubung von *Bidens ferulifolia* erfolgt primär entomophil durch verschiedene Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen. Besonders heimische Solitärbienen und Honigbienen (*Apis mellifera*) werden vom reichhaltigen Nektar- und Pollenangebot der Strahlen- und Röhrenblüten angezogen.[3][1] Die diurnale Blütezeit vom Sommer bis zum Herbst synchronisiert sich mit den Aktivitätsphasen dieser Bestäuber und fördert die Fremdbestäubung der selbstkompatiblen Art.[1] Die Ausbreitung der Samen geschieht vorwiegend durch Zoochorie, da die Achänen mit widerhakigen Grannen versehen sind, die sich im Fell von Tieren oder im Gefieder von Vögeln verhaken. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet besiedelt die Pflanze bevorzugt Uferhabitate wie feuchte Böden an Bächen, Sümpfen, Sickerstellen und Quellen in Höhenlagen zwischen 900 und 2.000 Metern.[4][1] *Bidens ferulifolia* gedeiht auf gut durchlässigen, sandigen oder kiesigen Substraten mit neutralem bis leicht saurem pH-Wert und toleriert nährstoffarme Böden.[4][3] Das faserige Wurzelsystem trägt in Uferzonen zur Bodenstabilisierung bei und mindert Erosion entlang von Wasserläufen.[6][3] Obwohl die Art aufgrund ihrer drahtigen Stängel weitgehend resistent gegen Wildverbiss durch Hirsche ist, dient sie als Wirtspflanze für saftsaugende Insekten wie Blattläuse und Weiße Fliegen.[1][6] Durch die Bereitstellung floraler Ressourcen unterstützt *Bidens ferulifolia* lokale Insektenpopulationen, die wiederum als Nahrungsgrundlage für höhere trophische Ebenen wie räuberische Arthropoden und Vögel dienen.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Bidens ferulifolia wird primär als ökologisch wertvoller Nützling und Zierpflanze klassifiziert, da die nektarreichen Blüten zahlreiche Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen anziehen.[3] In nativen Uferzonen übernimmt die Art durch ihr faseriges Wurzelsystem eine wichtige Funktion beim Erosionsschutz und der Bodenstabilisierung.[6] Ein gewisses Lästlingspotenzial besitzen die Früchte (Achänen), die oft mit zwei widerhakenbesetzten Grannen ausgestattet sind und zur Verbreitung an Tierfell oder Kleidung haften bleiben.[1] Hinsichtlich der Pflanzengesundheit treten Schäden vor allem durch Staunässe auf, die zu Wurzelfäule führen kann. Zudem ist die Pflanze anfällig für Pilzerkrankungen wie Botrytis-Fäule, insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Belüftung. Als Wirtspflanze kann Bidens ferulifolia von Blattläusen und Weißen Fliegen befallen werden, die Pflanzensäfte saugen und Viren übertragen können. Ein Befall lässt sich durch regelmäßiges Monitoring der Blattunterseiten und Triebspitzen frühzeitig erkennen.[6] Präventive Maßnahmen umfassen die Wahl gut drainierter Substrate sowie ausreichende Pflanzabstände von 30 bis 45 cm, um die Luftzirkulation zu gewährleisten.[7] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) wird bei Schädlingsdruck der Einsatz von Nützlingen wie Marienkäfern empfohlen. Ergänzend können bei starkem Befall insektizide Seifen als physikalisch-chemische Maßnahme angewendet werden.[6] Kulturtechnisch fördert das Entspitzen der Triebe (Pinzieren) einen buschigen Wuchs, während ein Ausputzen verblühter Stände aufgrund der selbstreinigenden Eigenschaften meist entfällt.[3] Obwohl die Art in Regionen wie Europa und Australien eingebürgert wurde, gilt sie in den USA außerhalb ihres Ursprungsgebiets nicht als invasiv, da sie dort selten persistente Populationen bildet.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die primäre wirtschaftliche Bedeutung von *Bidens ferulifolia* liegt im globalen Zierpflanzenhandel, wo die Art seit dem 19. Jahrhundert vertrieben wird.[3] Aufgrund ihrer Hitzetoleranz und langen Blütezeit ist sie eine kommerziell relevante Kultur für den Beet- und Balkonpflanzenmarkt.[3][7] Seit den frühen 2000er Jahren werden gezielt Sorten mit kompaktem Wuchs und neuen Farbvarianten gezüchtet, um die Marktfähigkeit zu steigern. Als Nützlingspflanze bietet sie Nektar und Pollen für Bestäuber wie die Honigbiene (*Apis mellifera*) und Schwebfliegen, was die Bestäubungsleistung in gärtnerischen und naturnahen Anlagen fördert.[3] In Uferbereichen wird das faserige Wurzelsystem zur Bodenstabilisierung und Erosionsvermeidung genutzt, was Instandhaltungskosten in renaturierten Gebieten senken kann. Allerdings kann *Bidens ferulifolia* als Wirtspflanze für Blattläuse und Weiße Fliegen dienen, die als Vektoren Pflanzenviren auf benachbarte landwirtschaftliche Kulturen übertragen können. In dichten Beständen ist daher ein Schädlingsmonitoring erforderlich, um eine Ausbreitung auf ökonomisch wertvolle Pflanzen zu verhindern.[6]

Biologie & Lebenszyklus

Bidens ferulifolia ist eine ausdauernde krautige Pflanze (Hemikryptophyt), die in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet mehrjährig wächst, in kühleren Klimazonen jedoch oft als Einjährige kultiviert wird.[1][3] Die Fortpflanzung erfolgt primär sexuell über Samen, wobei die Art selbstkompatibel ist, jedoch Fremdbestäubung durch Insekten bevorzugt.[6] Zu den Bestäubern zählen Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen, die durch den Nektar und Pollen der strahlenförmigen Blütenstände angelockt werden.[3] Die Blütezeit erstreckt sich im nativen Habitat von August bis September, während sie in frostfreien Gebieten oder Kultur vom Frühling bis zum Herbst andauern kann.[1] Nach der Befruchtung bilden sich flache, einsamige Achänen (Cypselae), die häufig mit zwei widerhakenbewehrten Grannen versehen sind.[2] Diese morphologische Anpassung ermöglicht die Zoochorie, indem die Früchte im Fell von Tieren oder Gefieder von Vögeln haften bleiben und so über weite Strecken verbreitet werden.[3] Die Keimung der Samen erfolgt typischerweise im Frühjahr bei feuchten Bedingungen, wobei in Kultur bei Temperaturen um 21 °C eine Keimdauer von 7 bis 14 Tagen beobachtet wird.[1] In geeigneten Klimazonen (USDA-Zonen 8–11) überdauert die Pflanze den Winter mittels Knospen an oder knapp unter der Erdoberfläche und kann ein Alter von drei bis fünf Jahren erreichen.[6][3] Physiologisch zeichnet sich die Art durch eine hohe Hitzetoleranz bis 38 °C aus, ist jedoch frostempfindlich und stirbt bei Temperaturen unter 4 °C oberirdisch ab.[1] Bidens ferulifolia bevorzugt gut durchlässige, sandige bis lehmige Substrate mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 und toleriert nährstoffarme Böden.[5][3] Obwohl sie in Uferzonen und feuchten Mikrohabitaten heimisch ist, entwickelt sie nach der Etablierung durch ihr flaches, faseriges Wurzelsystem eine moderate Trockenheitstoleranz.[6][3] Zu den natürlichen Antagonisten zählen saugende Insekten wie Blattläuse und Weiße Fliegen, die Pflanzensäfte aufnehmen und potenziell Viren übertragen können.[6] Bei Staunässe besteht eine Anfälligkeit für Wurzelfäule, während hohe Luftfeuchtigkeit Pilzinfektionen wie Botrytis begünstigen kann. Gegenüber Herbivoren wie Hirschen zeigt die Pflanze aufgrund ihrer drahtigen Stängel und feinen Belaubung eine gewisse Resistenz.[3]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Bidens ferulifolia* erstreckt sich über den Südwesten der Vereinigten Staaten, insbesondere Arizona, New Mexico und Texas, bis weit nach Mexiko und Guatemala.[1] In diesen Regionen besiedelt die Art vorwiegend Uferzonen und feuchte Standorte entlang von Bächen, Sümpfen sowie an Quellen und Sickerstellen.[3][4] Ergänzend findet sich die Pflanze in offenen Wäldern, an felsigen Hängen und auf gestörten Flächen, wobei sie gut durchlässige, sandige oder kiesige Böden bevorzugt. Die vertikale Verbreitung in den Heimatgebieten liegt typischerweise in montanen Lagen zwischen 900 und 2.000 Metern Höhe.[6][4] Klimatisch ist die Art an warm-gemäßigte bis subtropische Zonen angepasst und toleriert in etablierten Uferbereichen auch trockenere Phasen.[1] Außerhalb des natürlichen Areals wurde *Bidens ferulifolia* durch den internationalen Zierpflanzenhandel, der im 19. Jahrhundert begann, weltweit verbreitet.[2][3] In einigen warm-gemäßigten Regionen konnte sich die Art etablieren, darunter im Mittelmeerraum in Frankreich und Italien sowie in Australien nahe Sydney.[6][3] In den USA treten gelegentliche Verwilderungen aus Kultur in Kalifornien und Florida auf, die jedoch meist keine persistenten Populationen bilden.[1] In Mitteleuropa und Deutschland wird die Goldmarie primär als einjährige Zierpflanze in Gärten und auf Balkonen kultiviert, da sie nicht frosthart ist und Winter im Freiland in der Regel nicht überlebt.[7][3] Die Pflanze gedeiht auf nährstoffarmen Substraten mit neutralem bis leicht saurem pH-Wert, solange keine Staunässe herrscht.[3] In ihren natürlichen Habitaten stabilisiert das faserige Wurzelsystem die Uferböden und trägt zur Verminderung von Erosion entlang von Wasserläufen bei.[6] In Teilen Mexikos und des US-Südwestens ist der natürliche Lebensraum durch landwirtschaftliche Expansion und die Umwandlung von Uferzonen bedroht.[3]

Saisonalität & Aktivität

In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet im Südwesten der USA und Mexiko blüht *Bidens ferulifolia* hauptsächlich von August bis September.[1] In Kultur oder frostfreien Zonen zeigt die Art hingegen eine deutlich verlängerte Aktivitätsphase mit kontinuierlicher Blüte vom Frühling bis in den Herbst oder sogar ganzjährig. Die Pflanzen folgen einem diurnalen Rhythmus, wobei die Blütenköpfe tagsüber geöffnet sind, was zeitlich mit den Flugperioden tagaktiver Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen korreliert.[3] Die physiologische Aktivität ist stark temperaturabhängig; während die Art Hitze bis zu 38 °C toleriert, reagiert sie empfindlich auf Temperaturen unter 4 °C.[1] Botanisch handelt es sich um einen ausdauernden Hemikryptophyten, der in seinem nativen Habitat über Knospen an oder knapp unter der Bodenoberfläche überwintert.[2] In kühleren Regionen (unter USDA-Zone 8) stirbt die Pflanze im Winter oberirdisch ab und wird daher meist als einjährige Sommerblume kultiviert. Die Keimung der Samen erfolgt im Frühjahr bei feuchten Bedingungen und Temperaturen um 21 °C. Das öffentliche Suchinteresse spiegelt diesen saisonalen Verlauf wider und verzeichnet einen deutlichen Anstieg im Mai, was mit der typischen Pflanzzeit in gemäßigten Breiten zusammenfällt.[3]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Germany

    25.06.2025

Daten: iNaturalist

Quellen & Referenzen

  1. https://plants.usda.gov/plant-profile?symbol=BIFE2
  2. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:32316-2
  3. https://www.thegardener.co.za/the-gardener/bb/bidens-ferulifolia-beggartick-pollinators/
  4. http://southwestdesertflora.com/WebsiteFolders/All_Species/Asteraceae/Bidens%20aurea%2C%20Apache%20Beggarticks.html
  5. https://swbiodiversity.org/seinet/taxa/index.php?taxauthid=1&taxon=1328&clid=2530
  6. https://floranorthamerica.org/Bidens_aurea
  7. https://hort.extension.wisc.edu/files/2022/02/Designing-with-Annuals-Dwyer-2022.pdf
  8. Literaturzusammenfassung: Bidens ferulifolia