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Dunkle Erdhummel –Bombus terrestris
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Taxonomie
Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Hautflügler (Hymenoptera)
Familie
Apidae
Gattung
Bombus
Art
Bombus terrestris
Wissenschaftlicher Name
Bombus terrestris (Linnaeus, 1758)
Akzeptierter Name
Community-Analyse
1
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 26.04.2026
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Einleitung
Die Dunkle Erdhummel (*Bombus terrestris*) ist eine eusoziale Art aus der Familie der Echten Bienen (Apidae), deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet weite Teile Europas, Nordafrikas und Westasiens umfasst.[1][2] Aufgrund ihrer hohen Effizienz bei der Vibrationsbestäubung wird die Spezies seit den 1980er Jahren weltweit kommerziell gezüchtet und in Gewächshäusern, insbesondere für Tomatenkulturen, eingesetzt.[2] In Regionen außerhalb ihres natürlichen Areals, wie Südamerika und Japan, gilt sie inzwischen als invasive Art, die durch Konkurrenz und Pathogenübertragung ökologische Risiken für heimische Bestäuber darstellt.[2][1] Taxonomisch gehört sie zur Untergattung *Bombus* sensu stricto und ist morphologisch nur schwer von nah verwandten Arten wie der Hellen Erdhummel (*Bombus lucorum*) zu unterscheiden.[2][3]
Kurze Videos
Aus der Silberkraft Community, aufgenommen mit OpenInsect
Dunkle Erdhummel Bilder und Fotos von echten Sichtungen
9 AufnahmenBiologie & Lebenszyklus
Der Lebenszyklus von *Bombus terrestris* verläuft annuell und beginnt mit dem Erwachen der begatteten Königinnen aus der Diapause zwischen Ende Februar und April. Diese gründen unterirdische Nester, oft in verlassenen Mäusebauten, wo sie Wachszellen errichten und die erste Brut mit einer Mischung aus Nektar und Pollen versorgen. Die Entwicklung verläuft holometabol über die Stadien Ei, Larve und Puppe, wobei die Eier nach drei bis vier Tagen zu beinlosen Larven schlüpfen. Die Larven werden 10 bis 14 Tage lang progressiv gefüttert, wobei Wachstumsrate und Endgröße stark vom Proteingehalt des Pollens abhängen. Nach der Verpuppung in einem Seidenkokon schlüpfen die Imagines nach weiteren 12 bis 14 Tagen; die Gesamtentwicklung dauert bei optimalen Temperaturen von 28–30 °C etwa drei bis fünf Wochen. Die ersten Arbeiterinnen sind deutlich kleiner und übernehmen die Brutpflege sowie das Sammeln, wodurch die Kolonie bis zum Hochsommer auf 200 bis 400 Individuen anwächst. Im Spätsommer wechselt die Kolonie zur Produktion von Geschlechtstieren, den Drohnen und Jungköniginnen. Die Paarung findet außerhalb des Nestes statt, wobei Drohnen spezifische Flugbahnen in Baumwipfelhöhe patrouillieren, um unbegattete Königinnen zu finden. Königinnen paaren sich in der Regel nur einmal und speichern bis zu 600.000 Spermien in ihrer Spermatheka für die Nestgründung im Folgejahr. Während die alte Kolonie im Herbst abstirbt, überwintern die Jungköniginnen in einer sechs- bis neunmonatigen Diapause im Boden. Als polylektische Generalisten nutzen Adulte und Larven diverse Pollenquellen, wobei Larven spezifische Aminosäureprofile für die Entwicklung benötigen.[2] Zur Aufrechterhaltung der Bruttemperatur betreibt die Kolonie soziale Thermoregulation durch Muskelzittern oder Fächeln, um Temperaturen bis zu 20 °C über der Umgebungstemperatur zu erzeugen.[5] Zu den natürlichen Feinden zählen Parasiten wie *Nosema bombi* und *Crithidia bombi*, die die Vitalität der Arbeiterinnen beeinträchtigen. Zudem werden Nester häufig von der Kuckuckshummel *Bombus vestalis* usurpiert, welche die Wirtsbrut tötet, um eigenen Nachwuchs aufziehen zu lassen.[2]
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen