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Zaubergloeckchen Calibrachoa hybrida

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Zaubergloeckchen

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Solanales (Solanales)
Familie Solanaceae
Gattung Calibrachoa
Art Calibrachoa
Wissenschaftlicher Name Calibrachoa Cerv.
Akzeptierter Name

Einleitung

Das **Zauberglöckchen** (*Calibrachoa*) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).[1] Diese Pflanzen sind eng mit Petunien verwandt und zeichnen sich durch ähnliche Zuchtlinien sowie einen kompakten Wuchs mit kleinen Blüten aus.[2] Im späten 20. Jahrhundert wurde die Gattung im Zuge taxonomischer Revisionen und Neuklassifizierungen von verwandten Gruppen abgegrenzt.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Petunia × atkinsiana ist eine Nothospecies, die aus der interspezifischen Kreuzung von *Petunia axillaris* und *Petunia integrifolia* hervorgegangen ist.[5] Die Pflanze besitzt einen diploiden Chromosomensatz (2n=14), der die Ploidie ihrer Vorfahren widerspiegelt und fertile Nachkommen ermöglicht.[1] Genetische Analysen bestätigen, dass es sich um eine Introgressionslinie handelt, deren Genom zu etwa 50 % von *P. axillaris* stammt.[8] Während die Elternarten spezifische Bestäubungssyndrome für Schwärmer oder Bienen aufweisen, ziehen die Blüten der Hybride Bienen und Kolibris an.[1] Von *P. axillaris* erbte die Pflanze einen nachts verstärkten Duft sowie lange Kronröhren, die als Anpassung an nachtaktive Bestäuber dienen.[8] Die Blüten sind nektarreich und prinzipiell zur Selbstbestäubung fähig.[6] In gemäßigten Klimazonen absolviert die Art ihren Lebenszyklus als Einjährige, während sie in frostfreien Regionen (USDA-Zonen 9 bis 11) als kurzlebige Staude wächst.[1] Die Samen benötigen Licht zur Keimung und sprießen unter warmen Bedingungen bei 21 bis 24 °C innerhalb von 7 bis 14 Tagen.[4][6] Die Pflanzen entwickeln klebrige, drüsig behaarte Stängel und erreichen je nach Sorte Wuchshöhen zwischen 15 und 80 cm.[4][1] Die Blütezeit dauert vom Frühling bis zum ersten Frost an, wobei eine einzelne Pflanze unter optimalen Bedingungen bis zu 100 Blüten produzieren kann.[7] Ideale Wachstumsbedingungen herrschen bei Tagestemperaturen von 18 bis 24 °C und Nachttemperaturen von 10 bis 15 °C. Bei Temperaturen über 35 °C kann die Pflanze welken, zeigt jedoch bei ausreichender Bewässerung eine gewisse Hitzetoleranz. Die Art ist frostempfindlich und erleidet bei Temperaturen unter -1 °C Schäden oder stirbt ab.[1] Für die Entwicklung ist ein gut durchlässiger, fruchtbarer Boden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,0 erforderlich.[4] Ein flaches, faseriges Wurzelsystem erfordert regelmäßige Nährstoffzufuhr, idealerweise durch Dünger mit einem hohen Phosphor- und Kaliumanteil (z. B. N-P-K 5-30-20) zur Förderung der Knospenbildung.[4][6] Zu den häufigsten Schädlingen zählen Blattläuse, Spinnmilben und Schnecken, die Blätter deformieren oder beschädigen können.[4] Gelegentlich fressen Raupen an den Knospen, was mit *Bacillus thuringiensis* behandelt werden kann.[1] Bei hoher Luftfeuchtigkeit oder schlechter Luftzirkulation ist die Pflanze anfällig für Echten Mehltau sowie Wurzelfäule durch Staunässe.[10]