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Hainbuche Carpinus betulus

Hainbuche

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Fagales (Fagales)
Familie Betulaceae
Gattung Carpinus
Art Carpinus betulus
Wissenschaftlicher Name Carpinus betulus L.
Akzeptierter Name

Community-Analyse

OpenInsect
1
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 10.04.2026
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Einleitung

Die **Hainbuche** (*Carpinus betulus*) ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae), dessen natürliches Verbreitungsgebiet von Europa bis in den westlichen Iran reicht.[1][2] Die Art erreicht Wuchshöhen von meist 15 bis 25 Metern und zeichnet sich durch eine glatte, graue Rinde sowie eine hohe Schattentoleranz im Unterwuchs von Mischwäldern aus.[3][2] Aufgrund ihrer ausgeprägten Schnittverträglichkeit wird sie häufig als Heckenpflanze kultiviert und bietet als ökologisch wertvolles Gehölz Nahrung und Lebensraum für Vögel und Kleinsäuger.[1][2]

Biologie & Lebenszyklus

Carpinus betulus ist ein monözischer Baum, der getrennte männliche und weibliche Blütenstände auf demselben Individuum ausbildet.[1][2] Die männlichen Kätzchen sind hängend, gelblich-grün und setzen ihre Pollen zwischen April und Mai vor dem Blattaustrieb frei, um die Windbestäubung (Anemophilie) zu optimieren.[3][2] Die weiblichen Kätzchen befinden sich an den Zweigspitzen und besitzen zweilappige Narben, die für das Auffangen von luftgetragenem Pollen angepasst sind.[2] Nach der Befruchtung entwickeln sich gerippte Nüsschen (6–8 mm), die an der Basis von dreilappigen, flügelartigen Hochblättern sitzen und als Samara der Windverbreitung dienen.[5][2] Die Früchte reifen von August bis November und verfärben sich dabei von Grün zu Braun.[7] Die Samen weisen eine physiologische Dormanz auf und benötigen typischerweise eine warme Stratifikationsphase von einem Monat gefolgt von 3–4 Monaten Kältestratifikation, weshalb die Keimung oft erst im zweiten Frühjahr erfolgt.[7][2] Die primäre Ausbreitung erfolgt anemochor über kurze Distanzen von 10–20 Metern, während Nagetiere wie die Gelbhalsmaus (*Apodemus flavicollis*) durch Verstecksammlung zur sekundären Ausbreitung beitragen.[2][4] Die Art wächst langsam mit durchschnittlich 20–60 cm Höhenzuwachs pro Jahr, wobei das Wachstum unter schattigen Bedingungen im Unterwuchs geringer ausfällt.[2] *Carpinus betulus* ist langlebig, wobei historische Kopfweiden (Pollards) ein Alter von bis zu 450 Jahren erreichen können.[4][7] Als schattentolerante Art besiedelt sie oft den Unterwuchs in Mischwäldern und bildet mit Eichen und Buchen stabile Klimaxgesellschaften.[2][1] Der Baum ist winterhart in den USDA-Zonen 4 bis 8 und toleriert Temperaturen bis ca. -34°C, benötigt jedoch ausreichend Bodenfeuchtigkeit.[4][2] *C. betulus* geht Ektomykorrhiza-Symbiosen mit Pilzen wie dem Grünen Knollenblätterpilz (*Amanita phalloides*) ein, was die Nährstoffaufnahme auf nährstoffarmen Böden verbessert.[2] Zu den Mortalitätsfaktoren gehören Wurzelkrankheiten durch *Phytophthora cinnamomi* und *Phytophthora ramorum*, die besonders auf schlecht entwässerten Böden auftreten und zum Absterben führen können.[3][2] Grauhörnchen (*Sciurus carolinensis*) verursachen durch Rindenschälen Schäden an Jungbäumen, während Larven von Motten wie *Xanthotype sospita* an den Blättern fressen.[2]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    19.01.2026

  • Eifelkreis Bitburg-Prüm, DE-RP, Deutschland

    17.01.2026

  • Mülheim-Kärlich, Rheinland-Pfalz, Deutschland

    17.01.2026

  • Deutschland

    15.01.2026

  • Hannover Eilenriede Süd

    12.01.2026

Daten: iNaturalist