Mittleres Risiko
Allergen
Lästling
Kann beißen
Physische Gefahr
Taxonomie
ReichPilze (Fungi)
StammAscomycota (Ascomycota)
KlasseDothideomycetes (Dothideomycetes)
OrdnungCapnodiales (Capnodiales)
FamilieCladosporiaceae
GattungCladosporium
Art
Cladosporium
Wissenschaftlicher NameCladosporium Link, 1816
Akzeptierter Name
Einleitung
*Cladosporium* ist eine artenreiche Gattung dunkel pigmentierter Schimmelpilze (Dematiaceae), die taxonomisch zur Familie der Cladosporiaceae gestellt wird.[1][2] Die weltweit verbreiteten Arten leben überwiegend als Saprotrophe auf verrottendem organischem Material, treten jedoch auch als Pflanzenschädlinge, Endophyten oder opportunistische Krankheitserreger auf. Besondere Bedeutung haben Vertreter der Gattung als häufige Auslöser von Inhalationsallergien sowie als Verursacher von Blattfleckenkrankheiten und Lebensmittelfäule.[3][1] Von morphologisch ähnlichen Gattungen wie *Fusicladium* oder *Pseudocercospora* lässt sich *Cladosporium* durch spezifische, kronenartige Narbenstrukturen an den Konidien abgrenzen.[3]
Schwärzeschimmel Bilder und Fotos von echten Sichtungen
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Biologie & Lebenszyklus
Die Fortpflanzung von *Cladosporium*-Arten erfolgt überwiegend asexuell durch Konidiogenese, bei der Konidien in verzweigten, akropetalen Ketten an spezialisierten Konidiophoren gebildet werden. Sexuelle Stadien (Teleomorphe) sind selten, wurden jedoch phylogenetisch der Gattung *Davidiella* zugeordnet, die Ascomata mit Ascosporen ausbildet. Die Keimung der Sporen erfordert eine Wasseraktivität (a_w) von mindestens 0,85 sowie moderate Temperaturen, wobei das Wachstumsoptimum bei etwa 25 °C liegt. Das Myzel wächst relativ langsam und bildet innerhalb von sieben Tagen bei 25 °C Kolonien mit einem Durchmesser von 1 bis 2 cm. Die vegetativen Hyphen und Konidien sind durch Melanineinlagerungen olivgrün bis braun pigmentiert, was physiologischen Schutz gegen UV-Strahlung bietet. Viele Vertreter wie *Cladosporium cladosporioides* sind psychrophil und xerophil, wodurch sie Temperaturen bis −5 °C und geringe Feuchtigkeit tolerieren können. Bei Trockenheit verfallen die Konidien in eine Dormanz, die ihnen ein langfristiges Überleben bis zur erneuten Verfügbarkeit von Feuchtigkeit ermöglicht.[1] Ernährungsphysiologisch agieren die Pilze primär als Saprotrophe, die organisches Material wie Pflanzenreste, Holz und Lebensmittel zersetzen.[3] Fakultativ besiedeln sie als Endophyten lebendes Pflanzengewebe, beispielsweise in Zitrusfrüchten oder Getreide, ohne dabei zwangsläufig Krankheitssymptome auszulösen.[5] Einige Stämme wirken jedoch als Pflanzenpathogene, die Blattfleckenkrankheiten verursachen, oder produzieren Mykotoxine wie Cladosporin, welche konkurrierende Pilze hemmen. Eine ökologische Besonderheit ist der Hyperparasitismus, bei dem *Cladosporium*-Arten die Sporen von Rostpilzen (*Pucciniales*) enzymatisch abbauen und deren Ausbreitung eindämmen.[1] Darüber hinaus zeigen bestimmte Isolate entomopathogene Eigenschaften und werden zur biologischen Bekämpfung von Insekten wie dem Asiatischen Zitrusblattfloh (*Diaphorina citri*) erforscht.[7] In feuchten Umgebungen können die Hyphen in gemischten mikrobiellen Gemeinschaften Biofilme bilden, die die Adhäsion und Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressfaktoren erhöhen.[1]
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Deutschland
24.08.2025
Deutschland
25.02.2024
Dresden
25.04.2026
Bad Mergentheim
07.01.2026
Deutschland
26.04.2008
Daten: iNaturalist
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Cladosporium cladosporioides Stamm mit starker Pathogenität gegenüber Diaphorina citri und dessen Anwendung
(2021)
Relevanz:6/10
Zusammenfassung
Hier wird ein Cladosporium-Stamm als Insektizid (Biokontrolle) eingesetzt. Der Pilz infiziert und tötet den Asiatischen Zitrusblattfloh (Diaphorina citri). Das Patent nutzt die Pathogenität von Cladosporium gegen Insekten, beschreibt aber keine Bekämpfung des Pilzes selbst.
CN-112195108-ABiologicalAnmeldung
Cladosporium cladosporioides Stamm MS2 und dessen Anwendung
Institute OF Microbiology Guangxi Academy OF Agricultural Sciences (2020)
Relevanz:6/10
Zusammenfassung
Das Patent beschreibt den neuen Pilzstamm Cladosporium cladosporioides MS2. Dieser Stamm wird nicht bekämpft, sondern als nützliches Agens eingesetzt, um das Pflanzenwachstum bei Tomaten zu fördern und die bakterielle Welke zu verhindern. Er kolonisiert die Wurzeln und stärkt die Widerstandskraft der Pflanze. Die Innovation liegt in der Nutzung des Pilzes als biologisches Stärkungsmittel.
CN-111705004-ABiologicalAnmeldung
Herstellung und Regenerationsverfahren von Protoplasten des Biokontrollpilzes Acremonium cladosporium gegen Wurzelgallennematoden
Tianjin Institute OF Plant Prot (2020)
Relevanz:5/10
Zusammenfassung
Das Patent beschreibt eine labortechnische Methode zur Herstellung von Protoplasten aus dem Pilz Acremonium cladosporium. Dieser Pilz dient als biologisches Bekämpfungsmittel gegen Wurzelgallennematoden. Die Innovation betrifft die Optimierung der Zucht und genetischen Manipulation dieses Nützlings, nicht dessen Bekämpfung.
CN-104610177-AChemicalUnbekannt
Herstellung und Anwendung von Triazolon-Verbindungen
University of Zhejiang Shuren (2015)
Relevanz:10/10
Zusammenfassung
Die Erfindung betrifft neue chemische Verbindungen aus der Gruppe der Triazolone. Diese zeigen eine starke fungizide Wirkung und werden spezifisch zur Bekämpfung von Cladosporium cucumerinum (Gurkenkrätze) sowie anderen Pilzkrankheiten eingesetzt. Es ist ein klassisches chemisches Pflanzenschutzmittel.
US-9850281-B2BiologicalErteilt
Cladosporium-Peptide
Circassia Ltd. (2013)
Relevanz:7/10
Zusammenfassung
Das Patent identifiziert spezifische Peptidsequenzen aus Cladosporium-Schimmelpilzen. Diese werden zur Immuntherapie (Impfung/Desensibilisierung) bei Menschen eingesetzt, die allergisch auf diesen Pilz reagieren. Es ist eine medizinische Methode zur Bekämpfung der gesundheitlichen Auswirkungen des Pilzes.