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Lexikon-Eintrag

Schafzecke Dermacentor marginatus

Schafzecke
Lästling

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung Zecken (Ixodida)
Familie Ixodidae
Gattung Dermacentor
Art Dermacentor marginatus
Wissenschaftlicher Name Dermacentor marginatus Sulzer, 1776
Akzeptierter Name

Einleitung

Die Schafzecke (*Dermacentor marginatus*) ist eine Art aus der Familie der Schildzecken (Ixodidae)[Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. *D. marginatus* ist ein blutsaugender Parasit, der vor allem Säugetiere befällt[PDF: schafzecke-dermacentor-marginatus]. Eine Verwechslung ist mit der Roten Vogelmilbe (*Dermanyssus gallinae*) möglich[PDF: schafzecke-dermacentor-marginatus].

Fakten (kompakt)

- Die Schafzecke (*Dermacentor marginatus*) gehört zur Ordnung Ixodida (Zecken)[Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. - Die Familie der Ixodidae, zu der die Schafzecke gehört, wird im Deutschen als Schildzecken bezeichnet[Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)]. - Die Gattung *Dermacentor*, zu der *D. marginatus* gehört, wird im Deutschen als Buntzecken bezeichnet[Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)].

Name & Einordnung

Die Schafzecke, wissenschaftlich als *Dermacentor marginatus* bezeichnet, wurde erstmals 1776 von Sulzer beschrieben. Der Gattungsname *Dermacentor* bedeutet übersetzt "Hautstecher". Im Deutschen trägt die Art den Trivialnamen Schafzecke.[2] Innerhalb der Zecken wird *D. marginatus* der Familie Ixodidae, den Schildzecken, zugeordnet. Die Gattung *Dermacentor* wird im Deutschen als Buntzecken bezeichnet.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die achtbeinigen Nymphen der Schafzecke (*Dermacentor marginatus*) sind etwa 1,6 Millimeter lang und 0,9 Millimeter breit. In diesem Stadium bedeckt das Scutum ungefähr ein Drittel der Körperoberseite. Bei weiblichen Schafzecken ist das rundliche Rückenschild (Scutum) circa zwei Millimeter lang und breit. Die Gesamtlänge von *Dermacentor marginatus* variiert je nach Sättigungsgrad der Tiere und kann bei vollgesaugten Individuen etwa einen Zentimeter erreichen. Männliche Schafzecken sind etwas kleiner als die Weibchen. Ihr Schild ist eiförmig. Die Männchen vieler *Dermacentor*-Arten, einschließlich der Schafzecke, weisen oft eine bunte Färbung auf der Rückenseite auf. Bei der Schafzecke zeigen die Männchen auf der Körperoberseite meist eine emailleartige, bläuliche Färbung. Die Rote Vogelmilbe (*Dermanyssus gallinae*) kann leicht mit der Schafzecke verwechselt werden.[1]

Beschreibung

Die Schafzecke, wissenschaftlich als *Dermacentor marginatus* bekannt, gehört zur Familie der Schildzecken (Ixodidae). Diese Zeckenart zeichnet sich durch ihre Anpassung an trockene und warme Lebensräume aus und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. *Dermacentor marginatus* ist ein blutsaugender Parasit, der verschiedene Wirte befällt, wobei die adulten Zecken bevorzugt größere Säugetiere wie Schafe, Hunde und Menschen befallen, während Larven und Nymphen sich auf kleinere Säugetiere wie Maulwürfe und Nagetiere spezialisieren. Das Erscheinungsbild der Schafzecke variiert je nach Geschlecht und Entwicklungsstadium. Männchen weisen oft eine auffällige, emailleartige, bläuliche Färbung auf der Körperoberseite auf, was sie von den Weibchen unterscheidet. Die Nymphen sind mit etwa 1,6 Millimetern Länge und 0,9 Millimetern Breite deutlich kleiner als die adulten Zecken. Das Scutum, ein schildartiges Gebilde auf dem Rücken, bedeckt bei den Nymphen etwa ein Drittel der Körperoberfläche, während es bei den Weibchen etwa die Hälfte einnimmt. Die Schafzecke ist relativ kältetolerant und zeigt Aktivität im frühen Frühjahr sowie im Herbst. Sie bevorzugt sonnige Hänge, Trockenrasen und verbuschte Wiesen, kann aber auch in Laubwäldern vorkommen. Die Lebensweise als Parasit erfordert eine enge Anpassung an die jeweiligen Wirte und Umweltbedingungen, was sich in der Morphologie und im Verhalten der Zecken widerspiegelt. Innerhalb der Gattung *Dermacentor* gibt es weltweit etwa 30 Arten, die alle als blutsaugende Parasiten leben. In Mitteleuropa kommt neben der Schafzecke auch die Auwaldzecke (*Dermacentor reticulatus*) vor. Die Unterscheidung der Arten kann anhand von morphologischen Merkmalen und Färbung erfolgen. Die Schafzecke wurde erstmals 1776 von Sulzer beschrieben.[1]

Ökologie

Die Schafzecke (*Dermacentor marginatus*) lebt in Mitteleuropa vor allem in relativ trockenen und warmen Gebieten. Häufig ist sie auf sonnigen Hängen, Trockenrasen oder verbuschten Wiesen zu finden.[1] Sekundär hat *D. marginatus* allerdings auch Laubwälder besiedelt. In den wärmeren Gebieten Europas ist die Schafzecke neben dem Holzbock (*Ixodes ricinus*) die häufigste Zeckenart. Ausgewachsene Schafzecken schmarotzen an großen und mittelgroßen Säugetieren. Häufig werden Schafe, Hunde und der Mensch befallen. Larven und Nymphen der Schafzecke parasitieren ausschließlich an kleinen Säugetieren wie dem Maulwurf oder verschiedenen Nagetieren. Die geschlechtsreifen Zecken sind vor allem im frühen Frühjahr, sowie im Herbst aktiv. Sie sind relativ kältetolerant und erscheinen bald nach der Schneeschmelze.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Eine zielgerichtete Bekämpfung der Schafzecke (*Dermacentor marginatus*) ist nicht möglich.[1] Um sich vor den Bissen von *D. marginatus* zu schützen, sollte man Körper und Kleidung vor allem nach einem Aufenthalt auf Wiesen und in lichten Laubwäldern gründlich nach Schafzecken und Holzböcken (*Ixodes ricinus*) absuchen. Die Schafzecke kann Tularämie (Francisella tularensis), Rocky Mountain-Fleckfieber (Rickettsia rickettsi), sibirisches Zeckenbissfieber (Rickettsia conori, Rickettsia sibirica oder Rickettsia australis), Q-Fieber (Rickettsia burneti), Rinderanaplasmose und Hundebabesiose (Babesia canis) übertragen.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

*Dermacentor marginatus*, die Schafzecke, kann als Parasit wirtschaftliche Schäden verursachen, insbesondere in der Landwirtschaft, da sie Schafe, Hunde und auch Menschen befällt. Durch den Befall mit Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen werden, was zu gesundheitlichen Problemen bei den befallenen Tieren und Menschen führen kann. Die Übertragung von Krankheitserregern wie *Francisella tularensis* (Tularämie), *Rickettsia rickettsi* (Rocky Mountain-Fleckfieber), *Rickettsia conori*, *Rickettsia sibirica* oder *Rickettsia australis* (sibirisches Zeckenbissfieber), *Coxiella burnetii* (Q-Fieber), *Anaplasma* (Rinderanaplasmose) und *Babesia canis* (Hundebabesiose) stellt ein erhebliches wirtschaftliches Risiko dar, da erkrankte Tiere behandelt werden müssen oder im schlimmsten Fall sterben. Dies kann zu Produktionsausfällen und finanziellen Verlusten für Landwirte führen.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die *Dermacentor marginatus*, auch bekannt als Schafzecke, durchläuft verschiedene Entwicklungsstadien in ihrem Lebenszyklus. Dieser beginnt mit dem Ei, aus dem sich eine Larve entwickelt. Die Larven parasitieren ausschließlich an kleinen Säugetieren wie Maulwürfen oder Nagetieren. Nach der Larvenphase folgt das Nymphenstadium, welches ebenfalls blutsaugend ist. Die achtbeinigen Nymphen sind etwa 1,6 Millimeter lang und 0,9 Millimeter breit. Im Nymphenstadium nimmt das Scutum ungefähr ein Drittel der Körperoberseite ein. Die adulten Zecken schmarotzen an großen und mittelgroßen Säugetieren, wobei Schafe, Hunde und Menschen häufig befallen werden.[1] Die Gesamtlänge von *D. marginatus* ist vom Sättigungsgrad der Tiere abhängig und kann bei vollgesaugten Individuen etwa einen Zentimeter erreichen. Männliche Schafzecken bleiben etwas kleiner als die Weibchen. Bei weiblichen Schafzecken ist das rundliche Rückenschild etwa zwei Millimeter lang und breit. Männchen weisen oft eine emailleartige, bläuliche Färbung auf der Körperoberseite auf. Geschlechtsreife Zecken sind vor allem im frühen Frühjahr und im Herbst aktiv. Sie sind relativ kältetolerant und erscheinen bald nach der Schneeschmelze.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Die Schafzecke (*Dermacentor marginatus*) ist vor allem in relativ trockenen und warmen Gebieten Mitteleuropas verbreitet. Häufig findet man sie an sonnigen Hängen, auf Trockenrasen oder in verbuschten Wiesen.[1] Sekundär hat *D. marginatus* aber auch Laubwälder besiedelt. In den wärmeren Regionen Europas ist die Schafzecke neben dem Holzbock (*Ixodes ricinus*) eine der häufigsten Zeckenarten. Ausgewachsene Schafzecken befallen vor allem große und mittelgroße Säugetiere. Schafe, Hunde und Menschen werden häufig als Wirte genutzt. Larven und Nymphen der Schafzecke parasitieren ausschließlich kleine Säugetiere wie Maulwürfe oder Nagetiere. Geschlechtsreife Zecken sind vor allem im frühen Frühjahr und im Herbst aktiv. Sie sind relativ kältetolerant und erscheinen bald nach der Schneeschmelze.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die geschlechtsreifen Zecken von *Dermacentor marginatus* sind vor allem im frühen Frühjahr sowie im Herbst aktiv. Sie sind relativ kältetolerant und erscheinen bald nach der Schneeschmelze. In Mitteleuropa leben Schafzecken vor allem in relativ trockenen und warmen Gebieten. Häufig kommen sie auf sonnigen Hängen, Trockenrasen oder verbuschten Wiesen vor.[1] Sekundär hat *D. marginatus* allerdings auch Laubwälder besiedelt.[1] Suchdaten deuten auf ein erhöhtes öffentliches Interesse an der Schafzecke im August und Oktober hin, mit einem geringen Interesse im Januar und Februar.[3]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • HafenCity, 20 Hamburg, Deutschland

    22.10.2025

  • Freising, Bayern, Deutschland

    14.10.2025

  • Deutschland

    03.09.2025

  • Kaub, Deutschland

    02.09.2025

  • Deutschland

    29.08.2025

Daten: iNaturalist

Quellen & Referenzen

  1. PDF: schafzecke-dermacentor-marginatus
  2. https://www.gbif.org/species/2183411
  3. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  4. Taxonomie-Daten (Struktur/Übersetzungen)