Zu Inhalt springen
Kostenloser Versand ab 29€
Versand 1-2 Tage
4.44 · 245.512+ Kunden
Lexikon-Eintrag

Drachenbaum Dracaena fragrans

Drachenbaum

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Liliopsida (Liliopsida)
Ordnung Asparagales (Asparagales)
Familie Asparagaceae
Gattung Dracaena
Art Dracaena fragrans
Wissenschaftlicher Name Dracaena fragrans (L.) Ker Gawl.
Akzeptierter Name

Einleitung

*Dracaena fragrans*, bekannt als Drachenbaum, ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Die Art ist in den Tropen Afrikas heimisch. Aufgrund ihrer langen, gebogenen Blätter, die an Mais erinnern, wird sie auch Maispflanze genannt.[1]

Community-Analyse

OpenInsect
12
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 21.06.2026
Werde Teil der Community
Lade ein Foto hoch und hilf uns, Arten zu erfassen.

Fakten (kompakt)

- *Dracaena fragrans* kann in Innenräumen eine Höhe von 1,8 bis 3 Metern erreichen, während sie in freier Wildbahn bis zu 15 Meter hoch werden kann. - Die Blüten von *Dracaena fragrans* sind klein, weiß und duftend, besonders nachts. - Nach der Blüte bildet die Pflanze orange-rote Beeren, obwohl die Blüte in Kultur selten vorkommt. - *Dracaena fragrans* wurde 1762 von Carl Linnaeus erstmals als *Aletris fragrans* beschrieben. - John Bellenden Ker Gawler klassifizierte sie 1808 in die Gattung *Dracaena* um. - Synonyme für *Dracaena fragrans* umfassen *Aletris fragrans* L., *Dracoena fragrans* (L.) Ker Gawl., *Cordyline fragrans* (L.) Planch. und *Pleomele fragrans* (L.) Salisb..[5] - Weitere gebräuchliche Synonyme sind *Dracaena deremensis* Engl. und *Sansevieria fragrans* (L.) Jacq..[5] - Im Gartenbau wird sie aufgrund ihres widerstandsfähigen und erhebenden Aussehens oft als Glückspflanze oder Glücksbambus bezeichnet, insbesondere bei Sorten wie 'Massangeana'. - In ihrer afrikanischen Heimat wird sie regional auch als Wald-Dracaena bezeichnet. - Die Art ist durch den Handel weltweit verbreitet und hat sich in Teilen der Karibik, Mittelamerikas und auf pazifischen Inseln eingebürgert. - Dort dient sie in geeigneten Klimazonen als Landschaftselement, Hecke oder Sichtschutz. - Neben der Ästhetik hat sie traditionelle Anwendungen in der Medizin und als Faserquelle, ist aber für Haustiere giftig, wenn sie gefressen wird.[5]

Name & Einordnung

Die Art *Dracaena fragrans* ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Gattung *Dracaena* innerhalb der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Sie wurde erstmals 1762 von Carl Linnaeus als *Aletris fragrans* beschrieben. John Bellenden Ker Gawler klassifizierte sie 1808 in die Gattung *Dracaena* um. Der Gattungsname *Dracaena* leitet sich vom altgriechischen Wort 'drakaina' ab, was 'weiblicher Drache' bedeutet. Dies bezieht sich auf den roten, harzigen Saft der Pflanze, der bei Verletzung der Stängel oder Blätter wie Drachenblut aussieht. Das Artepitheton *fragrans* stammt aus dem Lateinischen und bedeutet 'duftend'. Es spielt auf den starken, süßen Duft der Blüten an, der besonders nachts wahrnehmbar ist. Synonyme für *Dracaena fragrans* sind unter anderem das Basionym *Aletris fragrans* L., *Dracoena fragrans* (L.) Ker Gawl., *Cordyline fragrans* (L.) Planch. und *Pleomele fragrans* (L.) Salisb.[1] Weitere Synonyme sind *Dracaena deremensis* Engl. und *Sansevieria fragrans* (L.) Jacq. Im Deutschen ist *Dracaena fragrans* als Drachenbaum bekannt. Zu den gebräuchlichen englischen Namen gehören corn plant, cornstalk dracaena, fragrant dracaena und false palm. Im Gartenbau wird sie oft als Happy Plant oder Fortune Plant bezeichnet, insbesondere die Sorte 'Massangeana'. In ihrer afrikanischen Heimat wird sie regional auch als Forest Dracaena bezeichnet.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Dracaena fragrans*, auch bekannt als Drachenbaum, ist ein langsam wachsender, immergrüner Strauch oder kleiner Baum, der in den Tropen Afrikas heimisch ist. In Innenräumen erreicht die Pflanze typischerweise eine Höhe von 1,8 bis 3 Metern, während sie in freier Wildbahn bis zu 15 Meter hoch werden kann. Die Pflanze hat aufrechte, holzige Stämme, die sich im Jugendstadium meist nicht verzweigen, aber mit zunehmendem Alter spärlich verzweigt oder mehrstämmig werden können. Die robusten, braunen Stämme haben einen Durchmesser von etwa 5 cm und tragen eine Krone aus Blättern. Mit zunehmendem Alter nimmt die Pflanze eine rohrstockartige Form an, wobei die unteren Stammteile durch den natürlichen Blattfall von unten nach oben kahl werden. Die Blätter von *Dracaena fragrans* sind lang und bogenförmig, mit einer linearen bis lanzettlichen Form, paralleler Nervatur und gewellten Rändern. Sie messen typischerweise 45–90 cm in der Länge und 5–10 cm in der Breite und haben eine glänzende, ledrige Textur. Die Blätter entspringen der Stammspitze und sind spiralförmig angeordnet, wodurch eine dichte Rosette entsteht, wobei jüngere Blätter aufrecht stehen und ältere Blätter anmutig herabhängen, wenn sie sich verlängern. Die typische Form der Art weist eine einheitlich glänzend grüne Färbung auf.[1] Es gibt aber auch Zuchtformen mit auffälligen Farbvariationen, wie z. B. die Sorte 'Massangeana', die einen breiten, zentralen Streifen in Cremegelb oder Lindgrün aufweist, der von tieferen grünen Rändern entlang der Länge jedes Blattes flankiert wird. Die Blüten von *Dracaena fragrans* sind klein, bisexuell und stark duftend, mit einem jasminartigen Duft, der besonders nachts auffällt. Sie haben einen Durchmesser von etwa 2,5 cm und bestehen aus drei Kelchblättern, drei Blütenblättern, die eine sechsspaltige Krone bilden, und sechs Staubblättern. Die Blüten gehen aus rosa Knospen hervor und öffnen sich weiß mit einer feinen zentralen roten oder violetten Linie. Die Blütenstände sind endständige Rispen, die bis zu 1 m lang werden können und typischerweise an älteren Pflanzen erscheinen. Nach der Bestäubung bildet die Pflanze orange-rote Beeren als Früchte, die etwa 1–2 cm Durchmesser haben und 1–3 Samen enthalten; diese Früchte werden jedoch bei kultivierten Zimmerpflanzen selten beobachtet.[1]

Beschreibung

*Dracaena fragrans*, bekannt als Drachenbaum, ist ein langsam wachsender, immergrüner Strauch oder kleiner Baum, der in den tropischen Regionen Afrikas beheimatet ist und zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) gehört. Im Freien kann *Dracaena fragrans* eine Höhe von bis zu 6 Metern erreichen, wobei einige Exemplare unter optimalen Bedingungen sogar 15 Meter oder mehr erreichen können. In Innenräumen bleibt das Wachstum jedoch aufgrund von Platz- und Umweltbeschränkungen auf etwa 1,5 bis 2 Meter begrenzt. Die Pflanze zeichnet sich durch aufrechte, holzige Stämme aus, die in der Jugend meist unverzweigt sind, aber mit zunehmendem Alter spärlich verzweigt oder mehrstämmig werden können. Die robusten, hellbraunen Stämme haben einen Durchmesser von etwa 5 cm und tragen eine Krone aus Laub. Mit zunehmendem Alter nimmt die Pflanze eine rohrstockartige Form an, wobei die unteren Stammteile durch den natürlichen Blattfall von unten nach oben kahl werden. Die Blätter von *Dracaena fragrans* sind lang und bogenförmig, mit einer linealen bis lanzettlichen Form, paralleler Nervatur und gewellten Rändern. Sie sind typischerweise 45–90 cm lang und 5–10 cm breit, mit einer glänzenden, ledrigen Textur. Die Blätter entspringen der Stammspitze und sind spiralförmig angeordnet, wodurch eine dichte Rosette entsteht, wobei jüngere Blätter aufrecht stehen und ältere Blätter anmutig herabhängen, während sie sich verlängern.[1] Die typische Form der Art weist eine einheitlich glänzend grüne Farbe auf, aber es gibt auch Kultursorten mit auffälligen Variationen, wie z. B. die beliebte Sorte 'Massangeana', die einen breiten, zentralen Streifen in Cremeweiß oder Lindgrün aufweist, der von tiefergrünen Rändern entlang der Blattlänge flankiert wird.[1] Die ledrige Textur und die glänzende Oberfläche der Blätter ermöglichen es *D. fragrans*, in Innenräumen mit wenig Licht zu gedeihen, wo das Laub das verfügbare Licht effizient für die Photosynthese nutzt. Der Blütenstand von *Dracaena fragrans* besteht aus einer endständigen Rispe, die bis zu 1 m lang werden kann und typischerweise an älteren Pflanzen erscheint. Die kleinen, zwittrigen Blüten haben einen Durchmesser von etwa 2,5 cm und bestehen aus 3 Kelchblättern, 3 Blütenblättern, die eine sechsspaltige Krone bilden, und 6 verwachsenblättrigen Staubblättern; sie erscheinen aus rosafarbenen Knospen und öffnen sich weiß mit einer feinen zentralen roten oder violetten Linie. Diese Blüten sind stark duftend und verströmen besonders nachts einen jasminartigen Duft, der dem Artepitheton *fragrans* seinen Namen gab. Nach der Bestäubung bildet die Pflanze orangerote Beeren als Früchte, die etwa 1–2 cm Durchmesser haben und 1–3 Samen enthalten; diese Früchte werden jedoch bei kultivierten Zimmerpflanzen selten beobachtet. *Dracaena fragrans* kommt in tropischen Gebieten Afrikas vor, von Sudan und Äthiopien im Nordosten bis nach Mosambik und Angola im Süden und bis zur Elfenbeinküste im Westen. Diese Verbreitung umfasst verschiedene Hoch- und Tieflandgebiete innerhalb des saisonal trockenen tropischen Bioms, was die Anpassungsfähigkeit der Art an verschiedene afrikanische Landschaften widerspiegelt.[1] Außerhalb ihres natürlichen Kontinents wurde *D. fragrans* als Zierpflanze weit verbreitet und hat sich an mehreren tropischen und subtropischen Standorten eingebürgert, darunter im Süden Floridas in den Vereinigten Staaten, auf den Hawaii-Inseln, in Teilen Südostasiens wie Malaysia und Indonesien sowie im Norden Australiens. Diese Etablierungen sind oft das Ergebnis von verwilderten Kulturen in geeigneten Klimazonen, die es der Art ermöglichen, außerhalb menschlichen Einflusses zu überleben und sich zu vermehren.[1]

Verhalten

Informationen zum Verhalten von *Dracaena fragrans* sind in den vorliegenden Quellen nicht enthalten. Daher kann keine entsprechende Beschreibung erfolgen.

Ökologie

*Dracaena fragrans* ist in tropischen Afrika beheimatet, wo sie in einer Vielzahl von Umgebungen vorkommt, darunter feuchte Wälder, Waldränder, Waldlichtungen, Savannen und Flussufer. Sie gedeiht in gut durchlässigen Böden und toleriert Bedingungen von Schatten bis Halbschatten und wächst oft als Unterholzstrauch oder kleiner Baum in saisonal trockenen tropischen Biomen. Die Pflanze weist bemerkenswerte Umweltanpassungen auf, darunter Dürretoleranz, die durch ihre dicken, ledrigen Blätter ermöglicht wird, die den Wasserverlust reduzieren. Als Pionierart besiedelt sie gestörte Standorte wie Straßenränder, verlassene Gebiete und Waldränder und trägt so zur Bodenstabilisierung und Erosionskontrolle bei, insbesondere entlang von Uferzonen. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet unterstützt *Dracaena fragrans* die lokale Artenvielfalt, indem sie Vögeln und Insekten Lebensraum und Unterschlupf bietet, während ihre orangeroten Beeren als Nahrungsquelle für Vogelarten dienen und so die Samenverbreitung unterstützen. Außerhalb ihres natürlichen Lebensraums hat sie sich in einigen feuchten tropischen Regionen, wie Kuba und Brasilien, eingebürgert und ist dort potenziell invasiv, wo sie in gestörten und bewaldeten Gebieten mit einheimischer Vegetation konkurriert.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

*Dracaena fragrans*, auch bekannt als Drachenbaum, ist im Allgemeinen kein Schädling im herkömmlichen Sinne, sondern kann bei Verzehr toxisch für Haustiere und Menschen sein. Die Pflanze enthält Saponine, die bei Einnahme zu Reizungen führen können. Bei Haustieren wie Hunden und Katzen kann der Verzehr von *Dracaena fragrans* zu Erbrechen (manchmal mit Blut), übermäßigem Speicheln, Appetitlosigkeit, Depressionen und erweiterten Pupillen bei Katzen führen. Menschen können nach dem Verzehr größerer Mengen unter Reizungen im Mund und Rachen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall leiden. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann bei empfindlichen Personen zu Dermatitis führen. Um Vergiftungsfälle zu vermeiden, sollte *Dracaena fragrans* außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufgestellt werden, beispielsweise auf erhöhten Flächen, in hängenden Behältern oder in geschlossenen Räumen. Im Falle einer vermuteten Einnahme sollte der Mund mit Wasser ausgespült und kleine Mengen Milch oder Wasser verabreicht werden, um die Reizung zu lindern. Das Auslösen von Erbrechen sollte nur unter tierärztlicher Aufsicht bei Tieren oder durch einen Giftnotrufexperten bei Menschen erfolgen. Bei Bedarf kann eine unterstützende Behandlung wie die Verabreichung von intravenösen Flüssigkeiten bei Dehydration erforderlich sein. Es wird empfohlen, sich umgehend an eine Giftnotrufzentrale oder einen Tierarzt zu wenden.[4] Obwohl *Dracaena fragrans* selbst keine direkten Schäden anrichtet, können verschiedene Schädlinge die Pflanze befallen, insbesondere bei Innenraumbepflanzung. Zu den häufigsten Schädlingen gehören Spinnmilben, Schildläuse, Wollläuse und Thripse. Ein Befall kann sich durch gelbe oder braune Blätter, klebrige Rückstände oder sichtbare Insekten auf der Pflanze äußern. Um einem Befall vorzubeugen, sollte die Luftfeuchtigkeit erhöht, die Blätter regelmäßig abgewischt und bei Bedarf Insektizidseife aufgetragen werden. Braune Blattspitzen können auch durch niedrige Luftfeuchtigkeit, unregelmäßiges Gießen oder Fluoridbelastung verursacht werden. Gelbe Blätter deuten oft auf Überwässerung oder schlechte Drainage hin.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

*Dracaena fragrans* wird weltweit als Zierpflanze kultiviert, was zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig geführt hat. Die Pflanze ist aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit und attraktiven Erscheinung eine beliebte Zimmerpflanze in gemäßigten Regionen. Verschiedene Kultursorten wie 'Massangeana' mit gelb gestreiften Blättern und 'Lindenii' mit roten Rändern erhöhen ihre Attraktivität für die Innenraumgestaltung und Luftreinigung. Die Beliebtheit von *Dracaena fragrans* in der Innenraumbegrünung trägt zur Wirtschaftlichkeit von Gärtnereien und Gartencentern bei. Der Anbau und Verkauf von *Dracaena fragrans* und ihren Kultursorten generiert Einkommen für Züchter, Händler und Einzelhändler. Obwohl *Dracaena fragrans* im Allgemeinen als widerstandsfähig gilt, kann sie von Schädlingen wie Spinnmilben, Schildläusen, Wollläusen und Thripsen befallen werden. Der Befall mit diesen Schädlingen kann zu einer verminderten ästhetischen Qualität und einem geringeren Verkaufswert der Pflanzen führen. Die Bekämpfung dieser Schädlinge erfordert möglicherweise den Einsatz von Insektiziden oder anderen Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, was zusätzliche Kosten für die Züchter verursacht. Braune Blattspitzen, die durch Fluoridempfindlichkeit, niedrige Luftfeuchtigkeit oder ungleichmäßige Bewässerung verursacht werden, können ebenfalls die Qualität und den Marktwert von *Dracaena fragrans* beeinträchtigen.[3]

Biologie & Lebenszyklus

*Dracaena fragrans*, auch bekannt als Duftender Drachenbaum, ist ein langsam wachsender, immergrüner Strauch oder kleiner Baum, der in den tropischen Regionen Afrikas beheimatet ist.[1] In seiner natürlichen Umgebung findet man *D. fragrans* in verschiedenen Habitaten wie feuchten Wäldern, Waldrändern, Lichtungen, Savannen und Flussufern. Diese Art bevorzugt gut durchlässige Böden und toleriert unterschiedliche Lichtverhältnisse, von schattig bis halbschattig. Oft wächst sie als Unterholzstrauch oder kleiner Baum in saisonal trockenen, tropischen Biomen. Die Fortpflanzung von *Dracaena fragrans* erfolgt hauptsächlich vegetativ, da die Blüte und Fruchtbildung in Kulturbedingungen selten vorkommen. Die vegetative Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Stammstecklinge. Dabei werden gesunde, reife Stämme in etwa 10–15 cm lange Stücke geschnitten, wobei jedes Stück mindestens einen Knoten enthalten sollte. Diese Stecklinge können entweder in Wasser oder in einem feuchten, gut durchlässigen Medium wie Perlit, Vermiculit oder einem Torf-Perlit-Gemisch bewurzelt werden. Die Bewurzelung erfolgt am besten im Frühjahr oder Sommer, während der aktiven Wachstumsphase der Pflanze. Neue Wurzeln und Triebe erscheinen in der Regel innerhalb von 4–8 Wochen. Eine weitere Methode der vegetativen Vermehrung ist die Luftschichtung, bei der Wurzeln an einem Stamm entwickelt werden, während dieser noch mit der Mutterpflanze verbunden ist. Diese Methode minimiert Stress und erhöht die Erfolgsrate im Vergleich zu direkten Stecklingen. Die Blüten von *Dracaena fragrans* sind klein, zwittrig und stark duftend, insbesondere nachts. Sie bilden eine endständige Rispe, die bis zu 1 m lang werden kann. Nach der Bestäubung entwickelt die Pflanze orange-rote Beeren mit einem Durchmesser von etwa 1–2 cm, die 1–3 Samen enthalten. Die Verbreitung der Samen erfolgt möglicherweise durch Vögel, die die Beeren fressen. *Dracaena fragrans* zeigt bemerkenswerte Umweltanpassungen, einschließlich Dürretoleranz, die durch ihre dicken, ledrigen Blätter ermöglicht wird, welche den Wasserverlust reduzieren. Als Pionierpflanze besiedelt sie gestörte Standorte wie Straßenränder, Brachflächen und Waldränder und trägt so zur Bodenstabilisierung und Erosionskontrolle bei. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet unterstützt *Dracaena fragrans* die lokale Artenvielfalt, indem sie Vögeln und Insekten Lebensraum und Unterschlupf bietet.[1]

Vorkommen & Lebensraum

*Dracaena fragrans*, auch bekannt als Duftdrachenbaum, stammt ursprünglich aus dem tropischen Afrika. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Sudan und Äthiopien im Nordosten bis nach Mosambik und Angola im Süden sowie westwärts bis zur Elfenbeinküste. Dort besiedelt die Art unterschiedliche Standorte in saisonal trockenen, tropischen Gebieten. Dazu gehören feuchte Wälder, Waldränder, Lichtungen, Savannen und Flussufer. *Dracaena fragrans* bevorzugt gut durchlässige Böden und toleriert sowohl schattige als auch halbsonnige Standorte. In diesen Habitaten wächst sie oft als Unterholzstrauch oder kleiner Baum. Außerhalb Afrikas wurde *Dracaena fragrans* als Zierpflanze eingeführt und hat sich in verschiedenen tropischen und subtropischen Regionen eingebürgert. Dazu gehören der Süden Floridas in den Vereinigten Staaten, die Hawaii-Inseln, Teile Südostasiens wie Malaysia und Indonesien sowie das nördliche Australien. Diese Etablierung ist oft auf die Ausbreitung aus Kulturbeständen in geeigneten Klimazonen zurückzuführen, wodurch die Art außerhalb menschlicher Obhut überdauern und sich vermehren kann. Die historische Verbreitung von *Dracaena fragrans* in Regionen außerhalb Afrikas wird hauptsächlich menschlichen Aktivitäten zugeschrieben, einschließlich Handel und Zierpflanzenbau.[1] Die frühesten europäischen botanischen Aufzeichnungen der Art stammen aus dem späten 18. Jahrhundert, nach ihrer Erstbeschreibung durch Carl Linnaeus im Jahr 1762 und der formellen Veröffentlichung im Jahr 1808. In einigen feuchten Tropengebieten, wie Kuba und Brasilien, ist sie eingebürgert und potenziell invasiv, wo sie in gestörten und bewaldeten Gebieten mit einheimischer Vegetation konkurriert.[1]

Saisonalität & Aktivität

Als immergrüne Pflanze zeigt *Dracaena fragrans* keine ausgeprägte Saisonalität im Wachstum, obwohl die Aktivität durch Temperatur und Lichtverhältnisse beeinflusst wird. In Innenräumen, wo die Bedingungen relativ stabil sind, kann das Wachstum das ganze Jahr über erfolgen, wobei es im Frühjahr und Sommer tendenziell stärker ist. Dies liegt daran, dass die Pflanze in der aktiven Wachstumsphase von Frühling bis Sommer eine konsequent feuchte Erde benötigt, während die Häufigkeit im Winter reduziert werden sollte. Die Blüte, die in der Kultivierung selten vorkommt, kann bei reifen Pflanzen auftreten. Die stark duftenden Blüten verströmen besonders nachts einen jasminartigen Duft. Die Suchinteressen-Daten zeigen, dass das öffentliche Interesse an *Dracaena fragrans*, insbesondere in Deutschland, tendenziell im März und April seinen Höhepunkt erreicht, was mit der typischen Saison für Zimmerpflanzenpflege und -erneuerung zusammenhängt. Das geringste Suchinteresse besteht im November und Dezember.[1]

Quellen & Referenzen

  1. https://www.cabidigitallibrary.org/doi/full/10.1079/cabicompendium.19898
  2. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:534207-1
  3. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/dracaena-fragrans/
  4. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10467095/
  5. Literaturzusammenfassung: Dracaena fragrans