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Lexikon-Eintrag

Großer Frostspanner Erannis defoliaria

Großer Frostspanner
Lästling

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie Geometridae
Gattung Erannis
Art Erannis defoliaria
Wissenschaftlicher Name Erannis defoliaria (Clerck, 1759)
Akzeptierter Name

Einleitung

Der Große Frostspanner (*Erannis defoliaria*) ist eine Schmetterlingsart aus der Familie der Spanner (Geometridae). Die Larven des Großen Frostspanners sind sehr polyphag und ernähren sich von den Blättern und Knospen verschiedener Laubbäume, wodurch sie als Pflanzenschädlinge gelten können.[1] Zur gezielten Bekämpfung von *E. defoliaria* können Pheromonzusammensetzungen eingesetzt werden, die synthetische Sexuallockstoffe der Weibchen imitieren, um die Männchen anzulocken.[2]

Community-Analyse

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3
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Zuletzt am 08.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Pheromonzusammensetzung zur Bekämpfung von *Erannis defoliaria* enthält 3*Z*,6*Z*,9*Z*-Nonadecatrien und *cis*-6,7-Epoxy-3*Z*,9*Z*-nonadecadien, welche die Sexuallockstoffe der Weibchen imitieren. - Die Pheromonzusammensetzungen können sowohl zum Monitoring mittels Fallen als auch zur direkten Populationskontrolle durch die Verwirrungstechnik (Mating Disruption) genutzt werden. - In Feldversuchen mit Pheromonen wurde eine extrem hohe Fangleistung im Vergleich zu Kontrollfallen ohne Pheromone festgestellt. - Die Bekämpfung mit Pheromonen kann mit Insektiziden kombiniert werden, um die angelockten Schädlinge direkt abzutöten.[4] - Die Raupen des Großen Frostspanners seilen sich Ende Juni mit einem Spinndrüsenfaden zum Verpuppen in die Streuschicht ab. - Die Larven des Großen Frostspanners sind sehr polyphag und ernähren sich von Blättern und Knospen verschiedener Laubbäume wie Eiche, Buche oder Hainbuche. - Auch Obstbäume werden von den Larven befallen.[1]

Name & Einordnung

Der Große Frostspanner trägt den wissenschaftlichen Namen *Erannis defoliaria* (Clerck, 1759). Die Art gehört zur Familie der Spanner (Geometridae).[3] Die Falter der Art *E. defoliaria* schlüpfen in der Regel von Ende September bis Anfang Oktober. Die Weibchen sind flügellos. Die flugfähigen Männchen werden von einem Sexualpheromon angelockt, das von den Weibchen abgegeben wird.[3] Dieses Pheromon besteht hauptsächlich aus 3*Z*,6*Z*,9*Z*-Nonadecatrien und *cis*-6,7-Epoxy-3*Z*,9*Z*-nonadecadien.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Falter von *Erannis defoliaria* weisen einen deutlichen Sexualdimorphismus auf. Die Flügel der Männchen sind variabel gefärbt. Die Weibchen hingegen sind flügellos und haben einen gelb-schwarz gescheckten Körper. Ihre Körperlänge beträgt etwa 14 Millimeter. Auffällig sind die langen und kräftigen Beine der Weibchen, die ihnen beim Klettern helfen. Die Eier des Großen Frostspanners sind direkt nach der Ablage blassgelb, später rosa bis rot-orange gefärbt. Die Raupen haben eine bräunliche Grundfärbung. Kurz vor der Verpuppung erreichen sie eine Länge von maximal 35 Millimeter. Die Larven sind wie die Falter recht variabel gefärbt.[1]

Beschreibung

Der Große Frostspanner, wissenschaftlich als *Erannis defoliaria* bekannt, ist ein Schmetterling aus der Familie der Spanner (Geometridae). Die Art zeichnet sich durch eine deutliche Variabilität in der Färbung der männlichen Falter aus, während die Weibchen flügellos sind und einen gelb-schwarz gescheckten Körper besitzen. Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von etwa 14 Millimetern und sind durch ihre kräftigen Beine auffällig, die ihnen beim Klettern helfen. Die Eier von *Erannis defoliaria* sind unmittelbar nach der Ablage blassgelb, verändern ihre Farbe jedoch später zu rosa bis rot-orange. Die Raupen weisen eine bräunliche Grundfärbung auf und erreichen kurz vor der Verpuppung eine Länge von bis zu 35 Millimetern. Wie die Falter zeigen auch die Larven eine bemerkenswerte Farbvariabilität. Die Raupen bewegen sich auf eine charakteristische Weise fort, indem sie ihren Körper zu einem "Katzenbuckel" formen, was typisch für Spannerraupen ist. Die Falter schlüpfen in der Regel von Ende September bis Anfang Oktober und sind hauptsächlich in den Monaten Oktober und November aktiv. Die flugunfähigen Weibchen klettern an Baumstämmen, Mauern oder Baumpfählen empor und locken die Männchen mit einem Sexualpheromon an. Dieses Pheromon besteht aus einer spezifischen Zusammensetzung von 3Z,6Z,9Z-Nonadecatrien und cis-6,7-Epoxy-3Z,9Z-nonadecadien, welche die männlichen Falter selektiv anzieht. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier im Kronenbereich verschiedener Laubbäume an Zweige, Knospen und Rinde ab. Die Jungraupen schlüpfen meist im April des Folgejahres und beginnen sofort mit dem Fraß an Knospen und Blättern. Die Raupen von *Erannis defoliaria* sind sehr polyphag und ernähren sich von den Blättern und Knospen verschiedener Laubbäume wie Eiche, Buche oder Hainbuche, aber auch von Obstbäumen. Das Raupenstadium dauert etwa zweieinhalb Monate, bevor sich die Raupen Ende Juni mit Hilfe eines Spinndrüsenfadens zum Verpuppen in die Streuschicht des Erdbodens abseilen. *Erannis defoliaria* kann zusammen mit anderen Schädlingen wie dem Kleinen Frostspanner (*Operophtera brumata*) oder dem Eichenprozessionsspinner (*Thaumetopoea processionea*) durch Kahlfraß größere Schäden anrichten und sogar zum Absterben von Bäumen führen. Besonders in Obstplantagen können diese Schmetterlinge erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen.[3]

Verhalten

Die Weibchen des Großen Frostspanners sind flugunfähig und kriechen mit ihren kräftigen Beinen an Baumstämmen, Mauern oder Baumpfählen empor. Sie locken die flugfähigen Männchen mit einem Sexualpheromon an. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier im Kronenbereich von Laubbäumen an Zweige, Knospen und Rinde ab. Die Raupen des Großen Frostspanners seilen sich Ende Juni mit einem Spinndrüsenfaden zum Verpuppen in die Streuschicht ab.[1] Die Pheromonzusammensetzung zur Bekämpfung von *Erannis defoliaria* besteht aus 3Z,6Z,9Z-Nonadecatrien und cis-6,7-Epoxy-3Z,9Z-nonadecadien, welche die Sexuallockstoffe der Weibchen imitieren und männliche Falter anziehen. Diese Methode kann zur Populationskontrolle durch Verwirrungstechnik oder zum Monitoring mittels Fallen genutzt werden.[2]

Ökologie

Die Raupen von *Erannis defoliaria* sind sehr polyphag und ernähren sich von Blättern und Knospen verschiedener Laubbäume wie Eiche, Buche oder Hainbuche. Auch Obstbäume werden von den Larven befallen. Die Weibchen des Großen Frostspanners locken die Männchen mit einem Sexualpheromon an.[1] Dieses Pheromon besteht hauptsächlich aus 3*Z*,6*Z*,9*Z*-Nonadecatrien und *cis*-6,7-Epoxy-3*Z*,9*Z*-nonadecadien.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Große Frostspanner (*Erannis defoliaria*) gilt als typischer Pflanzenschädling, der in Kombination mit anderen Schädlingen wie dem Kleinen Frostspanner (*Operophtera brumata*), dem Eichenprozessionsspinner (*Thaumetopoea processionea*) oder dem Schwammspinner (*Lymantria dispar*) durch wiederholten Kahlfraß zum Absterben von Bäumen führen kann. Besonders in Obstplantagen können diese Schmetterlinge große wirtschaftliche Schäden verursachen. Um die Eiablage der flugunfähigen Weibchen in den Baumkronen zu verhindern, wird empfohlen, Bäume und Baumpfähle bis Mitte September mit Leimringen zu sichern. Zur Bekämpfung der Raupen können verschiedene Insektizide im Frühjahr zu Beginn der Laubentwicklung in die Baumkronen ausgebracht werden. Geeignet sind beispielsweise Bt-Präparate, die ein Toxin des Bodenbakteriums *Bacillus thuringiensis* enthalten.[3] Eine spezifische Pheromonzusammensetzung zur gezielten Bekämpfung von *E. defoliaria* enthält 3Z,6Z,9Z-Nonadecatrien und cis-6,7-Epoxy-3Z,9Z-nonadecadien. Diese synthetischen Lockstoffe imitieren die Sexuallockstoffe der Weibchen und ziehen selektiv männliche Falter an, was sowohl zum Monitoring mittels Fallen als auch zur direkten Populationskontrolle durch die Verwirrungstechnik genutzt werden kann. Die Kombination mit Insektiziden ist ebenfalls möglich, um die angelockten Schädlinge direkt abzutöten.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Große Frostspanner (*Erannis defoliaria*) ist ein typischer Pflanzenschädling, der in der Lage ist, zusammen mit anderen Schädlingen wie dem Kleinen Frostspanner (*Operophtera brumata*), dem Eichenprozessionsspinner (*Thaumetopoea processionea*) oder dem Schwammspinner (*Lymantria dispar*) durch wiederholten Kahlfraß selbst größere Bäume zum Absterben zu bringen. Besonders große wirtschaftliche Schäden können diese Schadschmetterlinge in Obstplantagen anrichten.[1] Um die Falter zu bekämpfen, werden Pheromonzusammensetzungen eingesetzt, die 3Z,6Z,9Z-Nonadecatrien und cis-6,7-Epoxy-3Z,9Z-nonadecadien enthalten. Diese synthetischen Lockstoffe imitieren die Sexuallockstoffe der Weibchen und ziehen selektiv männliche Falter an. Die Methode kann sowohl zum Monitoring mittels Fallen als auch zur direkten Populationskontrolle durch die Verwirrungstechnik (Mating Disruption) genutzt werden. In Feldversuchen zeigte sich eine extrem hohe Fangleistung im Vergleich zu Kontrollfallen ohne Pheromone. Zusätzlich ist die Kombination mit Insektiziden möglich, um die angelockten Schädlinge direkt abzutöten.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Falter von *Erannis defoliaria* schlüpfen in der Regel von Ende September bis Anfang Oktober. Hauptsächlich sind sie in den Monaten Oktober und November aktiv. Die Weibchen sind flügellos und kriechen mit ihren kräftigen Beinen an Baumstämmen, Mauern oder Baumpfählen empor. Dort locken sie mit einem Sexualpheromon die flugfähigen Männchen an.[3] Dieses Pheromon besteht hauptsächlich aus 3*Z*,6*Z*,9*Z*-Nonadecatrien und *cis*-6,7-Epoxy-3*Z*,9*Z*-nonadecadien.[2] Nach der Paarung legt das Weibchen seine Eier im Kronenbereich von Laubbäumen an Zweige, Knospen und Rinde ab. Die Eier sind direkt nach der Eiablage blassgelb, nehmen später aber eine rosa bis rot-orange Färbung an. Die Jungraupen schlüpfen meist im April des Folgejahres. Sie beginnen sofort, an Knospen und Blättern zu fressen. Die Raupen haben eine bräunliche Grundfärbung und erreichen kurz vor der Verpuppung eine Länge von maximal 35 Millimetern. Das Raupenstadium dauert etwa zweieinhalb Monate. Die Larven von *Erannis defoliaria* sind sehr polyphag. Sie ernähren sich von Blättern und Knospen verschiedener Laubbäume wie Eiche, Buche oder Hainbuche, aber auch von Obstbäumen. Ende Juni seilen sich die Raupen mit einem Spinndrüsenfaden zum Erdboden ab, um sich in der Streuschicht zu verpuppen. Die Raupen machen bei der Fortbewegung einen "Katzenbuckel". Wie die Falter, sind auch die Larven recht variabel gefärbt.[3]

Vorkommen & Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet des Großen Frostspanners (*Erannis defoliaria*) erstreckt sich von Westeuropa bis nach Ostasien. Die Art kommt auch auf Island und den Britischen Inseln vor. Die Falter schlüpfen in der Regel von Ende September bis Anfang Oktober und sind vor allem in den Monaten Oktober und November aktiv. Die Weibchen sind flugunfähig und kriechen mit Hilfe ihrer kräftigen Beine an Baumstämmen, Mauern oder Baumpfählen empor. Dort locken sie mit einem Sexualpheromon die flugfähigen Männchen an. Nach der Paarung legt das Weibchen seine Eier im Kronenbereich verschiedener Laubbäume an Zweige, Knospen und Rinde ab. Die Jungraupen schlüpfen meist im April des Folgejahres und beginnen sofort, an Knospen und Blättern zu fressen. Das Raupenstadium dauert etwa zweieinhalb Monate. Ende Juni seilen sich die Raupen mit einem Spinndrüsenfaden zum Erdboden ab, um sich in der Streuschicht zu verpuppen. Die Raupen sind sehr polyphag und ernähren sich von Blättern und Knospen verschiedener Laubbäume wie Eiche, Buche oder Hainbuche. Auch Obstbäume werden von den Larven befallen.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die Falter von *Erannis defoliaria* schlüpfen in der Regel von Ende September bis Anfang Oktober und sind vor allem in den Monaten Oktober und November aktiv. Die Weibchen sind flugunfähig und kriechen mit Hilfe ihrer kräftigen Beine an Baumstämmen, Mauern oder Baumpfählen empor. Dort locken sie mit einem Sexualpheromon die flugaktiven Männchen an. Die Paarung findet also in dieser Zeit statt. Die Weibchen legen ihre Eier im Kronenbereich von Laubbäumen an Zweige, Knospen und Rinde ab. Die Jungraupen schlüpfen meist im April des Folgejahres. Sie beginnen sofort, an Knospen und Blättern zu fressen. Das Raupenstadium dauert etwa zweieinhalb Monate. Ende Juni seilen sich die Raupen mit einem Spinndrüsenfaden ab, um sich in der Streuschicht zu verpuppen.[1] Das öffentliche Interesse an dem Großen Frostspanner ist im Mai am höchsten, während es im Januar am geringsten ist.

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Germany

    29.12.2025

  • Nordrhein-Westfalen, Deutschland

    21.12.2025

  • Deutschland

    21.12.2025

  • Bremen-East, 28 Bremen-Oberneuland, Germany

    21.12.2025

  • Бремен, Бремен, Deutschland

    20.12.2025

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

DE-4022604-A1 Pheromone Unbekannt

Pheromonzusammensetzungen zur Bekämpfung von Erannis defoliaria enthaltend 3,6,9-Nonadecatrien und/oder 6,7-Epoxy-3,9-nonadecadien

Basf AG (1990)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Dieses Patent beschreibt eine spezifische Pheromonzusammensetzung zur gezielten Bekämpfung des Großen Frostspanners (Erannis defoliaria). Die wirksamen Hauptkomponenten sind 3Z,6Z,9Z-Nonadecatrien und cis-6,7-Epoxy-3Z,9Z-nonadecadien, die bevorzugt in einem bestimmten Mischungsverhältnis eingesetzt werden. Diese synthetischen Lockstoffe imitieren die Sexuallockstoffe der Weibchen und ziehen selektiv männliche Falter an. Die Methode kann sowohl zum Monitoring mittels Fallen als auch zur direkten Populationskontrolle durch die Verwirrungstechnik (Mating Disruption) genutzt werden. In Feldversuchen zeigte sich eine extrem hohe Fangleistung im Vergleich zu Kontrollfallen ohne Pheromone. Zusätzlich ist die Kombination mit Insektiziden möglich, um die angelockten Schädlinge direkt abzutöten.

Quellen & Referenzen

  1. PDF: grosser-frostspanner-erannis-defoliaria
  2. https://patents.google.com/patent/DE4022604A1/en
  3. https://www.gbif.org/species/1956599
  4. DE-4022604-A1