*Fragaria vesca*, gemeinhin als Walderdbeere bekannt, ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist in den gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre heimisch.[1] Die Walderdbeere wird seit dem 14. Jahrhundert in Europa kultiviert, vor allem wegen ihrer aromatischen Früchte. Diese sind kleiner, aber geschmackvoller als die von kommerziellen Erdbeersorten.[1]
Erdbeeren Bilder und Fotos von echten Sichtungen
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Biologie & Lebenszyklus
*Fragaria vesca*, auch bekannt als Wald-Erdbeere, ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die sowohl sexuell als auch asexuell durch Stolonen reproduziert. Asexuelle Vermehrung ist aufgrund der ausgiebigen Stolonenproduktion in natürlichen Populationen oft dominant. Die zwittrigen Blüten sind selbstfertil, aber Fremdbestäubung kommt häufig vor und wird bevorzugt. In der Regel findet eine Fremdbestäubung in etwa 25 % der Samenproduktion unter natürlichen Bedingungen statt. Die Bestäubung wird hauptsächlich durch Insekten gefördert, die von der offenen Blütenstruktur und den Nektarien angezogen werden. Die Fruchtbildung erfolgt typischerweise im Frühjahr und Sommer nach der Blüte, wobei jede Beere zahlreiche Achenen (die eigentlichen Samen) trägt, die jeweils einen einzelnen Samen enthalten. Asexuelle Vermehrung erfolgt durch Stolonen, lange horizontale Stängel, die an den Knoten wurzeln und genetisch identische Tochterpflanzen bilden, was eine schnelle klonale Ausbreitung ermöglicht. Apomixis, die Produktion von Samen ohne Befruchtung, ist selten und wurde nur in bestimmten ausgekreuzten Kreuzungen beobachtet, nicht als ein üblicher Mechanismus in wilden Populationen.[1] Als ausdauernde Pflanze mit polykarpischer Wuchsform blüht *F. vesca* mehrmals während ihrer Lebensspanne, typischerweise von April bis Juni in der nördlichen Hemisphäre, obwohl einige Genotypen ein immerblühendes Verhalten mit wiederholten Blühzyklen zeigen.[1] Die Samen von *F. vesca* weisen eine physiologische Dormanz auf, die eine Kälte-Stratifizierung bei niedrigen Temperaturen für 30 Tage oder länger erfordert, um die Keimung zu fördern, die durch Lichteinwirkung weiter verstärkt wird. Keimfähige Samen können unter geeigneten Bedingungen bis zu 5 Jahre im Boden überdauern.[1] Die Vermehrung von *F. vesca* reagiert empfindlich auf die Tageslänge, wobei die meisten Genotypen als Kurztagpflanzen reagieren, die die Blüte unter Photoperioden von weniger als 14 Stunden einleiten, während es tagneutrale Mutanten gibt, die unabhängig von der Tageslänge blühen, was zu immerblühenden Eigenschaften beiträgt. Die Art dient als Wirt für bestimmte Insekten. Die Ausbreitung erfolgt über Samen, die von Vögeln und Säugetieren gefressen werden. *Fragaria vesca* bildet zudem eine Symbiose mit arbuskulären Mykorrhiza-Pilzen, um die Nährstoffaufnahme zu verbessern. Fungal pathogens, including anthracnose (*Colletotrichum* spp.), powdery mildew, and *Botrytis cinerea*, pose significant risks, particularly in humid conditions, though its clonal propagation via runners confers resilience to localized damage.[1] Die chemischen Verbindungen Triazol-Derivate und Spiro-Derivate werden zur Bekämpfung von *Botrytis cinerea* (Grauschimmel) an Erdbeeren eingesetzt.[4]
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Deutschland
20.01.2026
Fürstenfeldbruck, Bayern, Germany
18.01.2026
Fürstenfeldbruck, Bayern, Germany
18.01.2026
Niedersachsen, Deutschland
17.01.2026
Küstenlandschaft Dänischer Wohld, Schwedeneck, Schleswig-Holstein, Deutschland
17.01.2026
Daten: iNaturalist
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Wissenschaftliche Forschung & Patente
EP-0019133-A2ChemicalUnbekannt
Fungizide Mittel, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Fungizide
Bayer AG (1980)
Relevanz:8/10
Zusammenfassung
Die Erfindung betrifft chemische Verbindungen (Triazol-Derivate) zur Verwendung als selektive Fungizide. Das Patent hebt spezifisch die besonders gute Wirksamkeit gegen Botrytis cinerea (Grauschimmel) an Erdbeeren (Fragaria) hervor. Es ist hochrelevant für den Pflanzenschutz im Erdbeeranbau.
EP-0003520-A1ChemicalUnbekannt
Spiro-Derivate von 3-(3,5-Dihalogenphenyl)-oxazolidin-2,4-dionen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Fungizide
Bayer AG (1979)
Relevanz:8/10
Zusammenfassung
Dieses Patent beschreibt die Herstellung und Verwendung von Spiro-Derivaten als Pflanzenschutzmittel. Die Wirkstoffe zeigen besonderen Erfolg bei der Bekämpfung von Botrytis-Arten. Die Anwendung gegen den Erreger des Grauschimmels an Erdbeeren wird explizit als Hauptanwendungsgebiet genannt.