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Lexikon-Eintrag
Franzosenkraut Galinsoga parviflora
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Taxonomie
Reich
Pflanzen (Plantae)
Stamm
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung
Asterales (Asterales)
Familie
Asteraceae
Gattung
Galinsoga
Art
Galinsoga parviflora
Wissenschaftlicher Name
Galinsoga parviflora Cav.
Akzeptierter Name
Einleitung
*Galinsoga parviflora* ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (*Asteraceae*), deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet in Mittel- und Südamerika liegt.[1] Die Art hat sich weltweit in gemäßigten und tropischen Regionen als invasives Unkraut etabliert, das bevorzugt auf gestörten, nährstoffreichen Böden und in landwirtschaftlichen Kulturen auftritt.[1][2] Häufig wird sie mit der verwandten Art *Galinsoga quadriradiata* verwechselt, unterscheidet sich jedoch durch ihre weitgehend kahlen bis spärlich behaarten Stängel und stumpfe Pappusschuppen ohne Grannen.[2][3]
Franzosenkraut Bilder und Fotos von echten Sichtungen
8 AufnahmenBiologie & Lebenszyklus
Galinsoga parviflora ist eine extrem schnellwüchsige, einjährige krautige Pflanze, die ihren gesamten Lebenszyklus unter günstigen Bedingungen in etwa 40 Tagen vollenden kann. Aufgrund dieser raschen Entwicklung sind mehrere Generationen innerhalb einer einzigen Vegetationsperiode vom zeitigen Frühjahr bis zum ersten Frost möglich.[2] Die Keimung der Samen erfolgt optimal bei Temperaturen zwischen 16 und 30 °C und ist lichtabhängig, weshalb die Keimlinge nur an der Bodenoberfläche oder aus Tiefen von maximal einem Zentimeter auflaufen.[1] Die Blütezeit beginnt bereits 24 bis 60 Tage nach dem Auflaufen und setzt sich kontinuierlich bis in den Herbst fort.[2] Fortpflanzungsbiologisch ist die Art selbstkompatibel und nutzt vorwiegend Selbstbestäubung (Autogamie), wobei auch eine Fremdbestäubung durch Insekten wie Fliegen und Bienen stattfindet. Eine einzelne Pflanze produziert durchschnittlich 5.000 bis 10.000 Achänen, wobei große Exemplare bis zu 400.000 Samen hervorbringen können.[2] Die Samen reifen sehr schnell und werden bereits vier bis sechs Tage nach der Blüte durch Wind (Anemochorie) oder mechanische Vektoren verbreitet.[1] Im Boden bleiben die Samen weniger als drei Jahre keimfähig, keimen jedoch bei Bodenstörungen rasch wieder aus.[2] Physiologisch ist das Franzosenkraut sehr frostempfindlich und stirbt bei den ersten Minustemperaturen ab. Die Pflanze stellt hohe Ansprüche an das Substrat und bevorzugt fruchtbare, feuchte Lehmböden mit hohem Gehalt an Stickstoff, Phosphor und Kalium.[1] Ökologisch interagiert G. parviflora als Wirtspflanze für diverse Schädlinge wie Blattläuse, Weiße Fliegen und Wurzelgallennematoden.[1] Zudem fungiert sie als Reservoir für Pflanzenviren, darunter das Gurkenmosaikvirus und das Tomatenbronzefleckenvirus.[2] Über Wurzelausscheidungen entfaltet die Art eine allelopathische Wirkung, die das Wachstum benachbarter Pflanzen wie Luzerne hemmen kann.[1]
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen