Das **Currykraut** (*Helichrysum italicum*), auch als Immortelle bekannt, ist ein ausdauernder, aromatischer Halbstrauch aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), der im Mittelmeerraum beheimatet ist.[1][2] Die Pflanze zeichnet sich durch silbergraues Laub sowie leuchtend gelbe Blütenstände aus und verströmt einen intensiven Geruch, der an Currygewürz erinnert, wobei sie kulinarisch nicht als direkter Ersatz für echte Curryblätter gilt.[1][3] Aufgrund ihrer ätherischen Öle und antioxidativen Eigenschaften wird die Art traditionell in der Heilkunde, als Gewürz sowie zunehmend in der kosmetischen Industrie genutzt.[1][4]
Currykraut Bilder und Fotos von echten Sichtungen
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Biologie & Lebenszyklus
Helichrysum italicum ist ein ausdauernder Halbstrauch, der Wuchshöhen von 20 bis 70 cm erreicht und eine verholzte Basis mit buschigem Habitus ausbildet.[1][3] Die Pflanze besitzt schmale, lineare Blätter, die dicht mit weißen, filzigen Haaren bedeckt sind, was die Transpiration reduziert und eine hohe Trockentoleranz (Xerophytie) gewährleistet. In den Sommermonaten, typischerweise von Juni bis August, bildet die Art endständige Cluster aus kleinen, leuchtend gelben Blütenköpfen (Capitula) aus.[3] Die Fortpflanzung erfolgt entomophil, wobei die Blüten Insektenbestäuber wie Bienen anlocken und zur Biodiversität in Maquis-Ökosystemen beitragen.[5][1] Die generative Vermehrung geschieht über Samen, deren Keimung bei Temperaturen von 18 bis 24 °C etwa 10 bis 21 Tage in Anspruch nimmt.[3] Vegetativ kann sich die Pflanze durch Stecklinge regenerieren, die unter geeigneten Bedingungen innerhalb von drei bis vier Wochen bewurzeln.[1] Helichrysum italicum geht symbiotische Assoziationen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, in oligotrophen Böden verbessern. Physiologisch ist die Art an mediterrane Klimate angepasst und toleriert Wintertemperaturen bis etwa -10 °C, reagiert jedoch empfindlich auf langanhaltenden Frost unter -5 °C. Neben xerophytischen Anpassungen weist die Pflanze halophytische Eigenschaften auf, die ein Wachstum auf salzhaltigen Substraten ermöglichen.[3] Die Pflanze produziert aromatische Terpene und ätherische Öle, die als chemische Abwehr gegen Herbivoren dienen, weshalb sie von Weidetieren wie Ziegen und Schafen kaum gefressen wird.[1] Auch gegenüber gängigen Invertebraten wie Blattläusen und Spinnmilben zeigt sich Helichrysum italicum aufgrund dieser Inhaltsstoffe weitgehend resistent.[6] Ein relevanter Mortalitätsfaktor, insbesondere in Kultur, ist Wurzelfäule durch Pilzpathogene wie Pythium, die vor allem in staunassen Böden auftritt. Als Teil feuerangepasster Ökosysteme beteiligt sich die Art zudem an der Regenerationsdynamik nach Bränden.[3]
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Dolgesheim, Rhineland-Palatinate, Deutschland
27.06.2025
Neustadt, Gymnasium, 23730 Neustadt in Holstein, Deutschland
22.09.2024
Deutschland
16.07.2024
Daten: iNaturalist
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Wissenschaftliche Forschung & Patente
CN-107823023-AChemicalUnbekannt
Eine Art natürlicher Pflanzenextrakt-Zusammensetzung und ihre Anwendung in Kosmetika
LI Dongmei (2017)
Relevanz:7/10
Zusammenfassung
Die Erfindung betrifft ein natürliches Konservierungsmittel für Kosmetika, bestehend aus Cashewnuss-Extrakt, Wildsoja und Helichrysum italicum. Diese Kombination soll synthetische Konservierungsstoffe ersetzen und antibakteriell wirken, ohne die Haut zu reizen. Helichrysum wird hier funktional als antimikrobieller Bestandteil eingesetzt.
KR-101173412-B1BiologicalErteilt
Kosmetische Zusammensetzung zur Vorbeugung von Hautfalten mit mikrobiell fermentiertem Extrakt der Helichrysum Italicum Blüte
Coreana Cosmetics Company Ltd. (2011)
Relevanz:9/10
Zusammenfassung
Hier wird ein spezifisches Verfahren zur Fermentation von organischem Helichrysum mittels Saccharomyces cerevisiae beschrieben. Das Ziel ist die Gewinnung niedermolekularer Peptide, die eine bessere Löslichkeit und Hautaufnahme bieten. Die Innovation liegt in der biotechnologischen Aufbereitung der Pflanze zur effektiven Faltenbekämpfung. Es ist hochrelevant, da Helichrysum der Hauptwirkstoff ist.
FR-2965729-A1ChemicalUnbekannt
Kosmetische oder dermo-kosmetische Zusammensetzung zur Behandlung von Hautirritationen mit Helichrysum italicum und Glycyrrhetinsäure-Derivaten
Phasilab (2010)
Relevanz:8/10
Zusammenfassung
Beschrieben wird eine synergistische Kombination aus Helichrysum italicum und einem Derivat der Glycyrrhetinsäure (aus Süßholz). Diese Mischung wird spezifisch zur Beruhigung von Hautirritationen eingesetzt. Die Innovation liegt in der chemischen/biologischen Kombination dieser zwei spezifischen Wirkstoffe zur Steigerung der hautberuhigenden Effekte.
KR-20110023257-ABiologicalUnbekannt
Kosmetische Zusammensetzung zur Förderung der Hautregeneration mit fermentiertem Extrakt aus Helichrysum italicum und Gelée Royale
Amorepacific Corporation (2009)
Relevanz:8/10
Zusammenfassung
Dieses Patent beschreibt eine kosmetische Zusammensetzung, die speziell fermentierte Extrakte der Helichrysum italicum Blüte in Kombination mit Gelée Royale nutzt. Durch die Fermentation mittels Lactobacillus wird die Wirksamkeit zur Hautregeneration und Feuchtigkeitsversorgung gesteigert. Die Formulierung zielt darauf ab, aktiven Sauerstoff zu entfernen und die Hautstruktur zu verbessern. Es handelt sich um eine spezifische Anwendung der Pflanze in der modernen Kosmetik.
US-7666454-B2BiologicalErteilt
Kosmetische Zusammensetzung enthaltend ein aus Helichrysum italicum extrahiertes ätherisches Öl
Occitane L (2004)
Relevanz:9/10
Zusammenfassung
Das Patent schützt eine Anti-Falten-Zusammensetzung, die auf einem gereinigten ätherischen Öl aus den Blütenköpfen von Helichrysum italicum basiert. Es beschreibt die spezifische Extraktion und Anwendung dieses Öls zur Glättung der Haut. Die Pflanze steht hier als alleiniger Hauptwirkstoff im Mittelpunkt der Erfindung.