Fakten (kompakt)
- *Kalotermes flavicollis* ist eine Art der Ordnung [Blattodea](/pages/lexikon/schaben) ([Schaben](/pages/lexikon/deutsche-schabe)) und gehört zur Familie der Kalotermitidae (Holztermiten). - Die Art wird der Gattung *Kalotermes* zugeordnet. - *Kalotermes flavicollis* wurde erstmals 1793 von Fabricius beschrieben. - Im Deutschen werden die Taxa der Familie Kalotermitidae als Holztermiten bezeichnet. - Die Art *Kalotermes flavicollis* ist akzeptiert.[3]
Die wissenschaftliche Bezeichnung der Art lautet *Kalotermes flavicollis* (Fabricius, 1793).[3] Im deutschsprachigen Raum ist sie unter dem Trivialnamen Gelbhalstermite bekannt.[2] Systematisch wird die Spezies der Familie der Kalotermitidae zugeordnet, welche im Deutschen als Holztermiten bezeichnet werden. Die Art gehört zur Gattung *Kalotermes*.[3] In der Praxis der Schädlingsbekämpfung wird *Kalotermes flavicollis* als Holzschädling klassifiziert.[2]
Die Geschlechtstiere der Gelbhalstermite (*Kalotermes flavicollis*) erreichen eine Körperlänge von 5 bis 7 mm. Ihr Körperbau wird als walzenförmig beschrieben. Ein charakteristisches Merkmal der adulten Geschlechtstiere ist die dunkle Grundfärbung in Kombination mit einem gelben Halsschild (Pronotum). Die Antennen der Tiere sind perlschnurartig geformt. Geflügelte Individuen besitzen vier gleich aussehende, lange Flügel, die eine Länge von 10 bis 12 mm erreichen. Trotz der ausgeprägten Flügel wird die Flugfähigkeit der Art als plump eingestuft. Im Gegensatz zu den Geschlechtstieren erscheinen die Arbeiter weiß und erinnern in ihrem Habitus an [Ameisen](/pages/lexikon/ameisen). Die Soldaten dieser Art können eine Körperlänge von bis zu 11 mm erreichen. Die Eier von *Kalotermes flavicollis* sind weiß gefärbt. Sie weisen Abmessungen von etwa 1,22 × 0,42 mm oder 1,29 × 0,46 mm auf. Als überwinternde Stadien treten sowohl das Ei als auch die Nymphe auf.[2]
Die Gelbhalstermite (*Kalotermes flavicollis*) ist ein relevanter Holzschädling, dessen Kolonien in verschiedene Kasten unterteilt sind. Das Erscheinungsbild der Arbeiter ist weiß und erinnert im Habitus an [Ameisen](/pages/lexikon/ameisen). Im Gegensatz dazu sind die Geschlechtstiere dunkel gefärbt, weisen jedoch als charakteristisches Merkmal einen gelben Halsschild auf. Der Körperbau der Geschlechtstiere ist walzenförmig, wobei sie über perlschnurartige Antennen verfügen. Während der Schwarmphase tragen diese Tiere vier lange, gleichaussehende Flügel, wenngleich ihre Flugfähigkeit als plump gilt. Die physiologische Entwicklung ist stark temperaturabhängig; so dauert die Embryonalentwicklung bei 26 °C etwa 54 Tage. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, wie etwa Italien, findet während der kalten Jahreszeit eine Entwicklungsruhe statt. Die Überwinterung erfolgt dabei im Stadium als Ei oder Nymphe. Für eine optimale Entwicklung benötigt die Art warme Temperaturen um 27 °C sowie eine sehr hohe relative Luftfeuchtigkeit von 98 bis 99 %. Die Tiere zeigen eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegenüber Nahrungsmangel und können bei hoher Luftfeuchtigkeit über fünf Monate ohne Nahrung überleben. Die Entwicklung zum Soldatenstadium nimmt etwa 85 Tage in Anspruch, während die Reifung der Geschlechtstiere zwei Monate dauert. Eine Übertragung von Krankheiten durch diese Art findet nicht statt.[2]
Das Flugverhalten der Geschlechtstiere von *Kalotermes flavicollis* wird als plump beschrieben. Ein wesentlicher Bestandteil des Fortpflanzungsverhaltens ist der Hochzeitsflug, wobei die erste Begattung frühestens 10 bis 15 Tage nach diesem Ereignis stattfindet. Im Gegensatz zu einer einmaligen Paarung erfolgen später weitere Begattungen. Die Eiablage setzt etwa 2 bis 3 Tage nach der Begattung ein und erfolgt saisonal im September oder Oktober. Hinsichtlich der Nahrungsaufnahme zeichnet sich die Art durch die Zerstörung von Holz mittels Fraßaktivität aus. Bemerkenswert ist die hohe Hungerfähigkeit der Termiten, die bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 98 bis 99 % bis zu 5,5 Monate ohne Nahrung überleben können. Als Anpassung an klimatische Bedingungen legt die Art im Winter während der Kälte einen Entwicklungsstopp ein. In dieser Phase überwintern sowohl die Eier als auch die Nymphen. Aufgrund dieser Entwicklungsruhe kann die Embryonalentwicklung, beispielsweise in Italien, von Oktober bis Mitte Juni andauern.[1]
Das Verbreitungsgebiet von *Kalotermes flavicollis* erstreckt sich über den Mittelmeerraum vom Schwarzen Meer bis nach Portugal. Ökologisch tritt die Art als Holzschädling auf, der durch seinen Fraß Holzsubstanz zerstört. Für eine optimale Entwicklung sind spezifische mikroklimatische Bedingungen erforderlich, die bei 27 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 98 bis 99 % liegen. Die Termiten weisen eine hohe Toleranz gegenüber Nahrungsmangel auf. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 98 bis 99 % können sie bis zu 5,5 Monate hungern. Auch bei niedrigerer Feuchtigkeit von 80 % ist ein Überleben von fünf Monaten ohne Nahrung möglich. Der Lebenszyklus unterliegt saisonalen Schwankungen, wobei während der winterlichen Kälte ein Entwicklungsstopp eintritt. Die Überwinterung erfolgt in den Stadien als Ei oder Nymphe. In Regionen wie Italien kann sich die Embryonalentwicklung aufgrund dieser winterlichen Ruhephase von Oktober bis Mitte Juni erstrecken.[2]
Die Gelbhalstermite (*Kalotermes flavicollis*) wird fachlich als Holzschädling klassifiziert. Das primäre Schadbild entsteht durch die Zerstörung von Holzsubstanz infolge der Fraßaktivität der Tiere. Eine gesundheitliche Bedeutung für den Menschen liegt nicht vor, da die Art keine Krankheiten überträgt. Das Verbreitungsgebiet, in dem Schäden auftreten können, erstreckt sich über das Mittelmeergebiet vom Schwarzen Meer bis nach Portugal. Begünstigt wird ein Befall durch spezifische klimatische Bedingungen, da die optimale Entwicklung bei 27 °C und einer sehr hohen relativen Luftfeuchtigkeit von 98 bis 99 % erfolgt. Die Art zeigt eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegenüber Nahrungsmangel. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 98 bis 99 % beträgt die Hungerfähigkeit bis zu 5,5 Monate. Selbst bei einer auf 80 % reduzierten Luftfeuchtigkeit können die Termiten fünf Monate ohne Nahrung überleben. Der Lebenszyklus umfasst eine Überwinterung im Ei- oder Nymphenstadium. Während der winterlichen Kälte tritt ein Entwicklungsstopp ein. Die Eiablage erfolgt saisonal im September oder Oktober. Zur Identifikation im Befallsfall dient das Erscheinungsbild der Arbeiter, die weiß und ameisenähnlich sind, sowie der Soldaten, die eine Länge von bis zu 11 mm erreichen.[2]
Die Gelbhalstermite (*Kalotermes flavicollis*) wird als Holzschädling klassifiziert. Die wirtschaftliche Bedeutung der Art resultiert primär aus der Zerstörung von Holz durch die Fraßaktivität der [Insekten](/pages/lexikon/insekten). Eine Relevanz als Hygieneschädling besteht nicht, da keine Krankheitsübertragung durch diese Termitenart stattfindet.[2]