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Salat Lactuca

Salat

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Asterales (Asterales)
Familie Asteraceae
Gattung Lactuca
Art Lactuca
Wissenschaftlicher Name Lactuca L.

Einleitung

Die Gattung *Lactuca* (Lattich) aus der Familie der Korbblütler (*Asteraceae*) umfasst etwa 120 einjährige bis ausdauernde Arten, die vorwiegend in den gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel verbreitet sind.[1][2] Der wissenschaftliche Name leitet sich vom lateinischen Wort *lac* (Milch) ab und verweist auf den charakteristischen milchigen Saft (*Lactucarium*), der bei Verletzung aus Stängeln und Blättern austritt.[1] Während der Gartensalat (*Lactuca sativa*) als weltweit bedeutendes Blattgemüse kultiviert wird, gelten wilde Verwandte wie der Stachel-Lattich (*Lactuca serriola*) teils als invasive Unkräuter, dienen jedoch zugleich als genetische Ressource für Krankheitsresistenzen.[1][3] Von nah verwandten Gattungen wie *Sonchus* unterscheidet sich *Lactuca* primär durch flachgedrückte, geschnäbelte Achänen ohne apikale Stacheln sowie die spezifische chemische Zusammensetzung des Latex.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Arten der Gattung *Lactuca* weisen diverse Lebenszyklen auf, die von einjährigen (annuellen) Pflanzen bis zu zweijährigen (biennen) und ausdauernden Formen reichen. Die kultivierte *Lactuca sativa* und ihr wilder Vorfahre *Lactuca serriola* wachsen meist als Annuelle oder Winterannuelle, die nach der Keimung rasch vegetativ wachsen, blühen und anschließend seneszenzbedingt absterben. Bienne Arten bilden im ersten Jahr eine basale Rosette und speichern Energie in Wurzeln, bevor sie nach einer Kälteperiode (Vernalisation) im zweiten Jahr schossen (Bolting). Die Entwicklung beginnt mit der Achäne (Samen), die keine primäre Dormanz aufweist, jedoch bei Temperaturen über 25–30 °C in eine hitzeinduzierte Thermodormanz eintreten kann, welche durch Licht oder Hormone wie Gibberelline gebrochen wird. Das physiologische Optimum für das vegetative Wachstum liegt im kühlen Bereich von 15–25 °C; höhere Temperaturen lösen Stress aus und beschleunigen den Übergang in die reproduktive Phase.[1] Die Fortpflanzung erfolgt primär sexuell, wobei Wildarten oft selbstinkompatibel sind, um genetische Vielfalt zu sichern, während *L. sativa* überwiegend selbstkompatibel und autogam ist. Die Bestäubung ist entomophil durch Insekten wie Bienen und Schwebfliegen, unterstützt durch Protandrie (Vormännlichkeit), bei der die Pollenausschüttung vor der Narbenreife erfolgt. Eine einzelne Pflanze kann abhängig von den Umweltbedingungen bis zu 100.000 Samen produzieren, die meist mittels eines federartigen Pappus durch den Wind (Anemochorie) verbreitet werden. Als C3-Pflanzen sind sie bei moderaten Temperaturen effizient, reagieren jedoch auf Trockenstress mit Stomataschluss, um die Transpiration zu minimieren. *Lactuca*-Arten bevorzugen gut durchlässige, lehmige Böden mit einem pH-Wert von 6 bis 8 und gehen Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Aufnahme von Phosphor und Stickstoff verbessern.[1] Zusätzlich können endophytische Bakterien wie *Rahnella* spp. Stickstoff fixieren und die Stresstoleranz der Pflanzen erhöhen. Zu den natürlichen Feinden zählen Herbivoren wie Blattläuse (*Myzus persicae*) und Schmetterlingslarven, die Fraßschäden an den Blättern verursachen.[1] Als chemische und physikalische Abwehr produzieren die Pflanzen in spezialisierten Milchröhren einen klebrigen Latex, der bittere Sesquiterpenlactone (z. B. Lactucin) enthält und Insekten immobilisieren kann.[1] Signifikante Mortalitätsfaktoren sind pilzliche Pathogene, insbesondere der Falsche Mehltau (*Bremia lactucae*) sowie Erreger von Wurzelfäule wie *Pythium* und *Rhizoctonia*.[1][4]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Duitsland

    31.10.2025

  • Deutschland

    12.10.2025

  • Geisenheim, Hesse, Deutschland

    28.09.2025

  • Deutschland

    28.09.2025

  • Deutschland

    28.09.2025

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

CN-109122251-A Mechanical Unbekannt

Verfahren zur hydroponischen Anzucht von Lactuca sativa Samen

Zongyang Xinnongmin Agricultural Cultivation Company Ltd. (2018)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Die Erfindung betrifft eine Methode zur wasserbasierten Anzucht (Hydrokultur) von Salatsämlingen. Durch spezifische Saatgutbehandlung und Vorkultur wird der Ertrag gesteigert und die Qualität verbessert. Besonders relevant ist, dass diese Methode Unkraut eliminiert und den Befall durch Schädlinge und Krankheiten signifikant reduziert.

CN-107646883-A Chemical Unbekannt

Pestizidzusammensetzung enthaltend Extrakt aus Caulis et Folium Lactucae sativae und Fluorform-Pyrrolether

Zhang Xilin (2017)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Hier wird Lactuca nicht geschützt, sondern als Wirkstoffquelle genutzt. Ein Extrakt aus Stengelsalat wird mit einem chemischen Insektizid kombiniert, um Schädlinge wie die Kohlmotte zu bekämpfen. Die Kombination zeigt synergistische Effekte, reduziert die benötigte Chemikalienmenge und verringert Resistenzen.

EP-3138392-A1 Biological Unbekannt

Gegen Falschen Mehltau resistente Salatpflanzen

Seminis Vegetable Seeds Inc. (2016)

Relevanz: 9/10

Zusammenfassung

Dieses Patent beschreibt die Züchtung von Lactuca sativa Pflanzen, die eine Resistenz gegen Bremia lactucae (Falscher Mehltau) aufweisen. Dies wird durch die Introgression eines Gens von der Wildart Lactuca virosa auf Chromosom 7 erreicht. Es ist eine hochrelevante biologische Lösung zur Vermeidung von chemischen Fungiziden durch genetische Resistenz.

CN-106105489-A Mechanical Unbekannt

Anbaumethoden für Caulis et Folium Lactucae Sativae (Stengelsalat)

Qingdao Haizhiyuan Intelligent Technology Company Ltd. (2016)

Relevanz: 7/10

Zusammenfassung

Es wird ein umfassendes landwirtschaftliches Verfahren für den Anbau von Stengelsalat (Caulis et Folium Lactucae Sativae) vorgestellt. Die Methode umfasst Bodenbearbeitung, Saatgutbehandlung und Feldmanagement. Ziel ist die Erhöhung des Protein- und Vitamingehalts (A und E) der Pflanzen sowie die Reduktion von Pestizidrückständen.

CN-106243048-A Chemical Unbekannt

Hydrazon-Verbindungen mit Chlorbenzopyrazin-Struktur, Herstellungsverfahren und Anwendung

University of Zhejiang Technology (2016)

Relevanz: 5/10

Zusammenfassung

Es werden neue chemische Verbindungen (Hydrazone) synthetisiert, die als Herbizide wirken. Das Patent ist relevant, da es spezifisch erwähnt, dass diese Verbindungen eine herbizide Wirkung auf Caulis et Folium Lactucae Sativae haben. Es beschreibt also eher eine Gefahr für die Kultur oder eine Anwendung zur Unkrautbekämpfung, bei der Salat empfindlich reagiert.