Fakten (kompakt)
- Mit Ausnahme des Gens *nad6* nutzen alle proteinkodierenden Gene des mitochondrialen Genoms ATN als Startcodon. - Alle 13 proteinkodierenden Gene weisen vollständige Stopcodons auf, die entweder als TAG oder TAA vorliegen. - Die ribosomalen RNA-Gene *rrnS* und *rrnL* haben eine exakte Länge von 666 beziehungsweise 1031 Basenpaaren. - Die größte nicht-kodierende Region des Genoms umfasst 292 Basenpaare und ist spezifisch zwischen den Transfer-RNA-Genen *trnF* und *trnS1* lokalisiert. - Das sequenzierte Referenzexemplar (Nummer Lk 20200109) ist in der GenBank unter der Zugriffsnummer MW784238 hinterlegt.[4] - Während *Lardoglyphus konoi* rezent auf Fisch gefunden wird, wurden die verwandten Arten *Lardoglyphus radovskyi* und *Lardoglyphus robustisetosus* spezifisch aus dem Darminhalt menschlicher Mumien beschrieben.[9]
Die Art *Lardoglyphus konoi* (Sasa & Asanuma, 1951) ist eine Milbenart aus der Gattung *Lardoglyphus* Oudemans, 1927. Sie wird der Familie Lardoglyphidae zugeordnet, die taxonomisch zur Ordnung der Sarcoptiformes und der Gruppe der Astigmatina zählt.[2][1] Phylogenetische Analysen auf Basis des mitochondrialen Genoms deuten auf eine enge Verwandtschaft von *Lardoglyphus konoi* mit der Art *Carpoglyphus lactis* hin.[1] Innerhalb der Gattung *Lardoglyphus* existieren neben *Lardoglyphus konoi* weitere beschriebene Spezies, darunter *Lardoglyphus angelinae* (Olsen, 1982), *Lardoglyphus falconidus* (Philips & Norton, 1979) und *Lardoglyphus zacheri* (Oudemans, 1927).[2] In der taxonomischen Datenbank GBIF wird die Art unter dem Status „accepted“ geführt und der Klasse Arachnida (Spinnentiere) zugeordnet.[3]
*Lardoglyphus konoi* ist ein Vertreter der Familie Lardoglyphidae innerhalb der Ordnung Sarcoptiformes. Die Art wird taxonomisch der Unterklasse Acari (Milben) und der Gruppe Astigmatina zugerechnet. Für die molekularbiologische Bestimmung ist das mitochondriale Genom relevant, das eine Länge von 14.269 Basenpaaren besitzt und aus 37 Genen besteht. Diese genetische Struktur umfasst 13 proteinkodierende Gene, 22 Transfer-RNAs sowie zwei ribosomale RNA-Gene. Phylogenetische Untersuchungen weisen auf eine enge genetische Verwandtschaft mit der Art *Carpoglyphus lactis* hin. Der Lebenszyklus der Milbe beinhaltet neben dem Adultstadium auch Nymphenstadien sowie ein Hypopus-Stadium, das sich zur Tritonymphe häutet. Da morphologische Details in den vorliegenden Quellen nicht spezifiziert sind, dient das Vorkommen an getrocknetem Fisch als wichtiges ökologisches Indiz für das Auftreten von Adulten und Nymphen.[8]
*Lardoglyphus konoi* ist eine Milbenart, die taxonomisch der Familie Lardoglyphidae innerhalb der Ordnung Sarcoptiformes zugeordnet wird.[2] Die Spezies wurde im Jahr 1951 von Sasa und Asanuma wissenschaftlich erstbeschrieben. Phylogenetische Analysen positionieren *Lardoglyphus konoi* in enger Verwandtschaft zu *Carpoglyphus lactis*. Das mitochondriale Genom der Art umfasst 14.269 Basenpaare und kodiert für 37 Gene, wobei die meisten transfer-RNAs (tRNAs) stark verkürzt sind und spezifische Strukturmerkmale wie fehlende T- oder D-Arme aufweisen. Der Entwicklungszyklus von *Lardoglyphus konoi* beinhaltet verschiedene Stadien, darunter das Hypopus-Stadium (eine heteromorphe Deutonymphe), welches für das Überleben und die Verbreitung essentiell ist. Wissenschaftliche Beobachtungen dokumentieren das spezifische Anheftungsverhalten dieses Hypopus sowie dessen anschließende Häutung zur Tritonymphe. Adulte Tiere und Nymphen sind ökologisch spezialisiert und ernähren sich primär von trocknendem oder getrocknetem Fisch.[1] Die Gattung *Lardoglyphus* selbst wurde bereits 1927 von Oudemans aufgestellt und umfasst neben *L. konoi* weitere Arten wie *L. angelinae* und *L. zacheri*.[2]
Generell ernähren sich sowohl die adulten Tiere als auch die Nymphen der Gattung *Lardoglyphus* von trocknendem oder getrocknetem Fisch. Spezifische Untersuchungen zu *Lardoglyphus konoi* befassten sich mit den biologischen Verhaltensweisen, wobei insbesondere das Anheftungsverhalten des Hypopus-Stadiums (eines Nymphenstadiums) dokumentiert wurde. Dieses Verhalten ist eng mit dem Entwicklungszyklus verknüpft, der die Häutung vom Hypopus zur Tritonymphe umfasst.[8] Neben dem Vorkommen an Fischprodukten wurden Vertreter der Gattung auch im Darminhalt menschlicher Mumien nachgewiesen, was auf eine Nutzung verschiedener gelagerter organischer Substrate hindeutet.[10]
Adulte und Nymphen der Gattung *Lardoglyphus* ernähren sich primär von trocknendem oder getrocknetem Fisch. Spezifische Populationen von *Lardoglyphus konoi* wurden beispielsweise auf Märkten in der Provinz Anhui (China) gesammelt und im Labor erfolgreich auf Trockenfisch als Nahrungssubstrat kultiviert.[1] Neben rezenten Vorkommen in gelagerten Lebensmitteln wurden Vertreter der Gattung auch in archäologischen Kontexten nachgewiesen; so fanden sich zwei *Lardoglyphus*-Arten im Darminhalt menschlicher Mumien.[7] Untersuchungen zum Lebenszyklus von *Lardoglyphus konoi* dokumentieren das Verhalten des Hypopus (eines speziellen Deutonymphen-Stadiums), insbesondere dessen Anheftungsverhalten und die anschließende Häutung zur Tritonymphe. Phylogenetische Analysen deuten zudem darauf hin, dass *Lardoglyphus konoi* eng mit *Carpoglyphus lactis* verwandt ist.[1]
Vertreter der Gattung *Lardoglyphus* treten primär als Vorratsschädlinge in Erscheinung, wobei sich sowohl Adulte als auch Nymphen generell von trocknendem oder getrocknetem Fisch ernähren.[1] Spezifisch wurde *Lardoglyphus angelinae* als Schädling an Trockenfisch aus dem Orient beschrieben.[11] Auch *Lardoglyphus konoi* ist in diesem Kontext relevant; Exemplare dieser Art wurden beispielsweise auf Märkten in der Provinz Anhui (China) gesammelt und anschließend im Labor erfolgreich mit getrocknetem Fisch kultiviert.[1] Die Gattung besitzt zudem eine historische Dimension, da zwei *Lardoglyphus*-Arten im Darminhalt menschlicher Mumien identifiziert wurden.[9] Biologische Studien zu *Lardoglyphus konoi* befassten sich unter anderem mit dem Anheftungsverhalten des Hypopus-Stadiums sowie dessen Häutung zur Tritonymphe. Phylogenetische Analysen deuten darauf hin, dass *Lardoglyphus konoi* eng mit der Art *Carpoglyphus lactis* verwandt ist.[1]
Die wirtschaftliche Bedeutung der Gattung *Lardoglyphus* liegt primär in ihrem Auftreten als Vorratsschädling an proteinreichen Lebensmitteln. Generell ernähren sich sowohl Adulte als auch Nymphen dieser Milben von trocknendem oder bereits getrocknetem Fisch. Spezifisch wurde *Lardoglyphus konoi* auf Märkten, wie dem Lugang Market in der chinesischen Provinz Anhui, direkt auf getrocknetem Fisch nachgewiesen und gesammelt.[1] Auch die verwandte Art *Lardoglyphus angelinae* wird explizit als Schädling von Trockenfisch aus dem Orient klassifiziert.[11] Die Assoziation der Gattung mit gelagerten organischen Materialien ist historisch belegt, da Spezies im Darminhalt menschlicher Mumien gefunden wurden, was auf einen Befall der dortigen Vorräte oder Konservierungsmittel hindeutet.[9]