Lilienhähnchen –Lilioceris lilii
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Taxonomie
Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Käfer (Coleoptera)
Familie
Chrysomelidae
Gattung
Lilioceris
Art
Lilioceris lilii
Wissenschaftlicher Name
Lilioceris lilii (Scopoli, 1763)
Akzeptierter Name
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1
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Zuletzt am 09.04.2026
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Einleitung
*Lilioceris lilii*, bekannt als Lilienhähnchen, ist eine Käferart aus der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Sowohl die Larven als auch die adulten Käfer gelten als Schädlinge, die Lilien und Kaiserkronen befallen.[1]
Lilienhähnchen Bilder und Fotos von echten Sichtungen
9 AufnahmenBiologie & Lebenszyklus
Das Lilienhähnchen (*Lilioceris lilii*) stammt ursprünglich aus Europa und Asien, hat sich aber mittlerweile auch in Nordeuropa, Nordafrika und Nordamerika ausgebreitet. Nach der Überwinterung im Boden werden die Käfer meist ab Mitte April wieder aktiv und beginnen sofort damit, an den Blättern von Lilien und Kaiserkronen zu fressen. Kurz nach der Überwinterung paaren sich die Käfer. Einige Tage später legen die Weibchen von *Lilioceris lilii* dann die ersten Eier an den Futterpflanzen ab. Typischerweise legt das Lilienhähnchen drei bis zwölf rötlich gefärbte Eier entlang der Mittelrippe auf der Blattunterseite ab. Im Laufe seines Lebens kann ein Weibchen 200 bis 300 Eier ablegen. Die ovalen Eier sind ein bis zwei Millimeter lang und zunächst orange-rot gefärbt, nehmen später aber einen bräunlichen Farbton an. Die Larven schlüpfen ein bis zwei Wochen nach der Eiablage aus den Eiern. Frisch geschlüpfte Larven sind zunächst gelblich gefärbt, ältere Larven erscheinen orangefarben. Die Larven fressen meist auf der Unterseite der Blätter und können eine befallene Pflanze komplett kahl fressen. Um sich vor Austrocknung und Fressfeinden zu schützen, bedecken die Larven ihren Körper mit Kot und ähneln so einem kleinen Klumpen Erde. Innerhalb eines Monats häuten sich die Larven des Lilienhähnchens dreimal. Das vierte Larvalstadium spinnt sich schließlich in der Nähe der Futterpflanze einen Kokon in der Erde, um sich hier zu verpuppen. Kurz vor der Verpuppung erreichen die Larven eine Länge von acht bis zehn Millimetern. Nach einer Puppenruhe von 20 bis 22 Tagen verlässt der adulte Käfer seine Puppenwiege in der Erde, um an Lilien oder Kaiserkronen zu fressen. Im nördlichen Teil seines Verbreitungsgebietes ist das Lilienhähnchen eine univoltine Art. In Deutschland können aber auch zwei oder drei Generationen pro Jahr auftreten. Die im Herbst geschlüpften Käfer überwintern nach einer mehr oder weniger ausgedehnten Fraßperiode im Boden. Sowohl die Larven als auch die adulten Käfer von *Lilioceris lilii* richten Schaden an Lilien und Kaiserkronen an. Das Lilienhähnchen (*Lilioceris merdigera*) befällt zudem Laucharten, Zwiebeln und weitere Arten der Gattung *Allium*.[1]
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen