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Mauerassel Steckbrief Oniscus asellus

Mauerassel Steckbrief
Lästling

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Höhere Krebse (Malacostraca)
Ordnung Asseln (Isopoda)
Familie Oniscidae
Gattung Oniscus
Art Oniscus asellus
Wissenschaftlicher Name Oniscus asellus Linnaeus, 1758
Akzeptierter Name

Community-Analyse

OpenInsect
2
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 28.04.2026
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Einleitung

*Oniscus asellus*, umgangssprachlich als Mauerassel bekannt, ist eine Art der Landasseln innerhalb der Ordnung Isopoda (Asseln) und der Familie Oniscidae. Diese terrestrischen Krebstiere sind durch ihren grau-braunen, länglich-ovalen Körper gekennzeichnet, der eine Länge von bis zu 18 mm erreichen kann.[1] *O. asellus* ist ein wichtiger Zersetzer von organischem Material und spielt eine Schlüsselrolle im Nährstoffkreislauf von Ökosystemen.[1]

Kurze Videos

Aus der Silberkraft Community, aufgenommen mit OpenInsect

Biologie & Lebenszyklus

*Oniscus asellus*, auch bekannt als Mauerassel, ist eine terrestrische Krebsart aus der Ordnung der Asseln (Isopoda). Die Art zeichnet sich durch einen grau-braunen, länglichen, ovalen Körper aus, der bis zu 18 mm lang werden kann. Adulte Tiere haben eine glatte, glänzende Rückenfläche mit unregelmäßigen hellen Flecken. Die Art hat sieben Segmente, von denen jedes ein Beinpaar trägt. Die Fortpflanzung von *Oniscus asellus* beginnt mit der Balz, bei der die Männchen die Weibchen durch Antennenkontakt auf ihre Empfänglichkeit prüfen. Die Männchen positionieren sich dann auf dem Weibchen, lecken ihren Kopf und trommeln mehrere Minuten lang mit ihren Vorderbeinen auf ihren Rücken, bevor sie Spermatophoren übertragen, was die innere Befruchtung ermöglicht. In gemäßigten Klimazonen erfolgt die Fortpflanzung das ganze Jahr über, erreicht aber im Frühjahr ihren Höhepunkt, ausgelöst durch Photoperioden von mehr als 12 Stunden Tageslicht und Temperaturen über 13 °C. Die meisten Weibchen produzieren jährlich einen Wurf, etwa 30 % produzieren zwei. Nach der Befruchtung tragen die Weibchen 27 bis 33 Eier (durchschnittlich 30) im Marsupium, wo sich die Eier 3 bis 4 Wochen lang entwickeln, bevor sie als Mancas schlüpfen. Mancas sind Miniaturversionen von Erwachsenen, denen das letzte Beinpaar fehlt. Sie bleiben noch 1–2 Wochen im Beutel, bevor sie sich ausbreiten. Nach der Ausbreitung durchlaufen die Jungtiere sukzessive Häutungen, um zu wachsen, und erreichen die Geschlechtsreife in der Regel nach einer verzögerten Entwicklung bei einer größeren Körpergröße. Die gesamte Lebensdauer beträgt 1 bis 2 Jahre und wird durch die Umweltbedingungen beeinflusst. Der Häutungsprozess bei *Oniscus asellus*, bekannt als Ecdysis, ist zweiphasig und einzigartig unter den Arthropoden. Dabei wird zuerst das hintere Exoskelett und etwa 1–2 Tage später der vordere Teil abgestoßen, wobei sich die zweiphasige Ecdysis über etwa 1,8 Tage erstreckt. Dieser gestaffelte Ansatz ermöglicht es dem Tier, während des gesamten Prozesses einen teilweisen Schutz und Mobilität zu erhalten, im Gegensatz zur einstufigen Häutung bei vielen Wasser- oder Insekten. Die Häutung erfolgt mehrmals während der Jugendphase, um das Wachstum zu ermöglichen, wobei die Häutung in Abständen von 1–2 Wochen erfolgt, bis die Geschlechtsreife im Alter von etwa 20 Wochen erreicht ist. Danach nimmt die Häufigkeit in unregelmäßigen Abständen bei Erwachsenen ab, was oft durch den Ernährungszustand und die Größe beeinflusst wird. *Oniscus asellus* ist in erster Linie ein Detritusfresser und konsumiert verrottende organische Stoffe wie Laubstreu, Holz und Pilze, die durch mikrobielle Zersetzung essentielle Nährstoffe liefern. Diese Art wählt bevorzugt mikrobiell besiedelte Streu gegenüber frischem Material, da die dazugehörigen saprotrophen Pilze und Bakterien die Schmackhaftigkeit und Verdaulichkeit verbessern und als wichtige Protein- und Energiequellen dienen. Die Nahrungsaufnahme erfolgt über robuste Mandibeln, die Pflanzendetritus in kleinere Partikel zerkleinern und so den ersten Abbau im Vorderdarm vor der weiteren Verarbeitung im Enddarm erleichtern. Die Nahrungssuche erfolgt überwiegend nachtaktiv, um den Wasserverlust in der terrestrischen Umgebung zu minimieren und gleichzeitig den Zugang zu feuchten, versteckten Nahrungsressourcen unter Streu oder Rinde zu ermöglichen.[1]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Lochbusch-Königswiesen Nature Reserve, Neustadt an der Weinstraße, Rheinland-Pfalz, Deutschland

    24.01.2026

  • Lochbusch-Königswiesen Nature Reserve, Haßloch, Rheinland-Pfalz, Deutschland

    24.01.2026

  • Lochbusch-Königswiesen Nature Reserve, Neustadt an der Weinstraße, Rheinland-Pfalz, Deutschland

    24.01.2026

  • Deutschland

    18.01.2026

  • Kiel, Schleswig-Holstein, Deutschland

    18.01.2026

Daten: iNaturalist