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Lexikon-Eintrag

Bergkarakara Phalcoboenus megalopterus

Bergkarakara

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Chordatiere (Chordata)
Klasse Vögel (Aves)
Ordnung Falconiformes (Falconiformes)
Familie Falconidae
Gattung Phalcoboenus
Art Phalcoboenus megalopterus
Wissenschaftlicher Name Phalcoboenus megalopterus (Meyen, 1834)
Akzeptierter Name

Einleitung

Der Bergkarakara (*Daptrius megalopterus*, Synonym *Phalcoboenus megalopterus*) ist eine neotropische Vogelart aus der Familie der Falkenartigen (Falconidae). Der auffällig schwarz-weiß gefärbte, bussardgroße Vogel ist in seinem Hochgebirgslebensraum kaum zu verwechseln.[1]

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Fakten (kompakt)

- Der Bergkarakara ist in den Anden von Südamerika endemisch[PDF: bergkarakara]. - Die Art ist ein Nahrungsgeneralist und frisst Aas, Insekten, Wirbellose, kleine Säugetiere, Eier und Nestlinge von Vögeln, organische Abfälle und Aas[PDF: bergkarakara]. - Der Bergkarakara ist anpassungsfähig an verschiedene Lebensräume, darunter Grasland, Savannen, landwirtschaftliche Flächen und städtische Gebiete[PDF: bergkarakara]. - Die Art ist dafür bekannt, dass sie sich in Touristenzentren wie Machu Picchu und auf Mülldeponien in großen Ansammlungen aufhält.[1] - Die Population des Bergkarakaras scheint stabil zu sein und wird von BirdLife International als "Least Concern" eingestuft[PDF: bergkarakara]. - Die Art ist in der Lage, neue Nahrungsquellen zu erschließen und neue Such- und Handhabungstechniken zu entwickeln, um sich an veränderte Bedingungen anzupassen[PDF: bergkarakara]. - Der wissenschaftliche Name *Phalcoboenus* setzt sich aus den griechischen Wörtern *phalkōn* (Falke) und *bainō* (gehen) zusammen und bezieht sich auf die häufige Anwesenheit der Art auf dem Boden.[1] - Die Größe des Verbreitungsgebietes des Bergkarakaras wird auf über 2 Millionen km² geschätzt[PDF: bergkarakara]. - Die Art ist bekannt dafür, dass sie Steine umdreht, um an darunter versteckte Würmer zu gelangen.[1] - Der Bergkarakara kann in Höhen von bis zu 7000 Metern über dem Meeresspiegel beobachtet werden[PDF: bergkarakara]. - Die Art kann auch in Wäldern mit *Polylepis*-Arten gefunden werden, insbesondere bei schlechten Wetterbedingungen[PDF: bergkarakara].

Name & Einordnung

Der Bergkarakara, wissenschaftlich als *Daptrius megalopterus* bekannt, wurde ursprünglich 1834 von Franz Julius Ferdinand Meyen als *Aquila megaloptera* erstbeschrieben. Der Artname *megalopterus* leitet sich von den griechischen Wörtern „megálos“ (groß) und „pterón“ (Flügel) ab und bedeutet so viel wie „großflügelig“.[1] Der Gattungsname *Daptrius* ist griechischen Ursprungs und bedeutet „verschlingen“.[2] Alcide Dessalines d'Orbigny etablierte ein Jahr später die Gattung *Phalcoboenus* innerhalb der Familie Caracidae und ordnete den Bergkarakara als *Phalcoboenus montanus* dieser Gattung zu.[3] Der heute weitgehend gebräuchliche Gattungsname *Phalcoboenus* setzt sich aus griechisch φαλκων (phalkōn) = Falke und griechisch βαινω (bainō) = gehen zusammen und bezieht sich auf die häufige Anwesenheit der Art auf dem Boden.[1] Bis Ende 2022 war der wissenschaftliche Name *Phalcoboenus megalopterus* allgemein gültig.[2] Einige Autoritäten verlegten *D. megalopterus* Ende 2022 von *Phalcoboenus* nach *Daptrius*. Diese taxonomische Änderung hat sich jedoch noch nicht allgemein durchgesetzt.[1] Die Spanier nennen diese Art „dominico“, was sich auf die schwarz-weiße Färbung des Bergkarakaras bezieht, die an das Aussehen der Kutten der Dominikaner erinnert.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Bergkarakaras (*Daptrius megalopterus*) sind auffällige, schlanke und hochbeinig wirkende Vögel, die in ihrem Verbreitungsgebiet unverwechselbar sind.[5] Sie erreichen eine Größe von 48 bis 54 Zentimetern.[7] Adulte Vögel haben eine glänzend schwarze Oberseite, einschließlich Kopf, Hals und Brust, die je nach Lichteinfall bläulich oder grünlich schillert.[5][6] Die Scheitelfedern sind zum Nacken hin etwas verlängert und können leicht aufgestellt werden. Die übrige Unterseite, die Kloakalregion und der Bürzel sind rein weiß. Ebenso weiß sind die bis über das Intertarsalgelenk gefiederten Beine. Der lange, leicht gerundete Schwanz ist auf der Oberseite und Unterseite in der basalen Hälfte weiß, danach schwarz und endet in einer auffälligen weißen Endbinde. Die Oberseite der tief gefingerten, langen und relativ schmalen Flügel ist schwarz, wobei die Enden einiger Hand- und Armschwingen leicht weiß getippt sein können, wodurch die Flügelspitzen weiß gefleckt erscheinen. Die Schwingen der Unterseite sind schwarz, die Unterflügeldecken im Bereich der inneren Hand und der gesamten Armschwingen dagegen weiß, was eine scharf kontrastierende schwarz-weiß Zeichnung des Unterflügels erzeugt. Der relativ schwache Schnabel ist hell hornfarben und weist einen deutlichen Blauton auf, ein Merkmal, das sich erst ab dem dritten Lebensjahr langsam ausbildet. Die nackte Augenpartie ist ebenso wie die, den Schnabel fast bis zur Hälfte bedeckende Wachshaut rötlichorange.[6] Die Laufbeine und Zehen sind satt gelb, die Iris ist dunkelbraun.[5][6] Juvenile Bergkarakaras haben ein einheitlich dunkel graubraunes erstes Jugendgefieder. Im frischen Gefieder können sich eine schwarze Schaftstrichelung und weißliche Tupfen zeigen, besonders an den Schwingenenden, der Beinbefiederung und auf dem Bauch. Der Bürzel ist zimtfarben, der Schnabel dunkelgrau, die Beine sehr hell bläulich, die Wachshaut weißlich.[6] Adulte Vögel sind auch im Flug sicher identifizierbar.[5][6] Ein Färbungsdimorphismus besteht nicht. Der reverse Gewichtsdimorphismus ist mit maximal 5 % gering, sodass feldornithologisch die Geschlechter nur an ihrem Verhalten zu unterscheiden sind.[5]

Beschreibung

Der Bergkarakara (*Daptrius megalopterus*, Syn. *Phalcoboenus megalopterus*) ist eine unverwechselbare, neotropische Vogelart aus der Familie der Falkenartigen (Falconidae). Er ist ein auffälliger Vogel, der in seinem Hochgebirgslebensraum kaum zu verwechseln ist. Sein Lebensraum folgt dem Andenhauptkamm vom südlichsten Ecuador bis etwas über die Höhe von Santiago de Chile. Der Bergkarakara ist ein Hochgebirgsvogel, dessen Verbreitungsschwerpunkte oberhalb der Baumgrenze in über 3000 Meter liegen und bis etwa 5000 Meter reichen. Futterflüge führen ihn aber auch in tiefer gelegene Gegenden, gelegentlich ist er sogar an der Pazifikküste zu beobachten. Bergkarakaras sind meist einzeln oder in Paaren anzutreffen. Als Nahrungsgeneralisten haben sie ein äußerst breites Nahrungsspektrum. Sie verschmähen auch menschliche Abfälle nicht, sodass es in touristischen Ballungszentren, wie etwa Machu Picchu, oder auf Mülldeponien zu großen Ansammlungen dieser Vögel kommen kann. Die Art ist schlank und hochbeinig wirkend. Von den nahe verwandten Streifenkarakara und Weißkehlkarakara unterscheidet er sich deutlich in der Verteilung von schwarzen und weißen Gefiederanteilen auf der Körperunterseite.[5] Adulte Vögel sind auch im Flug sicher identifizierbar.[5][6] Ein Färbungsdimorphismus besteht nicht. Der reverse Gewichtsdimorphismus ist mit maximal 5 % gering, sodass feldornithologisch die Geschlechter nur an ihrem Verhalten zu unterscheiden sind.[5] Die gesamte Oberseite sowie Kopf, Hals und Brust sind leicht glänzend schwarz und schillern je nach Lichteinfall bläulich oder grünlich.[5][6] Die Scheitelfedern sind zum Nacken hin etwas verlängert und können leicht aufgestellt werden. Die übrige Unterseite, die Kloakalregion und der Bürzel sind rein weiß. Ebenso weiß sind die bis über das Intertarsalgelenk gefiederten Beine. Der lange, leicht gerundete Schwanz ist auf Ober- und Unterseite in der basalen Hälfte weiß, danach schwarz, und endet in einer auffälligen weißen Endbinde. Die Oberseite der tief gefingerten, langen und relativ schmalen Flügel ist schwarz, nur die Enden einiger Hand- und Armschwingen können leicht weiß getippt sein, wodurch die Flügelspitzen weiß gefleckt erscheinen können. Die Schwingen der Unterseite sind schwarz, die Unterflügeldecken im Bereich der inneren Hand- und der gesamten Armschwingen dagegen weiß: dies erzeugt die scharf kontrastierende schwarz-weiß Zeichnung des Unterflügels und beim sitzenden Vogel einen weißen Flügelrand, der vor allem im Flügelbug deutlich sein kann. Der relativ schwache Schnabel ist hell hornfarben und weist einen deutlichen Blauton auf. Dieses Merkmal ist ein gutes Indiz zur Altersbestimmung, da es sich erst ab dem dritten Lebensjahr langsam ausbildet. Die nackte Augenpartie ist ebenso wie die, den Schnabel fast bis zur Hälfte bedeckende Wachshaut rötlichorange.[5] Die Laufbeine und Zehen sind satt gelb, die Iris ist dunkelbraun.[5][6]

Verhalten

Bergkarakaras sitzen oft auf erhöhten Geländeformationen in aufrechter Körperhaltung.[5] Sie fliegen kraftvoll mit schnellen, eher flachen Flügelschlägen und segeln mit annähernd waagrecht ausgerichteten Flügeln; adulte Vögel sind auch im Flug sicher identifizierbar.[5][6] Der Bergkarakara ist akustisch nicht sehr auffällig, er verfügt jedoch über eine Reihe sehr unterschiedlicher Laute. Eine quakende, gereihte Ruffolge, die bei Erregung schneller wird und eine krächzende, gackernde oder kreischende Tonqualität annimmt, scheint zu den Hauptvokalisationen zu gehören. Daneben sind auch lange Reihen, lauter gepresster Rufe zu hören, deren Funktion bislang nicht bekannt ist.[8]

Ökologie

Sowohl Brut- als auch Nahrungshabitate des Bergkarakaras (*Daptrius megalopterus*) sind die baumlosen Ökosysteme des feuchten, äquatornahen Páramo und der südlich davon anschließenden, mäßig feuchten bis semiariden Puna. Der Bergkarakara zeigt hier eine hohe Flexibilität, da er sowohl agrarisch genutztes Land, vor allem Weideflächen, als auch unbebautes Grasland besiedeln kann. Bevorzugt werden offene, mit Hoch- oder Kurzgräsern bewachsene, teilweise mit *Espeletia*-Fluren bedeckte, mit Felskliffs, kleinen Wasserläufen oder temporär vernässten Senken durchsetzte, zerklüftete Landschaften. Nahrungssuchend erscheint er auch am Rande von Siedlungen und sucht oft in großen Gruppen auf Mülldeponien nach Nahrung; er steigt bis in die Gletscherregionen auf. Bei sehr schlechten Wetterbedingungen, insbesondere bei starkem Schneefall suchen Bergkarakaras oft mit *Polylepis*-Arten bestandene Wälder auf.[5] Ruhe- und Ausschauplätze bieten ihm in das flache Grasland eingestreute Kliffs und andere Felsformationen, häufig aber auch Telegrafenmasten und Weidezäune.[5][6]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Informationen über die Bedeutung, das Schadpotenzial und Präventionsmaßnahmen des Bergkarakaras (*Phalcoboenus megalopterus*) sind in der verfügbaren Literatur nicht explizit aufgeführt.[5][8][6] Da es sich um einen Nahrungsgeneralisten handelt, der auch Aas und Abfälle frisst, könnte er in begrenztem Umfang eine Rolle bei der Beseitigung von Kadavern spielen und somit indirekt zur Hygiene beitragen.[5][6] Andererseits kann diese Ernährungsweise auch dazu führen, dass er sich an Müllplätzen aufhält und möglicherweise zur Verteilung von Krankheitserregern beiträgt, obwohl dies nicht belegt ist. In touristischen Zentren wie Machu Picchu kann es zu großen Ansammlungen von Bergkarakaras kommen, da sie dort menschliche Abfälle fressen.[5] Ob dies zu Problemen für den Tourismus oder die öffentliche Gesundheit führt, ist nicht dokumentiert. Da der Bergkarakara in landwirtschaftlich genutzten Gebieten vorkommt, könnte er potenziell als Prädatoren von Schädlingen in Erscheinung treten, aber auch als Gelegenheitsräuber von Nutztieren.[5][6] Auswirkungen auf die Landwirtschaft sind jedoch nicht bekannt. Aktuell liegen keine Daten vor, die eine Klassifizierung als Schädling, Lästling oder Nützling rechtfertigen würden. Ebenso fehlen Informationen zu medizinischer oder gesundheitlicher Relevanz, Befallsanzeichen, Früherkennung, Monitoring-Methoden und Bekämpfungsmaßnahmen. Da keine negativen Auswirkungen bekannt sind, sind spezifische Präventionsmaßnahmen oder rechtliche Aspekte derzeit nicht relevant. Zukünftige Studien könnten untersuchen, ob und in welchem Umfang der Bergkarakara in bestimmten Kontexten als Nützling oder Schädling einzustufen ist und welche Managementstrategien gegebenenfalls erforderlich sind.

Wirtschaftliche Bedeutung

Es liegen keine Informationen über die wirtschaftliche Bedeutung des Bergkarakaras (*Phalcoboenus megalopterus*) in Bezug auf Schäden oder Nutzen für bestimmte Wirtschaftszweige vor. Daher kann keine Aussage über wirtschaftliche Schäden, betroffene Wirtschaftszweige, Quantifizierung von Schäden, historische Schadensberichte, betroffene Materialien/Produkte/Kulturen, Qualitätsminderung, Totalverluste, Bekämpfungskosten oder positive wirtschaftliche Aspekte getroffen werden.

Biologie & Lebenszyklus

Die Brutbiologie des Bergkarakaras (*Daptrius megalopterus*) ist noch weitgehend unerforscht. Es gibt keine Informationen über Territorialität, Paarbindung, Brut- und Nestlingszeit oder Bruterfolg. Es ist bekannt, dass zum Paarungsverhalten offenbar Ausdrucksflüge und hohes Aufwindkreisen über dem Brutgebiet gehören. Das Nest besteht oft nur aus lose zusammengetragenen Materialien, kann aber auch eine unordentlich aussehende, aber doch relativ solide Konstruktion aus Zweigen und Ästen sein, die innen und außen mit Schafwolle oder der Wolle von Neuweltkamelen ausgekleidet ist. Neststandorte sind – im Idealfall überdeckte – Vorsprünge auf Klippen oder Halbhöhlen in Felsformationen. Gelegentlich wurden auch Nester in Telegraphenmasten festgestellt. Die Brutzeit beginnt im Oktober in den nördlichen Brutgebieten und scheint von Nord nach Süd verlaufend bis März und April anzudauern. Das Gelege dürfte in der Regel aus zwei Eiern bestehen, in Ausnahmefällen auch aus drei. Genaue Erkenntnisse über Art und Zeitpunkt der Dismigration fehlen. Es bestehen jedoch Indizien für eine verlängerte Führungszeit, da gelegentlich Gruppen von Altvögeln mit Jungvögeln (juvenile und auch immature) angetroffen wurden; es ist jedoch unklar, ob dies Familiengruppen waren.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Der Bergkarakara (*Phalcoboenus megalopterus*) bewohnt ein ausgedehntes Gebiet in Südamerika, das sich über fast 40 Breitengrade erstreckt. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von etwa 4–5° südlicher Breite bis mindestens 41–42° südlicher Breite. Dies entspricht einer Nord-Süd-Ausdehnung von annähernd 5000 Kilometern. Der Verbreitungskorridor ist jedoch recht schmal und erreicht an der breitesten Stelle in der Region Cusco etwa 500 Kilometer. Die nördlichsten Vorkommen liegen im südlichsten Ecuador, hauptsächlich im Nationalpark Yacurí und im nordöstlich davon gelegenen Nationalpark Podocarpus. Von dort aus ist die Art in den Andengebieten Perus verbreitet, wo sie stellenweise ihre höchsten Brutdichten erreicht. Südwärts schließen sich die Vorkommen im Westen Boliviens an.[1] Im Grenzbereich zwischen Bolivien und Chile bzw. zwischen Chile und Argentinien ist das chilenische Territorium unterschiedlich stark besiedelt. In Argentinien reichen die gesicherten Brutgebiete von der Provinz Jujuy südwärts bis zur Provinz Neuquén, wahrscheinlich aber noch weiter in den Süden in die Provinzen Río Negro und Chubut. In Chile liegt die gesicherte südliche Vorkommensgrenze auf der Höhe von Talca, etwa 150 Kilometer südlich von Santiago de Chile. Der Bergkarakara ist ein Hochgebirgsvogel. Seine größten Brutdichten erreicht er in Gebieten zwischen 3000 und 5000 Metern Höhe. Die Art wurde jedoch auch in Höhen von an die 7000 Meter über NN beobachtet. Ob er in Höhen wesentlich über 5000 Meter auch als Brutvogel aufscheint, ist nicht bekannt. Gelegentlich kommen Bruten unter 3000 Metern vor, unter 2000 Metern brütet die Art nur ganz vereinzelt im Süden des Verbreitungsgebietes.[1] Nahrungssuchend erscheint *D. megalopterus* jedoch häufig auch in geringeren Höhen und wurde auch an der Küste des Pazifiks beobachtet. Sowohl Brut- als auch Nahrungshabitate sind die baumlosen Ökosysteme des feuchten, äquatornahen Páramo und der südlich davon anschließenden, mäßig feuchten bis semiariden Puna. Hier zeigt die Art insofern eine hohe Flexibilität, als sie sowohl agrarisch genutztes Land, vor allem Weideflächen, als auch unbebautes Grasland zu besiedeln vermag. Bevorzugt werden mit Hoch- oder Kurzgräsern bewachsene, teilweise mit Espeletia-Fluren bedeckte, offene, mit Felskliffs, kleinen Wasserläufen oder temporär vernässten Senken durchsetzte, zerklüftete Landschaften. Nahrungssuchend erscheint er auch am Rande von Siedlungen und sucht oft in großen Gruppen auf Mülldeponien nach Nahrung; er steigt bis in die Gletscherregionen auf. Bei sehr schlechten Wetterbedingungen, insbesondere bei starkem Schneefall suchen Bergkarakaras oft mit Polylepisarten bestandene Wälder auf. Ruhe- und Ausschauplätze bieten ihm in das flache Grasland eingestreute Kliffs und andere Felsformationen, häufig aber auch Telegrafenmasten und Weidezäune.[1]

Saisonalität & Aktivität

Über die Aktivitätszeiten des Bergkarakaras (*Phalcoboenus megalopterus*) im Jahresverlauf liegen derzeit keine detaillierten wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Die Brutzeit beginnt im Oktober in den nördlichen Brutgebieten und scheint von Norden nach Süden verlaufend bis März oder April anzudauern.[1] Nahrungssuchend erscheint *D. megalopterus* jedoch häufig auch in geringeren Höhen und wurde auch an der Küste des Pazifiks beobachtet. Außerhalb der Brutzeit streifen Bergkarakaras weiträumig umher, regelmäßige Wanderbewegungen sind jedoch nicht bekannt. Bei sehr schlechter Witterung scheinen vertikale Wanderbewegungen regelmäßig stattzufinden.[1] Ein erhöhtes öffentliches Interesse an dem Bergkarakara wurde im Januar festgestellt.[4]

Quellen & Referenzen

  1. https://doi.org/10.2173/bow.moucar1.01
  2. https://www.gbif.org/species/2481092
  3. https://biodiversitylibrary.org/page/51762460
  4. Aggregierte Analyse des Suchinteresses
  5. James Ferguson-Lees, David A. Christie: Raptors of the World. Houghton Mifflin, Boston 2001, ISBN 0-618-12762-3, S. 990; S. 799 – 801.
  6. R. O. Bierregaard und G. M. Kirwan: Mountain Caracara (Phalcoboenus megalopterus), Version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, und E. de Juana, Herausgeber). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020, doi:10.2173/bow.moucar1.01
  7. John B. Dunning Jr. (Hrsg.): CRC Handbook of Avian Body Masses CRC Press, Boca Raton FL, USA 2007; ISBN 978-1-4200-6444-5
  8. Xeno Canto