Zu Inhalt springen
Kostenloser Versand ab 29€
Versand 1-2 Tage
4.44 · 245.512+ Kunden
Lexikon-Eintrag

Gartenlaubkäfer Phyllopertha horticola

Gartenlaubkäfer

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Käfer (Coleoptera)
Familie Scarabaeidae
Gattung Phyllopertha
Art Phyllopertha horticola
Wissenschaftlicher Name Phyllopertha horticola (Linnaeus, 1758)
Akzeptierter Name

Einleitung

Der Gartenlaubkäfer (*Phyllopertha horticola*) ist eine Art aus der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae).[1][2] Seine im Boden lebenden Larven, die Engerlinge, gelten als bedeutende Schädlinge auf europäischen Kulturgrasländern, da sie durch Wurzelfraß die Grasnarbe zerstören und Ertragsverluste verursachen.[2] Gelegentlich wird die Art irreführend als „Junikäfer“ bezeichnet, wobei dieser Name eigentlich vor allem für den Gerippten Brachkäfer (*Amphimallon solstitiale*) sowie Vertreter der Gattung *Rhizotrogus* verwendet wird.[3]

Community-Analyse

OpenInsect
36
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 12.06.2026
Werde Teil der Community
Lade ein Foto hoch und hilf uns, Arten zu erfassen.

Fakten (kompakt)

- Während Schäden an der Grasnarbe bereits ab einer Dichte von etwa 94 bis 100 Larven pro Quadratmeter sichtbar werden, berichten historische Quellen von extremen Massenvermehrungen mit bis zu 700 Individuen pro Quadratmeter.[2][11] - Die Eier der Art reagieren äußerst empfindlich auf Austrocknung; eine relative Luftfeuchtigkeit von unter 98 % wirkt bereits letal auf die Embryonen.[2] - Zur biologischen Bekämpfung der Larven wird spezifisch der insektenpathogene Pilz *Metarhizium anisopliae* (z. B. Produkt GranMet-P) eingesetzt, da chemische Pestizide im Boden schwer anwendbar sind. - Eine hohe Schnittfrequenz bei der Grünlandbewirtschaftung korreliert negativ mit dem Befallsrisiko, da dichte Grasnarben die Eiablage der Weibchen hemmen.[2] - Für das Monitoring und den Massenfang wurden spezifische chemische Lockstoff-Zusammensetzungen (Pheromone) entwickelt und patentiert, die das natürliche Suchverhalten der Käfer stimulieren.[12] - Es wird hyposthetisiert, dass die Larven, ähnlich wie verwandte Arten, mikrobielle Biomasse und stickstoffhaltige Komponenten des Humus als Nahrungsquelle nutzen können. - Neben dem Gartenlaubkäfer treten auf den gleichen Flächen oft auch Larven von *Hoplia philanthus* auf, die jedoch als weniger schädlich für das Grünland gelten.[2]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Phyllopertha horticola*, wobei die Erstbeschreibung im Jahr 1758 durch Linnaeus erfolgte.[1] Systematisch wird der Käfer der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) zugeordnet.[1][4] Im englischen Sprachraum ist die Bezeichnung „garden chafer“ gebräuchlich. Zwar wird die Art im Deutschen gelegentlich „Junikäfer“ genannt, diese Bezeichnung ist jedoch irreführend und trifft primär auf den Gerippten Brachkäfer (*Amphimallon solstitiale*) oder Vertreter der Gattung *Rhizotrogus* zu.[4] Die im Boden lebenden Larven werden, wie bei anderen verwandten Arten (z. B. *Melolontha melolontha*), als Engerlinge bezeichnet.[4]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die adulten Käfer erreichen eine Körperlänge von 8,5 bis 12 Millimetern.[3][2] Während die Flügeldecken hellbraun gefärbt sind, glänzt der restliche Körper metallisch schwarzgrün. Kopf und Thorax weisen eine feine Granulierung auf und der gesamte Körper ist dicht behaart. Ein charakteristisches Merkmal sind die sehr kurzen Fühler, die in einem Fächer aus drei Lamellen enden. Auf den Flügeldecken verlaufen jeweils sechs Längsstreifen, die aus Punkten gebildet werden.[3] Im Larvenstadium leben die Tiere als Engerlinge im Boden, wobei sie meist in den oberen 0 bis 10 Zentimetern zu finden sind. Zur Unterscheidung von anderen Blatthornkäfern ist die Größe relevant; so ist *Phyllopertha horticola* deutlich kleiner als der 20 bis 30 Millimeter große Feldmaikäfer (*Melolontha melolontha*).[2] Häufig wird die Art fälschlicherweise als „Junikäfer“ bezeichnet, ein Name, der eigentlich dem Gerippten Brachkäfer (*Amphimallon solstitiale*) oder Vertretern der Gattung *Rhizotrogus* zusteht.[3]

Beschreibung

Der Gartenlaubkäfer (*Phyllopertha horticola*) ist ein kleinerer Vertreter der Blatthornkäfer (Scarabaeidae), der taxonomisch der Unterfamilie Rutelinae zugeordnet wird. Mit einer Körperlänge von 8,5 bis 11 Millimetern, in wissenschaftlichen Studien teils bis 12 Millimeter angegeben, ist die Art deutlich kleiner als der bekannte Maikäfer.[6][4] Das Erscheinungsbild ist durch einen markanten Farbkontrast geprägt: Während die Flügeldecken (Elytren) hellbraun gefärbt sind, glänzen Kopf und Halsschild (Thorax) metallisch schwarzgrün. Der gesamte Körper weist eine dichte Behaarung auf, wobei Kopf und Thorax fein granuliert strukturiert sind. Bei genauerer Betrachtung lassen sich auf jeder Flügeldecke sechs Längsstreifen erkennen, die aus punktförmigen Vertiefungen bestehen. Die für die Familie typischen Fühler sind bei dieser Art sehr kurz und enden in einem Fächer, der aus drei Lamellen gebildet wird.[6] Im Gegensatz zu vielen nachtaktiven Verwandten sind die adulten Käfer tagaktiv und fliegen meist auf der Suche nach Nahrung umher. Die Larven, die als Engerlinge bezeichnet werden, leben im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln.[6][4] Diese Larven halten sich während der Fraßperiode im Sommer und Herbst vorwiegend in den oberen 10 Zentimetern des Bodens auf. Ein wesentliches biologisches Merkmal ist der einjährige Entwicklungszyklus, der deutlich kürzer ist als der drei- bis vierjährige Zyklus von *Melolontha melolontha*.[4] Im April wandern die Engerlinge in tiefere Bodenschichten ab, um sich dort zu verpuppen, bevor sie im Mai als Imago schlüpfen. Obwohl die Art gelegentlich irreführend als „Junikäfer“ bezeichnet wird, gebührt dieser Name eigentlich dem Gerippten Brachkäfer (*Amphimallon solstitiale*). Verwechslungsmöglichkeiten bestehen zudem mit dem Japankäfer (*Popillia japonica*) sowie dem Kleinen Julikäfer (*Anomala dubia*).[6] Chemisch-ökologisch ist die Art durch die Reaktion auf spezifische Lockstoffe charakterisiert, was auf ein ausgeprägtes olfaktorisches System hindeutet.[7]

Verhalten

Die Flugaktivität der erwachsenen *Phyllopertha horticola* erstreckt sich von Mai bis September, wobei das Verhalten bei der Eiablage stark von Umweltfaktoren beeinflusst wird. Die Weibchen zeigen eine Präferenz für trockene, lockere Böden und meiden feuchte Standorte sowie dichte Grasnarben, da letztere die Bodenerwärmung durch Sonnenstrahlung behindern. Es wird angenommen, dass sich schwärmende Weibchen bei der Suche nach geeigneten Eiablageplätzen an der Temperaturstrahlung des Bodens orientieren. Die Eier werden von den Weibchen bis zu 20 Zentimeter tief in den Boden eingebracht. Die Larven sind bodenlebend und zeigen eine vertikale Wanderungsbewegung: Während der Fraßperiode im Sommer und Herbst halten sie sich meist in den obersten 10 Zentimetern des Bodens auf, um an Graswurzeln zu fressen. Zur Überwinterung oder Verpuppung ziehen sich die Engerlinge in tiefere Bodenschichten zurück.[5] Das Orientierungs- und Suchverhalten der Käfer wird zudem durch chemische Signale gesteuert, wobei spezifische Pheromon-Zusammensetzungen eine starke Lockwirkung auf die Art ausüben.[7]

Ökologie

Die Larven von *Phyllopertha horticola* (Engerlinge) sind bodenlebend und zeigen eine ausgeprägte Präferenz für sandige, leichte Böden, wobei sie im Vergleich zu *Melolontha melolontha* auch höhere Gebirgsregionen besiedeln. Ein entscheidender abiotischer Faktor ist der Humusgehalt des Bodens; es besteht eine signifikante positive Korrelation zwischen dem Humusanteil und der Larvendichte. Ökologisch erklärt sich dies dadurch, dass dunkle, humusreiche Böden die Sonnenstrahlung stärker absorbieren und die so erhöhte Bodentemperatur die Entwicklung der poikilothermen Larven fördert. Die Weibchen wählen für die Eiablage bevorzugt sonnige Standorte mit lückiger Grasnarbe, da eine dichte Vegetation das Eindringen in den Boden behindern kann. Hinsichtlich des Mikroklimas ist die Art auf eine moderate Bodenfeuchtigkeit angewiesen; extreme Nässe oder Trockenheit wirken sich negativ auf die Eiablage und das Überleben der frühen Larvenstadien aus. Im Nahrungsnetz fungieren die Larven als Primärkonsumenten an Graswurzeln und stehen in Konkurrenz zu anderen Scarabaeiden wie *Hoplia philanthus*, wobei *Phyllopertha horticola* in alpinen Grünlandflächen oft die dominierende Art darstellt. Die Populationsdynamik wird unter anderem durch intraspezifische Konkurrenz sowie natürliche Feinde beeinflusst, zu denen entomopathogene Pilze wie *Metarhizium anisopliae* zählen.[4] In der chemischen Ökologie spielt die Kommunikation über spezifische Pheromone eine zentrale Rolle, um Artgenossen anzulocken.[7]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Gartenlaubkäfer (*Phyllopertha horticola*) gilt als bedeutender Schädling auf europäischen Kulturgrünlandflächen, wobei das primäre Schadpotenzial von den im Boden lebenden Larven ausgeht.[2] Während die adulten Käfer an Blättern von Eichen, Haseln und Birken sowie an Kirsch- und Rosenblüten fressen, verursachen sie selbst bei einem Massenauftreten selten erhebliche wirtschaftliche Schäden.[10] Die als Engerlinge bezeichneten Larven ernähren sich hingegen intensiv von Pflanzenwurzeln, was den Grasertrag reduziert und die Grasnarbe zerstören kann. Ein starker Wurzelfraß führt dazu, dass sich die Grasnarbe vom Untergrund löst, wodurch landwirtschaftliche Maschinen auf Hängen den Halt verlieren und abrutschen können. Als Schadschwelle, ab der sichtbare Schäden im Grünland auftreten, wird eine Dichte von etwa 94 bis 100 Larven pro Quadratmeter angesehen. Das Risiko für Fraßschäden steigt signifikant auf Flächen mit hohem Humusgehalt und tiefgründigem A-Horizont sowie bei geringer Schnittfrequenz. Zudem fördern Trockenperioden und hohe Temperaturen während der Vegetationszeit von Mai bis September das Ausmaß der sichtbaren Schäden, da die Regeneration der geschwächten Pflanzen behindert wird. Präventive Bewirtschaftungsmaßnahmen, die eine dichte Grasnarbe fördern – wie häufiges Mähen –, können das Befallsrisiko senken, da dichter Bewuchs für die Eiablage weniger attraktiv und widerstandsfähiger gegen Fraß ist.[2] Zur Überwachung der Population (Monitoring) und für den Massenfang wurden spezifische Lockstoffzusammensetzungen entwickelt, die das natürliche Suchverhalten der Käfer stimulieren.[7] Die Bekämpfung der Larven ist aufgrund ihrer verborgenen Lebensweise im Boden schwierig, weshalb der Einsatz chemischer Pestizide wegen möglicher Umweltbelastungen kritisch betrachtet wird. Im Rahmen biologischer Bekämpfungsstrategien kommen daher Produkte auf Basis von Nematoden oder entomopathogenen Pilzen wie *Metarhizium anisopliae* zum Einsatz.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Larven von *Phyllopertha horticola* gelten als ernstzunehmende Schädlinge auf europäischen Kulturgrünlandflächen, da sie durch Wurzelfraß den Grasertrag reduzieren und die Grasnarbe zerstören. Ein massives Auftreten der Engerlinge führt dazu, dass sich die Grasnarbe vom Untergrund löst, was insbesondere in Hanglagen dazu führen kann, dass landwirtschaftliche Maschinen abrutschen. Dies stellt neben dem direkten Ernteverlust ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Bewirtschafter dar. In Österreich wurde im Zeitraum von 2000 bis 2006 eine Schadfläche von insgesamt 14.800 Hektar durch Engerlinge verzeichnet, wobei *Phyllopertha horticola* in alpinen Regionen dominiert. Sichtbare Schäden an der Vegetation treten ab einer Besatzdichte von etwa 94 Larven pro Quadratmeter auf.[2] Die erwachsenen Käfer verursachen ebenfalls Fraßschäden an Eichen-, Hasel- und Birkenblättern sowie an Kirsch- und Rosenblüten, die jedoch im Vergleich zu den Larvenschäden meist von geringerer wirtschaftlicher Relevanz sind.[3] Zur Vermeidung von breitflächigen Insektizideinsätzen wurden spezifische Lockstoff-Zusammensetzungen entwickelt, die ein Monitoring oder den Massenfang der Käfer ermöglichen.[9]

Biologie & Lebenszyklus

Der Gartenlaubkäfer (*Phyllopertha horticola*) absolviert seinen Entwicklungszyklus im Gegensatz zu vielen anderen Blatthornkäfern in der Regel innerhalb eines Jahres. Die tagaktiven Imagines fliegen meist ab Mai auf der Suche nach Nahrung und Paarungspartnern.[8][2] Sie ernähren sich dabei von Eichen-, Hasel- und Birkenblättern sowie von Kirsch- und Rosenblüten.[8] Für die Eiablage bevorzugen die Weibchen sonnige, trockene Habitate mit sandigen Böden, wobei die Eier bis zu 20 Zentimeter tief im Substrat abgelegt werden. Die Embryonalentwicklung erfordert eine hohe Bodenfeuchtigkeit, da die Eier nicht resistent gegen Austrocknung sind und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 98 Prozent benötigen. Auch die adulten Käfer meiden für die Eiablage sehr nasse oder extrem trockene Böden.[2] Die schlüpfenden Larven (Engerlinge) leben im Boden und ernähren sich primär von Pflanzenwurzeln, insbesondere von Gräsern.[8][2] Während der Hauptfraßzeit im Sommer und Herbst halten sich die Larven überwiegend in den oberen 10 Zentimetern des Oberbodens auf. Hohe Humusgehalte begünstigen die Larvendichte, da organische Substanz die Bodenstruktur verbessert und möglicherweise als zusätzliche Nahrungsquelle dient.[2] Im April des Folgejahres wandern die Larven in tiefere Bodenschichten ab, um sich dort zu verpuppen, bevor im Mai die nächste Generation schlüpft.[8] Zu den natürlichen Feinden zählen unter anderem entomopathogene Pilze wie *Metarhizium anisopliae*.[2] Das Suchverhalten der Art wird durch spezifische chemische Lockstoffe gesteuert, die technisch in Pheromonfallen genutzt werden können.[9]

Vorkommen & Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet des Gartenlaubkäfers (*Phyllopertha horticola*) erstreckt sich über weite Teile Europas und Asiens. Im Norden reicht das Vorkommen bis ins mittlere Fennoskandien und schließt die Britischen Inseln mit ein. In Südeuropa beschränkt sich die Verbreitung weitgehend auf Gebirgslagen, während die Art in Spanien und Italien fast vollständig fehlt. In Mitteleuropa gilt der Käfer als weit verbreitet und häufig. Zu den besiedelten Lebensräumen zählen Wiesen, Felder, Gärten, Hecken sowie Waldränder.[3] Die Larven treten zudem als bedeutende Schädlinge auf kultiviertem Grünland, Sportrasen und in Parkanlagen in Erscheinung.[2] Die vertikale Verbreitung reicht vom Flachland bis in höhere Gebirgslagen. In Österreich wurden beispielsweise Schadflächen in Höhenlagen zwischen 800 und 1.200 Metern dokumentiert, womit die Art in höhere Regionen vordringt als der Feldmaikäfer. Für die Eiablage bevorzugt *Phyllopertha horticola* trockene, lockere Böden, insbesondere sandige oder sandig-lehmige Substrate. Sonnige Wiesen mit einer leicht lückigen Grasnarbe werden oft präferiert, da eine zu dichte Vegetation die für die Entwicklung notwendige Bodenerwärmung durch Sonneneinstrahlung hemmen kann. Dennoch ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für das Überleben der Larvenstadien essentiell. Untersuchungen zeigen zudem, dass ein hoher Humusgehalt im Boden die Entwicklung hoher Larvendichten begünstigt.[2]

Saisonalität & Aktivität

Die adulten Käfer von *Phyllopertha horticola* sind tagaktiv und fliegen meist auf der Suche nach Nahrung umher.[3] Der Schlupf der Imagines erfolgt im Mai, wobei sich die gesamte Periode des Erwachsenenflugs und der Hauptfraßzeit der Larven von Mai bis September erstreckt.[3][5] Dieses saisonale Auftreten spiegelt sich in aggregierten Suchanfragen wider, die in den Monaten Mai und Juni ihren Höhepunkt erreichen.[4] Im Gegensatz zu anderen Blatthornkäfern vollendet der Gartenlaubkäfer seine Larvalentwicklung innerhalb eines einzigen Jahres (univoltin). Hohe Jahresmitteltemperaturen begünstigen dabei die Entwicklung der Larven und verbessern die Überlebenschancen der Puppen. Die Larven fressen im Sommer und Herbst an den Wurzeln, wobei sichtbare Schäden an der Grasnarbe oft erst im Spätsommer und frühen Herbst auftreten.[5] Zur Überwinterung verbleiben die Engerlinge im Boden. Im April des folgenden Jahres wandern sie in tiefere Bodenschichten ab, um sich dort zu verpuppen, bevor der Zyklus im Mai erneut beginnt.[3]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    13.11.2025

  • Berchtesgaden

    16.07.2025

  • Sonthofen, Bayern, Deutschland

    13.07.2025

  • Eimsbüttel, Deutschland

    11.07.2025

  • Augsburg, Bavaria, Deutschland

    10.07.2025

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

EP-1708570-B8 Pheromone Erteilt

Zusammensetzung und deren Verwendung als Lockstoff für den Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola)

University of Berlin Freie (2005)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Dieses Patent beschreibt eine spezifische Zusammensetzung, die als hochwirksamer Lockstoff für den Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola) dient. Die Innovation liegt in der Kombination bestimmter chemischer Verbindungen, die das natürliche Suchverhalten der Käfer stimulieren und sie effektiv anlocken. Diese Methode eignet sich hervorragend für den Einsatz in Fallen zur Überwachung der Population (Monitoring) oder zur direkten Reduktion des Befalls durch Massenfang. Durch die Nutzung von Lockstoffen wird eine gezielte Bekämpfung ermöglicht, ohne dass großflächig Insektizide auf Pflanzen ausgebracht werden müssen. Die Erfindung basiert auf Erkenntnissen zur chemischen Ökologie und dem Geruchssinn des Schädlings. Damit bietet sie eine umweltfreundliche und präzise Lösung für den Pflanzenschutz in Gärten und Grünanlagen.

Quellen & Referenzen

  1. https://www.gbif.org/species/4425804
  2. Hann et al. (2015): Phyllopertha horticola (Coleoptera: Scarabaeidae) larvae in eastern Austrian mountainous grasslands. SpringerPlus 4:139. DOI: 10.1186/s40064-015-0918-6
  3. Wikipedia: Gartenlaubkäfer (OCR-Text aus bereitgestelltem Dokument)
  4. https://doi.org/10.1186/s40064-015-0918-6
  5. Hann, P., Trska, C., Wechselberger, K.F. et al. Phyllopertha horticola (Coleoptera: Scarabaeidae) larvae in eastern Austrian mountainous grasslands and the associated damage risk related to soil, topography and management. SpringerPlus 4, 139 (2015). https://doi.org/10.1186/s40064-015-0918-6
  6. Harde/Severa: Der Kosmos Käferführer – die mitteleuropäischen Käfer. 4. Auflage. Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co., Stuttgart 2000
  7. https://patents.google.com/patent/EP1708570B8/en
  8. Wikipedia Snapshot: Gartenlaubkäfer (OCR Page 2)
  9. Patent EP-1708570-B8: Zusammensetzung und deren Verwendung als Lockstoff für den Gartenlaubkäfer
  10. OCR-Text (Seite 2): Lebensweise und Entwicklung des Gartenlaubkäfers
  11. Faber, W. (1951): Wie erkennen wir die Engerlinge schädlicher Blatthornkäferarten. Der Pflanzenarzt, 4, 2. Sondernummer, 6–7
  12. Patent EP1708570B8: Zusammensetzung und deren Verwendung als Lockstoff für den Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola). Freie Universität Berlin, 2005.