Fakten (kompakt)
- Die Stummschaltung von Genen, die das Immunsystem der Kohlmotte regulieren, kann die Larven anfälliger für Infektionen durch den Pilz *Paecilomyces cicadae* machen. - Das Trypsin-9-Gen der Kohlmotte ist entscheidend für die Aktivierung des Bt-Toxins (Cry1Ac) im Mitteldarm. - Eine synergistische Zusammensetzung zur Vorbeugung und Bekämpfung der Kohlmotte nutzt Rizinusöl und Alkylglycoside, um die Wirkung von Insektiziden wie Emamectinbenzoat zu verbessern. - Ein entwickelter Antikörper erkennt verschiedene Rezeptoren im Mitteldarm der Kohlmotte und konkurriert mit Bt-Toxinen, was zur Entwicklung besserer biologischer Bekämpfungsmittel dient.[2]
Die Kohlmotte, wissenschaftlich als *Plutella xylostella* bezeichnet, ist ein Schmetterling aus der Familie der Plutellidae. Die Art wurde erstmals 1767 von Carl von Linné als *Phalaena xylostella* beschrieben. Der Gattungsname *Plutella* leitet sich von Pluto, dem römischen Gott der Unterwelt, ab. Der Artname *xylostella* setzt sich aus den griechischen Wörtern „xylon“ (Holz) und „stella“ (Stern) zusammen, was möglicherweise auf die Musterung der Flügel anspielt. Ein Synonym für *Plutella xylostella* ist *Cerostoma xylostella*. Im Deutschen ist die Art als Kohlmotte bekannt. Im Englischen wird sie als Diamondback Moth bezeichnet, was sich auf das markante Muster auf dem Rücken der Falter bezieht, wenn die Flügel geschlossen sind.[1]
Die Falter von *Plutella xylostella* weisen eine charakteristische Zeichnung auf den Flügeln auf. In der Flügelmitte verläuft eine längs verlaufende, gewellte helle Linie, die den Flügel in einen unteren, dunklen und einen oberen, hellen Teil aufteilt. Bei geschlossenen Flügeln bilden die Falter einen markant gefärbten, hellen Rücken, was ihnen den englischen Trivialnamen Diamondback Moth einbrachte. Die Eier der Kohlmotte sind etwa 0,5 Millimeter lang, gelblich gefärbt, ziemlich flach und von ovaler Form. Die Raupen der Kohlmotte sind grünlich gefärbt und haben einen lang gestreckten Körper. Die Kopfkapsel der Raupen ist in den ersten beiden Larvalstadien dunkel gefärbt. Das dritte und vierte Larvalstadium zeichnen sich durch eine helle Kopfkapsel aus. Kurz vor der Verpuppung erreichen die Larven eine Körperlänge von bis zu zwölf Millimetern. Zur Verpuppung ziehen sich die Larven in einen schützenden, relativ lose gewebten Kokon aus Spinnfäden zurück. Die Puppe ist zunächst grün gefärbt und zeigt später eine braune Färbung.[3]
Die Kohlmotte, wissenschaftlich als *Plutella xylostella* bekannt, ist ein weltweit verbreiteter Pflanzenschädling, der zur Familie der Plutellidae gehört. Die Falter sind hauptsächlich in den Abend- und Nachtstunden aktiv und ruhen tagsüber meist in der Nähe ihrer Futterpflanzen oder in der umgebenden Vegetation. Die Art zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, sich über weite Strecken zu verbreiten, indem sie sich vom Wind verdriften lässt, was die Besiedlung neuer Nahrungsquellen ermöglicht. Die Larven der Kohlmotte durchlaufen mehrere Stadien, wobei sich ihr Aussehen und Verhalten im Laufe der Entwicklung verändern. Im ersten Larvalstadium minieren die Larven im Inneren des Blattgewebes, während sie in den späteren Stadien offen auf den Blättern fressen. Die Raupen sind grünlich gefärbt und haben einen langgestreckten Körper. Die Kopfkapsel der Raupen ist in den ersten beiden Larvalstadien dunkel gefärbt, während das dritte und vierte Larvalstadium eine helle Kopfkapsel aufweisen. Kurz vor der Verpuppung erreichen die Larven eine Körperlänge von bis zu zwölf Millimetern. Die Verpuppung erfolgt in einem schützenden, relativ lose gewebten Kokon aus Spinnfäden. Die Puppe ist zunächst grün gefärbt und nimmt später eine braune Färbung an. Die Entwicklung vom Ei bis zum adulten Falter ist stark temperaturabhängig.[1] Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf der genetischen Ebene, um die Schädlingsbekämpfung zu verbessern. So wurden Gene identifiziert, die das Immunsystem der Kohlmotte regulieren; das Stummschalten dieser Gene macht die Larven anfälliger für Pilzinfektionen. Des Weiteren wurde ein Gen identifiziert, das für die Aktivierung von Bt-Toxinen im Darm der Kohlmotte entscheidend ist. Die Erkenntnisse über dieses Gen könnten für biologische Bekämpfungsstrategien genutzt werden. Auch die Resistenz gegen Insektizide wie Deltamethrin wird erforscht, wobei ein bestimmtes Gen eine Rolle spielt. Durch Beeinflussung dieses Gens könnte die Empfindlichkeit der Larven gegenüber dem Insektizid wiederhergestellt werden.[2]
Die Falter der Kohlmotte (*Plutella xylostella*) sind in den Abend- und Nachtstunden aktiv.[3] Tagsüber sitzen sie meist ruhig an den Raupen-Futterpflanzen bzw. in der umgebenden Vegetation. In der Regel fliegen sie nur über sehr kurze Distanzen. Wenn die Futterpflanzen der Raupen mehr oder weniger komplett abgefressen wurden, so können sich die Falter von *Plutella xylostella* allerdings auch mit dem Wind über größere Distanzen verdriften lassen und so neue Nahrungsquellen erschließen.[3]
Die Raupen der *Plutella xylostella* befallen verschiedene Kohlarten wie Markstammkohl und Chinakohl, aber auch Raps, und fressen sowohl an den Blättern als auch an den Blüten der Pflanzen, wodurch teilweise große Schäden entstehen können. Die Larven minieren zunächst im Inneren des Blattgewebes, während die späteren Larvalstadien offen auf den Blättern fressen. Ein möglicher Ansatz zur Bekämpfung von *Plutella xylostella* besteht in der Verwendung von *Bacillus thuringiensis*-Präparaten.[1] Die Stummschaltung von Genen, die das Immunsystem der Kohlmotte regulieren, kann die Larven anfälliger für Pilzinfektionen machen, was synergistische Bekämpfungsansätze ermöglicht. Die Identifizierung von Genen, die für die Aktivierung von Bt-Toxinen im Darm der Kohlmotte entscheidend sind, bietet molekulare Ziele für biologische Bekämpfungsstrategien. Durch RNA-Interferenz (RNAi) bestimmter Gene kann die Empfindlichkeit der Larven gegenüber Insektiziden wiederhergestellt werden, was einen Ansatzpunkt zum Management von Insektizidresistenzen darstellt.[2]
Die Kohlmotte (*Plutella xylostella*) ist ein weltweit verbreiteter Pflanzenschädling, der insbesondere Kohlarten wie Markstammkohl und Chinakohl, aber auch Raps befällt. Die Raupen verursachen Schäden, indem sie sowohl an den Blättern als auch an den Blüten der Pflanzen fressen. Zunächst schaben die Raupen kleinere Flächen an der Blattunterseite ab, wodurch die Blattoberhaut stehen bleibt. Später entsteht Lochfraß, und bei starkem Befall bleiben nur noch die Mittelrippen der Blätter übrig.[1] Zur Bekämpfung der Raupen der Kohlmotte kann in Deutschland das Präparat Dipel® ES eingesetzt werden, das den Wirkstoff *Bacillus thuringiensis* var. *kurstaki* enthält. Dieser Wirkstoff wird auch zur Bekämpfung anderer Schadschmetterlinge wie dem Maiszünsler (*Ostrinia nubilalis*), dem Eichenprozessionsspinner (*Thaumetopoea processionea*) oder dem Großen Frostspanner (*Erannis defoliaria*) verwendet. Ein Vorteil von Dipel® ES ist seine Eignung für den Ökolandbau, da Bienen und andere nützliche Insektenarten durch die selektive Wirkung des Wirkstoffs nicht geschädigt werden.[1] Aktuelle Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung biologischer Bekämpfungsstrategien, beispielsweise durch die Identifizierung und Nutzung von Genen, die für die Immunität oder die Toxinwirkung relevant sind. So wurde das Trypsin-9-Gen identifiziert, das für die Aktivierung des Bt-Toxins (Cry1Ac) im Mitteldarm der Kohlmotte entscheidend ist. Die Inaktivierung dieses Gens kann Verdauungsstörungen und Missbildungen verursachen und somit als Ziel für biologische Bekämpfungsstrategien dienen. Ebenso werden Gene identifiziert, die das Immunsystem der Kohlmotte regulieren, um synergistische Bekämpfungsansätze zu ermöglichen. Des Weiteren wird an der Entwicklung von Antikörpern geforscht, die Rezeptoren im Mitteldarm der Kohlmotte erkennen und mit Bt-Toxinen konkurrieren, um so die Entwicklung besserer biologischer Bekämpfungsmittel zu fördern. Auch die Überwindung von Insektizidresistenzen ist ein Forschungsziel, beispielsweise durch die Beeinflussung des Alpha6-Gens, das eine Rolle bei der Resistenz gegen Deltamethrin spielt.[2]
Die Kohlmotte (*Plutella xylostella*) ist ein weltweit verbreiteter Pflanzenschädling, der erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen kann. Betroffen sind vor allem verschiedene Kohlarten wie Markstammkohl und Chinakohl, aber auch Raps. Die Raupen der Kohlmotte fressen sowohl an den Blättern als auch an den Blüten der Pflanzen, was zu erheblichen Schäden führen kann. Zunächst schaben die Raupen kleinere Flächen an der Blattunterseite ab, später entsteht Lochfraß, und bei starkem Befall bleiben nur noch die Mittelrippen der Blätter übrig. Die Bekämpfung der Kohlmotte ist daher von wirtschaftlicher Bedeutung, und es werden verschiedene Strategien entwickelt, um die Schäden zu minimieren.[1] Ein vielversprechender Ansatzpunkt ist die Identifizierung von Genen, die für die Immunität der Kohlmotte eine Rolle spielen, um so synergistische Bekämpfungsansätze zu ermöglichen. So macht das Stummschalten von Genen wie Lnc40766 und Toll-like6 die Larven anfälliger für Pilzinfektionen. Auch die Erforschung von Mitteldarm-Rezeptoren der Kohlmotte, die mit Bt-Toxinen konkurrieren, dient der Entwicklung besserer biologischer Bekämpfungsmittel. Die Identifizierung des Trypsin-9-Gens, das für die Aktivierung des Bt-Toxins Cry1Ac wichtig ist, bietet ein weiteres molekulares Ziel für biologische Bekämpfungsstrategien. Des Weiteren werden synergistische Zusammensetzungen entwickelt, die die Wirkung von Insektiziden wie Emamectinbenzoat verbessern, indem sie die Benetzbarkeit und das Eindringen des Wirkstoffs in den Schädling erhöhen. Auch die Untersuchung der Resistenzmechanismen gegen Insektizide wie Deltamethrin und die Entwicklung von Strategien zur Überwindung dieser Resistenz, beispielsweise durch RNA-Interferenz, sind von Bedeutung.[2]