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Lexikon-Eintrag
Mirabellenbaum Prunus domestica subsp. syriaca
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Taxonomie
Reich
Pflanzen (Plantae)
Stamm
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung
Rosales (Rosales)
Familie
Rosaceae
Gattung
Prunus
Art
Prunus domestica syriaca
Wissenschaftlicher Name
Prunus domestica subsp. syriaca (Borkh.) Janch.
Akzeptierter Name
Einleitung
Die Mirabelle (*Prunus domestica* subsp. *syriaca*) ist eine Unterart der Pflaume (*Prunus domestica*) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die kleinen, runden bis leicht ovalen, goldgelben Früchte sind etwa 22–30 mm groß, haben ein süßes, aromatisches gelbes Fruchtfleisch und einen Kern, der sich leicht vom Fruchtfleisch löst. Die Mirabelle wird aufgrund ihrer außergewöhnlichen Qualität und Schönheit geschätzt.[1]
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Fakten (kompakt)
- Die Mirabelle hat seit 1996 in der Europäischen Union den Status einer geschützten geografischen Angabe (PGI), speziell als „Mirabelles de Lorraine“. - Diese Schutzbezeichnung beschränkt die Produktion auf die Departements Meuse, Meurthe-et-Moselle, Moselle und Vogesen, um die einzigartigen, vom Terroir geprägten Eigenschaften und traditionellen Methoden zu bewahren, die über fünf Jahrhunderte verfeinert wurden. - Die beiden Hauptsorten, 'Mirabelle de Nancy' und 'Mirabelle de Metz', dominieren den Anbau und müssen strenge Standards für Größe, Farbe (gelb bis golden auf der AREFE-Skala) und das Fehlen von Defekten über geringfügigen oberflächlichen Markierungen hinaus erfüllen. - Der Ursprung des Namens „Mirabelle“ lässt sich auf das lateinische *mirabilis* zurückführen, was „wunderbar“ oder „bewundernswert“ bedeutet. - Für einen optimalen Fruchtansatz ist eine Kreuzbestäubung erforderlich. - Der Anbau umfasst Pflanzdichten von bis zu 400 Bäumen pro Hektar. - Mindestens 60 % der Zwischenreihenflächen werden begrünt, um die Artenvielfalt und die Bodengesundheit zu fördern. - Die Ernte erfolgt von August bis Mitte September. - Die Mirabelle gedeiht auf ton-kalkhaltigen Böden mit einem Tongehalt von mindestens 30 % unter einem gemäßigten Klima mit strengen Wintern, heißen Sommern und einem jährlichen Niederschlag von rund 750 mm.[3] - Moderne Genomstudien bestätigen den hybriden Hintergrund und unterscheiden die Unterart *syriaca* von anderen *P. domestica*-Unterarten durch spezifische Allelmuster an Genorten, die mit der Fruchtentwicklung und Stresstoleranz zusammenhängen. - Die Bäume selbst tragen durch ihre Zierblüten im Frühling zur Agroforstwirtschaft und zu Hausgärten bei. - Die Mirabelle wird nicht nur frisch vermarktet, sondern auch in kulinarischen Anwendungen wie Marmeladen, Torten, Kompotten und der Destillation zu Mirabellenwasser, einem bekannten Brandy, verwendet.[3]
Name & Einordnung
Die Mirabelle, botanisch als *Prunus domestica* L. subsp. *syriaca* (Borkh.) Janch. ex Mansf. klassifiziert, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Innerhalb der Gattung *Prunus* wird sie der Untergattung *Prunus* und der Sektion *Prunus* zugeordnet.[1] In einigen taxonomischen Abhandlungen, insbesondere solchen, die europäische Wildformen betonen, wird sie auch als *Prunus insititia* L. subsp. *syriaca* bezeichnet.[1] Die Mirabelle ist ein hexaploider, interspezifischer Hybrid, der vermutlich aus einer Kreuzung von *Prunus spinosa* L. (Schlehdorn) und *Prunus cerasifera* Ehrh. (Kirschpflaume) hervorgegangen ist. Diese Hybridisierung fand wahrscheinlich in der Region des Kaukasus oder Anatolien statt, wo die Vielfalt der Wildpflaumen hoch ist. Der Name „Mirabelle“ leitet sich vom lateinischen *mirabilis* ab, was „wunderbar“ oder „bewundernswert“ bedeutet. Dieser Begriff wurde im Französischen übernommen, um die außergewöhnliche Qualität und Schönheit der Frucht zu bezeichnen.[1] Im Deutschen sind regionale Trivialnamen nicht belegt. Im Englischen wird sie als „Mirabelle plum“ bezeichnet.[1]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Mirabellenbaum (*Prunus domestica* subsp. *syriaca*) wächst als Strauch oder kleiner Baum und erreicht eine Höhe von 2 bis 6 Metern, gelegentlich auch bis zu 15 Metern unter optimalen Bedingungen. Er besitzt eine dichte, runde Krone mit aufrechtem Wuchs. Die Blätter sind oval bis elliptisch, wechselständig, einfach, mittelgrün und am Rand gesägt. Die kleinen, weißen Blüten mit einem Durchmesser von 10 bis 15 mm blühen im Frühjahr, typischerweise von März bis April in gemäßigten Regionen. Die Früchte der Mirabelle sind klein und rund bis leicht oval. Sie wiegen durchschnittlich 11 bis 25 Gramm und haben einen Durchmesser von 2 bis 3 cm. Die dünne Schale ist goldgelb, oft mit roten Punkten akzentuiert und mit einem natürlichen, wachsartigen Überzug versehen, der vor Feuchtigkeitsverlust schützt. Das Fruchtfleisch ist gelb bis bernsteinfarben, saftig und umschließt einen einzelnen, freiliegenden Kern, der sich leicht vom Fruchtfleisch löst. Die sensorischen Eigenschaften der Mirabelle betonen ihren dessertartigen Charakter mit einem süßen Geschmack, der durch einen Gehalt an löslichen Feststoffen von typischerweise 15 bis 20° Brix in reifen Früchten bestimmt wird, abhängig von der Sorte und den Anbaubedingungen. Der Geschmack wird für seine Süße und allgemeine Schmackhaftigkeit hoch bewertet, ergänzt durch ein angenehmes Aroma und eine feste, aber saftige Textur, die zu einem erfrischenden Mundgefühl beiträgt. Die gelbe Hautpigmentierung der Mirabelle resultiert aus unterdrückten Anthocyan-Biosynthesewegen, die rote oder blaue Farbtöne verhindern, die für andere Pflaumen typisch sind. Die beiden Hauptsorten, 'Mirabelle de Nancy' und 'Mirabelle de Metz', unterscheiden sich in Form, Geschmacksprofil und Eignung für die Verwendung. Die 'Mirabelle de Nancy' hat rundere Früchte mit einem hohen Zuckergehalt von über 20° Brix, während die 'Mirabelle de Metz' kleinere, ovalere Früchte mit einem süßen, leicht säuerlichen Geschmack produziert.[1]
Beschreibung
Die Mirabelle (*Prunus domestica* subsp. *syriaca*) ist eine europäische Pflaumenart, die sich durch ihre kleinen, runden bis ovalen, goldgelben Früchte auszeichnet. Diese Steinfrucht wird bis zu 30 mm im Durchmesser groß, hat ein süßes und aromatisches gelbes Fruchtfleisch und einen Kern, der sich leicht vom Fruchtfleisch löst. Die Mirabelle reift im Spätsommer und hat einen durchschnittlichen Zuckergehalt von 15–16° Brix, was sie sowohl für den Frischverzehr als auch für die Verarbeitung ideal macht. Die Mirabelle wächst als Strauch oder kleiner Baum und erreicht eine Höhe von 2 bis 6 Metern, gelegentlich auch bis zu 15 Metern unter optimalen Bedingungen. Die Blütezeit mit kleinen weißen Blüten (10–15 mm Durchmesser) ist im Frühjahr (März bis April). Für einen optimalen Fruchtansatz ist eine Kreuzbestäubung erforderlich. Die Blätter sind elliptisch, wechselständig angeordnet, einfach, mittelgrün und gesägt. Die Mirabelle stammt vermutlich von wilden Pflaumenvorfahren aus Anatolien (heutige Türkei) und möglicherweise dem nördlichen Persien. Sie wurde wahrscheinlich von den Römern oder während der mittelalterlichen Handelsrouten nach Europa gebracht und wurde schließlich zu einem Grundnahrungsmittel in mittel- und osteuropäischen Obstgärten. Der Name „Mirabelle“ leitet sich vom lateinischen *mirabilis* ab, was „wunderbar“ oder „bewundernswert“ bedeutet. Heute werden etwa 80 % der weltweiten Produktion in der französischen Region Lothringen erzeugt. Dort gedeiht die Frucht auf lehmig-kalkhaltigen Böden mit mindestens 30 % Tonanteil in einem gemäßigten Klima mit strengen Wintern, heißen Sommern und etwa 750 mm Jahresniederschlag. Der Anbau erfolgt mit Pflanzdichten von bis zu 400 Bäumen pro Hektar, wobei mindestens 60 % der Zwischenreihenflächen begrünt sind, um die Artenvielfalt und die Bodengesundheit zu fördern. Die Ernte erfolgt von August bis Mitte September. Die Mirabelle hat seit 1996 den Status einer geschützten geografischen Angabe (PGI) in der Europäischen Union, speziell als „Mirabelles de Lorraine“. Dies beschränkt die Produktion auf die Departements Meuse, Meurthe-et-Moselle, Moselle und Vogesen, um ihre einzigartigen, vom Terroir geprägten Eigenschaften und traditionellen Methoden zu erhalten, die über fünf Jahrhunderte verfeinert wurden. Die beiden Hauptsorten, 'Mirabelle de Nancy' und 'Mirabelle de Metz', dominieren den Anbau und müssen strenge Anforderungen an Größe, Farbe (gelb bis golden auf der AREFE-Skala) und das Fehlen von Fehlern erfüllen, die über geringfügige oberflächliche Merkmale hinausgehen.[1] Genetisch weist die Unterart *syriaca* einzigartige Merkmale auf, wie z. B. eine von Natur aus geringe Fruchtgröße, die durch regulatorische Gene beeinflusst wird, die die Zellteilung im Perikarp beeinflussen, und eine gelbe Hautpigmentierung, die aus unterdrückten Anthocyan-Biosynthesewegen resultiert, die rote oder blaue Farbtöne verhindern, die für andere Pflaumen typisch sind. Die Früchte wiegen durchschnittlich 11–25 Gramm, mit Durchmessern von 2–3 cm. Das Fruchtfleisch ist gelb bis bernsteinfarben, saftig und umgibt einen einzelnen Kern, der sich leicht vom Fruchtfleisch löst. Der Geschmack wird für seine Süße und allgemeine Schmackhaftigkeit hoch bewertet, ergänzt durch ein angenehmes Aroma und eine feste, aber saftige Textur, die zu seinem erfrischenden Mundgefühl beiträgt.[1]
Verhalten
Informationen zum Verhalten der Mirabelle (*Prunus domestica* subsp. *syriaca*) sind in den bereitgestellten Quellen nicht explizit enthalten. Daher kann keine detaillierte Beschreibung des Verhaltens gegeben werden.
Ökologie
Die Mirabelle (*Prunus domestica* subsp. *syriaca*) ist ein sommergrüner Baum, der typischerweise eine Höhe von 3 bis 6 Metern erreicht, gelegentlich aber auch bis zu 15 Meter hoch werden kann. Die Bäume bevorzugen ein gemäßigtes Klima mit kalten Wintern und warmen Sommern. Für ein gutes Wachstum und eine optimale Fruchtqualität benötigen sie einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs bis acht Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag. Die Mirabelle gedeiht am besten in gut durchlässigen Lehmböden, die mit organischer Substanz angereichert sind. Ein idealer pH-Wert des Bodens liegt zwischen 6,0 und 7,0, um die Nährstoffverfügbarkeit zu gewährleisten. Um die Artenvielfalt und die Bodengesundheit zu fördern, werden in der Region Lothringen mindestens 60 % der Zwischenreihen begrünt. Die Mirabelle ist selbstfruchtbar, aber der Ertrag kann durch die Kreuzbestäubung mit anderen kompatiblen Sorten gesteigert werden, die hauptsächlich von Bienen und anderen Insekten während der Blütezeit durchgeführt wird. Häufige Schädlinge wie Blattläuse können durch den Einsatz von organischen Sprays wie Neemöl oder Insektizidseife bekämpft werden. Krankheiten wie die Monilia-Spitzendürre können durch Fungizide auf Kupferbasis und kulturelle Praktiken wie das Entfernen von infiziertem Material kontrolliert werden.[1]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Die Mirabelle (*Prunus domestica subsp. syriaca*) kann sowohl von Schädlingen als auch von Krankheiten befallen werden, was zu Ernteverlusten führen kann. Zu den häufigsten Schädlingen gehören Blattläuse, die das Wachstum beeinträchtigen können, indem sie Pflanzensäfte saugen. Auch Madenbefall in den Früchten kann auftreten. Um einem Befall vorzubeugen, sind verschiedene Maßnahmen möglich. Dazu gehört die Auswahl widerstandsfähiger Sorten. Eine gute Baumpflege mit ausreichend Licht und Luftzirkulation kann das Risiko von Pilzkrankheiten reduzieren. Das Anbringen von Gelbtafeln kann helfen, einen Schädlingsbefall frühzeitig zu erkennen und zu überwachen. Bei starkem Befall können biologische Pflanzenschutzmittel wie *Neemöl* oder Insektizidseife eingesetzt werden. Der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel sollte nur im Notfall und unter Beachtung der geltenden Vorschriften erfolgen. Integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM) ist ein Ansatz, der verschiedene Strategien kombiniert, um Schädlingspopulationen unterhalb einer Schadensschwelle zu halten und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Dazu gehören die Förderung von Nützlingen, der Einsatz von Pheromonfallen und die regelmäßige Kontrolle der Bäume. Die Mirabelle selbst hat keine bekannte medizinische oder gesundheitliche Relevanz im Sinne von Allergien oder als Vektor für Krankheiten. Allerdings können Pflanzenschutzmittel, die im Anbau verwendet werden, gesundheitliche Risiken bergen, wenn sie nicht sachgemäß angewendet werden. Für die Mirabelle de Lorraine besteht seit 1996 eine geschützte geografische Angabe (PGI) in der Europäischen Union. Diese schützt die traditionelle Anbaumethode und die Qualität der Früchte aus der Region Lothringen. Die Einhaltung bestimmter Standards ist erforderlich, um das PGI-Siegel zu erhalten.[1]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die Mirabelle (*Prunus domestica subsp. syriaca*) hat eine bedeutende wirtschaftliche Relevanz, insbesondere in der Landwirtschaft Frankreichs. Die Region Lothringen in Frankreich ist das Zentrum des Mirabellenanbaus und produziert über 80 % der weltweiten Mirabellen. Der wirtschaftliche Wert der Mirabellenproduktion in der französischen Landwirtschaft wird auf jährlich 50 bis 100 Millionen Euro geschätzt. Allerdings stellt der Klimawandel eine erhebliche Herausforderung dar, da ein erhöhtes Risiko von Spätfrösten die Blüten schädigen und zu unregelmäßigen Erträgen führen kann. Die kurze Haltbarkeit der Mirabellen von 1 bis 8 Wochen unter optimalen Kühlbedingungen führt dazu, dass sie hauptsächlich lokal konsumiert oder im Inland verarbeitet werden, was die internationalen Exporte auf Nischenmärkte innerhalb Europas beschränkt. Die jährliche Produktion in Lothringen erreicht typischerweise etwa 15.000 Tonnen, wobei die Ernten in den letzten Jahren aufgrund der Wetterbedingungen schwankten. Ein wesentlicher Teil der Mirabellen wird zu Konfitüren und anderen Konserven verarbeitet, was die regionale Lebensmittelindustrie unterstützt. Die Mirabelle de Lorraine genießt seit 1996 den Status einer geschützten geografischen Angabe (PGI) der Europäischen Union, was die Produktion auf die Region Lothringen beschränkt und ihre besonderen Eigenschaften und traditionellen Methoden schützt. Die PGI-Kennzeichnung stellt sicher, dass die Mirabellen aus zertifizierten Klonen der Sorten Mirabelle de Nancy und Mirabelle de Metz stammen und traditionellen Anbaumethoden entsprechen.[1]
Biologie & Lebenszyklus
Der Mirabellenbaum (*Prunus domestica* subsp. *syriaca*) ist ein sommergrüner Baum, der typischerweise eine Höhe von 3 bis 6 Metern erreicht, gelegentlich auch bis zu 15 Metern unter optimalen Bedingungen. Er hat eine dichte, runde Krone mit aufrechtem Wuchs und ovale bis elliptische Blätter, die wechselständig, einfach, mittelgrün und am Rand gesägt sind. Die kleinen weißen Blüten mit einem Durchmesser von 10 bis 15 mm blühen im Frühjahr, typischerweise von März bis April in gemäßigten Regionen. Die Mirabelle ist selbstfruchtbar, aber der Ertrag verbessert sich durch die Kreuzbestäubung mit kompatiblen Sorten, die hauptsächlich von Bienen und anderen Insekten während der Blütezeit gefördert wird. Die Früchte der Mirabelle sind klein und rund bis leicht oval. Sie wiegen durchschnittlich 11 bis 25 Gramm, mit einem Durchmesser von 2 bis 3 cm. Die dünne Schale ist goldgelb, oft mit roten Punkten akzentuiert und mit einer natürlichen Wachsschicht überzogen, die vor Feuchtigkeitsverlust schützt. Das Fruchtfleisch ist gelb bis bernsteinfarben, saftig und umschließt einen einzelnen Kern, der sich leicht vom Fruchtfleisch löst. Die Früchte reifen im Hoch- bis Spätsommer, wobei die Ernte je nach lokalem Klima und Sorte typischerweise von Ende Juli bis August erfolgt. Die Reifezeit ist erreicht, wenn sich die Frucht leicht vom Baum löst. Die Vermehrung von Mirabellenbäumen erfolgt hauptsächlich durch Veredelung von Edelreisern auf Unterlagen wie Mariana 2624, die eine Zwergwirkung, verbesserte Verankerung und Resistenz gegen bestimmte Bodenbedingungen bewirkt. Diese Methode gewährleistet eine sortenechte Fruchtbildung, da aus Samen gezogene Bäume die gewünschten Eigenschaften möglicherweise nicht wiedergeben. Die Bäume benötigen kalte Winter mit 800 bis 1.000 Stunden unter 7 °C, um die Winterruhe zu brechen und den Fruchtansatz zu gewährleisten, sowie warme Sommer für die Fruchtentwicklung. Sie bevorzugen einen Standort in voller Sonne mit mindestens sechs bis acht Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag. Mirabellenbäume bevorzugen gut durchlässige Lehmböden, die mit organischer Substanz angereichert sind, mit einem idealen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Häufige Schädlinge wie Blattläuse können durch den Einsatz von organischen Sprays wie Niemöl oder Insektizidseife bekämpft werden. Krankheiten wie die Monilia-Fruchtfäule werden durch Fungizide auf Kupferbasis und das Entfernen von infiziertem Pflanzenmaterial kontrolliert. Ein ausgewachsener Baum kann unter guten Bedingungen jährlich 20 bis 50 Kilogramm Früchte tragen.[1]
Vorkommen & Lebensraum
Die Mirabelle (*Prunus domestica* subsp. *syriaca*) wird als eine Unterart der Pflaume (*Prunus domestica*) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) klassifiziert. Es wird angenommen, dass die Mirabelle aus wilden Pflaumenvorfahren in Anatolien (heutige Türkei) und möglicherweise im nördlichen Persien stammt.[1] Archäologische Funde belegen die prähistorische Existenz kleiner gelber Pflaumen, die der Mirabelle ähneln, an alten vorderasiatischen Standorten, darunter verkohlte Pflaumenkerne aus dem späten Neolithikum in Tepe Musyan im Südwesten des Iran, die auf etwa 6000–5000 v. Chr. datiert werden. Die Mirabelle gelangte im Mittelalter (12.–14. Jahrhundert) über Handelswege aus dem Nahen Osten und dem Kaukasus nach Europa. Es wird angenommen, dass ihre Einführung im Rahmen eines breiteren Austauschs von Obstsorten entlang mittelalterlicher Handelswege erfolgte, wo die kleine, goldene Frucht zunächst in Osteuropa Fuß fasste, bevor sie sich weiter verbreitete.[1] Ihre Ankunft in Frankreich wird König René I. von Anjou (auch Herzog von Lothringen) im 15. Jahrhundert zugeschrieben, der die Bäume von seinen Reisen mitbrachte und um 1470 ihre Anpflanzung in der Region Lothringen veranlasste.[1] Im 17. Jahrhundert hatte sich die Mirabelle in Nachbarländer wie Deutschland, Belgien und das Vereinigte Königreich ausgebreitet, wo sie häufig als Zierbaum oder zur Einbürgerung in Hecken und wilden Umgebungen verwendet wurde. Heute findet der Anbau hauptsächlich in der Region Lothringen in Frankreich statt, die über 80 % der weltweiten Produktion ausmacht. Dieses Gebiet profitiert von einem gemäßigten Klima und kalkhaltigen Lehmböden, die ideal für die Entwicklung der Frucht sind. Kleinere Produktionen gibt es im benachbarten Elsass, Frankreich, wo die Frucht neben anderen Steinfrüchten in ähnlichen Klimazonen angebaut wird. In Deutschland ist der Anbau begrenzt, aber bemerkenswert in der Region Rheinland-Pfalz, die bescheiden zu den lokalen Märkten beiträgt. Vereinzelte Anpflanzungen gibt es in Belgien und im Vereinigten Königreich, oft in Hausgärten oder Hecken. Die Mirabelle gedeiht in gemäßigten Klimazonen, die durch kalte Winter mit 800 bis 1.000 Kühlstunden unter 7 °C gekennzeichnet sind, um eine ordnungsgemäße Dormanzunterbrechung und Fruchtansatz zu gewährleisten, sowie durch warme Sommer für die Fruchtentwicklung. Sie benötigt volle Sonneneinstrahlung von mindestens sechs bis acht Stunden täglich, um ein kräftiges Wachstum und eine optimale Fruchtqualität zu fördern, wobei Frostlöcher vermieden werden sollten, die frühe Blüten schädigen könnten. Die Bodenpräferenzen gehen zu gut durchlässigen Lehmböden, die mit organischer Substanz angereichert sind, um die Wurzelgesundheit zu unterstützen und Staunässe zu vermeiden, mit einem idealen pH-Bereich von 6,0 bis 7,0 für die Nährstoffverfügbarkeit.[1]
Saisonalität & Aktivität
Die Mirabelle (*Prunus domestica* subsp. *syriaca*) ist ein sommergrüner Baum, dessen Blütezeit im Frühling, typischerweise von März bis April in gemäßigten Regionen, liegt. Die Ernte der reifen Früchte erfolgt im Hoch- bis Spätsommer, meist von Ende Juli bis August, abhängig vom lokalen Klima und der Sorte. Die Mirabelle reift in der Regel von Mitte bis Ende des Sommers. Die Erntezeit erstreckt sich über einen kurzen Zeitraum von etwa 4 bis 6 Wochen, wenn die Früchte ihre optimale Reife erreichen. Die Bäume benötigen kalte Winter mit 800 bis 1.000 Stunden unter 7°C, um die Winterruhe zu brechen und einen guten Fruchtansatz zu gewährleisten.[1] Das öffentliche Interesse am Mirabellenbaum erreicht in Deutschland seine Höhepunkte in den Monaten Juli und August, was mit der Reifezeit der Früchte zusammenhängt. Das geringste Suchinteresse besteht im Dezember und Januar.[2]
Quellen & Referenzen
- https://www.cabidigitallibrary.org/doi/full/10.1079/cabicompendium.44278
- Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
- Literaturzusammenfassung: Mirabelle plum