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Lexikon-Eintrag

San-José-Schildlaus Quadraspidiotus perniciosus

San-José-Schildlaus
Hohes Risiko Kann beißen Giftig Physische Gefahr Nützling

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Schnabelkerfe (Hemiptera)
Familie Diaspididae
Art Diaspididae
Wissenschaftlicher Name Diaspididae
Akzeptierter Name

Einleitung

Die San-José-Schildlaus (*Quadraspidiotus perniciosus*) ist eine Art aus der Familie der Deckelschildläuse (Diaspididae) und wird als Pflanzenschädling eingeordnet.[1][2] Ursprünglich aus China stammend, gelangte sie über die USA nach Europa und ist heute weltweit verbreitet. Wegen ihrer extremen Polyphagie an über 150 Wirtspflanzen und der toxischen Wirkung ihres Speichels ist ein Befall nach deutscher Verordnung meldepflichtig.[1]

Fakten (kompakt)

- Die San-José-Schildlaus (*Quadraspidiotus perniciosus*) gehört zur Familie der Deckelschildläuse (Diaspididae) innerhalb der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera).[2] - Ein Patent aus dem Jahr 1932 beschreibt ein chemisches Mittel zur Bekämpfung der San-José-Schildlaus. - Es gibt Patente, die die Synthese und Anwendung von Lockstoffen für *Quadraspidiotus perniciosus* behandeln. - Ein Patent beschreibt die chemische Synthese und notwendige Zwischenprodukte zur Herstellung eines Insektenpheromons gegen die San-José-Schildlaus. - Spezifische chemische Verbindungen (Propanoate) wirken als Sexualpheromone für die San-José-Schildlaus und können zur Paarungsstörung eingesetzt werden. - Eine synergistische Mischung aus Buprofezin und Mineralöl ist speziell für die Bekämpfung von *Quadraspidiotus perniciosus* in Obstplantagen entwickelt worden. - Die Bekämpfung mittels Pheromonen stellt eine umweltfreundliche Alternative zu klassischen Insektiziden dar. - Die Verwirrungstechnik unterbindet die Fortpflanzung der San-José-Schildlaus. - Die Identifikation und künstliche Herstellung der anlockenden Substanz ermöglicht gezielte Bekämpfungsmaßnahmen. - Das Patent US4264518A liefert die technische Bauanleitung für die Moleküle, die in Pheromonfallen oder Dispensern eingesetzt werden. - Das Patent EP3504968B1 beschreibt die Nutzung von Pheromonen zur Paarungsstörung oder als Lockstoff in Fallen für das Monitoring. - Das Patent RO120744B1 beschreibt eine Kombination aus Mineralöl und Buprofezin, wobei Mineralöl physikalisch erstickend wirkt und Buprofezin die Häutung der Larvenstadien hemmt.[4]

Name & Einordnung

Die San-José-Schildlaus trägt den wissenschaftlichen Namen *Quadraspidiotus perniciosus*.[1] Systematisch wird sie der Familie der Deckelschildläuse (Diaspididae) zugeordnet.[1][2] Ursprünglich stammt die Art aus China. Die weitere Verbreitung erfolgte über die USA nach Europa, wobei sie heute weltweit in Obstplantagen, Baumschulen und Parkanlagen anzutreffen ist.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Quadraspidiotus perniciosus wird morphologisch der Gruppe der Deckelschildläuse zugeordnet. Das Schild des Weibchens ist rund, mäßig gewölbt oder flach und erreicht einen Durchmesser von bis zu 2,2 mm. Die Färbung des weiblichen Schildes variiert von hell- bis dunkelgrau, wobei die Larvenexuvie zentral oder subzentral angeordnet ist. Der unter dem Schild verborgene weibliche Körper ist etwa 1,3 mm lang und zitronengelb gefärbt. Das Schild des Männchens unterscheidet sich deutlich durch eine ovale Form und eine geringere Länge von 0,8 bis 1,5 mm. Es ist grau gefärbt und weist eine orangegelbe Larvenexuvie auf. Das adulte Männchen selbst ist etwa 1 mm groß, orangegelb und trägt eine dunkelbraune Querbinde auf dem Brustrücken. Im Gegensatz zu den flugunfähigen Weibchen sind die Männchen geflügelt, wobei die Vorderflügel groß und die Hinterflügel sehr klein ausgebildet sind. Nur die männlichen Tiere sind im Frühjahr mäßig flugfähig. Die Larven sind im ersten Stadium gelb und sechsbeinig. Ausgewachsene Larven erscheinen hingegen beinlos, rundlich, flach gewölbt und zitronengelb. In Mitteleuropa erfolgt die Überwinterung typischerweise als L1-Larve im sogenannten „Schwarz-Schildstadium“. Ein charakteristisches Erkennungsmerkmal bei Befall an Früchten ist die Bildung eines roten Hofes um die Einstichstelle der Laus.[1]

Beschreibung

Die San-José-Schildlaus (*Quadraspidiotus perniciosus*) ist ein zur Familie der Deckelschildläuse (Diaspididae) gehörendes Insekt, das sich durch einen ausgeprägten Sexualdimorphismus auszeichnet.[1][2] Ursprünglich in China beheimatet, hat sich die Art über die USA nach Europa ausgebreitet und gilt heute als weltweit relevanter Pflanzenschädling in Obstplantagen und Parkanlagen. Im natürlichen Lebensraum ist ein starker Befall durch eine krustenartige Überziehung verholzter Pflanzenteile erkennbar, wobei die Tiere seltener an Blättern oder Früchten siedeln. Ein spezifisches biologisches Merkmal ist die toxische Wirkung des Speichels, die auf befallenen Früchten einen charakteristischen roten Hof um die Einstichstelle erzeugt und bei Gehölzen zum Absterben führen kann. Die Art ist extrem polyphag und nutzt über 150 verschiedene Wirtspflanzen, darunter diverse Obstbäume, Beerensträucher und forstwirtschaftliche Laubbäume. Die Entwicklung der Weibchen verläuft stationär; sie verbleiben zeitlebens unter einem runden, mäßig gewölbten bis flachen Schild, sind flugunfähig und im adulten Stadium beinlos. Im Gegensatz dazu entwickeln sich die Männchen zu geflügelten [Insekten](/pages/lexikon/insekten) mit großen Vorderflügeln und sehr kleinen Hinterflügeln, die im Frühjahr mäßig [fliegen](/pages/lexikon/fliegen) können. Der Schild der Männchen ist oval geformt und unterscheidet sich farblich durch eine orangegelbe Larvenexuvie vom hell- bis dunkelgrauen Schild der Weibchen. Die Fortpflanzung erfolgt lebendgebärend, wobei die Embryonalentwicklung im Muttertier abgeschlossen wird. Die neu geschlüpften Larven (L1) sind gelb, sechsbeinig und besitzen eine nur ein- bis zweitägige Wanderphase, bevor sie sich festsetzen und mit der Schildbildung beginnen. In Mitteleuropa überwintert *Quadraspidiotus perniciosus* vorwiegend im ersten Larvenstadium, dem sogenannten „Schwarz-Schildstadium“. Die Tiere weisen eine bemerkenswerte Temperaturtoleranz auf und können Werte von –32 °C bis +32 °C überstehen, reagieren jedoch empfindlich auf starke Temperaturschwankungen.[1] Die Kommunikation zur Paarung wird durch spezifische Sexualpheromone (Propanoate) gesteuert, deren Identifikation die Entwicklung von Lockstoffen und Verwirrungstechniken ermöglichte.[4]

Verhalten

Das Mobilitätsverhalten von *Quadraspidiotus perniciosus* ist durch einen ausgeprägten Sexualdimorphismus gekennzeichnet. Während die Weibchen gänzlich flugunfähig sind, besitzen die Männchen Flügel und können im Frühjahr mäßig [fliegen](/pages/lexikon/fliegen). Die lokale Ausbreitung auf der Wirtspflanze erfolgt primär durch die jungen Larven, die nach der Geburt eine Wanderphase von ein bis zwei Tagen durchlaufen. Nach dieser kurzen mobilen Phase setzen sich die Larven fest und beginnen unmittelbar mit der Bildung des schützenden Schildes. Bei der Standortwahl zeigen die Tiere eine klare Präferenz für verholzte Pflanzenteile, während Blätter oder Früchte seltener besiedelt werden.[1] Die intraspezifische Kommunikation und Partnerfindung wird maßgeblich durch chemische Signale gesteuert. Männchen reagieren auf spezifische Sexualpheromone, welche die Weibchen zur Anlockung aussenden. Diese chemischen Verbindungen, wie beispielsweise Propanoate, sind essentiell für die Paarung und können künstlich zur Verwirrung der Männchen oder als Lockstoff eingesetzt werden.[4]

Ökologie

Die Art *Quadraspidiotus perniciosus* besiedelt vorwiegend Obstplantagen, Baumschulen sowie Parkanlagen. Sie gilt als extrem polyphag und befällt ein Spektrum von über 150 Wirtspflanzen. Neben Obstbäumen und Beerensträuchern zählen auch zahlreiche forstwirtschaftliche Laubbäume zum Wirtskreis. Dabei bevorzugen die Tiere verholzte Pflanzenteile und sind nur selten an Blättern oder Früchten zu finden. Eine ökologische Besonderheit ist die toxische Wirkung des Speichels, die das Vertrocknen von Ästen verursacht und bei jüngeren Bäumen zum Absterben führen kann. Auf befallenen Früchten bildet sich um die Einstichstelle ein charakteristischer roter Hof. Die Überwinterung erfolgt in Mitteleuropa im L1-Stadium („Schwarz-Schildstadium“), das zwar empfindlich auf starke Temperaturschwankungen reagiert, jedoch absolute Temperaturen von –32 °C bis +32 °C ertragen kann. Die Populationsdynamik ist stark klimaabhängig, sodass in Mitteleuropa zwei bis drei Generationen pro Jahr entstehen, während in Südeuropa bis zu fünf Generationen möglich sind.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die San-José-Schildlaus (*Quadraspidiotus perniciosus*) ist als bedeutender Pflanzenschädling in Obstplantagen, Baumschulen und Parkanlagen klassifiziert. Die Art gilt als extrem polyphag und befällt über 150 Wirtspflanzen, zu denen neben Obstbäumen und Beerensträuchern auch zahlreiche forstwirtschaftliche Laubbäume zählen. Ein charakteristisches Schadbild ist die Krustenbildung an befallenen Pflanzenteilen. Die toxische Wirkung des Speichels verursacht das Vertrocknen von Ästen und kann bei jüngeren Bäumen zum vollständigen Absterben führen. An Früchten zeigt sich der Befall typischerweise durch einen roten Hof um die Einstichstelle. Eine Übertragung von Krankheiten durch die Schildlaus findet nicht statt. Aufgrund des hohen Schadpotenzials ist der Befall gemäß der Verordnung zur Bekämpfung der San-José-Schildlaus meldepflichtig.[1] Für das Monitoring und die Prognose des Befallsdrucks werden spezifische Sexualpheromone (Propanoate) als Lockstoffe in Fallen eingesetzt. Diese Pheromone ermöglichen zudem eine biotechnische Bekämpfung mittels der Verwirrmethode (Mating Disruption), welche die Fortpflanzung durch Desorientierung der Männchen unterbindet und Nützlinge schont. Bei der chemischen Bekämpfung haben sich synergistische Zusammensetzungen bewährt, die beispielsweise Mineralöl mit Wachstumsregulatoren wie Buprofezin kombinieren. Während das Mineralöl physikalisch erstickend wirkt, hemmt Buprofezin die Häutung der Larvenstadien. Historisch werden chemische Bekämpfungsmittel gegen diesen Schädling bereits seit den 1930er Jahren entwickelt.[4]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die San-José-Schildlaus (*Quadraspidiotus perniciosus*) ist ein bedeutender Pflanzenschädling, der vor allem in Obstplantagen, Baumschulen und Parkanlagen massive Schäden verursacht. Die wirtschaftlichen Verluste entstehen primär durch die toxische Wirkung des Speichels, der zum Vertrocknen von Ästen und zum Absterben jüngerer Bäume führt. Bei Früchten mindert ein charakteristischer roter Hof um die Einstichstelle die Qualität der Ernte erheblich. Aufgrund der extremen Polyphagie mit über 150 Wirtspflanzen sind neben Obstbäumen und Beerensträuchern auch forstwirtschaftlich genutzte Laubbäume betroffen. Der Befall führt zu einer Krustenbildung auf den [Pflanzen](/pages/lexikon/verpiss-dich-pflanze) und ist in Deutschland gesetzlich meldepflichtig.[1] Die hohe ökonomische Relevanz spiegelt sich in der Entwicklung spezifischer Bekämpfungsstrategien wider, die von historischen chemischen Mitteln bis zu modernen Pheromon-Anwendungen zur Paarungsstörung reichen. Insbesondere in Obstplantagen werden spezialisierte Insektizid-Mischungen, etwa aus Wachstumsregulatoren und Mineralölen, eingesetzt, um auch resistente Populationen zu kontrollieren. Die langanhaltende wirtschaftliche Bedrohung durch die Art wird durch Patentanmeldungen zur Bekämpfung belegt, die bis in das Jahr 1932 zurückreichen.[4]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzung von *Quadraspidiotus perniciosus* erfolgt lebendgebärend (vivipar), wodurch eine externe Embryonalentwicklung entfällt. Ein einzelnes Weibchen produziert dabei zwischen 110 und maximal 200 Nachkommen. Die jungen Larven (L1) sind gelb, sechsbeinig und durchlaufen nach der Geburt eine kurze, ein- bis zweitägige Wanderphase, bevor sie sich auf der Wirtspflanze festsetzen und mit der Schildbildung beginnen. Die weitere Entwicklung umfasst insgesamt zwei Häutungen, wobei sich ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt. Weibliche Tiere bilden ein rundes, mäßig gewölbtes bis flaches Schild von 1,7 bis 2,2 mm Durchmesser, unter dem sie zeitlebens flügellos und beinlos verbleiben. Männliche Larven entwickeln hingegen ein ovales Schild und häuten sich nach dem Überwintern im Mai zur geflügelten Imago, die mäßig flugfähig ist. Die Lebensdauer der adulten Geschlechtstiere beträgt durchschnittlich sechs bis acht Wochen. In Mitteleuropa bildet die San-José-Schildlaus zwei bis drei Generationen pro Jahr aus, während in Südeuropa bis zu fünf Generationen möglich sind. Die Entwicklungsdauer ist stark temperaturabhängig und variiert von einem Optimum von 30 Tagen im Sommer bis zu 50 Tagen im Herbst. Die Überwinterung erfolgt in Mitteleuropa vorwiegend im ersten Larvenstadium (L1), dem sogenannten „Schwarz-Schildstadium“. Diese überwinternden Stadien sind empfindlich gegenüber starken Temperaturschwankungen, tolerieren jedoch absolute Temperaturen im Bereich von -32 °C bis +32 °C. *Quadraspidiotus perniciosus* ernährt sich extrem polyphag von über 150 Wirtspflanzen, wobei verholzte Teile von Obstbäumen, Beerensträuchern und forstwirtschaftlichen Laubbäumen bevorzugt werden. Der Speichel der Schildlaus besitzt eine toxische Wirkung, die zu Krustenbildungen, dem Absterben von Ästen und bei Früchten zu einem charakteristischen roten Hof um die Einstichstelle führt.[1] Zur Partnerfindung nutzen die Tiere spezifische Sexualpheromone (Propanoate), die in der Landwirtschaft auch zur Paarungsstörung eingesetzt werden können.[4]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Quadraspidiotus perniciosus* liegt in China. Über die USA gelangte die Art nach Europa und ist inzwischen weltweit verbreitet. In Mitteleuropa bildet die Schildlaus in der Regel zwei bis drei Generationen pro Jahr aus, während in Südeuropa bis zu fünf Generationen entstehen können. Die Tiere zeigen eine hohe Toleranz gegenüber Temperaturschwankungen und können Werte von –32 °C bis +32 °C ertragen. Die Überwinterung erfolgt in Mitteleuropa vorwiegend im ersten Larvenstadium (L1), dem sogenannten „Schwarz-Schildstadium“. Zu den bevorzugten Lebensräumen zählen Obstplantagen, Baumschulen sowie Parkanlagen. Die Art gilt als extrem polyphag und befällt mehr als 150 verschiedene Wirtspflanzen. Neben Obstbäumen und Beerensträuchern werden auch zahlreiche forstwirtschaftlich relevante Laubbäume besiedelt. Innerhalb der Wirtspflanze bevorzugen die Tiere verholzte Teile, seltener sind sie an Blättern oder Früchten zu finden. Aufgrund der Schadwirkung besteht in Deutschland eine Meldepflicht für den Befall gemäß der Verordnung zur Bekämpfung der San-José-Schildlaus.[3]

Saisonalität & Aktivität

Die Anzahl der Generationen von *Quadraspidiotus perniciosus* variiert stark je nach geografischer Region. In Mitteleuropa entwickeln sich jährlich 2–3 Generationen, während in Südeuropa bis zu 5 Generationen pro Jahr auftreten können. Die Überwinterung erfolgt in Mitteleuropa vorwiegend im ersten Larvenstadium (L1), das als „Schwarz-Schildstadium“ bekannt ist, wohingegen in Südeuropa auch andere Stadien überwintern. Die Art zeigt eine gewisse Toleranz gegenüber Extremtemperaturen von –32 °C bis +32 °C, reagiert jedoch empfindlich auf starke Temperaturschwankungen. Im Frühjahr setzen die überwinterten Tiere ihre Entwicklung fort, wobei die zweite und letzte Häutung sowie die Geschlechtsreife im Mai stattfinden. Zu dieser Zeit treten die geflügelten Männchen auf, die als einzige mäßig flugfähig sind, da die Weibchen gänzlich flugunfähig bleiben. Die Entwicklungsdauer ist saisonal bedingt unterschiedlich und beträgt unter optimalen Bedingungen im Sommer etwa 30 Tage, verlängert sich im Herbst jedoch auf bis zu 50 Tage. Die lebendgebärenden Weibchen produzieren Nachkommen, die zunächst eine kurze Wanderphase von 1–2 Tagen durchlaufen, bevor sie sich festsetzen und mit der Schildbildung beginnen. Die durchschnittliche Lebensdauer der Geschlechtstiere beträgt etwa 6 bis 8 Wochen.[1]

Wissenschaftliche Forschung & Patente

EP-3504968-B1 Pheromone Erteilt

Zusammensetzung mit Sexualpheromonaktivität auf die San-José-Schildlaus sowie Lockstoff, Paarungsstörer, Anlockverfahren und Paarungsstörungsverfahren für die San-José-Schildlaus

Shinetsu Chemical Company (2018)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt spezifische chemische Verbindungen (Propanoate), die als Sexualpheromone für die San-José-Schildlaus wirken. Die Kernidee ist die Nutzung dieser Stoffe zur Paarungsstörung (Mating Disruption) oder als Lockstoff in Fallen für das Monitoring. Besonders effektiv ist die Methode, da sie hochspezifisch auf den Schädling wirkt und Nützlinge schont. Durch die Verwirrung der Männchen wird die Fortpflanzung in der Anlage unterbunden.

RO-120744-B1 Chemical Unbekannt

Synergistische insektizide und akarizide Zusammensetzungen

S C Oltchim S A (2001)

Relevanz: 9/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt eine synergistische Mischung aus Buprofezin (einem Wachstumsregulator) und Mineralöl. Diese Kombination ist speziell für die Bekämpfung von Quadraspidiotus perniciosus in Obstplantagen entwickelt worden. Das Mineralöl wirkt physikalisch erstickend und verbessert die Benetzung, während Buprofezin die Häutung der Larvenstadien hemmt. Diese Doppewirkung macht die Zusammensetzung besonders effektiv gegen resistente Populationen.

US-4223012-A Pheromone Erteilt

Verfahren zur Bekämpfung der San-José-Schildlaus

Zoecon Corporation (1979)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Dieses Patent behandelt die Synthese und Anwendung eines spezifischen Lockstoffs für Quadraspidiotus perniciosus. Es ermöglicht die gezielte Anlockung der Schädlinge, was sowohl für das Monitoring (Überwachung des Befallsdrucks) als auch für direkte Bekämpfungsmaßnahmen genutzt werden kann. Die Methode bietet eine umweltfreundliche Alternative zu klassischen Insektiziden. Die Innovation liegt in der Identifikation und künstlichen Herstellung der anlockenden Substanz.

US-4264518-A Pheromone Erteilt

Ungesättigte Carbonsäuren und Ester

Zoecon Corporation (1978)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt die chemische Synthese und notwendige Zwischenprodukte zur Herstellung eines Insektenpheromons gegen die San-José-Schildlaus. Obwohl es sich um ein Synthese-Patent handelt, ist es essenziell für die Produktion der Wirkstoffe zur biologischen Kontrolle. Es liefert die technische Bauanleitung für die Moleküle, die in Pheromonfallen oder Dispensern eingesetzt werden. Damit bildet es die Grundlage für die praktische Anwendung der Verwirrungstechnik.

AT-133677-B Chemical Erteilt

Mittel zur Bekämpfung von Schild- und Blutläusen, insbesondere der San-José-Schildlaus

Reinold Hermann (1932)

Relevanz: 7/10

Zusammenfassung

Hierbei handelt es sich um ein historisches Patent aus dem Jahr 1932, das ein chemisches Mittel zur Bekämpfung von Schildläusen beschreibt. Es zielt spezifisch auf die damals wie heute problematische San-José-Schildlaus ab. Die Methode basiert auf der direkten Applikation des Mittels auf die befallenen Pflanzen. Es dokumentiert frühe chemische Ansätze im Pflanzenschutz gegen diesen spezifischen Schädling.

Quellen & Referenzen

  1. https://content.behrs-online.de/wissen/document-view/kom_qm-schaedlingsbekaempfer_schaedlingsbekaempfer_011_03_09_01_01/print
  2. https://www.gbif.org/species/4521
  3. Sellenschlo, U.: San-José-Schildlaus (Quadraspidiotus perniciosus). Behr's Verlag, Hamburg. https://content.behrs-online.de/wissen/document-view/kom_qm-schaedlingsbekaempfer_schaedlingsbekaempfer_011_03_09_01_01/print
  4. https://patents.google.com/patent/EP3504968B1/en