Kratzbeere –Rubus caesius
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Taxonomie
Reich
Pflanzen (Plantae)
Stamm
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung
Rosales (Rosales)
Familie
Rosaceae
Gattung
Rubus
Art
Rubus caesius
Wissenschaftlicher Name
Rubus caesius L.
Akzeptierter Name
Einleitung
*Rubus caesius*, bekannt als Kratzbeere, ist eine Art der Gattung *Rubus* innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Art ist ein sommergrüner, rankender Strauch, der in gemäßigten Regionen Europas, Westasiens und Teilen Nordafrikas heimisch ist. Die Kratzbeere bildet durch ihre an den Triebspitzen wurzelnden Stängel oft dichte Dickichte.[1]
Kratzbeere Bilder und Fotos von echten Sichtungen
8 AufnahmenBiologie & Lebenszyklus
*Rubus caesius* ist ein mehrjähriger Strauch mit zweijährigen Stängeln. Im ersten Jahr wachsen die Stängel, sogenannte Primocane, vegetativ und bilden Blätter und Wurzeln. Im zweiten Jahr entwickeln sich diese Stängel zu blühenden Stängeln, den Floricanes, die Blüten und Früchte tragen, bevor sie nach der Fruchtbildung absterben. Die Pflanze überdauert durch die wiederholte Produktion neuer Primocane aus der Wurzelkrone. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Oktober. Die Bestäubung der zwittrigen Blüten erfolgt hauptsächlich durch Insekten wie Bienen, Fliegen und Käfer. *Rubus caesius* ist selbstfruchtbar, was eine Bestäubung innerhalb derselben Blüte ermöglicht. Die Art kann sich auch fakultativ apomiktisch vermehren, wobei sich unreduzierte Embryosäcke ohne Befruchtung der Eizelle zu Samen entwickeln. Die Samen werden hauptsächlich durch Tiere verbreitet, wobei Vögel und Säugetiere die blauschwarzen Früchte fressen und die Samen über ihre Verdauungstrakte verbreiten. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Absenkerbildung, wobei die sich neigenden Spitzen der Primocane den Boden berühren und Wurzeln bilden, wodurch neue Klone entstehen. Die Früchte reifen von Juni bis September. Die Larven der Blattwespe *Macrophya montana* fressen die Blätter von *Rubus caesius*. Die Gallwespe *Diastrophus rubi* induziert Gallen an Wurzeln und Stängeln. *Rubus caesius* bildet arbuskuläre Mykorrhiza-Verbindungen (AM), die die Nährstoffaufnahme verbessern, insbesondere von Phosphor. Die Wurzelbesiedlungsraten liegen in Waldunterwüchsen zwischen 0 % und 78 %. Die Art hybridisiert häufig mit anderen *Rubus*-Arten, was zur Mikrospezies-Diversität der Gattung beiträgt.[3]
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen