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Himbeeren Rubus idaeus

Himbeeren

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Rosales (Rosales)
Familie Rosaceae
Gattung Rubus
Art Rubus idaeus
Wissenschaftlicher Name Rubus idaeus L.
Akzeptierter Name

Einleitung

*Rubus idaeus*, bekannt als Himbeere, ist ein sommergrüner, ausdauernder Strauch aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Art wird 0,5 bis 3 Meter hoch und zeichnet sich durch zweijährige, aufrechte oder überhängende Ruten aus, die einem mehrjährigen Wurzelstock entspringen. Die Himbeere ist in den gemäßigten Regionen der nördlichen Hemisphäre heimisch und wird aufgrund ihrer Früchte weltweit angebaut und ist in vielen Gebieten verwildert.[1]

Biologie & Lebenszyklus

*Rubus idaeus*, bekannt als Himbeere, ist ein sommergrüner, ausdauernder Strauch. Die Pflanze bildet ausdauernde Wurzeln, aus denen biennale Ruten entstehen. Im ersten Jahr wachsen die Primocanes vegetativ und erreichen eine Höhe von 0,5 bis 3 Metern. Im zweiten Jahr entwickeln sich aus den Primocanes die Floricanes, die Seitenzweige für die Fruchtbildung ausbilden und danach absterben. Die Blüten von *Rubus idaeus* sind zwittrig. Sie bilden sich in Form von endständigen Rispen oder Trauben an den zweijährigen Ruten. Jede Blüte besitzt fünf weiße bis rosafarbene Blütenblätter, fünf grüne Kelchblätter und zahlreiche Staubblätter, die einen zentralen, weißen Torus umgeben. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten, wobei Bienen eine wichtige Rolle spielen. Eine ausreichende Bestäuber-Diversität ist entscheidend für einen hohen Fruchtansatz und Ertrag im Anbau. Die Frucht von *Rubus idaeus* ist eine Sammelfrucht, die aus vielen kleinen Steinfrüchten (Drupelets) besteht. Jede Steinbeere entwickelt sich aus einem einzelnen Fruchtknoten in der Blüte und enthält einen Samen. Die Früchte reifen etwa 30 bis 40 Tage nach der Blüte. Es gibt Sorten, die an den zweijährigen Ruten (Floricane-Fruiting) und solche, die an den einjährigen Ruten (Primocane-Fruiting) Früchte tragen. Reife Himbeeren sind meist leuchtend rot und haben einen süß-säuerlichen Geschmack. Wilde Himbeeren sind in der Regel kleiner als kultivierte Sorten. Nach der Ernte verderben Himbeeren schnell, hauptsächlich durch den Abbau von Pektinen in den Zellwänden. *Rubus idaeus* ist auf Insektenbestäubung angewiesen, wobei Hummeln (*Bombus* spp.) als Hauptbestäuber fungieren. Die reifen Früchte werden von verschiedenen Vögeln und Säugetieren gefressen, was zur Samenverbreitung beiträgt. Die Samen werden hauptsächlich durch Vögel und Säugetiere verbreitet (Endozoochorie). Verschiedene Herbivore und Pathogene können die Pflanzen befallen und die Fruchtproduktion reduzieren. Japanische Käfer (*Popillia japonica*) fressen an Blättern und Früchten. Blattläuse, wie die Himbeerblattlaus (*Amphorophora agathonica*), können Stängel und Blätter besiedeln und Viren übertragen. Pilzliche Erreger wie Anthracnose (*Elsinoe veneta*) können zu Triebsterben führen. Marienkäfer (Coccinellidae) fressen Blattläuse und reduzieren so den Befall. Mykorrhizapilze (AMF) können die Nährstoffaufnahme der Pflanze verbessern.[1]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    04.01.2026

  • Fürstenfeldbruck, Bayern, Germany

    26.12.2025

  • Sinsheim, Baden-Württemberg, Deutschland

    11.12.2025

  • Wurmlingen, Baden-Württemberg, Deutschland

    10.12.2025

  • Deutschland

    05.12.2025

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

CN-112843136-A Biological Anmeldung

Anwendung von Pflanzenfermentationsflüssigkeit und Herstellungsverfahren der Pflanzenfermentationsflüssigkeit

Tci Company Ltd. (2020)

Relevanz: 6/10

Zusammenfassung

Beschrieben wird eine Fermentationsflüssigkeit aus Schwarzer Johannisbeere, Himbeere (Rubus idaeus) und Gewürznelke. Diese Flüssigkeit soll die Hydrolase-Aktivität reduzieren und bei der Gewichtsabnahme helfen. Die Besonderheit liegt im Fermentationsprozess mit mehreren Stämmen, um die Bioverfügbarkeit der Pflanzenstoffe zu erhöhen. Himbeere ist eine von drei Hauptkomponenten.

CN-107312783-A Biological Unbekannt

Vollständige Sequenz des Anthocyanidin-Reduktase-Gens der Himbeere und Verfahren zu dessen Herstellung

University of Yuncheng (2017)

Relevanz: 9/10

Zusammenfassung

Dieses Patent befasst sich mit der Genetik von Rubus idaeus, indem es die vollständige cDNA-Sequenz des Anthocyanidin-Reduktase-Gens (RiANR) identifiziert. Die Kernidee ist die Bereitstellung genetischer Ressourcen zur Züchtung von Himbeersorten mit hohem Procyanidin-Gehalt. Dies ist wissenschaftlich hochrelevant für das Verständnis der Biosynthesewege in der Himbeere. Die Methode umfasst RT-PCR und RACE-Technologien zur Klonierung.

US-2015216921-A1 Chemical Unbekannt

Basispulver aus der roten Himbeere Rubus idaeus und aktiviertem mikronisiertem Zeolith zur Linderung von Nikotinsucht, Verfahren zu dessen Herstellung und Verwendung

University FO Hidalgo, University of Hidalgo (2011)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines funktionellen Pulvers aus dehydriertem Himbeersaft und Zeolith. Die Kernidee ist die Nutzung der therapeutischen Eigenschaften der Himbeere zur Unterstützung bei der Raucherentwöhnung und Entgiftung. Besonders ist das schonende Herstellungsverfahren im Wasserbad unter 70°C, um die Inhaltsstoffe zu bewahren. Das resultierende Pulver ist vollständig rehydrierbar und dient als Nahrungsergänzungsmittel.

FR-2951941-A1 Biological Unbekannt

Kosmetische Verwendung von mindestens einer Pflanze der Art Rubus idaeus und/oder ihres Extrakts als Mittel zur Verringerung oder Verhinderung des Ergrauens von Kopf- und/oder Körperhaaren

Oreal (2009)

Relevanz: 7/10

Zusammenfassung

Das Patent schützt die spezifische Verwendung von Himbeerextrakten gegen das Ergrauen von Haaren (Canities). Der Extrakt wird topisch auf die Haut oder Kopfhaut aufgetragen. Die Innovation liegt in der Identifizierung der pigmenterhaltenden Wirkung von Rubus idaeus. Es bietet eine pflanzliche Alternative zu chemischen Haarfärbemitteln oder Behandlungen.

EP-2100593-A1 Chemical Unbekannt

Ternäre Mischungen mit erhöhter Kollagensynthese

Symrise GmbH & Company KG (2009)

Relevanz: 5/10

Zusammenfassung

Beschrieben wird eine kosmetische oder pharmazeutische Mischung zur Förderung der Kollagensynthese. Die Mischung besteht aus Aloe-Extrakt, Ascorbinsäure und einem Extrakt aus Rosaceae, wobei spezifisch Himbeere (Rubus idaeus) als bevorzugte Quelle genannt wird. Die Kombination dieser drei Komponenten wirkt synergistisch hautpflegend und wundheilend. Die Himbeere ist hier ein wichtiger, aber nicht der alleinige Wirkstoff.