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Lexikon-Eintrag

Kaffee-Napfschildlaus Saissetia coffeae

Kaffee-Napfschildlaus

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Schnabelkerfe (Hemiptera)
Familie Coccidae
Gattung Saissetia
Art Saissetia coffeae
Wissenschaftlicher Name Saissetia coffeae (Walker, 1852)
Akzeptierter Name

Einleitung

*Saissetia coffeae*, allgemein bekannt als Kaffee-Napfschildlaus, ist eine Art der Schildläuse (Coccidae).[1] Weitere gebräuchliche Namen sind Helm-Schildlaus und Kaffee-Braunschildlaus.[2][1]

Community-Analyse

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Zuletzt am 09.03.2026
Oberursel (Taunus) vor 108 Tagen
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Fakten (kompakt)

- Die höchste Artenvielfalt von *Saissetia coffeae* wurde auf *Vitis vinifera* (Weinrebe) mit 18 identifizierten Arten festgestellt, gefolgt von *Persea americana* (Avocado) mit 16 Arten und *Olea europaea* (Olive) mit 13 Arten. - *Saissetia coffeae* wurde auf Oliven in fünf Provinzen, auf Weintrauben in sechs Provinzen und auf Avocados in sieben Provinzen gefunden, wobei die höchste Populationsdichte auf Weintrauben beobachtet wurde. - *Saissetia coffeae* kann Ertragseinbußen von bis zu 8 kg pro Pflanze verursachen. - *Saissetia coffeae* wurde erstmals 1966 von Gonzalez auf Oliven in Peru gemeldet. - Die Ähnlichkeitsindizes von Jaccard, Sorensen und Morisita zeigten eine bemerkenswerte Unähnlichkeit zwischen den Schildlausgemeinschaften, die mit den drei Feldfrüchten verbunden sind.[7] - Neun Schildlausarten sind neue Nachweise für Peru: *S. neglecta*, *M. squamea* und *P. parlatorioides* auf Avocados; *K. acuminata*, *Pulvinaria psidii* und *Furchadaspis zamiae* auf Oliven; und *Ceroplastes sinensis*, *Coccus longulus* und *Planococcus ficus* auf Weintrauben.[7]

Name & Einordnung

*Saissetia coffeae* ist eine Art der Napfschildläuse (Coccidae) und wird allgemein als Hemispherical Scale bezeichnet. Die Art wurde erstmals 1852 von Francis Walker als *Lecanium coffeae* beschrieben.[1] Später wurde sie der Gattung *Saissetia* zugeordnet. Synonyme für *Saissetia coffeae* sind *Lecanium coffeae* Walker, 1852.[1] Zu den Trivialnamen von *Saissetia coffeae* gehören Kaffeeschildlaus, Helmschildlaus und Coffee Brown Scale.[1][2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Kaffee-Napfschildlaus (*Saissetia coffeae*) ist durch ihre halbkugelförmige Gestalt gekennzeichnet. Adulte Schildläuse variieren in ihrem Durchmesser von etwa 2 mm bis 4,5 mm, wobei die Größe stark von der Wirtspflanze abhängt. Sie sind glatt, glänzend und braun gefärbt. Ihr Aussehen ähnelt einem Miniatur-Militärhelm, da sie eng an Stängel oder Blätter gepresst sind. Junge Schildläuse weisen oft eine leicht gerippte Oberfläche auf, manchmal in Form eines "H". Wie andere Schildläuse sind sie beinlos und unbeweglich. Sie stechen mit ihren Mundwerkzeugen in das Pflanzengewebe und ernähren sich von Pflanzensaft. Alle Kaffee-Napfschildläuse sind weiblich, die Fortpflanzung erfolgt durch Parthenogenese. Die Eier sind rosa-beige, länglich und etwa 0,7 mm lang. Bis zu tausend Eier werden abgelegt und bleiben unter der Schildlaus verborgen, wobei die Mutter kurz nach der Eiablage stirbt. Die Eier schlüpfen in erste Larvenstadien, die als "Crawler" bekannt sind. Dies ist das einzige mobile Stadium dieser Art. Sie verlassen den Schutz der mütterlichen Schale, um sich auszubreiten. Sie haben kurze Antennen und Gliedmaßen, ein Paar roter Augenflecken und ein Paar langer Borsten (Setae) am Rücken. Nach dem Erreichen eines geeigneten Standorts stechen sie ihre Mundwerkzeuge in die Pflanze, häuten sich und entwickeln sich zu zweiten Nymphenstadien. Es gibt ein weiteres Nymphenstadium, bevor das Erwachsenenstadium erreicht wird. Die gesamte Entwicklungsdauer beträgt vierzig Tage oder mehr. Es kann mehrere Generationen pro Jahr geben.[2]

Beschreibung

Die Kaffee-Napfschildlaus, wissenschaftlich bekannt als *Saissetia coffeae*, zeichnet sich durch ihre halbkugelförmige Gestalt und ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Wirtspflanzen aus. Adulte Schildläuse variieren im Durchmesser von etwa 2 mm bis 4,5 mm, wobei die Größe stark von der jeweiligen Wirtspflanze abhängt. Ihr Aussehen ähnelt oft einem Miniatur-Militärhelm, glatt, glänzend und braun gefärbt, eng an Stängel oder Blätter gepresst. Junge Schildläuse weisen manchmal eine leicht gerippte Oberfläche auf, gelegentlich in Form eines "H". Wie andere Schildläuse sind sie unbeweglich und besitzen keine Gliedmaßen. Sie stechen mit ihren Mundwerkzeugen in das Pflanzengewebe und ernähren sich von Pflanzensaft. Die Entwicklung der *Saissetia coffeae* verläuft über mehrere Stadien, beginnend mit den ersten Larvenstadien, die als "Crawler" bekannt sind. Dies ist das einzige mobile Stadium, in dem sie sich ausbreiten können. Diese Larven verlassen den Schutz der mütterlichen Schildlaus, um sich zu verteilen. Sie besitzen kurze Antennen und Gliedmaßen, ein Paar rote Augenflecken und ein Paar lange Borsten (Setae) am Hinterteil. Nach dem Finden eines geeigneten Standorts dringen sie mit ihren Mundwerkzeugen in die Pflanze ein, häuten sich und entwickeln sich zu Nymphen im zweiten Stadium. Es folgt ein weiteres Nymphenstadium, bevor das adulte Stadium erreicht wird. Der gesamte Entwicklungszyklus dauert vierzig Tage oder länger, und es können mehrere Generationen pro Jahr auftreten. Da alle Kaffee-Napfschildläuse weiblich sind, erfolgt die Fortpflanzung durch Parthenogenese. Die Eier sind rosa-beige, länglich und etwa 0,7 mm lang. Bis zu tausend Eier werden abgelegt und bleiben unter der Schildlaus verborgen, wobei das Muttertier kurz nach der Eiablage stirbt.[2]

Verhalten

Die *Saissetia coffeae* ist wie andere Schildläuse ohne Gliedmaßen und unbeweglich. Sie durchsticht das Pflanzengewebe mit ihren Mundwerkzeugen und ernährt sich von Pflanzensaft.[2]

Ökologie

Die Kaffee-Napfschildlaus (*Saissetia coffeae*) befällt verschiedene Pflanzen, darunter Kaffee und Tee.[4] Sie befällt auch Zuckeräpfel und Kürbisse. Sie kommt auf Gewächshauspflanzen und Ziersträuchern vor und ist an Stängeln, Blättern und Früchten zu finden.[5] *S. coffeae* produziert reichlich Honigtau, was das Wachstum von Rußtau fördert und auch zu Blattfall und Stauchung der Triebe an der Wirtspflanze führt. Ameisen können die Schildläuse besuchen, um sich vom Honigtau zu ernähren, und schützen die Schildläuse vor ihren natürlichen Feinden. Die Art wird von Parasitoiden angegriffen, von denen einige in verschiedenen Teilen der Welt eingeführt wurden, um *Saissetia oleae* zu kontrollieren, einen bedeutenden Schädling von Olivenbäumen.[5]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Kaffee-Napfschildlaus, *Saissetia coffeae*, gilt als Schädling an verschiedenen Zier- und Nutzpflanzen. Sie befällt Stängel, Blätter und Früchte und saugt Pflanzensaft, was zu Wachstumsstörungen und Blattfall führen kann. Durch die Ausscheidung von Honigtau fördert sie zudem die Ansiedlung von Rußtaupilzen, die die Photosynthese beeinträchtigen und die Pflanzen zusätzlich schwächen. Ameisen werden oft von dem Honigtau angezogen und schützen die Schildläuse vor natürlichen Feinden. Zur Früherkennung eines Befalls sollten Pflanzen regelmäßig auf Schildläuse und Honigtau untersucht werden. Präventive Maßnahmen umfassen die Förderung natürlicher Feinde wie Marienkäfer und Schlupfwespen. Bei geringem Befall können die Schildläuse von Hand abgesammelt oder mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Ein starker Befall kann den Einsatz von Insektiziden erforderlich machen, wobei auf eine bienenfreundliche Auswahl geachtet werden sollte. Biologische Bekämpfung mit *Metaphycus helvolus* ist ebenfalls eine Option. Im Rahmen der integrierten Schädlingsbekämpfung (IPM) sollten chemische Mittel nur als letzte Option eingesetzt werden, nachdem andere Methoden ausgeschöpft wurden. Die Förderung der natürlichen Feinde und die regelmäßige Kontrolle der Pflanzen sind wesentliche Bestandteile eines erfolgreichen IPM-Programms.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

*Saissetia coffeae* kann als Schädling an verschiedenen Pflanzenarten auftreten und wirtschaftliche Schäden verursachen. Betroffen sind Nutzpflanzen wie Kaffee und Tee. Die Schildlaus scheidet große Mengen Honigtau aus, was das Wachstum von Rußtaupilzen fördert, was wiederum zu Blattfall und Wachstumsstörungen an den Wirtspflanzen führt. Die Anwesenheit von *Saissetia coffeae* kann sich negativ auf den Ertrag und die Qualität der betroffenen Kulturen auswirken.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Kaffee-Napfschildlaus (*Saissetia coffeae*) vermehrt sich ausschließlich parthenogenetisch, das heißt, alle Individuen sind weiblich und pflanzen sich ohne Befruchtung fort. Die Eier sind pinkfarben-beige, länglich und etwa 0,7 mm lang. Bis zu tausend Eier werden abgelegt und bleiben unter dem Schild des Muttertieres verborgen, welches kurz nach der Eiablage stirbt. Die Eier schlüpfen in das erste Larvenstadium, bekannt als "Crawler", welches das einzige mobile Stadium in dieser Art darstellt. Die "Crawler" verlassen den Schutz des Mutterschildes, um sich zu verteilen. Sie besitzen kurze Antennen und Gliedmaßen, ein Paar rote Augenflecken und ein Paar lange Borsten (Setae) am Hinterteil. Nach dem Auffinden eines geeigneten Platzes stechen sie mit ihren Mundwerkzeugen in die Pflanze, häuten sich und entwickeln sich zum zweiten Nymphenstadium. Es folgt ein weiteres Nymphenstadium, bevor das adulte Stadium erreicht wird. Der gesamte Entwicklungszeitraum beträgt vierzig Tage oder mehr. Es können mehrere Generationen pro Jahr auftreten.[2]

Vorkommen & Lebensraum

*Saissetia coffeae*, allgemein bekannt als Kaffee-Napfschildlaus, ist in West-, Zentral- und Ostafrika, Madagaskar, im tropischen und subtropischen Asien, in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik verbreitet.[4] Die Art ist polyphag und befällt eine Vielzahl von Wirtspflanzen, darunter Kaffee, Tee, Zuckerapfel und Kürbis.[4][5] Sie kommt an Stängeln, Blättern und Früchten vor und ist auch in Gewächshäusern und an Ziersträuchern zu finden.[5] Die Kaffee-Napfschildlaus ist in der Arequipa-Region in Peru auf Olivenbäumen gefunden worden.[6]

Saisonalität & Aktivität

Die *Saissetia coffeae*, auch bekannt als Kaffee-Napfschildlaus, zeigt saisonale Aktivitätsmuster, die durch ein erhöhtes öffentliches Interesse in bestimmten Monaten des Jahres widergespiegelt werden. Das aggregierte Suchinteresse in Deutschland deutet auf Aktivitätsspitzen im Mai und September hin, während das geringste Interesse im Januar und Februar besteht.[3] Diese saisonalen Schwankungen im Suchinteresse könnten auf die Lebenszyklusphasen der Schildlaus oder auf saisonale Veränderungen in den Wirtspflanzen zurückzuführen sein. Weitere Forschung ist notwendig, um die genauen Ursachen für diese beobachteten Muster zu ermitteln. Die saisonalen Aktivitätsmuster der *Saissetia coffeae* sind noch nicht ausreichend dokumentiert, daher sind weitere wissenschaftliche Untersuchungen erforderlich, um die jahreszeitlichen Verhaltensweisen und Lebenszyklen dieser Art vollständig zu verstehen.

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Abteilungsbibliothek MNL, Bonn, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

    09.10.2025

  • Westend-Nord, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland

    05.09.2025

  • Germany

    14.06.2025

  • Germany

    11.06.2025

  • Herrenhausen, 30 Hannover-Herrenhausen-Stöcken, Deutschland

    12.01.2025

Daten: iNaturalist

Quellen & Referenzen

  1. https://www.gbif.org/species/5163470
  2. https://bugguide.net/node/view/10022
  3. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  4. Waller, J. M.; Bigger, M.; Hillocks, R. J. (2007). Coffee Pests, Diseases and Their Management. CABI. pp. 122–123. ISBN 978-1-84593-209-1.
  5. Soft Scale Insects. Elsevier. 1997. p. 275. ISBN 978-0-08-054135-8.
  6. Beltran-Moreno M, Llacctas A, Huanca J, Evans G (2025) A survey of scale insects (Hemiptera, Coccoidea) on avocados, olives, and grapes in the Peruvian region of Arequipa. ZooKeys 1257: 91-125. https://doi.org/10.3897/zookeys.1257.163722
  7. PDF: kaffee-napfschildlaus-scientific d05c6950-945a-487f-a837-b1ae1cd7fac2