Fakten (kompakt)
- *Sirex juvencus* ist eine Art der Holzwespen (Siricidae). - *Sirex juvencus* gehört zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera). - Die Art *Sirex juvencus* wurde 1758 von Carl Linnaeus erstbeschrieben. - *Sirex juvencus* ist auch unter dem deutschen Namen Blaue Kiefernholzwespe bekannt.[4]
Die Art führt den wissenschaftlichen Namen *Sirex juvencus* und wurde von Carl von Linné im Jahr 1758 erstbeschrieben. Taxonomisch wird sie als Spezies innerhalb der Gattung *Sirex* geführt. Diese Gattung gehört zur Familie der Siricidae (Holzwespen), welche der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) untergeordnet ist. Der Name *Sirex juvencus* gilt als valides und akzeptiertes Taxon.[2] Im deutschen Sprachgebrauch wird die Art als Blaue Kiefernholzwespe bezeichnet. Fachlich erfolgt zudem eine Einordnung in die Gruppe der Holz- und Materialschädlinge.[1]
Der Rumpf der Blauen Kiefernholzwespe (*Sirex juvencus*) ist walzenförmig und weist keine Wespentaille auf. Weibliche Exemplare erreichen ohne den Legebohrer eine Körperlänge von bis zu 30 mm. Inklusive des Legebohrers, der über den Hinterleib hinausragt, werden Längen bis zu 35 mm gemessen. Die Grundfärbung der Imago ist schwarzblau. Als farbliche Akzente sind die Fußendglieder gelb und die Fühlerbasis meist rotbraun gefärbt. Die [Wespen](/pages/lexikon/wespen) verfügen über eine gute Flugfähigkeit und erzeugen dabei ein lautsurrendes Fluggeräusch. Trotz ihres Erscheinungsbildes können die Wespen nicht stechen. Die Eier der Art sind rein weiß und etwa 1 mm groß. Die Larven erscheinen weiß bis blass gelblich. Ihre Form ist walzenförmig, leicht gekrümmt und weich. Sie sind augenlos und besitzen drei Paare von Stummelfüßen. Ein charakteristisches Merkmal der Larve ist ein dunkelbrauner Stachel am Hinterende, der als Stopfapparat fungiert. Fraßgänge im Holz sind dicht mit Spänen, Bohrmehl und Kotpartikeln gepackt. Nach dem Schlupf hinterlassen die Tiere kreisrunde Fluglöcher mit einem Durchmesser von 3 bis 6 mm.[1]
Die Blaue Kiefernholzwespe (*Sirex juvencus*) ist ein relevanter Holz- und Materialschädling, der sich durch einen walzenförmigen Rumpf ohne die für viele Hautflügler typische Wespentaille auszeichnet. Im natürlichen Lebensraum fällt das Insekt durch seine gute Flugfähigkeit auf, wobei es ein lautsurrendes Fluggeräusch erzeugt. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich primär von Juni bis August, kann aber bis in den September reichen. Farblich präsentiert sich die Art überwiegend schwarzblau, wobei die Fußendglieder gelb und die Fühlerbasis meist rotbraun gefärbt sind. Weibliche Exemplare erreichen eine Körperlänge von bis zu 30 mm, die sich inklusive des über den Hinterleib hinausragenden Legebohrers auf bis zu 35 mm verlängert. Dieser Legebohrer ermöglicht die Eiablage einzeln oder in Gruppen bis zu 10 mm tief in das Holzsubstrat. Die Larven, die sich im Holz entwickeln, sind weiß bis blass gelblich gefärbt, augenlos und besitzen einen weichen, leicht gekrümmten Körper. Zur Fortbewegung und Verankerung im Fraßgang dienen ihnen drei Paar Stummelfüße. Ein spezifisches anatomisches Merkmal der Larve ist der dunkelbraune Stachel am Hinterende, der als Stopfapparat fungiert, um Bohrmehl und Kotpartikel in den Gängen zu verdichten. Die Entwicklung der Larven ist eng an das Vorhandensein des Pilzes *Stereum chailletii* gebunden; fehlt dieser Symbiosepartner, kommt es zu einem Entwicklungsstopp. Der gesamte Entwicklungszyklus dauert in der Regel zwei Jahre, kann sich jedoch auf bis zu drei Jahre ausdehnen und umfasst 5 bis 11 Häutungen. Die Überwinterung erfolgt selten im Eistadium, sondern meist als Larve, die auch im Freien überlebensfähig ist. Nach einer Puppenruhe von drei bis fünf Wochen schlüpfen die [Wespen](/pages/lexikon/wespen) vorzugsweise morgens, wobei die Schlupfrate bei Tageshöchsttemperaturen unter 20 °C gering bleibt. Die erwachsenen Tiere, deren Lebensdauer meist nur zwei bis vier Wochen beträgt, können für den Menschen nicht gefährlich werden, da sie nicht stechen. Bemerkenswert ist die Kraft der Kiefer beim Schlupf: Die Wespen fressen sich nicht nur durch Holz, sondern durchdringen auch feste Materialien wie Bleibleche, Teppiche oder Linoleum, die auf befallenem Holz aufliegen.[3]
Die Blaue Kiefernholzwespe (*Sirex juvencus*) verfügt über eine gute Flugfähigkeit und erzeugt dabei ein charakteristisches, lautsurrendes Fluggeräusch. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich primär von Juni bis August, kann aber bis in den September reichen. Der Schlupf der adulten Tiere erfolgt vorwiegend in den Morgenstunden. Dieser Vorgang ist temperaturabhängig, da die Schlupfrate bei Tageshöchsttemperaturen unter 20 °C gering bleibt. Zur Eiablage bohren die Weibchen ihre Eier einzeln oder in Gruppen bis zu 10 Millimeter tief in das Holzsubstrat. Ein einzelnes Weibchen kann dabei einen Vorrat von 350 bis 480 Eiern ablegen. Die Larven treiben Fraßgänge in das Holz, welche sie dicht mit einem Gemisch aus Spänen, Bohrmehl und Kotpartikeln verfüllen. Um das Material zu verdichten, nutzen die Larven einen dunkelbraunen Stachel am Hinterende, der als Stopfapparat fungiert. Die Überwinterung erfolgt im Freien meist im Larvenstadium, nur selten als Ei. Nach der Verpuppung fressen sich die geschlüpften [Wespen](/pages/lexikon/wespen) aktiv durch das Holz nach außen. Dabei besitzen sie die Fähigkeit, selbst feste Materialien wie Bleibleche, Teppiche oder Linoleum zu durchdringen, die auf dem befallenen Holz aufliegen. Trotz ihres Aussehens verfügt die Art über kein Abwehrverhalten durch Stiche, da die [Wespe](/pages/lexikon/deutsche-wespe) nicht stechen kann. Eine erfolgreiche Entwicklung ist zudem an das Vorhandensein des Pilzes *Stereum chailletii* gebunden, dessen Fehlen zu einem Entwicklungsstopp führt.[3]
Die Larven von *Sirex juvencus* entwickeln sich vorzugsweise in frisch gefälltem oder anbrüchigem Nadelholz, wobei besonders *Picea*- und *Abies*-Arten als Wirtspflanzen dienen. Eine essentielle ökologische Abhängigkeit besteht zu dem Pilz *Stereum chailletii*, dessen Fehlen zu einem Entwicklungsstopp führt. Die Überwinterung erfolgt im Freien meist im Larvenstadium, seltener als Ei.[1] Die Art zeigt spezifische Temperaturansprüche: Der Hitzetod tritt bei ca. 45 °C ein, während der Schlupf der Imagines bei Tageshöchsttemperaturen unter 20 °C nur gering ausfällt. Die Flugzeit der gut flugfähigen Tiere erstreckt sich von Juni bis August, teilweise bis in den September. Nach der Metamorphose fressen sich die [Wespen](/pages/lexikon/wespen) beim Verlassen des Holzes auch durch aufliegende feste Materialien wie Bleibleche, Teppiche oder Linoleum.[1]
Die Blaue Kiefernholzwespe (*Sirex juvencus*) wird als Holz- und Materialschädling klassifiziert. Die Entwicklung der Larven erfolgt in frisch gefälltem oder anbrüchigem Nadelholz, wobei besonders Fichten- (*Picea*) und Tannenarten (*Abies*) befallen werden. Ein Befall in frischem Bauholz bleibt oft zunächst unbemerkt. Die Fraßgänge sind dicht mit Spänen, Bohrmehl und Kotpartikeln verpackt, wodurch sie teilweise schlecht erkennbar sind. Sichtbares Anzeichen eines Befalls sind kreisrunde Fluglöcher im Holz mit einem Durchmesser von 3 bis 6 mm. Nach dem Schlupf verursachen die [Wespen](/pages/lexikon/wespen) oft Sekundärschäden, indem sie sich durch aufliegende Materialien wie Teppiche, Linoleum oder sogar Bleibleche bei Flachdachbungalows fressen. Eine Gesundheitsgefahr für den Menschen besteht nicht, da die Art keine Krankheiten überträgt und die [Wespe](/pages/lexikon/deutsche-wespe) nicht stechen kann. Ein natürlicher Entwicklungsstopp tritt ein, wenn der für die Larven notwendige Pilz *Stereum chailletii* fehlt.[3] Als physikalischer Grenzwert für Bekämpfungsmaßnahmen gilt der Hitzetod der Tiere, der bei ca. 45 °C eintritt.[3]
Die Blaue Kiefernholzwespe (*Sirex juvencus*) wird als Holz- und Materialschädling klassifiziert. Ihre wirtschaftliche Bedeutung resultiert vor allem aus der Entwicklung in frisch gefälltem oder anbrüchigem Nadelholz, wobei besonders Fichten- (*Picea*) und Tannenarten (*Abies*) betroffen sind. Ein spezifisches Risiko für die Bauwirtschaft besteht darin, dass ein Befall in frischem Bauholz oft zunächst unbemerkt bleibt. Die Larven legen Fraßgänge an, die dicht mit Spänen, Bohrmehl und Kotpartikeln verpackt sind, was die Erkennung der Gänge teilweise erschwert. Sichtbare Schäden entstehen durch kreisrunde Fluglöcher mit einem Durchmesser von 3 bis 6 mm, wenn die adulten Tiere das Holz verlassen. Neben der direkten Holzentwertung verursacht die Art signifikante Sekundärschäden an angrenzenden Materialien: Nach dem Schlupf fressen sich die [Wespen](/pages/lexikon/wespen) auch durch feste Auflagen auf dem befallenen Holz, wie beispielsweise Teppiche, Linoleum oder sogar Bleibleche bei Flachdachbungalows.[1]