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Lexikon-Eintrag

Schwalbenlausfliege Stenepteryx hirundinis

Schwalbenlausfliege
Lästling

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Zweiflügler (Diptera)
Familie Hippoboscidae
Gattung Crataerina
Art Stenepteryx hirundinis
Wissenschaftlicher Name Stenepteryx hirundinis (Linnaeus, 1758)

Einleitung

Die Schwalbenlausfliege (*Stenepteryx hirundinis*) ist eine Art aus der Familie der Lausfliegen (Hippoboscidae) innerhalb der Ordnung der Zweiflügler (Diptera). *Stenepteryx hirundinis* ist ein Ektoparasit, der hauptsächlich im Gefieder von Mehlschwalben (Delichon urbicum) lebt.[1]

Fakten (kompakt)

- Die Schwalbenlausfliege wird auch als *Crataerina hirundinis* bezeichnet, da sie früher der Gattung *Crataerina* zugeordnet wurde. - Die Familie der Hippoboscidae, zu der die Schwalbenlausfliege gehört, wird im Deutschen als Lausfliegen bezeichnet. - Die Schwalbenlausfliege gehört zum Reich der Tiere (Animalia), dem Stamm der Gliederfüßer (Arthropoda), der Klasse der Insekten (Insecta) und der Ordnung der Zweiflügler (Diptera).[1]

Name & Einordnung

Die Schwalbenlausfliege trägt den wissenschaftlichen Namen *Stenepteryx hirundinis* (Linnaeus, 1758). Zuvor wurde sie der Gattung *Crataerina* zugeordnet, wodurch sich der Name *Crataerina hirundinis* ergibt.[1] Der Artname *hirundinis* leitet sich vom lateinischen Wort für Schwalbe ab und bezieht sich auf den bevorzugten Wirt dieser Lausfliege.[2] *Stenepteryx hirundinis* gehört zur Familie der Hippoboscidae, den Lausfliegen.[1] Im Deutschen ist sie als Schwalbenlausfliege bekannt.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Schwalbenlausfliege (*Stenepteryx hirundinis*) ist eine Art der Lausfliegen (Hippoboscidae). Adulte Schwalbenlausfliegen erreichen eine Körperlänge von vier bis fünf Millimetern. Kopf, Brust und Beine sind gelblich gefärbt, während der Hinterleib eine dunklere Färbung aufweist. Die seitlich stehenden Augen sind als Komplexaugen gut ausgebildet. Charakteristisch sind die sichelförmigen, langen Flügel, die das Körperende der Fliege deutlich überragen. Die Flügel sind stark reduziert, wodurch die Schwalbenlausfliegen nicht mehr flugfähig sind. Auffällig sind die gut ausgebildeten Krallen am letzten Fußglied der drei Beinpaare, die es den Parasiten ermöglichen, sich im Gefieder ihrer Wirtsvögel festzuhalten. Eine weitere Anpassung an die parasitische Lebensweise ist der stark abgeflachte Körper der Schwalbenlausfliege.[2]

Beschreibung

Die Schwalbenlausfliege (*Stenepteryx hirundinis*) ist ein Ektoparasit, der hauptsächlich im Gefieder der Mehlschwalbe (Delichon urbicum) lebt. Seltener findet man sie auch an Rauchschwalben (Hirundo rustica) und Uferschwalben (Riparia riparia). Die Art gehört zur Familie der Lausfliegen (Hippoboscidae) innerhalb der Ordnung der Zweiflügler (Diptera). *Stenepteryx hirundinis* zeichnet sich durch eine parasitische Lebensweise aus, die einige Besonderheiten in ihrer Morphologie und Fortpflanzungsbiologie bedingt. Die Verbreitung der Schwalbenlausfliege deckt sich vermutlich mit der der Mehlschwalbe. Die Weibchen der Schwalbenlausfliege legen keine Eier, sondern sind lebendgebärend. Sie bringen voll entwickelte Larven des dritten Larvalstadiums zur Welt, die sich direkt nach der Geburt verpuppen. Die Anzahl der Nachkommen ist bei Lausfliegen generell gering, meist nur etwa zehn Larven pro Wurf. Der stark abgeplattete Körper und die kräftigen Klauen, mit denen sich *Stenepteryx hirundinis* im Gefieder der Mehlschwalbe festhält, sind Anpassungen an die parasitische Lebensweise. Die stark reduzierten Flügel erlauben es den Tieren nicht mehr zu fliegen. Männchen und Weibchen ernähren sich vom Blut ihrer Wirtsvögel. Die Schwalbenlausfliege kann auch für den Menschen zum Problem werden, wenn die Parasiten aus verlassenen Mehlschwalbennestern in Wohnungen eindringen und dort lebende Bewohner stechen. Da die Mehlschwalbe in Deutschland zu den streng geschützten Vogelarten zählt, dürfen ihre Nester nicht ohne Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde entfernt werden.[2]

Verhalten

Die Schwalbenlausfliege (*Stenepteryx hirundinis*) lebt als Ektoparasit hauptsächlich im Gefieder der Mehlschwalbe (*Delichon urbicum*). Seltener findet man sie auch an Rauchschwalben (*Hirundo rustica*) und Uferschwalben (*Riparia riparia*).[2] Die stark ausgebildeten Klauen, mit denen sich *S. hirundinis* im Gefieder der Mehlschwalbe festhalten kann, sind Ausdruck der parasitischen Lebensweise. Dies gilt auch für die stark reduzierten Flügel, die es den Tieren nicht mehr erlauben zu fliegen.[2] Sowohl die Männchen als auch die Weibchen von *S. hirundinis* ernähren sich vom Blut ihrer Wirtsvögel.[2]

Ökologie

*Stenepteryx hirundinis*, auch bekannt als Schwalbenlausfliege, lebt hauptsächlich als Ektoparasit im Gefieder der Mehlschwalbe (*Delichon urbicum*). Seltener findet man sie auch an Rauchschwalben (*Hirundo rustica*) und Uferschwalben (*Riparia riparia*). Vermutlich deckt sich das Verbreitungsgebiet der Schwalbenlausfliege mit dem der Mehlschwalbe. Die Männchen und Weibchen von *Stenepteryx hirundinis* ernähren sich vom Blut ihrer Wirtsvögel.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Schwalbenlausfliege (*Stenepteryx hirundinis*) kann als Hygieneschädling betrachtet werden, wenn sie in Wohnungen eindringt und dort lebende Bewohner sticht. Probleme mit Schwalbenlausfliegen entstehen, wenn die Parasiten aus verlassenen Mehlschwalbennestern in Wohnungen gelangen. Da die Mehlschwalbe in Deutschland zu den streng geschützten Vogelarten zählt, dürfen ihre Nester nicht ohne Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde entfernt werden. Bei akuten Problemen sollte man sich daher zuerst an diese Behörde wenden. Um das Eindringen der Parasiten in Gebäude zu verhindern, kann die Fassade im Umkreis von Rolladenkästen und Fensterbänken mit Insektensprays behandelt werden. Das Anbringen von doppelseitigem Klebeband auf der Fensterbank kann ebenfalls helfen, das Eindringen von Schwalbenlausfliegen und anderen Vogelparasiten zu verhindern. Zu den Vogelparasiten zählen beispielsweise die Rote Vogelmilbe (*Dermanyssus gallinae*), die Taubenzecke (*Argas reflexus*) oder die Nordische Vogelmilbe (*Ornithonyssus sylviarum*).[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Schwalbenlausfliege (*Stenepteryx hirundinis*) kann als Hygieneschädling betrachtet werden, wenn sie aus verlassenen Mehlschwalbennestern in Wohnungen eindringt und dort lebende Bewohner sticht. Dies kann zu Problemen führen, da die Stiche Juckreiz und Hautreizungen verursachen können. Die Mehlschwalbe (*Delichon urbicum*) steht in Deutschland unter Naturschutz, weshalb ihre Nester nicht ohne Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde entfernt werden dürfen. Bei einem Befall mit Schwalbenlausfliegen sollte man sich daher zuerst an diese Behörde wenden. Um ein Eindringen der Parasiten in Gebäude zu verhindern, können Fassadenbereiche um Fenster und Rollladenkästen mit Insektensprays behandelt oder mit doppelseitigem Klebeband gesichert werden. Dadurch soll verhindert werden, dass die Schwalbenlausfliegen oder andere Vogelparasiten in die Wohnungen gelangen.[2]

Biologie & Lebenszyklus

*Stenepteryx hirundinis*, auch bekannt als Schwalbenlausfliege, ist ein Ektoparasit, der hauptsächlich im Gefieder der Mehlschwalbe (*Delichon urbicum*) lebt. Seltener findet man sie auch an Rauchschwalben (*Hirundo rustica*) und Uferschwalben (*Riparia riparia*). Die Weibchen der Schwalbenlausfliege legen keine Eier, sondern sind lebendgebärend. Sie bringen voll entwickelte Larven des dritten Larvalstadiums zur Welt, die sich direkt nach der Geburt verpuppen. Die Anzahl der Nachkommen ist bei Lausfliegen generell sehr gering und liegt meist nur bei rund zehn Larven pro Wurf. Sowohl die Männchen als auch die Weibchen von *Stenepteryx hirundinis* ernähren sich vom Blut ihrer Wirtsvögel.[2]

Vorkommen & Lebensraum

*Stenepteryx hirundinis*, auch bekannt als Schwalbenlausfliege, ist ein Ektoparasit, der hauptsächlich im Gefieder der Mehlschwalbe (*Delichon urbicum*) lebt. Seltener findet man sie auch an Rauchschwalben (*Hirundo rustica*) und Uferschwalben (*Riparia riparia*). Es wird vermutet, dass sich das Verbreitungsgebiet der Schwalbenlausfliege mit dem der Mehlschwalbe deckt. Ob es größere Verbreitungslücken gibt, ist bisher nicht bekannt, da die Nachweise der Schwalbenlausfliege sehr gering sind. Die Schwalbenlausfliege kommt in Deutschland vor. Die Parasitierungsrate kann regional variieren; so waren beispielsweise in einer Untersuchung von 303 Mehlschwalben im Gebiet des Neusiedlersees 32 Vögel von Schwalbenlausfliegen befallen, was einer Parasitierungsrate von 10,56 % entspricht. Die Schwalbenlausfliege ist an eine parasitische Lebensweise angepasst. Dazu gehören ein stark abgeflachter Körper und kräftig ausgebildete Klauen, mit denen sie sich im Gefieder der Wirtsvögel festhalten kann. Die stark reduzierten Flügel erlauben es den Tieren nicht mehr zu fliegen. Sowohl die Männchen als auch die Weibchen von *Stenepteryx hirundinis* ernähren sich vom Blut ihrer Wirtsvögel. Probleme mit Schwalbenlausfliegen können entstehen, wenn diese Parasiten aus leeren Mehlschwalbennestern in Wohnungen eindringen und die dort lebenden Bewohner stechen. Da die Mehlschwalbe in Deutschland zu den streng geschützten Vogelarten gehört, dürfen ihre Nester nicht ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde entfernt werden.[2]

Saisonalität & Aktivität

Informationen zur Saisonalität und Aktivität der Schwalbenlausfliege (*Stenepteryx hirundinis*) sind begrenzt verfügbar. Das Suchinteresse in Deutschland zeigt tendenziell im März einen leichten saisonalen Höhepunkt.[3] Da die Weibchen der Schwalbenlausfliege lebendgebärend sind und voll entwickelte Larven des dritten Larvalstadiums zur Welt bringen, die sich direkt nach der Geburt verpuppen, ist die Generationsfolge nicht an bestimmte Jahreszeiten gebunden. Die Anzahl der Nachkommen ist mit etwa zehn Larven pro Wurf generell gering.[2] Sowohl die Männchen als auch die Weibchen von *S. hirundinis* ernähren sich vom Blut ihrer Wirtsvögel.[2]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Germany

    20.06.2025

  • Ottweiler, Saarland, Deutschland

    08.08.2024

  • Deutschland

    25.05.2024

  • Ummanz, Deutschland

    03.06.2023

  • Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e.V., Hardt, Baden-Württemberg, Deutschland

    24.05.2022

Daten: iNaturalist

Quellen & Referenzen

  1. https://www.schaedlingskunde.de/schaedlingslexikon/laestlinge/lausfliegen/schwalbenlausfliege-stenepteryx-hirundinis/
  2. PDF: schwalbenlausfliege-stenepteryx-hirundinis
  3. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)