Fakten (kompakt)
- *Stevia rebaudiana* gehört zum Reich der Pflanzen (Plantae), Abteilung Streptophyta, Klasse Magnoliopsida, Ordnung Asterales, Familie Asteraceae, Tribus Eupatorieae, Subtribus Steviinae und Gattung *Stevia*. - Die Gattung *Stevia* zeichnet sich durch ihre Vielfalt innerhalb der Familie der Korbblütler aus, wobei die Arten oft strauchartige oder krautige Wuchsformen aufweisen, die an Hochlandumgebungen angepasst sind. - Das akzeptierte binomische Nomen ist *Stevia rebaudiana* (Bertoni) Hemsl., das 1917 auf der Grundlage früherer Beschreibungen festgelegt wurde, wobei wichtige Synonyme *Eupatorium rebaudianum* Bertoni (1899) und *Stevia rebaudiana* (Bertoni) Bertoni (1905) sind.[2] - *S. rebaudiana* unterscheidet sich von ihren Artgenossen im Subtribus Steviinae durch ihre diploide Chromosomenzahl von 2n=22, einen Karyotyp mit überwiegend metazentrischen Chromosomen (8m + 2sm + 1st) und relativ kurze Chromosomenlängen im Bereich von 1,1 bis 3,1 μm. - Sicherheitsstudien zeigen keine bestätigte Genotoxizität oder Karzinogenität beim Menschen und keine signifikante Allergenität bei empfohlenen Dosen für gereinigte Extrakte.[2] - Die Blätter haben auch einen Nährwert und enthalten Vitamine wie Vitamin C (ca. 15 mg/100 g), Proteine und Lipide.[2] - Pharmakologische Forschungsergebnisse belegen bemerkenswerte gesundheitliche Vorteile von *S. rebaudiana*, darunter antidiabetische Wirkungen, die den Blutzuckerspiegel in Tiermodellen um bis zu 73 % senken können, blutdrucksenkende Eigenschaften, antioxidative Aktivität durch phenolische Verbindungen und potenzielle entzündungshemmende und krebsbekämpfende Wirkungen, einschließlich neuerer Erkenntnisse über fermentierte Extrakte gegen Bauchspeicheldrüsenkrebszellen. - Die FDA (2008) und die EFSA (2011) haben Extrakte aus *Stevia rebaudiana* als sichere Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen, mit einer akzeptablen täglichen Aufnahmemenge von 4 mg Stevioläquivalenten pro kg Körpergewicht.[2]
*Stevia rebaudiana* ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die gültige wissenschaftliche Bezeichnung ist *Stevia rebaudiana* (Bertoni) Bertoni. Sie wurde 1905 von Moisés Santiago Bertoni formell benannt. Zuvor wurde sie 1899 als *Eupatorium rebaudianum* von Bertoni erstbeschrieben. Ein weiteres Synonym ist *Stevia rebaudiana* (Bertoni) Hemsl., das 1917 etabliert wurde. Die Art gehört zur Gattung *Stevia*, die etwa 230 Arten von Kräutern und Sträuchern umfasst, die hauptsächlich in den subtropischen und tropischen Regionen Amerikas beheimatet sind.[1] Der Gattungsname *Stevia* ehrt den spanischen Botaniker und Arzt Petrus Jacobus Stevus (Pedro Jaime Esteve) (ca. 1500–1556)[keine Quelle gefunden]. *Stevia rebaudiana* ist bekannt für ihre Blätter, die hohe Konzentrationen an Steviolglykosiden enthalten. Diese nicht-kalorischen, süßen Verbindungen, wie Steviosid und Rebaudiosid A, sind um ein Vielfaches süßer als Zucker. Indigene Völker, darunter die Guarani in Paraguay und Brasilien, verwenden die getrockneten Blätter traditionell, um bittere Kräutertees zu süßen und für medizinische Zwecke. Die Guarani nennen die Pflanze "ka'a he'ê" oder "kaa-he'ê", was so viel bedeutet wie "süßes Kraut".[1] Im Deutschen ist die Pflanze auch als Süßkraut oder Honigkraut bekannt[keine Quelle gefunden].
*Stevia rebaudiana*, auch bekannt als Stevia, ist ein kleiner, ausdauernder Strauch. Er gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Pflanze erreicht typischerweise eine Höhe von 0,5 bis 1,0 Meter. Wilde Sorten sind mit 0,3 bis 0,8 Metern kompakter. Kultivierte Sorten können durch Züchtung etwas größer werden. Die Stängel sind aufrecht, schlank und verzweigt. Das Wurzelsystem ist faserig und flach. Die Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sind einfach, lanzettlich bis elliptisch geformt. Die Blätter messen 3 bis 7 cm in der Länge und 1 bis 3 cm in der Breite. Sie haben leicht gesägte Ränder und eine deutliche Mittelrippe. Die Blattoberfläche ist glatt und wachsartig, um den Wasserverlust zu minimieren. Glanduläre Trichome bedecken die Blätter und sondern die charakteristischen süßen Verbindungen ab. Die Blätter sind hellgrün und haben eine papierartige Textur. Die kleinen, weißen Blüten sind etwa 5 bis 6 mm im Durchmesser. Sie haben röhrenförmige Blütenkronen mit einem blass-violetten Schlund. Die Blüten sind in losen Schirmtrauben oder kleinen Köpfchen von 2 bis 6 Blüten angeordnet. Die Blütezeit liegt im Sommer, typischerweise von Juli bis August in gemäßigten Regionen. Die daraus resultierenden Achänen sind klein, trocken und nicht öffnend. Sie sind mit einem federartigen Pappus versehen, der die Ausbreitung durch den Wind unterstützt.[1]
*Stevia rebaudiana*, allgemein als Stevia bekannt, ist ein kleiner, ausdauernder Strauch aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Art stammt aus den subtropischen Regionen Südamerikas, insbesondere aus Paraguay und Brasilien. Dort erreicht sie eine Höhe von bis zu 80 cm und zeichnet sich durch gesägte Blätter und kleine, weiße Blüten aus. Die Pflanze ist bekannt für ihre Blätter, die hohe Konzentrationen an Steviolglycosiden enthalten. Diese nicht-kalorischen, süßen Verbindungen, wie Steviosid (4–13 %) und Rebaudiosid A (2–4 %), sind 150–450-mal süßer als Saccharose.[1] Indigene Völker, darunter die Guarani in Paraguay, verwenden traditionell die getrockneten Blätter von *S. rebaudiana*, um bittere Kräutertees wie Yerba Mate zu süßen. Sie nutzen die Pflanze auch für medizinische Zwecke, beispielsweise zur Behandlung von Diabetes und Verdauungsproblemen. Heutzutage wird die Pflanze in Ländern wie Japan, China, den Vereinigten Staaten sowie Teilen Europas und Asiens angebaut, um die weltweite Nachfrage nach ihren Extrakten zu decken. Diese Extrakte sind von Aufsichtsbehörden wie der FDA (2008) und der EFSA (2011) als sichere Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Die akzeptable tägliche Aufnahmemenge beträgt 4 mg Stevioläquivalente pro kg Körpergewicht.[1] Neben ihrer Rolle als Süßstoff weist *S. rebaudiana* bemerkenswerte gesundheitliche Vorteile auf, die durch pharmakologische Forschung belegt sind. Dazu gehören antidiabetische Wirkungen, die den Blutzuckerspiegel in Tiermodellen um bis zu 73 % senken können, blutdrucksenkende Eigenschaften, antioxidative Aktivität durch phenolische Verbindungen sowie potenzielle entzündungshemmende und Antikrebs-Wirkungen.[1] Die Blätter liefern auch Nährwerte, darunter Vitamin C (ca. 15 mg/100 g), Proteine und Lipide. Das Hauptinteresse gilt jedoch gereinigten Glykosiden und nicht dem Konsum ganzer Blätter. Sicherheitsstudien zeigen keine bestätigte Genotoxizität oder Karzinogenität beim Menschen und keine signifikante Allergenität bei empfohlenen Dosen für gereinigte Extrakte. Es werden hochreine Extrakte bevorzugt, um potenziell bittere Nachgeschmäcker von Rohpräparaten zu vermeiden. *Stevia rebaudiana* ist durch einen aufrechten oder halbliegenden Wuchs mit krautigem Oberwuchs und einer holzigen Basis gekennzeichnet. Sie erreicht typischerweise eine Höhe von 0,5 bis 1,0 Metern. Wilde Sorten sind mit 0,3 bis 0,8 Metern kompakter, während kultivierte Sorten durch selektive Züchtung für eine erhöhte Biomasse etwas größer werden können. Die Stängel sind aufrecht, schlank und verzweigt, oft mit mehreren Seitenästen, die das Laub tragen. Das Wurzelsystem ist faserig und flach, was die Anpassung an die subtropische Heimat erleichtert. Die Blätter sind gegenständig, einfach und lanzettlich bis elliptisch, 3 bis 7 cm lang und 1 bis 3 cm breit, mit leicht gesägten Rändern und einer ausgeprägten Mittelrippe. Sie haben eine glatte, wachsartige Oberfläche, die den Wasserverlust minimiert, und sind mit Drüsenhaaren bedeckt, die die charakteristischen süßen Verbindungen der Pflanze absondern. Diese Blätter sind hellgrün und von papierartiger Textur. Die Pflanze produziert kleine weiße Blüten mit einem Durchmesser von etwa 5 bis 6 mm, mit röhrenförmigen Blütenkronen und einem blassvioletten Schlund, die in losen Schirmtrauben oder kleinen Köpfchen von 2 bis 6 Blüten angeordnet sind. Die Blütezeit liegt im Sommer, typischerweise von Juli bis August in gemäßigten Regionen. Daraus entwickeln sich Achänenfrüchte, die klein, trocken, nicht aufspringend und mit einem federartigen Pappus zur Windausbreitung versehen sind.[1] Als Kurztagpflanze mit hoher Photoperiodenempfindlichkeit zeigt *S. rebaudiana* eine obligate Blüte unter Tageslängen von weniger als 12 bis 13 Stunden, was ihr vegetatives Wachstum und ihren Fortpflanzungszyklus beeinflusst.[1]
Es liegen keine Informationen zum spezifischen Verhalten von *Stevia rebaudiana* vor, wie beispielsweise Fortbewegung, Orientierung, Kommunikation, Aggregationsverhalten, Territorialität, Abwehrverhalten oder Interaktionen mit Artgenossen oder anderen Arten. Die verfügbaren Quellen konzentrieren sich hauptsächlich auf botanische Eigenschaften, chemische Zusammensetzung, Anbau, Verwendung und Sicherheitsaspekte der Pflanze.[2]
*Stevia rebaudiana*, beheimatet in subtropischen Regionen Südamerikas, insbesondere Paraguay und Brasilien, spielt eine Rolle in ihrem natürlichen Ökosystem.[1] Traditionell nutzen indigene Völker wie die Guarani in Paraguay die Blätter von *S. rebaudiana*, um bittere Kräutertees wie Yerba Mate zu süßen und für medizinische Zwecke, beispielsweise zur Behandlung von Diabetes und Verdauungsproblemen.[1] Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass aus den Rückständen der *Stevia rebaudiana*-Pflanze ein Biokontrollmittel *Trichoderma atroviride* hergestellt werden kann, das als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Pflanzenkrankheiten eingesetzt wird.[3] Darüber hinaus kann *S. rebaudiana* als natürliches Pestizid dienen, da seine Diterpene, wie Steviosid, gegen Wurzelknotennematoden wie *Meloidogyne incognita* wirken. Es wurde auch eine antifungale Aktivität gegen Pathogene wie *Fusarium culmorum* beobachtet, die die Sporenkeimung und das Myzelwachstum hemmt, was sie für den ökologischen Landbau geeignet macht, um die Abhängigkeit von synthetischen Chemikalien zu verringern.[1] Ein aus Pflanzenextrakten gemischtes Insektizid dient der effektiven und umweltfreundlichen Abwehr von Schädlingen, die den Stevia-Anbau bedrohen.[3]
*Stevia rebaudiana* ist in erster Linie für die Gewinnung von Steviolglycosiden bekannt, die als kalorienfreie Süßstoffe dienen. Die Pflanze selbst wird nicht als Schädling oder Lästling betrachtet, sondern als Nutzpflanze. Allerdings können Schädlinge wie Blattläuse und Minierer *Stevia rebaudiana* befallen und die Blattqualität beeinträchtigen. Blattläuse saugen Pflanzensaft und können Viren übertragen, während Minierer Tunnel in den Blättern verursachen. Um Schäden zu minimieren, werden integrierte Schädlingsmanagementstrategien empfohlen, einschließlich der Anwendung von Neemöl gegen Blattläuse und der Überwachung auf frühen Befall durch Minierer. Steviolglycoside haben keinen Einfluss auf den Blutzucker- und Insulinspiegel bei gesunden Menschen. Studien zeigen, dass Stevia bei Menschen mit Typ-2-Diabetes den Blutzuckerspiegel senken kann. Steviolglycoside können blutdrucksenkende Wirkungen bei Menschen mit Bluthochdruck haben. Die Blätter von *Stevia rebaudiana* enthalten Flavonoide wie Quercetin, Rutin und Luteolin, die antioxidative Eigenschaften haben. Gelegentlich kann es bei übermäßigem Konsum von Stevia zu leichten Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Übelkeit kommen.[1] Zur Schädlingsbekämpfung bei *Stevia rebaudiana* kann ein aus Pflanzenextrakten und Stevia-Stroh hergestelltes Insektizid verwendet werden. *Trichoderma atroviride*, ein Pilz, kann unter Verwendung von Fermentationsrückständen der Stevia-Pflanze als Nährsubstrat gezüchtet und als biologisches Bekämpfungsmittel gegen Pflanzenkrankheiten eingesetzt werden.[3] Die Blätter werden in der Regel drei bis vier Monate nach der Pflanzung geerntet, sobald die Pflanzen eine Höhe von etwa 45 bis 60 cm erreicht haben. Das Ernten der Blätter kann manuell oder maschinell erfolgen. Nach der Ernte werden die Blätter getrocknet, um mikrobielles Wachstum zu verhindern.[1]
Die wirtschaftliche Bedeutung von *Stevia rebaudiana* liegt hauptsächlich in der Gewinnung von Steviolglycosiden aus ihren Blättern, die als kalorienfreie Süßstoffe dienen. Diese Glycoside, wie Steviosid und Rebaudiosid A, sind 200–400-mal süßer als Saccharose und werden in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie als natürliche Zuckerersatzstoffe eingesetzt. Der globale Markt für Stevia-Extrakte wurde auf etwa 0,93 Milliarden USD innerhalb eines 14,46 Milliarden USD schweren Sektors für nicht-nutritive Süßstoffe geschätzt. Bis 2025 wird erwartet, dass Stevia etwa 5–10 % dieses Marktes ausmacht. China dominiert die Stevia-Produktion mit über 60 % der weltweiten Produktion, gefolgt von Paraguay und Brasilien. Die kommerzielle Nutzung von Stevia hat auch Kontroversen ausgelöst, darunter Vorwürfe der Biopiraterie, bei denen multinationale Unternehmen von indigenem Wissen profitierten, ohne die Guarani-Gemeinschaften angemessen zu beteiligen. Neben der Verwendung als Süßstoff wird *Stevia rebaudiana* auch in anderen Bereichen untersucht. In der Landwirtschaft wird Stevia als natürliches Pestizid eingesetzt, da seine Diterpene, wie Steviosid, gegen Wurzelgallennematoden wie *Meloidogyne incognita* wirken. Es wurde auch eine antifungale Aktivität gegen Pathogene wie *Fusarium culmorum* festgestellt, was es für den ökologischen Landbau interessant macht.[1] Ein Patent beschreibt ein botanisches Insektizid, das verschiedene Pflanzenextrakte und Stevia-Stroh kombiniert, um Schädlinge im Stevia-Anbau effektiv und umweltfreundlich abzuwehren. Die Verwertung von Fermentationsrückständen der Stevia-Pflanze als Nährsubstrat zur Züchtung des Pilzes *Trichoderma atroviride*, der als biologisches Bekämpfungsmittel gegen Pflanzenkrankheiten eingesetzt wird, ist ebenfalls patentiert.[3]