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Lexikon-Eintrag

Sternjasmin Trachelospermum jasminoides

Sternjasmin

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Gentianales (Gentianales)
Familie Apocynaceae
Gattung Trachelospermum
Art Trachelospermum jasminoides
Wissenschaftlicher Name Trachelospermum jasminoides (Lindl.) Lem.
Akzeptierter Name

Einleitung

Der **Sternjasmin** (*Trachelospermum jasminoides*) ist eine immergrüne, verholzende Kletterpflanze aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae), deren natürliches Verbreitungsgebiet Teile von Japan, Korea, China und Vietnam umfasst.[1][2] Die Art wird aufgrund ihrer intensiv duftenden, radförmigen weißen Blüten weltweit als Zierpflanze kultiviert, zeigt jedoch in einigen eingeführten Regionen invasive Tendenzen.[3] Ungeachtet der namentlichen Ähnlichkeit und der aromatischen Eigenschaften zählt der Sternjasmin nicht zur Gattung der Echten Jasmine (*Jasminum*).[4]

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Fakten (kompakt)

- Im englischen Sprachraum ist die Art neben dem Namen Star jasmine auch als "Confederate jasmine" bekannt. - Die taxonomische Klassifizierung ordnet die Pflanze der Ordnung der Gentianales (Enzianartige) und der Klasse Magnoliopsida zu. - Zu den wissenschaftlichen Synonymen zählen neben dem Basionym auch *Parechites adnascens*, *Parechites thunbergii* sowie *Nerium divaricatum*. - Die ledrigen Laubblätter weisen eine spezifische Länge von 8 bis 15 Zentimetern auf. - Die einzelnen Blüten erreichen einen Durchmesser von etwa 2,5 Zentimetern. - Für das Wachstum werden neutrale bis leicht saure Boden-pH-Werte bevorzugt. - Nach der Etablierung am Standort zeichnet sich die Pflanze durch eine Toleranz gegenüber Trockenheit aus. - Das Art-Epitheton *jasminoides* kombiniert den Bezug auf Jasmin mit dem griechischen Suffix "-oides", was "ähnlich" oder "gleichend" bedeutet.[8]

Name & Einordnung

Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Trachelospermum jasminoides* (Lindl.) Lem., wobei sie taxonomisch der Familie der Apocynaceae (Hundsgiftgewächse) zugeordnet wird. Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1846 durch den britischen Botaniker John Lindley unter dem Basionym *Rhynchospermum jasminoides*. Charles Antoine Lemaire transferierte die Spezies im Jahr 1851 in die heute gültige Gattung *Trachelospermum*.[1][3] Diese Neuklassifizierung basierte auf der Samenmorphologie, spezifisch auf dem Funiculus, der eine halsartige Struktur um den Samenkörper bildet.[1] Der Gattungsname leitet sich entsprechend von den griechischen Begriffen *trachelos* (Hals) und *sperma* (Samen) ab. Das Art-Epitheton *jasminoides* setzt sich aus „jasmin-“ und dem griechischen Suffix „-oides“ (ähnlich) zusammen, was auf die optische und olfaktorische Ähnlichkeit der Blüten zum Echten Jasmin (*Jasminum*) verweist.[3] Zu den relevanten Synonymen zählen neben dem Basionym auch *Parechites adnascens* Hance, *Parechites thunbergii* A. DC., *Trachelospermum adnascens* Lem. sowie *Nerium divaricatum* Thunb.[1] Im deutschsprachigen Raum ist die Pflanze unter dem Trivialnamen Sternjasmin bekannt.[3] International verbreitete Bezeichnungen sind unter anderem „star jasmine“ oder „Confederate jasmine“, wobei der Name trotz der Duftähnlichkeit keine taxonomische Zugehörigkeit zur Gattung *Jasminum* impliziert.[3][2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Trachelospermum jasminoides ist eine immergrüne, verholzende Kletterpflanze, die an Kletterhilfen Wuchshöhen von 3 bis 6 Metern erreicht oder am Boden dichte Matten von etwa 0,6 Metern Höhe bildet.[2][3] Die drahtigen, windenden Stängel klettern ohne Ranken oder Luftwurzeln und sondern bei Verletzung einen charakteristischen milchigen Pflanzensaft ab, der typisch für die Familie der Apocynaceae ist.[2][4] Ältere Stämme entwickeln eine dunkelbraune Rinde.[4] Die gegenständig angeordneten, einfachen Laubblätter sind ledrig, glänzend dunkelgrün und oval bis lanzettlich geformt.[2][4] Sie messen typischerweise 3 bis 8 cm in der Länge sowie 2 bis 5 cm in der Breite, wobei der Neuaustrieb oft rötlich oder bronzefarben gefärbt ist. Die Blattspreite besitzt einen glatten Rand, eine gefiederte Aderung und sitzt an kurzen, in der Jugend leicht behaarten Blattstielen. Die Blüten stehen in lockeren, achselständigen Trugdolden aus meist 5 bis 10 Einzelblüten zusammen.[4] Jede stieltellerförmige Blüte hat einen Durchmesser von etwa 2,5 cm und besteht aus fünf ausgebreiteten, leicht gedrehten Kronlappen, die sich nach rechts überlappen und eine Windrad-Form bilden.[2][4] Die cremeweißen Kronblätter, teils mit leichtem Gelbstich, verströmen einen intensiven, süßen Duft. Der Kelch ist fünflappig mit schmalen, länglichen Sepalen. Nach der Bestäubung bilden sich paarige, lineare Balgfrüchte, die 10 bis 25 cm lang und 3 bis 10 mm breit sind. Diese Früchte reifen von Juni bis Dezember, verfärben sich dabei schwarz und enthalten zahlreiche längliche Samen. Die 1,5 bis 2 cm langen Samen sind mit einem 1,5 bis 4 cm langen Schopf aus feinen weißen Haaren (Coma) ausgestattet, der der Windausbreitung dient.[4] Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zur Gattung *Jasminum* (Echter Jasmin) ist die Samenmorphologie, bei der der Funiculus eine halsartige Struktur um den Samenkörper bildet.[1]

Beschreibung

Trachelospermum jasminoides ist eine immergrüne, verholzende Kletterpflanze aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae), die ursprünglich in Ost- und Südostasien beheimatet ist.[2][1] Im Gegensatz zu vielen anderen Kletterpflanzen bildet die Art keine Ranken oder Haftwurzeln aus, sondern windet sich mit ihren drahtigen Trieben an Trägerpflanzen oder Felsen empor.[4] Ein charakteristisches anatomisches Merkmal ist der milchige Pflanzensaft (Latex), der bei Verletzung aus den Stängeln austritt und typisch für die Familie der Apocynaceae ist.[3] In ihrem natürlichen Lebensraum besiedelt die Pflanze bevorzugt Waldränder, offene Gebüschformationen und gestörte Standorte, wo sie vertikal bis zu sechs Meter erklimmen oder dichte Matten als Bodendecker bilden kann.[3][5] Die ledrigen, glänzend dunkelgrünen Blätter sind gegenständig angeordnet und zeigen beim Austrieb oft eine rötliche bis bronzefarbene Färbung, bevor sie vergrünen. Die Blüten sind zwittrig und zeichnen sich durch eine radförmige Krone aus, deren fünf Blütenblätter sich propellerartig nach rechts überlappen.[5] Obwohl der Trivialname Sternjasmin eine Verwandtschaft vermuten lässt, gehört die Art nicht zur Gattung *Jasminum*, imitiert diesen jedoch durch den intensiven, süßlichen Blütenduft.[3] Dieser Duft verstärkt sich in den Abendstunden, was auf eine Anpassung an nachtaktive Bestäuber wie Schwärmer hindeutet, die durch den Geruch und die helle Blütenfarbe angelockt werden.[3][2] Nach der Befruchtung entwickeln sich paarige, lineare Balgfrüchte, die 10 bis 25 Zentimeter lang werden und bei Reife aufplatzen.[3] Die darin enthaltenen Samen sind mit einem seidigen Haarschopf (Coma) ausgestattet, der als Flugorgan dient und eine Verbreitung durch den Wind (Anemochorie) ermöglicht.[5] Historisch wurde die Art 1846 zunächst von John Lindley als *Rhynchospermum jasminoides* beschrieben, bevor sie 1851 von Charles Antoine Lemaire in die Gattung *Trachelospermum* überführt wurde.[3] Diese taxonomische Neuregelung basierte auf der spezifischen Samenmorphologie, bei der der Nabelstrang (Funiculus) eine halsartige Struktur um den Samenkörper bildet. Der Gattungsname leitet sich entsprechend von den griechischen Wörtern *trachelos* (Hals) und *sperma* (Samen) ab.[2] Phytochemisch enthält die Pflanze diverse Indolalkaloide und Terpenoide, die zur Abwehr von Herbivoren beitragen, wobei der milchige Saft Fressfeinde oft abschreckt.[5][3] Die Art ist an subtropische Klimabedingungen angepasst und toleriert kurzzeitige Fröste, gedeiht jedoch am besten in warmen, feuchten Umgebungen.[6]

Verhalten

Das Bewegungsverhalten von *Trachelospermum jasminoides* manifestiert sich als windendes Klettern, bei dem sich die drahtigen Stängel um vertikale Strukturen schlingen, ohne dabei Ranken oder Luftwurzeln auszubilden.[4][2] Zur interspezifischen Kommunikation und Orientierung von Bestäubern setzt die Pflanze starke chemische Signale in Form eines süßlichen Duftes ein. Die Intensität dieser Duftemission nimmt spezifisch in der Nacht zu, um nachtaktive Insekten wie Schwärmer (Sphingidae) anzulocken, die als primäre Bestäuber fungieren. Ergänzend interagiert die Art tagsüber mit diurnalen Besuchern wie Bienen und Schmetterlingen, die durch die optischen Reize der weißen Blüten angezogen werden. Als passives Abwehrverhalten gegen Herbivoren sondert die Pflanze bei mechanischer Verletzung der Blätter oder Stängel einen milchigen Latexsaft ab.[3] Dieser Saft wirkt in natürlichen Habitaten oft abschreckend auf Fressfeinde, wenngleich die Pflanze in Kultur dennoch von spezialisierten Schädlingen wie Schildläusen befallen werden kann.[5] Das Konkurrenzverhalten zeichnet sich durch aggressives vegetatives Wachstum aus, bei dem die Triebe bei Bodenkontakt an den Nodien Wurzeln schlagen. Durch diese klonale Ausbreitungsstrategie bildet *Trachelospermum jasminoides* dichte Matten, die in gestörten Ökosystemen andere Arten verdrängen und die Biodiversität im Unterwuchs dominieren können.[3]

Ökologie

Die Bestäubung von *Trachelospermum jasminoides* erfolgt entomophil, wobei der intensive, nachtaktive Blütenduft primär Schwärmer (Sphingidae) als Bestäuber anlockt. Tagsüber nutzen auch Bienen und Schmetterlinge das Nahrungsangebot der Blüten. Die Ausbreitung der Samen geschieht vorwiegend durch den Wind (Anemochorie), begünstigt durch einen seidigen Haarschopf an den Samen, während sich die Pflanze lokal auch vegetativ durch wurzelnde Triebe ausbreitet. Im natürlichen Verbreitungsgebiet besiedelt die Art Waldränder, offene Gebüsche und gestörte Standorte wie Flussufer in Höhenlagen von 200 bis 1.300 Metern. Als Kletterpflanze nutzt sie Bäume oder Felsen als Stützen, um in halbschattige bis sonnige Bereiche zu wachsen. *Trachelospermum jasminoides* bevorzugt fruchtbare, gut durchlässige Böden und ein subtropisches Mikroklima mit milden Wintern.[6] Ein milchiger Latexsaft dient der Pflanze als chemische Abwehr gegen Herbivoren, wirkt jedoch nicht gegen alle Schädlinge.[2] Zu den spezifischen Feinden zählen saftsaugende Insekten wie Blattläuse, Wollläuse und Schildläuse (z. B. Oleanderschildlaus), die Honigtau absondern und Rußtaupilze begünstigen. Japankäfer können die Blätter skelettieren, während Spinnmilben die Pflanze vor allem unter trockenen Bedingungen befallen. Bei schlechter Bodendrainage ist die Art anfällig für Wurzelfäule durch *Phytophthora*-Arten.[5] In eingeführten Gebieten kann die wuchskräftige Art dichte Matten bilden, die die natürliche Unterwuchsvegetation verdrängen und invasive Tendenzen zeigen.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Trachelospermum jasminoides gilt primär als wertvolle Zierpflanze, die durch Nektarproduktion Bestäuber wie Bienen und Nachtfalter fördert.[2] In warmen Regionen wie Florida, Georgia oder Australien zeigt die Art jedoch invasives Verhalten, indem sie dichte Matten bildet und heimische Vegetation in gestörten Habitaten verdrängt.[3] Der bei Verletzung austretende milchige Pflanzensaft kann Hautreizungen verursachen, wirkt jedoch physiologisch als Abwehr gegen Herbivoren.[4] Medizinisch ist die Pflanze relevant, da Extrakte in der Traditionellen Chinesischen Medizin gegen Rheuma genutzt werden, wobei enthaltene Indolalkaloide potenziell kardiotoxische Risiken bergen.[5][7] Obwohl die Art generell widerstandsfähig ist, führen Schildläuse und Wollläuse durch Honigtauausscheidungen oft zu sekundärem Rußtaupilzbefall. Spinnmilben verursachen besonders unter trockenen Bedingungen punktuelle Blattverfärbungen, während Japankäfer das Laub skelettieren können. Blattläuse befallen vorwiegend junge Triebe, was zu Wachstumsstörungen und deformierten Blättern führt.[5] Als physiologische Störung tritt auf alkalischen Böden häufig Chlorose auf, die durch Eisenmangel eine Gelbfärbung der Blätter auslöst.[4] Präventive Maßnahmen umfassen die Vermeidung von Staunässe zur Verhinderung von Wurzelfäule durch Phytophthora-Arten. Ein regelmäßiger Rückschnitt nach der Blüte kontrolliert das vegetative Wachstum und verhindert eine unerwünschte Ausbreitung in angrenzende Naturräume.[3] Das Monitoring sollte sich auf die Blattunterseiten und Blattachseln konzentrieren, wo sich saugende Insekten bevorzugt ansiedeln. Zur Bekämpfung im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzes eignen sich bei starkem Befall Gartenbauöle, während die dichte Wuchsform Insektenverstecke begünstigen kann.[5]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die primäre wirtschaftliche Bedeutung von *Trachelospermum jasminoides* liegt im Zierpflanzenbau, wo die Art in subtropischen Regionen weltweit als Handelsware für Gärten und Landschaftsgestaltung etabliert ist.[2][4] Aufgrund ihrer Eignung als Sichtschutz, Bodendecker oder Kletterpflanze an Spalieren wird sie in den USDA-Klimazonen 8 bis 10 intensiv kultiviert. Kommerziell relevant ist zudem die Extraktion von ätherischen Ölen aus den Blüten, die in der Parfümindustrie und zur Herstellung von Räucherwerk Verwendung finden. In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Dekokte aus den getrockneten Stängeln zur Behandlung von Rheuma und Muskelbeschwerden genutzt, was einen regionalen Nischenmarkt darstellt.[3] Obwohl die Pflanze im Anbau generell als widerstandsfähig gilt, können Schädlingsbefälle in Baumschulen zu wirtschaftlichen Einbußen durch Qualitätsminderung führen. Insbesondere Schildläuse, wie die Oleanderschildlaus, und Schmierläuse schwächen die Pflanzen durch Saftentzug und fördern durch Honigtauausscheidungen die Bildung von Rußtaupilzen. In wärmeren Anbaugebieten verursachen Japankäfer durch Skelettierfraß an den Blättern sowie Spinnmilben durch Blattverfärbungen relevante Schäden an den Beständen.[5] Ein negativer wirtschaftlicher Aspekt entsteht durch das invasive Potenzial der Art in Regionen wie Kalifornien und Teilen Australiens, wo verwilderte Bestände dichte Matten bilden und die heimische Vegetation verdrängen können.[3]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzungsbiologie von *Trachelospermum jasminoides* ist durch Entomophilie geprägt, wobei die zwittrigen Blüten einen intensiven Duft produzieren, der nachts zunimmt, um Bestäuber wie Schwärmer anzulocken. Tagsüber tragen auch Bienen und Schmetterlinge zur Bestäubung bei, indem sie die offenen weißen Blüten besuchen.[3] Nach der Befruchtung bildet die Pflanze paarige, lineare Balgfrüchte aus, die 10 bis 25 cm lang werden und bei Reife zwischen Juni und Dezember aufplatzen. Die darin enthaltenen Samen sind mit einem seidigen Haarschopf (Coma) ausgestattet, der die Verbreitung durch den Wind (Anemochorie) ermöglicht.[5] Die sexuelle Reproduktion und Samenbildung erfolgt jedoch sowohl in natürlichen als auch in kultivierten Beständen eher selten. Stattdessen nutzt die Art intensiv die vegetative Vermehrung, bei der windende Triebe bei Bodenkontakt an den Nodien Wurzeln schlagen und klonale Bestände bilden.[3] Der Lebenszyklus ist der einer immergrünen, ausdauernden Kletterpflanze, die ohne Rückschnitt Höhen von 3 bis 6 Metern erreicht.[2] Die Hauptwachstums- und Blütephase liegt im späten Frühjahr und Sommer, wobei die Pflanze Temperaturen zwischen 10 und 30 °C bevorzugt.[6] Physiologisch zeichnet sich *T. jasminoides* durch einen milchigen Latexsaft aus, der bei Verletzung der Stängel austritt und Fraßfeinde abschrecken kann.[4] Adulte Pflanzen weisen eine hohe Trockenheitstoleranz auf und überstehen Kälte bis ca. -12 °C, während Jungpflanzen empfindlicher sind.[5] Hinsichtlich der Ernährung benötigt die Pflanze fruchtbare, gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5.[3] Zu den natürlichen Feinden und Mortalitätsfaktoren gehören saftsaugende Insekten wie Blattläuse, Schildläuse und Wollläuse, die die Vitalität durch Nährstoffentzug und Honigtauausscheidung beeinträchtigen. Japankäfer können die Blätter skelettieren, während Spinnmilben besonders unter trockenen Bedingungen Schäden verursachen. Als pathogener Faktor tritt Wurzelfäule durch *Phytophthora*-Arten auf, die primär durch übermäßige Bodenfeuchtigkeit begünstigt wird.[5]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Trachelospermum jasminoides* umfasst weite Teile Ost- und Südostasiens.[3][1] Zum Kernareal gehören Japan einschließlich der Ryūkyū-Inseln, Korea sowie Taiwan.[1] Auf dem asiatischen Festland erstreckt sich das Vorkommen über das südliche China südlich des Jangtsekiang bis in den Norden Vietnams.[3][1] In diesen Regionen besiedelt die Art bevorzugt Waldränder, offene Gebüschformationen und gestörte Standorte wie Flussufer oder Straßenränder.[5] Als Kletterpflanze nutzt der Sternjasmin Bäume, Felsen oder Mauern als Stütze, um in Mischwäldern lichte bis halbschattige Positionen zu erreichen. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich dabei typischerweise über Höhenlagen von 200 bis 1.300 Metern. *Trachelospermum jasminoides* ist an subtropische bis tropische Monsunklimate angepasst und bevorzugt Jahresniederschläge zwischen 1.000 und 2.000 mm.[6] Die Einführung nach Europa erfolgte im Jahr 1844 durch den schottischen Botaniker Robert Fortune basierend auf Sammlungen aus China.[3] Außerhalb des Ursprungsgebiets hat sich die Art seit dem 19. Jahrhundert in verschiedenen subtropischen Regionen der Welt etabliert.[3] Eingebürgerte Vorkommen finden sich heute in den südöstlichen Vereinigten Staaten, insbesondere in Florida, Georgia und Alabama.[5] Auch entlang der Ostküste Australiens sowie in Teilen Kaliforniens konnte sich die Pflanze erfolgreich ausbreiten. In Südeuropa und anderen mediterranen Klimazonen wird die Art häufig kultiviert und profitiert von den milden Wintern. In optimalen Habitaten kann *Trachelospermum jasminoides* durch starkes vegetatives Wachstum dichte Matten bilden und invasive Tendenzen zeigen. Die Pflanze bevorzugt gut durchlässige, fruchtbare Lehmböden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5. Aufgrund der Frosttoleranzgrenze von etwa -12 °C ist das Vorkommen in kühleren Regionen wie Deutschland meist auf die Kultur in geschützten Lagen oder Wintergärten beschränkt.[3]

Saisonalität & Aktivität

Die reproduktive Phase von *Trachelospermum jasminoides* erstreckt sich über einen Zeitraum von März bis August, wobei die Hauptblüte im späten Frühjahr und Frühsommer liegt. Während dieser Zeit bilden sich die charakteristischen Blütenstände, gefolgt von der Fruchtreife, die zwischen Juni und Dezember stattfindet. Eine spezifische tageszeitliche Aktivität zeigt sich in der Emission der Duftstoffe, die in der Dämmerung und Nacht ihren Höhepunkt erreicht. Dieses Verhalten dient der gezielten Anlockung nachtaktiver Bestäuber, insbesondere von Schwärmern, während tagsüber auch Bienen die Blüten besuchen. Das physiologische Optimum für Wachstum und Stoffwechsel liegt in einem Temperaturbereich von 10 bis 30 °C.[3] Als immergrüne Art behält *Trachelospermum jasminoides* in geeigneten Klimaten (USDA-Zonen 8–10) ihr Laub über den Winter.[2] Die Kältetoleranz ist jedoch begrenzt, und Frostschäden an den Blättern treten typischerweise bei Temperaturen unter -12 °C auf.[2][3] Das öffentliche Interesse an der Pflanze korreliert stark mit dem Beginn der Vegetationsperiode und zeigt deutliche Spitzenwerte in den Monaten April und Mai. Im Gegensatz dazu fällt die Aufmerksamkeit in den Wintermonaten Dezember und Januar auf ein Minimum ab.[3]

Quellen & Referenzen

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:82553-1
  2. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/trachelospermum-jasminoides/
  3. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?kempercode=a155
  4. https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/trachelospermum-jasminoides
  5. https://dev.floranorthamerica.org/Trachelospermum
  6. https://www.mdpi.com/2077-0472/15/3/285
  7. http://www.puzzlepiece.org/ibogaine/061497.html
  8. Literaturzusammenfassung: Trachelospermum jasminoides