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Gemeine Wespe Vespula vulgaris

Gemeine Wespe
Mittleres Risiko Allergen Kann beißen Giftig Krankheitsüberträger Physische Gefahr

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Hautflügler (Hymenoptera)
Familie Vespidae
Gattung Vespula
Art Vespula vulgaris
Wissenschaftlicher Name Vespula vulgaris (Linnaeus, 1758)
Akzeptierter Name

Community-Analyse

OpenInsect
4
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 28.04.2026
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Einleitung

Die **Gemeine Wespe** (*Vespula vulgaris*) ist eine zur Familie der Faltenwespen (Vespidae) gehörende, staatenbildende Art, die ursprünglich in der Paläarktis verbreitet ist und in Regionen wie Neuseeland und Australien als invasiv gilt. Sie ähnelt stark der verwandten Deutschen Wespe (*Vespula germanica*), lässt sich von dieser jedoch primär durch eine ankerförmige schwarze Zeichnung auf dem Kopfschild (Clypeus) unterscheiden, im Gegensatz zu den drei Punkten bei der Vergleichsart. Während die Art als Prädator anderer Insekten eine regulierende Funktion im Ökosystem einnimmt, wird sie im menschlichen Umfeld aufgrund ihrer Affinität zu Nahrungsmitteln und ihrer Wehrhaftigkeit oft als bedeutender Lästling eingeordnet.[1]

Kurze Videos

Aus der Silberkraft Community, aufgenommen mit OpenInsect

Biologie & Lebenszyklus

Der Lebenszyklus von *Vespula vulgaris* ist annuell und beginnt im Frühjahr, wenn die begatteten Königinnen aus der Diapause erwachen, um solitär ein neues Nest zu gründen. Die Königin legt Eier, aus denen nach 5–8 Tagen beinlose Larven schlüpfen, die über einen Zeitraum von 12–20 Tagen fünf Larvenstadien durchlaufen. Nach dem Spinnen eines Seidenkokons verpuppen sich die Larven für 10–14 Tage, wobei die gesamte Entwicklungsdauer vom Ei bis zur Imago temperaturabhängig etwa 28–48 Tage beträgt. Um die Brutentwicklung zu optimieren, wird die Nesttemperatur durch metabolische Wärme der Adulten aktiv zwischen 30 °C und 35 °C reguliert. Die Ernährung der Larven erfolgt durch Trophallaxis, bei der Arbeiterinnen zerkauten Proteinbrei aus Beutetieren wie Fliegen, Raupen und Spinnen verfüttern. Im Gegenzug geben die Larven ein kohlenhydratreiches Speichelsekret ab, das von den Adulten aufgenommen wird, deren Diät ansonsten primär aus Nektar, Honigtau und Fruchtsäften besteht. Eine erfolgreiche Kolonie kann pro Saison 3.000 bis 8.000 Individuen hervorbringen, wobei die Königin tausende Eier legt, während die Arbeiterinnen durch Pheromone weitgehend steril gehalten werden. Die Lebensdauer der sterilen Arbeiterinnen ist kurz und beträgt durchschnittlich 12–22 Tage, während Männchen nur 1–2 Wochen leben und die Königin ein Alter von 10–12 Monaten erreicht.[1][4] Im Spätsommer wechselt die Kolonie zur Produktion von Geschlechtstieren (Gynen und Männchen), die im August und September den Hochzeitsflug antreten. Die Jungköniginnen sind polyandrisch und paaren sich mit durchschnittlich 2,5 Männchen, bevor sie die Spermien in ihrer Spermatheca speichern. Nur die inseminierten Königinnen überwintern in einer physiologischen Diapause und überleben dank Cryoprotektiva und Unterkühlung Temperaturen bis zu -16,9 °C. Die Mortalitätsrate der Königinnen während des Winters ist mit über 99,85 % extrem hoch, während die alte Kolonie samt Gründungskönigin im Herbst abstirbt.[1] Zu den natürlichen Feinden zählen Parasitoide wie die Schlupfwespe *Sphecophaga vesparum* und der Käfer *Metoecus paradoxus*, welche die Brut parasitieren.[4] Zudem können Pathogene wie das *Deformed Wing Virus* (DWV) oder Mikrosporidien der Gattung *Nosema* die Koloniegesundheit schwächen.[4][8]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Mainz

    16.01.2026

  • Schlüttsiel/Anleger - Ockholm, 25842 Ockholm, Deutschland

    05.01.2026

  • Deutschland

    21.12.2025

  • Germany

    15.12.2025

  • Nachrodt-Wiblingwerde, North Rhine-Westphalia, Deutschland

    11.12.2025

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

CA-2157864-C Biological Erteilt

Klonierung und rekombinante Herstellung von Vespidengift-Enzymen, wie Phospholipase und Hyaluronidase, sowie darauf basierende immunologische Therapien

(1994)

Relevanz: 6/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt die Klonierung und rekombinante Herstellung von Enzymen aus dem Gift von Wespen, insbesondere Phospholipase und Hyaluronidase. Es werden spezifisch Nukleinsäuren isoliert, die für diese Giftkomponenten von Vespula vulgaris und Dolichovespula maculata kodieren. Ziel ist die Entwicklung von diagnostischen Mitteln und immunologischen Therapien zur Behandlung von Insektengiftallergien. Durch die rekombinante Produktion können diese Allergene in reiner Form und ausreichender Menge hergestellt werden, ohne auf die Extraktion aus Insekten angewiesen zu sein. Dies ermöglicht sicherere und effektivere Hyposensibilisierungsbehandlungen für Allergiker. Die Innovation liegt im biotechnologischen Ansatz zur Gewinnung der spezifischen Giftproteine.