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Lexikon-Eintrag

Ameisen Formicidae

Ameisen
Mittleres Risiko Kann stechen Kann beißen Giftig Physische Gefahr Nützling

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Hautflügler (Hymenoptera)
Familie Formicidae
Art Formicidae
Wissenschaftlicher Name Formicidae
Akzeptierter Name

Community-Analyse

OpenInsect
2
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 13.03.2026
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Einleitung

Die Ameisen (*Formicidae*) sind eine Familie eusozialer [Insekten](/pages/lexikon/insekten) innerhalb der Ordnung der Hautflügler (*Hymenoptera*), die sich durch komplexe Koloniestrukturen auszeichnet und weltweit in nahezu allen terrestrischen Lebensräumen vorkommt.[1][1] Als bedeutende Ökosystem-Ingenieure fungieren sie als Räuber, Aasfresser sowie Samenverbreiter und stellen schätzungsweise 20 % der gesamten terrestrischen tierischen Biomasse dar.[1] Während sie essenzielle ökologische Rollen erfüllen, gelten invasive Vertreter wie die [Argentinische Ameise](/pages/lexikon/argentinische-ameise) (*[Linepithema humile](/pages/lexikon/argentinische-ameise)*) als Schädlinge, die native Arten verdrängen und erhebliche ökonomische Schäden verursachen.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Ameisen durchlaufen eine vollständige Metamorphose (Holometabolie), die die vier Entwicklungsstadien Ei, Larve, Puppe und Adulttier umfasst.[6] Der Lebenszyklus beginnt mit kleinen, weißen Eiern (0,1 bis 1 mm), aus denen je nach Umweltbedingungen nach 7 bis 21 Tagen die Larven schlüpfen.[6] Das darauffolgende Larvenstadium beinhaltet drei bis fünf Instare, in denen die beinlosen, madenartigen Larven durch Trophallaxis von Arbeiterinnen mit flüssiger Nahrung versorgt werden.[6] Die Kastendetermination erfolgt primär in dieser Phase durch unterschiedliche Ernährung; proteinreich gefütterte Larven entwickeln sich zu Königinnen, während eingeschränkte Nahrung zur Entwicklung von Arbeiterinnen führt.[1] Nach einer bis drei Wochen findet die Verpuppung statt, die entweder in einem Seidenkokon (z. B. bei *Formicinae*) oder als Nacktpuppe (z. B. bei *Dolichoderinae*) erfolgt.[6] Die gesamte Entwicklungsdauer vom Ei bis zum Adulttier beträgt typischerweise zwei bis sechs Wochen und wird durch höhere Temperaturen (ca. 25–30 °C) signifikant beschleunigt.[1] Die Fortpflanzung basiert auf einem haplodiploiden System, bei dem sich Weibchen (Königinnen, Arbeiterinnen) aus befruchteten diploiden Eiern und Männchen aus unbefruchteten haploiden Eiern entwickeln.[8] Während des Hochzeitsfluges schwärmen geflügelte Geschlechtstiere (Alate), wobei Königinnen den Samen in einer Spermatheka speichern, um Eier über Jahre hinweg ohne erneute Paarung zu befruchten.[8] Als Omnivoren nutzen Ameisen ein breites Spektrum an Nahrungsquellen, darunter Nektar, Samen, Pilze und andere Wirbellose.[2] Spezielle Ernährungsstrategien umfassen die Kultivierung von Pilzen (*Leucoagaricus* spp.) durch Blattschneiderameisen oder das „Hüten“ von [Blattläusen](/pages/lexikon/blattlause) zur Gewinnung von kohlenhydratreichem Honigtau.[1]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Deutschland

    19.01.2026

  • Deutschland

    17.01.2026

  • Deutschland

    16.01.2026

  • Deutschland

    15.01.2026

  • Deutschland

    15.01.2026

Daten: iNaturalist

3D-Mikroskop Ansicht: Ameisen

Formicidae — Interaktive 3D-Ansicht

ℹ️ Lizenz & Quelle

Model: Odontomachus davidsoni Alate Queen PE24_01 | Creator: C. J. Howard | Source: https://sketchfab.com/3d-models/none-46157b77f60e44039afbc9f731f25d16 | License: CC BY 4.0

Bedienung: Mausrad zum Zoomen • Klicken & Ziehen zum Rotieren