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Brombeeren Rubus fruticosus

Brombeeren

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Rosales (Rosales)
Familie Rosaceae
Gattung Rubus
Art Rubus fruticosus
Wissenschaftlicher Name Rubus fruticosus L.
Akzeptierter Name

Einleitung

*Rubus fruticosus*, gemeinhin als Brombeere bekannt, ist ein sommergrüner, mehrjähriger Strauch aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Art ist in Europa heimisch und zeichnet sich durch lange, stachelige und bogenförmige Triebe aus, die bis zu 3 Meter hoch und breit werden können. *Rubus fruticosus* ist ein sehr variabler Sammelartkomplex, der in Europa über 300 Mikroarten umfasst. In vielen nicht-heimischen Regionen wird sie als invasive Art eingestuft.[1]

Biologie & Lebenszyklus

*Rubus fruticosus*, allgemein bekannt als Brombeere, ist ein mehrjähriger, sommergrüner Strauch. Die Pflanze hat eine zweijährige Wuchsform, bei der im ersten Jahr Primocane aus einem mehrjährigen Wurzelsystem entstehen. Im zweiten Jahr bilden die Floricane Blüten und Früchte. Die Blüten von *Rubus fruticosus* sind typischerweise weiß bis blassrosa und haben einen Durchmesser von 2–3 cm. Sie bestehen aus fünf sich ausbreitenden Blütenblättern, die zahlreiche Staubblätter und Stempel umgeben, die auf einem konischen Blütenboden angeordnet sind. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September in gemäßigten Regionen, hauptsächlich an den zweijährigen Floricanes. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten (Entomophilie), insbesondere durch Bienen und Fliegen, die vom reichlich vorhandenen Nektar und Pollen angezogen werden. Die Art ist selbstfruchtbar und zur Autogamie innerhalb einzelner Blüten fähig, aber eine Fremdbestäubung durch Insekten fördert den Samenansatz und die genetische Vielfalt. Die Vermehrung erfolgt sowohl sexuell als auch asexuell. Die sexuelle Fortpflanzung beinhaltet die Insekten-vermittelte Bestäubung, die zu befruchteten Samen innerhalb der Sammelfrucht führt, obwohl auch Apomixis vorkommt, eine Form der asexuellen Samenproduktion, die genetisch identische Nachkommen hervorbringt. Die asexuelle Vermehrung erfolgt vegetativ durch Triebspitzenbewurzelung, wobei die Spitzen der kriechenden Primocane sich biegen und bei Kontakt mit dem Boden Wurzeln bilden, um neue Tochterpflanzen zu bilden, und über unterirdische Rhizome, die Adventivsprosse bilden, was eine schnelle klonale Ausbreitung ermöglicht. Die Frucht von *Rubus fruticosus* ist eine Sammelsteinfrucht, die eine beerenartige Struktur bildet und typischerweise 1–2 cm lang ist. Sie entwickelt sich aus dem reifen Fruchtknoten der Blüte, ist zunächst grün und wird bei Reife glänzend schwarz, normalerweise zwischen Juli und September in gemäßigten Regionen. Jede Frucht besteht aus 20–100 einzelnen Steinfrüchten, die um einen zentralen Blütenboden angeordnet sind, wobei jede Steinfrucht einen einzelnen Samen enthält. Im Gegensatz zu Himbeeren (*Rubus idaeus*) bleibt die reife Brombeerfrucht bei der Ernte an ihrem festen Kern (Blütenboden) haften, wodurch eine zusammenhängende Struktur entsteht, die keine hohle Mitte hinterlässt. Die Reifung erfolgt an den Floricanes, den zweijährigen Ruten im zweijährigen Wachstumszyklus der Pflanze, die eine Ernte pro Saison liefern, bevor die Ruten absterben. Die Massenvermehrung der Brombeere (*Rubus fruticosus* L.) kann auch biotechnologisch durch In-vitro-Gewebekultur erfolgen, wobei spezifische Nährmedien und Hormonbehandlungen (NAA, BAP) das Wachstum von Trieben und Wurzeln induzieren.[3]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Leipzig, Saxony, Deutschland

    15.12.2025

  • Freising, DE-BY, Deutschland

    07.12.2025

  • Geislingen (St) ZOB, 73312 Geislingen an der Steige, Deutschland

    19.11.2025

  • LSG-Morgensternsheide, Stadtwald, Neuss, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

    10.08.2025

  • Helmholtz-Gymnasium, Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland

    22.10.2024

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

KR-20040033824-A Biological Unbekannt

Verfahren zur Massenvermehrung der Brombeere (Rubus fruticosus L.) mittels biotechnologischer Technik

Panaxia (2002)

Relevanz: 6/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt ein Gewebekulturverfahren (in-vitro) zur schnellen Vermehrung von Brombeerpflanzen. Durch spezifische Nährmedien und Hormonbehandlungen (NAA, BAP) wird das Wachstum von Trieben und Wurzeln induziert. Dies ist relevant für die landwirtschaftliche Produktion, bietet aber auch Einblicke in die Wachstumsbiologie der Pflanze.