Buntnessel –Plectranthus scutellarioide
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Taxonomie
Reich
Pflanzen (Plantae)
Stamm
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung
Lamiales (Lamiales)
Familie
Lamiaceae
Gattung
Coleus
Art
Plectranthus scutellarioides
Wissenschaftlicher Name
Plectranthus scutellarioides (L.) R.Br.
Einleitung
*Plectranthus scutellarioides*, allgemein bekannt als Buntnessel, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ursprünglich in den tropischen und subtropischen Regionen Südostasiens und Nordaustraliens beheimatet, wird sie heute weltweit als Zierpflanze kultiviert. Früher wurde die Buntnessel auch unter den Synonymen *Coleus scutellarioides* und *Solenostemon scutellarioides* geführt, jedoch wurde *Coleus scutellarioides* im Jahr 2019 aufgrund phylogenetischer Studien innerhalb der Lamiaceae wieder eingesetzt.[1]
Buntnessel Bilder und Fotos von echten Sichtungen
8 AufnahmenBiologie & Lebenszyklus
*Coleus scutellarioides*, oft Buntnessel genannt, ist eine blühende Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie ist bekannt für ihr auffälliges Laub mit vielfältigen Farben und Mustern. Die Pflanze ist in tropischen und subtropischen Regionen Südostasiens und Nordaustraliens heimisch. Die Buntnessel wird hauptsächlich durch vegetative Vermehrung über Stecklinge vermehrt, um die gewünschten Eigenschaften der Sorte zu erhalten. Die Vermehrung über Samen ist ebenfalls möglich, führt aber oft zu Variationen in den Nachkommen, da es sich meist um Hybride handelt. Für die vegetative Vermehrung werden gesunde, nicht blühende Triebspitzen von etwa 10 cm Länge verwendet. Die unteren Blätter werden entfernt und die Stecklinge können in Wasser oder direkt in feuchte Erde gesteckt werden. Die Bewurzelung erfolgt unter optimalen Bedingungen bei 21–24 °C und hoher Luftfeuchtigkeit innerhalb von 1–3 Wochen. Die Blüten von *Coleus scutellarioides* sind klein und röhrenförmig, meist in den Farben Blau, Violett oder Weiß. Sie wachsen an aufrechten, bis zu 30 cm langen Ähren, die sich an den oberen Stängeln bilden. Die Blüten locken zwar Bestäuber wie Bienen an, werden aber oft entfernt, um das Wachstum des Laubs zu fördern. Nach der Bestäubung entwickeln sich kleine, einsamige Nussfrüchte, die jedoch in der Kultivierung selten lebensfähige Samen produzieren. Die Blätter von *Coleus scutellarioides* verdanken ihre Farbenvielfalt den Pigmenten Anthocyan und Chlorophyll. Anthocyane sind für rote, violette, pinke und orangefarbene Töne verantwortlich, während Chlorophyll die grünen Farben erzeugt. Die Intensität der Pigmentierung wird stark von der Lichtintensität beeinflusst. Hohe Lichtintensität fördert die Anthocyanbildung, während Chlorophyll reduziert wird, was zu intensiveren Rot- und Violetttönen führt. Allerdings kann zu viel direktes Sonnenlicht zu Verbrennungen der Blätter führen, daher ist Halbschatten ideal für eine optimale Pigmentierung. *Coleus scutellarioides* ist anfällig für verschiedene Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben und Wollläuse. Blattläuse saugen Pflanzensaft und verursachen verkrüppelte Blätter, während Spinnmilben feine Netze bilden und zu einer gesprenkelten Blattverfärbung führen. Wollläuse erscheinen als weiße, watteartige Massen an Stängeln und Blattachseln. Diese Schädlinge können mit Insektizidseifen oder Neemöl bekämpft werden. Falscher Mehltau, verursacht durch den Eipilz *Peronospora belbahrii*, kann ebenfalls ein Problem darstellen und führt zu chlorotischen, verformten Blättern mit violett-brauner Sporulation auf der Blattunterseite. Die Behandlung umfasst den Einsatz von Fungiziden und die Verbesserung der Luftzirkulation.[4]
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen