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Efeu Hedera helix

Efeu

Taxonomie

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Apiales (Apiales)
Familie Araliaceae
Gattung Hedera
Art Hedera helix
Wissenschaftlicher Name Hedera helix L.
Akzeptierter Name

Community-Analyse

OpenInsect
1
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der Silberkraft Community
Zuletzt am 07.03.2026
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Einleitung

Der **Gemeine Efeu** (*Hedera helix*) ist eine ausdauernde, immergrüne Kletterpflanze aus der Familie der Araliaceae (Efeugewächse).[1][2] Ursprünglich in Europa und Westasien verbreitet, klettert das Gewächs mithilfe von Haftwurzeln an Substraten empor und dient in seinem nativen Areal als ökologisch bedeutsamer Nahrungs- und Lebensraum für die Fauna.[3][1] Während die Art als Zier- und Arzneipflanze genutzt wird, gilt sie in eingeführten Regionen wie Nordamerika vielfach als invasives Unkraut, das heimische Vegetationsschichten verdrängt.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Der Lebenszyklus von *Hedera helix* ist durch einen ausgeprägten Dimorphismus gekennzeichnet, der eine sterile Jugendphase und eine fertile Altersform umfasst.[3] Die Jugendphase kann bis zu 10 Jahre andauern und zeichnet sich durch schnelles vegetatives Wachstum, gelappte Blätter sowie die Bildung von Haftwurzeln aus, die durch ein Nanokomposit-Sekret an Substraten haften.[1][7] Sobald die Pflanze ausreichende Lichtverhältnisse oder Höhen von oft 10 bis 20 Metern erreicht, erfolgt der Übergang zur Altersform mit ungelappten Blättern und verholzten Trieben ohne Haftwurzeln.[1][10] Die geschlechtliche Fortpflanzung findet ausschließlich in dieser Adultphase statt, wobei zwittrige, grüngelbe Blüten in endständigen Dolden im Spätherbst erscheinen. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie Fliegen, Bienen und Schwebfliegen, die durch das Nektarangebot angelockt werden. Aus den Blüten entwickeln sich beerenartige Steinfrüchte, die 2 bis 5 Samen enthalten und zwischen Spätwinter und Frühling von grün nach schwarz abreifen. Die Ausbreitung der Samen wird primär durch Vögel wie Drosseln und Amseln gewährleistet, die die Früchte verzehren und keimfähige Samen ausscheiden. Für die Keimung benötigen die Samen eine Kälte-Stratifikation von 4 bis 8 Wochen bei etwa 5 °C, um die Dormanz zu brechen. Unter optimalen Wechseltemperaturen von 15 bis 25 °C keimen die Samen anschließend innerhalb von 5 bis 20 Tagen. Vegetativ vermehrt sich die Art zudem sehr effektiv über Sprossteile, die bei Bodenkontakt an den Nodien neue Wurzeln bilden. Individuen können ein Alter von über 100 Jahren erreichen, wobei unter günstigen Bedingungen eine Lebensdauer von bis zu 400 Jahren möglich ist. Physiologisch ist *Hedera helix* extrem schattentolerant und kann Photosynthese noch bei 3 % des vollen Sonnenlichts betreiben. Die Art toleriert Temperaturen bis zu -25 °C in der Altersform, während juvenile Pflanzen etwas frostempfindlicher sind.[1] Bei Trockenheit reagiert die Pflanze mit Stomataschluss und Anpassung der spezifischen Blattfläche, um Wasserverluste zu minimieren.[7] Als Substrat werden feuchte, gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert von 4,5 bis 8,0 bevorzugt, wobei auch verdichtete Böden toleriert werden. Zu den natürlichen Feinden zählen Spinnmilben, Blattläuse und Schildläuse sowie bakterielle Erreger wie *Xanthomonas campestris*, die Blattflecken verursachen können.[4]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Neu-Ulm, DE-BY, Deutschland

    20.01.2026

  • Wellheim, Konsteiner Straße, 91809 Wellheim, Deutschland

    20.01.2026

  • Königsheide

    20.01.2026

  • Deutschland

    20.01.2026

  • Königsheide

    20.01.2026

Daten: iNaturalist

Wissenschaftliche Forschung & Patente

US-10493118-B2 Chemical Erteilt

Aus Hedera helix gewinnbares Triterpenoid zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen

University of Macau Science & Technology (2016)

Relevanz: 9/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt die Verwendung von Triterpenoiden, die aus Hedera helix (Efeu) extrahiert werden, zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson oder Chorea Huntington. Die Kernidee ist die Nutzung des Pflanzenextrakts zur Induktion von Autophagie in Zellen, was den Abbau schädlicher Proteine fördert. Besonders effektiv zeigt sich der Wirkstoff bei der Reduktion von mutantem Huntingtin und Alpha-Synuclein über den AMPK-mTOR-Signalweg. Es handelt sich hierbei um eine pharmazeutische Anwendung der Pflanze.