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Fliegen Brachycera

Fliegen
Mittleres Risiko Kann beißen Krankheitsüberträger Physische Gefahr

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Zweiflügler (Diptera)
Familie Stratiomyidae
Gattung Brachycara
Art Brachycara
Wissenschaftlicher Name Brachycara Thomson, 1869
Akzeptierter Name

Einleitung

Die *Brachycera* (Kurzfühlige Zweiflügler) bilden eine artenreiche Unterordnung der Ordnung *Diptera* und umfassen etwa 120 Familien mit über 130.000 beschriebenen Spezies, was den Großteil der bekannten Fliegenvielfalt darstellt.[1][2] Sie zeichnen sich primär durch kurze, oft auf weniger als fünf Segmente reduzierte Antennen aus, wodurch sie sich morphologisch von der Schwestergruppe der langfühlerigen Mücken (*Nematocera*) abgrenzen.[1][3] Das ökologische Spektrum dieses Taxons ist breit gefächert und reicht von essentiellen Bestäubern und Destruenten bis hin zu Vektoren von Krankheitserregern und landwirtschaftlichen Schädlingen.[2][4]

Biologie & Lebenszyklus

Wie alle Zweiflügler durchlaufen *Brachycera* eine holometabole Entwicklung mit den vier Stadien Ei, Larve, Puppe und Imago.[3] Die Fortpflanzung erfolgt überwiegend ovipar durch die Ablage von Eipaketen auf spezifischen Substraten, wobei die Eier meist 1 bis 2 mm lang sind und binnen Stunden oder Tagen schlüpfen.[2] Eine seltene Ausnahme bildet die Parthenogenese, die beispielsweise bei *Lonchoptera dubia* dokumentiert ist.[3] Das Paarungsverhalten umfasst häufig komplexe Schwarmbildungen oder Leks, um Partner visuell oder durch Pheromone anzulocken, wie bei den Empidoidea beobachtet. Eine physiologische Besonderheit zeigen die Tsetsefliegen (*Glossinidae*) mit adenotropher Viviparie, bei der eine einzelne Larve im Uterus bis zur Verpuppungsreife ernährt wird.[2] Das Larvenstadium umfasst bei den meisten Arten drei Instare und dauert temperaturabhängig oft 5 bis 20 Tage.[5] Morphologisch sind die Larven meist beinlos und hemicephal, besitzen also eine reduzierte Kopfkapsel mit Mundhaken.[2] Die Ernährung der Larven ist extrem vielfältig: Während *Tabanidae* räuberisch oder als Aasfresser in feuchten Böden leben, entwickeln sich *Tephritidae* phytophag in Früchten und *Muscidae* in faulendem organischen Material.[5][2] Aquatische Larven wie die der *Stratiomyidae* tolerieren oft nährstoffreiche Gewässer und nutzen spezielle Atemorgane.[6] Die Verpuppung dauert 3 bis 10 Tage, wobei die abgeleiteten *Cyclorrhapha* ein schützendes Tönnchen (Puparium) aus der verhärteten letzten Larvenhaut bilden, was sie vor Austrocknung schützt. Basale Gruppen bilden hingegen meist freie (exarate) Puppen aus.[2] Die Lebensdauer der adulten Fliegen variiert stark zwischen wenigen Tagen und bis zu 60 Tagen.[3] Adulte *Brachycera* nutzen diverse Nahrungsquellen; so benötigen weibliche Bremsen (*Tabanidae*) Blutmahlzeiten zur Eireifung, während Raubfliegen (*Asilidae*) andere Insekten im Flug erbeuten.[2][3] Viele Arten, insbesondere Schwebfliegen (*Syrphidae*), ernähren sich rein von Nektar und Pollen und spielen eine wichtige Rolle als Bestäuber.[8] Zur Überbrückung ungünstiger Jahreszeiten können Larven in eine Diapause eintreten, was die Entwicklungsdauer erheblich verlängert.[4] Zu den natürlichen Mortalitätsfaktoren zählen hymenoptere Parasitoide, wie Braconiden, die gezielt die Puppenstadien parasitieren.[5]

Wissenschaftliche Forschung & Patente

EP-1832167-A3 Chemical Unbekannt

Vorrichtung zur Insektenbekämpfung, insbesondere von Fliegen

Aris Handels GmbH (2007)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt eine Vorrichtung zur gezielten Bekämpfung von Insekten, wobei der Fokus explizit auf Fliegen liegt. Die Kernidee besteht aus einer Trägerschicht, auf der eine wirkstoffhaltige Schicht aufgebracht ist. Diese Wirkstoffschicht ist als Fraß- oder Kontaktgift konzipiert und liegt vorzugsweise in pastöser Form vor. Fliegen nehmen das Gift durch Fressen oder Berühren der Schicht auf, was zu ihrer Eliminierung führt. Die pastöse Konsistenz ermöglicht eine stabile Speicherung des Wirkstoffs und eine attraktive Darreichungsform für die Schädlinge, was eine praktische Anwendung im Haushalt oder Gewerbe erlaubt.