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Gefleckte Fiebermücke Anopheles maculipennis

Gefleckte Fiebermücke

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Zweiflügler (Diptera)
Familie Culicidae
Gattung Anopheles
Art Anopheles maculipennis
Wissenschaftlicher Name Anopheles maculipennis Meigen, 1818
Akzeptierter Name

Einleitung

*Anopheles maculipennis* ist eine Art aus der Gattung der Malariamücken (*Anopheles*) innerhalb der Familie der Stechmücken (Culicidae).[1] Sie ist namensgebend für den *Anopheles-maculipennis*-Komplex, der mehrere morphologisch schwer unterscheidbare Arten in der holarktischen Region umfasst, darunter gefährliche Malariaüberträger.[1][2] Historisch war die Art in Südosteuropa für die Übertragung der Malaria mitverantwortlich, gilt jedoch in Mitteleuropa aufgrund ihrer relativen Seltenheit als kein bedeutender Vektor.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Anopheles maculipennis bevorzugt für die Eiablage kleine Wasseransammlungen, wobei der Pflanzenbewuchs für die Wahl des Brutplatzes keine entscheidende Rolle spielt.[3] Historisch wurde die Artdefinition innerhalb des Komplexes primär auf den morphologischen Merkmalen der Eier begründet.[2] Die Larven entwickeln sich in unterschiedlichen Habitaten, die von Reisfeldern und Feuchtgebieten bis hin zu anthropogen beeinflussten Gewässern wie Baggerlöchern oder Gießwasserbehältern reichen.[3][2] Im Vergleich zu den Larven anderer Arten tolerieren sie die starken Temperaturschwankungen in diesen Kleingewässern besser. Die ausgewachsenen Mücken (Imagines) sind ungefähr 6 mm lang und zeigen ebenfalls eine relative Unempfindlichkeit gegenüber Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen. Die Weibchen sind nachtaktiv und nutzen als Wirtstiere sowohl Säugetiere als auch Vögel zur Blutmahlzeit.[3] Ruheplätze der Adulten finden sich häufig in Tierställen mit Rindern, Pferden, Ziegen oder Geflügel, aber auch im Freien.[3][2] Unbewohnte Gebäude dienen den Mücken zudem als Rückzugsort, um zu überwintern. In der Reproduktionsbiologie ist die vertikale Übertragung von Bakterien wie *Wolbachia* und *Cardinium* relevant, da diese die Fortpflanzung und Verbreitung der Wirte beeinflussen können. Zudem kann es zu Hybridisierungen zwischen evolvierenden Linien kommen, was Mücken mit intermediären verhaltensbiologischen und ökologischen Eigenschaften hervorbringt.[2]