Fakten (kompakt)
- *Rosa canina* kann durch vegetative Vermehrung über Ausläufer und Absenker dichte Dickichte bilden. - Die Hagebutten von *Rosa canina* enthalten bis zu 31.000 Samen pro Pfund. - Während des Zweiten Weltkriegs wurden Hagebutten in Großbritannien geerntet, um den Mangel an Zitrusfrüchten auszugleichen. - Die Blüten von *Rosa canina* liefern Nektar und Pollen für Bestäuber. - *Rosa canina* ist anfällig für Schädlinge wie Rosengallen und Krankheiten wie Echter Mehltau.[7] - Synonyme für *Rosa canina* sind *Rosa corymbifera*, *Rosa dumetorum*, *Rosa canina* var. *dumetorum* und *Rosa canina* subsp. *andegavensis*. - Der Artname *canina* leitet sich vom lateinischen Wort *caninus* ab, was „zum Hund gehörig“ oder „hundeartig“ bedeutet. - Im Altgriechischen war die Pflanze als *kynórodon* bekannt.[7] - Eine DNA-Analyse aus dem Jahr 2013 ergab, dass *Rosa canina* Teil eines Artenkomplexes ist, der Taxa wie *R. balsamica* und *R. rubiginosa* aufgrund gemeinsamer genetischer Marker und Hybridisierungsereignisse umfasst.[7] - Eine 2023 durchgeführte numerische Taxonomiestudie von *Rosa*-Arten in der Region Kurdistan im Irak bestätigte die deutliche Gruppierung von *R. canina* von anderen regionalen Rosen wie *R. damascena*.[7]
Die Hunds-Rose, wissenschaftlich als *Rosa canina* L. bezeichnet, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Gattung der Rosen (*Rosa*). Die Art wurde erstmals 1753 von Carl Linnaeus in seinem Werk *Species Plantarum* beschrieben. Der Gattungsname *Rosa* ist lateinischen Ursprungs und war bereits in der Antike die Bezeichnung für Rosen. Das Artepitheton *canina* stammt von *caninus*, was „zum Hund gehörig“ oder „hundeartig“ bedeutet. Dies könnte sich auf die hakenförmigen Stacheln der Pflanze beziehen, die an Hundezähne erinnern, oder auf eine alte Vorstellung, dass die Pflanze gegen Hundebisse, insbesondere Tollwut, wirksam sei. Im Altgriechischen war die Pflanze als *kynórodon* (κυνόροδον) bekannt, wobei *kynós* „Hund“ und *rhodon* „Rose“ bedeutet. Dieser Begriff wurde von klassischen Autoren wie Plinius dem Älteren verwendet, der sie von kultivierten Rosen unterschied und ihre angebliche Verwendung als Heilmittel gegen Bisse von tollwütigen Hunden erwähnte. Synonyme für *Rosa canina* sind unter anderem *Rosa corymbifera* Borkh., *Rosa dumetorum* Thuill., *Rosa canina* var. *dumetorum* (Thuill.) Poir. und *Rosa canina* subsp. *andegavensis* (Bastard) Vigo. Diese Synonyme spiegeln Variationen in frühen taxonomischen Interpretationen wider. Im Deutschen ist die Pflanze unter anderem als Hagebutte oder Hundsrose bekannt. Der französische Name ist *rosier des chiens* oder *églantier*, während im Englischen die Bezeichnungen „dog rose“ oder „briar rose“ üblich sind.[3] Eine DNA-Analyse aus dem Jahr 2013 deutet darauf hin, dass *Rosa canina* Teil eines Artenkomplexes ist, der Taxa wie *R. balsamica* Besser und *R. rubiginosa* L. aufgrund gemeinsamer genetischer Marker und Hybridisierungsereignisse umfasst.[3] Eine numerische Taxonomiestudie aus dem Jahr 2023 bestätigte die Abgrenzung von *R. canina* von anderen regionalen Rosenarten, trotz lokaler Variabilität.[3]
*Rosa canina*, auch bekannt als Hundsrose oder Heckenrose, ist ein sommergrüner, kletternder Strauch, der typischerweise eine Höhe von 1 bis 3 Metern erreicht. Die bogenförmigen Stängel sind mit gebogenen, rötlichen Stacheln versehen. Junge Stängel sind grün bis rötlich, während ältere Stängel eine rötlich-braune bis gräuliche Farbe annehmen. Die Blätter sind gefiedert und wechselständig angeordnet, bestehend aus 5 bis 7 oval-länglichen, 2 bis 4 cm langen Blättchen mit gesägten Rändern. Die Blattoberseite ist glatt und hellgrün, die Unterseite blasser. Die Blättchen sind eiförmig bis elliptisch und fallen im Herbst gelb verfärbt ab. Die Blüten erscheinen einzeln oder in kleinen Schirmtrauben an den Zweigenden und haben einen Durchmesser von 4 bis 6 cm. Die fünf Kronblätter sind blassrosa bis weiß, gelegentlich auch tiefrosa. Die Blüten haben fünf Kelchblätter und zahlreiche Staubblätter und verströmen einen Duft, der verschiedene Bestäuber anlockt. Die Früchte, bekannt als Hagebutten, sind bei Reife eiförmig und rot-orange, 1,5 bis 2 cm lang und reifen von September bis Oktober. Die Hagebutten sind reich an Samen, die einen erheblichen Teil ihrer inneren Struktur ausmachen, und bleiben nach der Reife mehrere Monate an der Pflanze. Eine 2025 durchgeführte morphologische Studie in der Region Buchara in Usbekistan dokumentierte phänotypische Variationen in zentralasiatischen Populationen, darunter Unterschiede in der Blättchenform (von eiförmig bis eher elliptisch) und der Hagebuttengröße (zwischen 1,5 und 2 cm), was regionale Anpassungen in der Pflanzenarchitektur verdeutlicht. Die genetische Variabilität trägt zu diesen beobachteten morphologischen Unterschieden zwischen den Populationen bei. Die Blüten sind typischerweise selbstinkompatibel, wodurch Fremdbestäubung zur Erhöhung der genetischen Vielfalt gefördert wird. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten wie Bienen, die die Blüten wegen des reichlich vorhandenen Pollens und Nektars besuchen.[3] Nach der Bestäubung entwickelt *R. canina* Hagebutten – fleischige Scheinfrüchte, die zahlreiche einsamige Achänen umschließen, die die eigentlichen Früchte mit den keimfähigen Samen darstellen. Jede Hagebutte enthält durchschnittlich 36,9 bis 40,1 Samen, wobei die Keimfähigkeit je nach Samenqualität und Umweltbedingungen variiert.[3]
*Rosa canina*, auch bekannt als Hundsrose, kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben, abhängig vom Kontext. In einigen Regionen wird sie als invasiv betrachtet, während sie anderswo für ihre medizinischen und ökologischen Vorteile geschätzt wird. In Bezug auf Schäden kann *Rosa canina* in Gebieten, in denen sie eingeführt wurde, dichte Dickichte bilden, die einheimische Vegetation verdrängen und die Artenvielfalt reduzieren. In Australien beispielsweise kann sie in Buschland und Weideland eindringen und die Biodiversität und Produktivität verringern. In Nordamerika wird sie in einigen Staaten als schädliches Unkraut eingestuft, das Lebensräume verändern kann. Die Hagebutten der *Rosa canina* sind reich an Vitamin C und werden traditionell zur Herstellung von Sirupen, Tees und Ölen für medizinische Zwecke verwendet. Sie wurden historisch als Diuretikum und zur Behandlung von Entzündungen eingesetzt. Moderne Forschungen bestätigen die antioxidativen Eigenschaften der Hagebutten und Blüten. In der Kosmetikindustrie findet Hagebuttenöl Anwendung in Cremes zur Feuchtigkeitspflege und Hautreparatur. Es gibt Hinweise darauf, dass Extrakte aus *Rosa canina* bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels und dem Schutz der Leber helfen können. Anzeichen eines Befalls sind dichte, dornige Dickichte, die sich schnell ausbreiten.[3] Die Früherkennung ist wichtig, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Regelmäßige Überwachung der betroffenen Gebiete kann helfen, neue Ausbrüche frühzeitig zu erkennen. Präventionsmaßnahmen umfassen die Vermeidung der Anpflanzung in Gebieten, in denen sie invasiv sein könnte, und die Kontrolle der Ausbreitung durch Entfernung von Trieben. In sensiblen Ökosystemen konzentrieren sich die Managementbemühungen auf Prävention und Kontrolle, einschließlich manueller Entfernung, Rodung und Herbizidanwendungen. Es gibt verschiedene Bekämpfungsmaßnahmen, darunter mechanische Entfernung und chemische Kontrolle. Biologische Kontrollmethoden sind begrenzt, aber das Abweiden mit Ziegen oder Schafen kann das Nachwachsen unterdrücken. Chemische Optionen wie Glyphosat oder Metsulfuron-Methyl können über Schnittstumpf- oder Blattmethoden angewendet werden, wobei wiederholte Nachbehandlungen erforderlich sind, um das Wiederaustreiben zu verhindern. Integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM) kann angewendet werden, wobei eine Kombination aus mechanischen, biologischen und chemischen Methoden eingesetzt wird, um die Ausbreitung zu kontrollieren und gleichzeitig die Auswirkungen auf Nichtzielarten zu minimieren. Obwohl *Rosa canina* nicht formell unter internationalen Konventionen geschützt ist, profitiert sie von der Ex-situ-Erhaltung in Genbanken. Aufgrund ihres pentaploiden Genoms und ihrer einzigartigen Fortpflanzungsbiologie werden Genotypisierung und Überwachung polyploider Varianten empfohlen, um die genetische Vielfalt bei den Erhaltungsbemühungen zu erhalten.[3]