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Hausratte Rattus rattus

Hausratte
Hohes Risiko Lästling Kann beißen Physische Gefahr

Taxonomie

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Chordatiere (Chordata)
Klasse Säugetiere (Mammalia)
Ordnung Nagetiere (Rodentia)
Familie Muridae
Gattung Rattus
Art Rattus rattus
Wissenschaftlicher Name Rattus rattus (Linnaeus, 1758)
Akzeptierter Name

Einleitung

Die **Hausratte** (*Rattus rattus*), im englischen Sprachraum auch als Black rat, Roof rat oder Ship rat bekannt, ist eine ursprünglich auf dem indischen Subkontinent und in Südostasien beheimatete Nagetierart aus der Familie der Langschwanzmäuse (Muridae).[1][2] Als weltweit verbreitetes invasives Säugetier verursacht der Kulturfolger bedeutende ökologische und ökonomische Schäden durch Fraß an landwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie als Vektor für Zoonosen wie die Pest. Im Vergleich zur größeren Wanderratte (*Rattus norvegicus*) zeichnet sich die kletterfreudige Art durch einen schlankeren Körperbau und einen Schwanz aus, der länger als die Kopf-Rumpf-Länge ist.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Hausratte (*Rattus rattus*) ist polyöstrisch und kann sich unter günstigen Bedingungen ganzjährig fortpflanzen, wobei die reproduktive Aktivität in wärmeren Monaten ihren Höhepunkt erreicht. Weibchen bringen jährlich drei bis sechs Würfe zur Welt, wobei das Intervall zwischen den Geburten bei ausreichender Nahrungsverfügbarkeit nur etwa 30 Tage betragen kann. Die Tragzeit dauert zwischen 21 und 24 Tagen, woraufhin ein Wurf von durchschnittlich fünf bis acht nesthockenden (altricialen) Jungtieren geboren wird. Die Entwicklung verläuft rasch: Die Neugeborenen sind nackt und blind, öffnen ihre Augen nach etwa 15 Tagen und werden nach drei bis vier Wochen entwöhnt. Die Geschlechtsreife tritt bei Weibchen bereits nach 80 bis 90 Tagen ein, während Männchen diese nach drei bis vier Monaten erreichen. In freier Wildbahn ist die Lebensdauer aufgrund hohen Prädationsdrucks kurz und beträgt durchschnittlich ein bis zwei Jahre, wohingegen Tiere in Gefangenschaft bis zu fünf Jahre alt werden können.[2] Als opportunistischer Omnivore besteht die Nahrung der Adulten zu 94–98 % aus pflanzlichem Material wie Samen, Früchten, Nüssen und Vegetation. Ergänzend werden Arthropoden und gelegentlich kleine Wirbeltiere gefressen, wobei der Proteinbedarf bei Nahrungsknappheit durch Invertebraten gedeckt wird. In landwirtschaftlichen Systemen nutzen sie Getreide, Mais und Früchte als Substrat, wobei sie physiologisch auf Vitamin A und Thiamin aus der Nahrung angewiesen sind.[1] Physiologisch zeichnet sich die Art durch eine hohe Stoffwechselrate (BMR ca. 0,77 W) und exzellente Kletterfähigkeiten aus, die durch einen schlanken Körperbau und einen langen Schwanz unterstützt werden.[7] Die Tiere sind überwiegend nacht- und dämmerungsaktiv und ruhen tagsüber in hochgelegenen Nestern, um Bodenfeinden zu entgehen.[6] Zu den natürlichen Mortalitätsfaktoren zählen Greifvögel wie Eulen und Falken sowie terrestrische Räuber wie Füchse, Katzen und Schlangen. Eine bedeutende interspezifische Konkurrenz besteht zur Wanderratte (*Rattus norvegicus*), die *Rattus rattus* in kühleren Klimazonen oft verdrängt.[1] Biologisch relevant ist zudem die Assoziation mit Ektoparasiten wie dem Rattenfloh (*Xenopsylla cheopis*), der als Vektor für Pathogene wie *Yersinia pestis* fungiert.[3] Das ausgeprägte Nagebedürfnis der Art wird in der Schädlingsbekämpfung durch spezielle Ködertechnologien adressiert, die Fressreiz und Nageinstinkt kombinieren.[2]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Isernhagen HB Wietzepark, 30916 Isernhagen, Deutschland

    16.01.2026

  • Nordheim, Baden-Württemberg, Deutschland

    16.01.2026

  • Ovelgönne, Lower Saxony, Deutschland

    14.01.2026

  • Hannover, Lower Saxony, Deutschland

    13.01.2026

  • Germany

    11.01.2026

Daten: iNaturalist

3D-Mikroskop Ansicht: Hausratte

Rattus rattus — Interaktive 3D-Ansicht

ℹ️ Lizenz & Quelle

Model: Curled rat, 19th C CE, by Suzuki Masanao | Creator: Minneapolis Institute of Art | Source: https://sketchfab.com/3d-models/none-b95656998fbd44afa1782490a5bf8914 | License: CC BY 4.0

Bedienung: Mausrad zum Zoomen • Klicken & Ziehen zum Rotieren

Wissenschaftliche Forschung & Patente

US-9693549-B1 Mechanical Erteilt

Nagetierschutzschild

Gomez JR Manuel (2016)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Die Erfindung betrifft eine mechanische Barriere, die speziell darauf ausgelegt ist, Hausratten (Rattus rattus) am Klettern zu hindern. Es handelt sich um Schutzschilde aus Metall, die bündig an vertikalen Elementen wie Rohren oder Pfosten angebracht werden, um den Zugang zu Dächern und oberen Gebäudeteilen zu blockieren. Die Oberfläche ist besonders glatt gestaltet, sodass die Ratten keinen Halt finden und abrutschen. Das System ist flexibel anpassbar an verschiedene Durchmesser und dient der präventiven Abwehr, ohne dass chemische Mittel eingesetzt werden müssen. Es nutzt das Wissen über die Kletterfähigkeiten der Hausratte, um ihre Wanderwege physisch zu unterbrechen.

EP-1279334-A1 Chemical Unbekannt

Kombinierter Köder mit rattenvergiftender Wirkung

Zapi Ind Chimiche S P A (2002)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Dieses Patent beschreibt einen neuartigen Kombinationsköder, der speziell für die Bekämpfung von Nagetieren wie Rattus rattus entwickelt wurde. Die Kernidee besteht darin, eine für Nagetiere schmackhafte Paste mit einer festen Komponente zu verbinden, die dem natürlichen Nagebedürfnis der Tiere entgegenkommt. Durch diese duale Struktur wird die Akzeptanz und Aufnahme des enthaltenen Rodentizids signifikant erhöht. Die Formulierung zielt darauf ab, sowohl den Fressreiz als auch den Instinkt zum Nagen gleichzeitig zu befriedigen. Dies macht den Köder besonders effektiv in häuslichen, industriellen und landwirtschaftlichen Umgebungen.